Taufe: Als Baby, als Kleinkind, selbst entscheiden lassen?

Mein Mann und ich bekommen im November unser erstes Kind:-)

Bis dahin ist zwar noch etwas Zeit, aber wir überlegen trotzdem schon, ob wir unsere Tochter als Baby oder Kleinkind taufen lassen sollen, oder ob wir ihr die Entscheidung überlassen sollen.

Wir sind beide Christen. Vor allem meinem Mann ist der Glaube sehr wichtig und er lebt ihn sehr aktiv. Aber auch in unserem Alltag spielt das eine Rolle. Wir gehen in den Gottesdienst (jetzt gerade gucken wir ihn im Internet an), lesen jeden Morgen die Losung, beten vor dem Essen und so weiter. Es geht also nicht nur um die Tradition.
Aber wir sind unsicher, was die beste Entscheidung ist#gruebel

Mein Schwiegervater hat Theologie studiert, aber wir wollen ihn lieber nicht fragen, um keinen unterschwelligen Druck zu bekommen. Außerdem hätten wir auch gerne eure ganz persönliche Erfahrung gewusst.

Sagt doch mal eure Argumente:-D

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Ich bin getauft, "weil man das so macht" und das finde ich falsch. Meine Söhne sind nicht getauft, weil wir nicht gläubig sind.

Ihr seid gläubig. Da wüsste ich nicht, was es an einer Taufe auszusetzen gäbe, wenn das eurem Glauben entspricht. Da würde ich jetzt einfach nach Bauchgefühl gehen. Wenn euer Kind getauft wird, wird es das aus den richtigen Gründen.

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Wir haben uns bei Nr. 1 auch sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt und auch unseren Pfarrer gefragt.
Biblisch gibt es keine Gründe gegen eine Kindertaufe.
Die Argumente für eine Baby-Taufe waren für uns: Es zeigt genau, was Gottes Gnade ausmacht: Wir müssen nichts bringen, Gott geht auf uns zu. Außerdem hat unser Pfarrer gesagt, dass unser Kind sich so auch an der Taufe festhalten kann, wenn es mal ins Zweifeln gerät. Dann die Taufe gilt unabhängig vom Glauben. (Das war anscheinend für Martin Luther ziemlich wichtig, wenn er gezweifelt hat.)
Wenn wir unseren Kindern die Entscheidung überlassen hätten, dann hätten sie sich bewusst an die Taufe erinnern können und das wäre sicherlich auch wertvoll für sie.🤔

Wir waren lange unsicher und haben mit vielen Freunden gesprochen. Die meisten hatten eine neutrale bis positive Einstellung, egal wie ihre Eltern für sie entschieden haben. Also waren für uns die interessant, die negative Erfahrungen hatten:
Zwei unserer Freunde, die wie wir aus einer Landeskirche kommen, wurden als Babys nicht getauft. Sie haben beide erzählt, dass sie sich dann taufen lassen haben, als alle anderen konfirmiert wurden. Es war für sie eher normal, sich dann taufen zu lassen, als dass es eine bewusste Entscheidung war.
Ausschlaggebend war eine gute Freundin von mir, die ursprünglich aus einer Freikirche kommt. Sie hat gesagt, dass sie die Wahl als Last empfunden hat.
Sie hatte den Eindruck, wenn sie sich entscheidet, sich taufen zu lassen, dann muss sie vorher eine Art Bekehrung gehabt haben. Das hatte sie aber nicht, weil sie christlich aufgewachsen ist. Der Glaube hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Sie hat sich ständig gefragt, ob sie schon genug glaubt, für die Taufe und ob es nicht noch mehr braucht.
Irgendwann hat sie sich dann taufen lassen, weil sich alle ihre Freunde taufen lassen haben und sie das Gefühl hatte, dass alle es von ihr erwarten. Damit war sie aber nicht glücklich. Die Entscheidung ist für sie völlig falsch gelaufen und sie hatte nicht das Gefühl, dass sie dahinterstand, obwohl sie sich sicher war, dass sie glaubt.
Eine Weile später hat sie sich segnen lassen und ihre Taufe bestätigt. So ähnlich wie bei einer Konfirmation. So hat sie dann sozusagen ihren Frieden damit gemacht.

