Wohnrecht? Kennt sich jemand aus?

Moin,

Ich habe eine Frage bezüglich Wohnrecht / Leben im Mehrgenerationenhaus. Kennt sich jemand aus?

Ich muss etwas weiter ausholen. Wir wohnen hier in einem kleinen Ort ca. 70km von Hamburg. Meine Schwiegereltern sind geschieden. Mein SV musste meiner SM ihren Teil vom Haus ausbezahlen. Es handelt sich um ein relativ großes Haus. Nach etwas Überlegung haben mein Mann und ich uns vor ein paar Jahren dazu entschieden, den oberen Stock und das Dachgeschoss für uns auszubauen. Hierfür benötigten wir einen Kredit bei der Bank. Den bekam wir natürlich nur, wenn wir eine Sicherheit vorweisen konnte. Wir haben somit mit meinem SV gesprochen, ob er uns den oberen Teil des Hauses überschreiben würde, sodass wir der Bank eine Sicherheit für unseren Kredit vorweisen können. Dies wollte mein SV partout nicht machen. (Heute denke ich mich, verdammt, ich hätte hellhörig werden sollen!) Stattdessen hat er für uns gebürgt. Wir haben somit unseren Kredit erhalten und die Etagen für uns aus-bzw. umgebaut. Mein SV bekommt einen kleinen monatlichen Betrag von uns. (Auch im Nachhinein ziemlich doof von uns... es gibt KEINEN Mietvertrag) Ich muss dazu sagen, dass er das Haus nicht hätte halten können, wenn wir nicht eingezogen werden.
Seit nun ca. 3 Jahren verspricht er uns, das Haus meinem Mann zu überschreiben (er ist Einzelkind) Doch es geschieht nichts. Es gibt immer wieder Reibereien untereinander. Mir geht es nicht um das Haus, sondern eher darum, eine Sicherheit als Familie zu haben. Wir haben hier einige hundert-tausend-Euro rein gesteckt und uns gehört nichts. Wir haben so langsam das Gefühl, dass sich mein SV einfach nicht vom Haus trennen kann. (Er hätte natürlich lebenslanges Wohnrecht!)
Welche Möglichkeiten haben wir? Ich habe etwas Angst vor der Zukunft. Was geschieht, wenn meinem Mann etwas passiert? Können wir in dieser Situation irgendwie an eine Sicherheit kommen? Kann im Nachhinein ein Mietvertrag gemache werden?

Danke für Eure Hilfe und liebe Grüße von der Küste #winke#danke

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Hattest Du vor kurzen nicht schon mal geschrieben?

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Nein, ich habe hierzu noch nichts geschrieben. Gibt es einen ähnlichen Eintrag im Forum? Vielleicht komme ich mit diesen Antworten auch weiter.

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Bevor sich hier alle wieder die Mühe machen, Ratschläge zu geben, lies dir doch nochmal die Antworten von damals durch:

https://m.urbia.de/forum/12-familienleben/5400568-im-haus-des-schwiegervaters

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Der Beitrag war nicht von mir. Ich werde mir die Antworten einmal durchlesen, vielleicht helfen sie mir weiter. Danke.

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Stört er wieder?
Vielleicht lässt er euch deshalb zappeln?
Schon mal darüber nachgedacht wie es sich für ihn anfühlt in seinem Haus nicht willkommen zu sein?
Vielleicht löst sich euer Problem, wenn ihr mal versucht miteinander auszukommen.
Was ändert sich denn wenn das Haus überschrieben wird? Hört er dann auf zu telefonieren? Er wird trotzdem Alltagsgeräusche von sich geben.
Vielleicht überschreibt er deshalb nicht, weil er Angst vor euch hat?

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Ich glaube Ihr verwechselt hier etwas. Dies ist mein erster Forumsbeitrag zu diesem Thema. Gab es eventuell schon einen ähnlichen?

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Ja, ganz zufällig die gleiche Geschichte und fast der gleiche Wortlaut.

