Mutter nimmt Niere nicht an

Hallo,
meine Mutter hat eine schwere Nieren Erkrankung, was das genau ist weiß ich leider nicht sie hat nie so offen darüber gesprochen. Was ich weiß ist das jede niere nur noch 10% arbeiten kann. Sie nimmt starke Tabletten. Jetzt ist es so das sie heute beim Arzt war und der meinte das ihre Nieren jeden Moment aufhören könnten zu arbeiten. Er sagte er schätzt das sie nächstes Jahr versagen werden. Eine Option wäre eine Dialyse oder eine neue Niere. Meine Mutter hat viel geweint da eine Dialyse natürlich das ganze Leben auf den Kopf stellen würde.. Sie reist sehr gerne und unternimmt gerne viel. Ich schätze meine Mutter als sehr anfällig auf Depressionen und andere psychischen Erkrankungen ein und ich habe einfach Angst das sie dadurch in ein tiefes Loch fällt. Ich habe ihr meine Niere angeboten doch sie möchte sie nicht weil sie mir im Leben keine Nachteile verschaffen möchte. Meines Wissens kann man mit einer Niere normal weiter leben. Kann mir jemand eventuell einen Rat geben wie ich meine Mutter dazu überreden könnte meine Niere anzunehmen ?
Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen mit dem Leben mit einer Niere?
Ich bin noch relativ jung (18) habe eine 4 Monate alte Tochter und möchte später noch Kinder. Kann man schwanger werden und ein gesundes Kind auf die Welt bringen mit einer Niere? Ich weiß das ich sie nicht dazu zwingen kann meine Niere anzunehmen aber ich bin einfach verzweifelt und möchte das es meiner Mutter gut geht und sie glücklich sein kann. Ich habe Angst um sie und ihre Psyche.
Hat jemand Erfahrungen mit einer Dialyse?
Ich bin dankbar für jede Antwort.
LG Celina :(

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Ich kann dich sehr gut verstehen das du deiner Mutter helfen willst.Für mich klingt das alles erstmal unüberlegr und überstürtzt.Eben die erste Reaktion weil du deiner Mutter helfen willst.
Eine Niere spenden ist auch kein Spaziergang, für Beide nicht.
Ich würde dir raten, dränge deine Mutter nicht,rede mit ihr über ihre Krankheit, informiere dich ausführlich darüber,Wenn du immernoch Spenden möchtest lass dich testen und solltrest du in Frage kommen unfd deiner Mutter geht es schlechter,vielleicht will Sie dann doch deine Niere annehmen.

Aus sicht einer Mutter, meine Jüngste ist 20 würde ich nie,nie,nie eine Organspende meiner Kinder annehmen(geben würde ich alles)
Meine KInder sind noch jung und haben ihr Leben noch vor sich.Sie haben noch keine Kinder aber wenn mal Welche kommen sollen Sie auch für Sie da sein.
Was wäre wenn meine Tochter mir eine Niere spendet und später selbst eine Nierenerkrankung bekommt?Oder noch schlimmer,meine Tochter spendet mir eine Niere bekommt ein Kind welches vielelicht später auch mal eine Spenderniere braucht.Sie könnte Ihrem Kind nicht helfen da Sie mir geholfen hat.
Ich weiß man soll nicht so denken, und es muss nicht so kommen, aber ich würde so denken und handeln.
Und ich denke mal deiner Mutter geht es ähnlich.

Ich wünsche deiner Mutter alles Gute.

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Ja, mir geht es genauso! Ich würde meinem Mann Organe spenden oder den Geschwistern und auch von diesen annehmen, aber NIE von meinen Kindern. Aus genau den von Dir genannten Gründen.

Vielleicht geht es der Mutter der TE ebenso.

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Du musst dich erstmal testen lassen, ob du als Spenderin überhaupt in frage kommst.
Falls du keine geeignete Spenderin sein solltest, erübrigt sich die Frage.

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Huhu, meine Mutter hat eine Schrumpfniere und eine die dafür größer ist.