Wir haben uns dann entschieden, unserem Kind das bewusste Erleben vorzuenthalten. Dafür zeigen wir ihm Gottes bedingungslose Gnade schon in der Taufe und wir bewahren sie hoffentlich vor solchen Zweifeln und Fragen nach ausreichendem Glauben.
Mein Mann und ich haben selber nie bedauert, als Babys getauft worden zu sein und wir hoffen, dass es unseren Kindern auch so gehen wird.
Die Taufe haben wir dann in die ersten Monate (meist nach 2 Monaten) gelegt, so konnten sie dann das Taufkleid tragen, dass alle in der Familie meines Mannes getragen haben.😊

Ich kann dir dieses Buch dazu empfehlen: https://www.scm-shop.de/eine-taufe-tausend-fragen.html
Es antwortet sehr gut und leicht verständlich auf die wichtigsten Fragen.

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Danke für die ausführliche Antwort:-)
Das Buch werde ich mir wahrscheinlich bestellen.
Kannst du sagen, warum du findest, dass biblisch nichts gegen die Taufe von Kindern (Babys?) spricht? Unten hat jemand das Gegenteil geschrieben.

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Ich habe mir gerade die Antworten durchgelesen, vor allem die von "ichwillschlafen".
Ich glaube, das Problem ist ein unterschiedliches Taufverständnis.

Wir sehen es so (evangelisch, Landeskirche, falls das eine Rolle spielt):
Die Taufe ist ein Sakrament.
Sie ist ein Akt von Gottes Gnade und ein Versprechen. Ein Geschenk, dass man nur empfangen kann, und zwar ohne etwas dafür zu leisten.
Das muss auch angenommen werden – das passiert im Glauben.
Wenn man die Taufe als Sakrament, also als Geschenk und Versprechen sieht, ist völlig unerheblich, ob der Glaube vor oder nach der Taufe kommt. Bei einer Kinder-/Säuglingstaufe ist aber wichtig, dass das Kind zum Glauben geführt wird.
In dem Buch, was ich oben verlinkt habe, steht zu diesem Verständnis folgendes Zitat: "Die Taufe ist gerade kein Glaubensbekenntnis des Täuflings, sondern Zuspruch und Zueignung des Evangeliums durch Gott. Und dieses geht dem Glauben immer voraus. Glauben gibt es nur im Hören und Empfangen des Evangeliums. Man könnte sagen: Die Taufe ist Gottes Evangelium in konzentrierter Form […]"
Ohne folgenden Glauben ist die Taufe aber wertlos.

"ichwillschlafen" und wahrscheinlich auch die andere Userin hat wahrscheinlich genau das andere Verständnis:
Die Taufe ist ein Glaubensbekenntnis.
Dann muss zuerst der Glaube da sein und eine Taufe von Unmündigen kann es nicht geben.
Mit diesem Verständnis ist die Taufe aber kein Sakrament (zumindest dem Sinn, dass es als Versprechen von Gott ausgeht und nicht an menschliche Bedingungen geknüpft ist).

Abgesehen davon, dass es für jemanden, der im Glauben aufwächst, wahrscheinlich schwer ist, herauszufinden, wann man "wirklich" glaubt (s. o.), gibt es noch etwas, was ich problematisch an diesem Verständnis finde:
Wann darf ein Mensch getauft werden?🤔
Kann ein 5-jähriges Kind die Entscheidung bewusst treffen? Muss man religionsmündig, also 14 oder sogar noch älter sein? Und was ist mit geistig behinderten Menschen (mein Cousin ist bspw. nicht einmal wahlberechtigt)?🤔
Außerdem finde ich die Vorstellung schwierig, dass ich als Mensch etwas bringen muss. Für mich geht das nicht: Allein in Christus, allein aus Gnade. Sonst kann ich gar nicht glauben.😜
Was ist, wenn man später vom Glauben abfällt und wieder zum Glauben kommt? Dann ist die Taufe als Bekenntnis ungültig geworden und muss neu stattfinden, was aber unbiblisch ist (Eph 4,5).

Es steht übrigens in der Bibel zwar explizit nirgends, dass Kinder oder Babys getauft werden, allerdings steht an 5 Stellen, dass sich Menschen "mit ihrem ganzen Haus" taufen ließen, weil der Hausherr zum Glauben gefunden hat. Man kann davon ausgehen, dass da auch Kinder, Babys, Sklaven… dabei waren, die zu dem Zeitpunkt noch keinen eigenen Glauben hatten. Die Stellen sind: Apg 10, Apg 16,14f, Apg 16,30-34 (fand ich am eindrücklichsten: Paulus tauft das ganze Haus des Kerkermeisters in der Nacht, in der der Kerkermeister zum Glauben kommt, also auch ohne Taufunterricht, wie es ihn in der Landeskirche vor Erwachsenentaufen gibt), Apg 18,8 und 1Kor 1,16.