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Da hat er Euch aber schlau überlistet. Die Überschreibung des Hauses hätte vor dem Umbau stattfinden müssen, aber das habt Ihr nun selbst gemerkt. Ihr könnt jetzt maximal weiter mit ihm diskutieren, bis er zustimmt oder Ihr legt ihm einen fertigen notariell aufgesetzten Vertrag für die Überschreibung des Hauses vor und hofft, er unterschreibt diesen noch. Auch einen Mietvertrag könnt Ihr aufsetzen und ihn um Unterschrift bitten, das geht jederzeit (natürlich nicht rückwirkend, aber z.B. ab dem 01.05.2020).

Hilft aber nichts, das noch mehrmals hier zu fragen. Wenn Du eine rechtlich fundierte Auskunft haben willst, ob und was Ihr da noch unternehmen könnt, müsst ihr schon einen Anwalt hinzuziehen. Und auch das garantiert nicht, dass keine Reibereien mehr entstehen. Du kannst nämlich auch dann nicht verhindern, dass er sich im Haus frei und laut bewegt.

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Danke für Deine Antwort. Ich weiß zwar nicht, was du mit "laut und frei bewegen" meinst, davon hab ich nichts geschrieben.

Ich befürchte, dass ich hier mit einer anderen Userin verwechselt werde. Dies ist wirklich mein erster Eintrag zu dem Thema. #kratz

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Dein Mann müsste als einziges Kind, sofern kein Testament vorhanden ist, Alleinerbe sein.
Wenn Dein Mann vor dir stirbt, müsstest Du und Dein Kind erben.
Wenn Ihr Hunderttausende investiert habt, wieso habt ihr dann nichts eigenes gekauft?
Vor allem, wenn ihr nichts schriftlich habt, kann euch der SV jederzeit aus dem Haus schmeißen und das Geld ist dann weg.
Sowas sollte man VOR dem Renovieren und Einzug schriftlich regeln - aber das habt Ihr ja inzwischen selber gemerkt.

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Da hast du allerdings recht. Da waren wir wohl zu gutgläubig.

Danke für Deine Antwort.

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Du sagtest doch, dass er das Haus ohne euch nicht halten kann, was brächte es ihm also euch rauszuwerfen?

Mietvertrag bringt aufgrund des Artikel 573a BGB nichts. Und wenn er sich nicht vom Haus trennen kann, wird er es zumindest nicht verkaufen.
Was sind es denn für Reibereien? Vielleicht kann man zwischenmenschliche ja was kitten. Habt ihr mit ihm schon mal über eure Sorgen gesprochen?

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Danke für Deine sachliche Antwort. Ich werde mir den Artikel im BGB auf jeden Fall mal durchlesen.
Wenn die Corona-Krise vorbei ist, möchten wir nochmals mit ihm sprechen. Er ist, wegen der Beschränkungen momentan sehr unzufrieden und nicht sehr gesprächig. Ich denke da macht es wenig Sinn nochmals mit ihm zu reden.

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Redet unbedingt nochmal mit ihm, evtl zuvor noch von einem Anwalt beraten lassen.

Was ist, wenn der SV plötzlich ein Pflegefall wird ? Dann muss im schlimmsten Fall sein Haus verkauft werden um die Kosten zu decken. Und dann habt ihr ein richtiges Problem.

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Oh Mann da habt ihr euch wo rein manövriert... Ich renovieren mit meinem Mann auch das Obergeschoss seines Elternhauses, hab aber ihm und seinen Eltern klipp und klar gesagt ich stecke keinen Cent rein ehe das Haus nicht uns gehört. Ihr habt jetzt ja schon investiert, also verstehe ich deine Ängste total. Angenommen mit deinem Mann wäre was schätze ich, dass euer Kind der Alleinerbe vom Schwiegervater wäre und das Haus bekäme bei dessen Ableben. Ich würde darauf pochen, das Haus überschrieben zu bekommen und die Zahlungen an den Schwiegervater dann auch einstellen oder einen Mietvertrag aufsetzen.

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Ich würde mal sagen, IHR braucht lebenslangen Wohnrecht. Denn wie meine Vorschreiberin schon schrieb: Wenn Dein SV das Haus verkaufen will oder muss, seid Ihr richtig in den Po gekniffen. Oder Ihr macht eine Teilungserklärung, so daß die eine Wohneinheit Euch und die andere Deinem SV gehört.

Grüsse
BiDi