Aufgrund dessen konnte meine Mutter damals keine natürliche Geburt machen ABER damals ist vor knapp 30 Jahren. Wer weiß, wie das heute ist.

Aber ja, es stimmt. Es könnte natürlich auch sein, daß du überhaupt nicht in Frage kommst.

Was machst du, wen deine eine Niere die du dann hättest, versagen würde durch Unfall, Erkrankung etc etc? Darüber solltest du ernsthaft nachdenken, bevor du das möchtest. Und nein, es gibt keine Nieren wie Sand am Meer und ja, es wären vermutlich viele vor dir.

Ja, es ist deine Mutter und die Situation mies aber du zu unwissend über ihre Erkrankung. Vielleicht fragst du da nochmal nach. Vielleicht ist diese schwerwiegender wie du glaubst und deshalb sagt sie nein dazu. Zumindest unteranderem.

Ich wünsche euch alles gute

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Erfahrungen mit Dialysen habe ich nicht, aber ich verstehe dich, dass du deiner Mutter gerne helfen möchtest. Da du erst 18 bist, schätze ich, dass deine Mutter selbst noch nicht so alt ist.
Ich habe meine Mutter an Krebs verloren, da war ich Anfang 20,sie erst Anfang 50. Ich hätte alles dafür getan, wenn ich ihr nur irgendwie hätte helfen können.

Lasst euch beide zu diesem Thema ärztlich beraten. Erstmal unverbindlich und dann kann man noch immer weiter sehen, wenn du z. B. als Spendern in Frage kommst.
Der Arzt kann dir deine Fragen beantworten.

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Du musst dich erst testen lassen, ob deine Niere passen würde. Zudem solltet ihr euch von den Ärzten beraten lassen. Vielleicht ist die Krankheit deiner Mutter eine Erbkrankheit und du hast sie auch. Dann brauchst du deine Nieren selbst. In unserer Verwandtschaft gab es auch einen Fall von Nierenerkrankungen. Die Mutter hatte Schrumpfnieren. Sie ist relativ früh gestorben. Einer der Söhne hat diese Krankheit auch und bevor er zur Dialyse musste hat ihm sein Bruder eine Niere gespendet. Beide leben ein ganz normales Leben.

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Bevor du deine Mutter überredest, würde ich das mit deinem Hausarzt fragen.

Dass deine Mutter jetzt noch ablehnt, verstehe ich durchaus.
Sie ist selbst mit der Situation überfordert, weiß noch nicht, was auf sie zukommt. Vielleicht will sie auch den Zustand sich noch nicht entscheiden zu müssen, noch aufschieben.

Wenn es notwendig wird, wird sie u.U. aus der Not heraus eine Entscheidung treffen.

Bekommt sie psychische Unterstützung? Seelsorge? Therapeutische Begleitung? Spezialisiert zu ihrer Erkrankung?


Für dich wäre das auch eine Möglichkeit. Psychische Begleitung für Angehörige, sofern deine Mutter einverstanden ist. Einverstanden damit, dass du Kontakt mit dem behandelnden Krankenhaus hast und die dir Tipps geben können.



Das andere ist, ob du überhaupt dafür in Frage kommst.
Vielleicht lehnt sie auch deswegen ab.
Sie will nicht, dass du so leidest wie sie, falls du ihre Probleme geerbt haben könntest.
Vielleicht hat sie auch Angst vor der Hoffnung, du könntest in Frage kommen und dann ist es nicht so.


Daher würde ich dir raten mit einem Arzt zu sprechen.
Ein Arzt, der dich kennt und dann auch behandeln kann.

Ab wann sind Vortests möglich?
Kannst du schon jetzt deine Gesundheit checken lassen? Vorerkrankungen und co?

Wie läuft eine Transplantation ab? Was müsstest du als Spender tun?
Könntest du dich schon darauf vorbereiten?

Wozu sie u.U. zustimmen müsste: passen deine Werte zu ihren. Verwandt sein erhöht zwar die Chance, ist aber keine Garantie.