In dem Zusammenhang finde ich noch ein Wort von Jesus wichtig, auch wenn sich das nicht explizit auf die Taufe bezieht: "Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Mk 10,14f). In der Situation segnet Jesus die Kinder, sie werden nicht getauft. Ich finde trotzdem wichtig, dass das Alter für Jesus keine Rolle spielt, und dass man das Reich Gottes (und für mich damit auch die Taufe) annehmen soll, wie ein Kind. Nämlich ohne etwas dafür zu geben. Jesus bewertet den Glauben von Kindern positiv. Das passt für uns sehr gut mit der Taufe von Säuglingen und Kindern zusammen.
Außerdem sieht Paulus die Taufe parallel zur Beschneidung, und die wird auch an Säuglingen durchgeführt (Kol 2,11)
In Korinth haben sich auch Leute für Tote taufen lassen und Paulus kritisiert das nicht (1Kor 15,29). Die scheinen damals viel entspannter damit umgegangen zu sein als wir😅

Ihr solltet euch also überlegen, wie ihr die Taufe seht: Ist sie ein Glaubensbekenntnis: Entscheiden lassen! Ist sie eine bedingungslose Gabe von Gott: Das Alter ist unerheblich, es ist eine persönliche Entscheidung (meine Meinung dazu: siehe erste Antwort).

Du kannst hier persönliche Erfahrungen hören, aber wenn du theologisch in die Tiefe gehen willst, dann solltest du wirklich mit einem Pfarrer sprechen. Wenn du nicht mit deinem Schwiegervater sprechen willst, dann mit eurem Gemeindepfarrer. Du kannst ja auch bewusst in der Landeskirche und in der Freikirche nachfragen und bei einem evangelischen und einem katholischen Pfarrer. Dann hörst du alle Argumente mit einer genaueren theologischen Fundierung, als wir die euch geben können.

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Taufe setzt einen Willen zur Umkehr voraus. Biblisch gesehen gibt es keine Säuglingstaufen. Ich finde das Taufen von Säuglingen unchristlich und kann mir vorstellen das Gott dieses ablehnt. Der Akt der Taufe ist in der Bibel klar dargelegt. Willentliche umkehr..........Man muss auch nicht getauft sein um ein Christ zu sein und um in die Ewigkeit einzukehren.

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Danke.
Kannst du sagen, warum du das Taufen von Babys unchristlich findest? Oben hat jemand geschrieben, dass biblisch nichts dagegenspricht#gruebel

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Die Segnung der Kinder: 10,13–16
13 Da brachte man Kinder zu ihm, damit er sie berühre. Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht. 14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes. 15 Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie. Ich denke das die Säuglingstaufe eine Art Zwangsrekrutierung der grossen Kirchen ist,da durch die Säuglingstaufe auch gleichzeitig eine
unauflösliche Mitgliedschaft der entsprechenden Kirche einhergeht. Dieses ist aus meiner Sicht ein Machtinstrument. Man sieht ja wie selbstverständlich diese Taufen durchgeführt werden. Wenn ich mir überlege wie die Kirchen und Eltern den Akt der Taufe (der in der Bibel als Willentliche Umkehr klar definiert ist) unreflektiert gebrauchen( das war schon immer so wir sind ja Christen ....usw...)dann sehe ich dieses eher kritisch und persönlich halt unchristlich. Jesus Christus segnete die Kinder. Das sollte die Lehre Christi sein. Kinder zu segnen. Man kann ja dennoch ein Säugling in die Kirche aufnehmen und ein grosses Fest daraus machen.

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Also ich denke der Glaube ist etwas im das Kind hineingeboren UND hineinwachsen muss.

Wir haben den Kleinen mit 2 Monaten taufen lassen. Er soll ja auch Teil der Gemeinde sein und wird an allen Festen teilnehmen.

Sollte das Kind irgendwann austreten wollen kann es das immer noch.

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In eurer Situation würde ich das Kind als Baby taufen lassen. Dann wir es von Anfang an mit einbezogen.
Wenn man selbst als Eltern gläubig ist, wüsste ich nicht warum man sein Kind nicht auch gleich taufen lassen will. Das Argument, dass es später selbst entscheiden soll, finde ich nicht richtig.
Es ist doch klar, dass ein Kind erst einmal die Religion der Eltern mit lebt und dort hinein wächst. Auch wenn es nicht in der Bibel steht, ist es eine schöne und wichtige Tradition.
In anderen Lebensbereichen erzieht man sein Kind doch auch nach bestimmten Vorstellungen.
Was das Kind später daraus macht, ist dann eine andere Sache.
Wir haben unsere Kinder auch als Baby getauft. Der älteste ist jetzt 13. Ob er nächstes Jahr zur Firmung geht, darf er selbst entscheiden.