Bevor du jetzt deine Entscheidung aus dem Affekt triffst und dann klappt was nicht, würde ich mit dem Hausarzt ggf. mit der Klinik sprechen. Was müsstest du tun, wenn du Spender sein möchtest. Kannst du das erfüllen.

Die Beratung schon jetzt zu machen, ist vielleicht gar nicht so schlecht. Dann kann das auf dich wirken und es vergeht im Akutfall nicht so viel Zeit.

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Hallo,
Das ist alles noch sehr frisch und neu für euch.
Gebt dir und deiner Mutter erstmal Zeit, dass sacken zu lassen.
Die Zeit drängt nicht. Zur Not muss deine Mutter an die Dialyse bis eine Niere transplantiert werden kann, das muss ja nicht für immer sein.
Holt euch eine zweite Meinung, geht gemeinsam zum Arzt, besprecht ob sie auf die Euro transplant Liste kommt, testet ob du überhaupt in Frage kommst.
Dann könnt ihr überlegen ohne im Schockzustand zu sein

Alles gute

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Hallo,

Du reagierst gerade etwas unüberlegt - das ist verständlich. Aber lasst Euch erst einmal umfassend beraten, über alle Möglichkeiten und alle Konsequenzen.

- wie bereits gesagt, kann es sein, dass Du überhaupt nicht als Spender in Frage kommst. Dann braucht Ihr darüber gar nicht weiter nachdenken.
- sinnvoll wäre zu wissen, an welcher Krankheit Deine Mutter leidet. Eventl. ist es erblich, dann brauchst Du vielleicht Deine Nieren sowieso selber.
- mit einer Niere lebt es sich nicht völlig normal. Aber viele empfinden es besser als ein Leben mit Dialyse. Aber sowohl Spender als auch Empfänger sind eingeschränkt.
- auch als Dialysepatient ist "das Leben" nicht vorbei - da lässt sich vieles organisieren.

Mein Vater war jahrelang Dialysepatient und hat relativ gut gelebt mit vielen Reisen und einer Menge Spaß. Und das war vor 40 Jahren - da ist die Medizin heute noch sehr viel weiter. Heißt natürlich nicht, dass es jedem so geht. Hat aber auch viel mit der eigenen Einstellung zu tun.

Holt den psychiatrischen Dienst mit ins Boot - Deine Mutter braucht Unterstützung. Und macht Euch in alle Richtungen schlau.

LG

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Hallo,

du weißt doch gar nicht, ob deine Niere überhaupt bei deiner Mutter passt. Ich könnte meinen Kindern z.B. nicht mal Blut spenden oder umgekehrt, weil ich Blutgruppe AB habe und meine Kinder nur A und B haben können, da mein Mann 0 hat.
Du bist noch sehr jung und gehst relativ naiv an die Sache ran. Sicher, man kann mit einer Niere weiterleben. Trotzdem musst du genau überlegen, was du machst. Was ist, wenn das Nierenleiden deiner Mutter erblich ist und du das Gleiche bekommst? Dann hast du mit nur einer Niere schlechte Karten. Ich verstehe deine Mutter. Ich würde als Mutter im Leben keine Niere meiner Kinder nehmen. Das Wichtigste als Mutter ist es, dass die eigenen Kinder gesund sind. Eine Mutter würde instinktiv ihr Leben für das ihrer Kinder geben. Von daher würden sicherlich auch die meisten Mütter keine Organe ihrer Kinder annehmen. Ich würde lieber selbst sterben, als meine Kinder irgendwie in Gefahr zu bringen. Mein Sohn ist so alt wie du. Er hat sein ganzes Leben noch vor sich. Ich weiß nicht, welche Krankheiten ihn in den nächsten 60 - 70 Jahren noch heimsuchen. Ich würde aber definitiv nicht wollen, dass ihm ein gesundheitlicher Nachteil entsteht, nur damit ich nicht an die Dialyse muss oder ein paar Jahre länger zu leben habe. Du bist selbst Mutter. Würdest du das von deinem Kind wollen?

LG
Lotta