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Ich fände es ehrlich gesagt befremdlich, wenn ich als Kind in einer so religiösen Familie aufwachse und nicht "Teil" davon bin. Deshalb würde ich Euer Kind als Baby taufen lassen.

Bei uns ist es umgekehrt. Wir sind beide aus der (kath.) Kirche ausgetreten und hätten es falsch und auch irgendwie verlogen gefunden, unser Kind taufen zu lassen - auch wenn das hier noch sehr üblich ist "weil man es so macht".

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Wir selbst sind auch gläubig, taufen aber nicht. Eine Taufe ist keine Sicherheit, dass das Kind in den Himmel kommt oder vor Bösem bewahrt wird. Die Wassertaufe symbolisiert den Tod des alten, sündigen Menschen und die Auferstehung des neuen Menschen in Christus. Einem Baby oder Kind kann man nicht die Entscheidung abnehmen, ob es dann später mal an Jesus glauben will oder nicht. Nirgens in der Bibel wird eine Taufe des Kindes erwähnt- nur Taufen von Menschen, die sich der Tragweite bewusst sind. Was nützt denn eine Taufe, wenn die getaufte Person dann nicht nach dem Glauben leben will?
Das Kind zu taufen, nur weil es alle anderen machen, halte ich für den falschen Weg. Das Kind zu taufen, weil es nur mit einer Taufe gesegnet oder heilig oder beschützt ist, ist völliger Humbug. Jedenfalls habe ich in der Bibel noch nirgens so etwas lesen können.

Wir persönlich segnen unsere Kinder. Segnungen sind etwas, was jeder Mensch, egal welches Alter, erhalten kann. Es ist mit keinem religiösem Ritual verbunden, das Kind wird auch nicht in die Kirchgemeinde aufgenommen damit, keine Verpflichtungen oder sonstiges. Wir segnen einfach unsere Kinder, stellen sie unter den Schutz Gottes und wir haben auch einen Bibelvers ausgewählt für sie, der ermutigend und sie auf ihren Wegen begleiten kann.
Wir erziehen unsere Kinder nach biblischen Werten. Aber der Entscheid, ob sie Jesus nachfolgen wollen oder nicht, ist ganz bei ihnen. Die Taufe drückt diese Entscheidung für die sichtbare und unsichtbare Welt aus. Deswegen ist für uns die Kindestaufe ausgeschlossen, denn diesen E tscheid müssen sie selbst machen.

Wenn ihr nicht taufen lassen möchtet, aber trotzdem eine kleine Feier haben wollt, dann könnt ihr zum Beispiel eine Segnung machen mit anschliessendem Essen oder ähnliches. Das könnt ihr vor der Gemeinde, aber auch zu Hause machen.

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Danke.
Wir sehen die Taufe auch nicht als Sicherheit, sondern als Sakrament, durch das Gott einen Menschen in seine Gemeinschaft aufnimmt. Wir glauben, dass man beides braucht, um gerettet zu werden, aber die Taufe nicht reicht, wenn man nicht glaubt (Markus 16,16). Es wäre dann das, was wir sozusagen vorbereiten können für unsere Tochter. Die Entscheidung liegt dann ihr - wenn wir uns dafür entscheiden.

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Ich finde immer die Möglichkeit, das Kind bei sowas selbst entscheiden zu lassen am besten.
Vielleicht ist auch zu bedenken, was Gemeindemitglieder dazu sagen, wenn ihr euer Kind nicht taufen lasst? Ja, man soll sich nicht nach anderen richten, aber ich denke ungetauft bei gläubigen Eltern ist schon etwas besonderes und es wäre ja schade, wenn andere euer Kind dadurch anders behandeln oder es sich irgendwie nicht als vollständigen Christen sieht und euch dafür die Schuld gibt.
Klar, gibt es auch anders herum die Möglichkeit, dass das Kind die Taufe doof findet, austreten will und euch daran die Schuld gibt, das wiederum ist kein Sonderfall heutzutage da wird es sich auf keinen Fall ausgeschlossen fühlen.

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Ich würde im Babyalter taufen lassen, wenn ihr das beide möchtet. Mein Sohn war 10 Monate bei der Taufe. Da hat er schon ein bisschen was mitbekommen (durfte z. B. ins Taufwasser fassen) und war auch wach und hat es nicht verschlafen, wie ein Neugeborenes. Die hier oft genannte willentliche Taufe, ist ja dann entweder die Kommunion/Firmung oder Konfirmation. Da kann er sich dann immernoch dagegen entscheiden.