Wie Kinderbetreuung regeln

Für mich ist finanzielle Unabhängigkeit , eigenes Geld verdienen , eigenes Vermögen aufbauen, unabdingbar und nicht verhandelbar, auch Elternzeit ist nicht vorstellbar für mich.
So weit, so gut, wäre ich ein Mann wäre das wahrscheinlich gar nicht so ungewöhnlich.
Nun, ich bin aber eine Frau und möchte mich wegen eines Kindes nicht beruflich und finanziell einschränken.
Mein Partner würde 2 Monate zu Hause bleiben, ist dann aber auch mindestens 12 Stunden am Tag unterwegs.
Ist es unter den Umständen so unvorstellbar sich trotzdem für ein Kind zu entscheiden.
Wir haben es getan, unser Kind wird durch eine Kinderfrau betreut, 24/7 wenn es nötig ist.
Das gibt uns maximale Freiheiten.
Die Nanny ist wie eine 2. Mutter, ich komme aber seit der Geburt fast jeden Abend nach Hause und sehe unsere Kleine noch und kann sie oft sogar noch ins Bett bringen.
Mein Mann kommt zur Zeit nur am Wochenende nach Hause.
Ich habe den Eindruck, dass man nur Kinder haben darf, wenn man bestimmte gesellschaftliche Anforderungen erfüllt, was insbesondere die Mutterrolle angeht.
Also, man will sehen, dass die Frau ihr altes Leben aufgibt bzw. Einschränkungen hin nimmt, dass der Job selbstverständlich hinten an steht und man wird als Mutter nur anerkannt wenn man sich selbst ein Stück weit aufgibt und dann aber Anerkennung und Bewunderung für so viel Opferbereitschaft erwartet wird.
Besonders von den Männern, viele Frauen sind regelrecht neidisch auf ihre Männer obwohl sie sich diese Einschränkungen und ihre Rolle selbst auferlegt haben.
Sehe ich das falsch.
Unser Kind ist mittlerweile 6 und ich finde, jeder und jede hat doch die Wahl.
Auch ohne Kinderfrau, was natürlich Luxus ist, übernehmen Frauen viel zu selbstverständlich die Betreuung und Familienarbeit, ohne Alternativen auch nur ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
Und auch ohne die langfristigen Konsequenzen zu bedenken, denn schnell steckt man in der Rolle fest...
Wie habt ihr es geregelt?

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Wenn du schon so herausfordernd schreibst, frage ich dich, warum du dann ein Kind hast, wenn du es eh kaum siehst bzw. das Kind euch kaum sieht.

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Gegenfragen, warum nicht?
Weil sie deine Vorstellungen und Anforderungen ans Muttersein nicht erfüllt?
Oder es wagt, ihr Kind nicht zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen?
Kinder zu bekommen hat die verschiedensten Beweggründe.
Nur weil man sich nicht hauptsächlich selvstz kümmern will, hat man also keinen Grund ein Kind zu wollen.
Kinderwunsches gleich sich selbst kümmern?
In anderen Kulturen oder Gesellschaftsschichten ist das nicht Voraussetzung.
Es gibt auch in Deutschland viele erfolgreiche Frauen und Männer, die ihre Kinder in Internate geben und die sich eine private Kinderbetreuung leisten.
Eben weil sie selbst nicht die Zeit haben und zu ihren Vorstellungen von Familie eben nicht gehört, sich selbst täglich stundenlang zu kümmern.
Ich denke, hier sind viele sehr engstirnig.
Meine Kinder wachsen beim Vater auf, ich sei sie nur selten,bin der Liebe wegen weg gegangen und habe das nie bereut.
Mein Ex war immer HauptBezugsperson, zumindest wenn man gelten lässt dass er am Wochenende da war.
Wir beide könnten letzen Endes im Kinderhaben nichts wirklich Gutes, Positives sehen.
Ich selbst hatte eine Mutter die immer da war, ich kann sie nicht leiden.
Mein Vater ist mir wesentlich näher, vertrauter, obwohl er fast nie da war.
Meine Mutter hat uns umsorgt, war Mittags nach der Schule da.
Trotzdem mag ich sie nicht.
Meine Kinder und ich haben ein gutes Verhältnis, distanziert, aber OK.
Mehr will ich gar nicht.
Sie können es gerne anders machen.

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Mutig, so ehrlich zu sein, trotzdem hoffe ich, dass deine Kinder diesen Text hier nicht lesen.
Vielleicht hättest du mal früher darüber nachdenken sollen, ob du wirklich Kinder willst.
Mein Kind ist alles für mich. Ein Mann würde ich im Leben meinem Kind nicht vorziehen.

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Ich finde es schön, dass du dein Kind fast jeden Tag sehen kannst.
Warum genau hast du das Kind?
Gar nicht böse gemeint. Nur Interesse.

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Also ich finde deine einstellung deinen Kindern gegenüber sehr egozstisch...für was hast du Kinder in die welt gesetzt wenn du es eigentlich nur Abends ins Bett bringst ?? Die aussage von dir, das dze Nanny zur not 24/7 für die kinder da ist, da tut mir das kind echt brutal leid! Es ist fast wie die mutter, da bricht es mir das herz.
Sorry, aber ich finde du hättest lieber keine kinder bekommem sollen wenn du so sehr auf Luxus & Unabhängigkeit stehst...
Das arme kind sieht den papa nicht weil er die ganze woche arbeitet und die mama , was dann eigentlich die wichtigste Bezugsperson sein sollte auch nicht. Kennst du dein kind überhaupt wenn du es eigentlich nur ins Bett bringst ?
Mein Herz blutet bei deinem Beitrag!

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Mein Mann kommt ebenfalls nur am Wochenende nach Hause, ich bin Vollzeit berufstätig. Dennoch übernehme ich aufgrund der Umstände logischerweise einen Großteil der "Erziehungs- und Familienarbeit". Dennoch ist für mich die Ausdrucksweise schon unglücklich. Viele - vor allem hier im Forum - betrachten ihre Kinder als "Arbeit" und sprechen von ihrem "Job als Mutter". Ich verbringe gerne Zeit mit meinem Kind und betrachte diese nicht als Arbeit oder meinen Job. Mein Kind gehört zu meinem Leben.

Ich finde eure Regelung perfekt, denn mit einer Kinderfrau, die immer Ansprechpartner für das Kind ist, habt ihr eine Vertrauensperson für euer Kind geschaffen, die immer da ist, immer begleiten kann, wenn ihr es gerade nicht könnt. Bei den einen ist das die Mutter, bei den anderen der Vater, wieder bei anderen die Oma und bei euch eben die Kinderfrau.

Ich finde diesen Umstand nicht "schlim" oder verwerflich, in vielen anderen Kulturen ist die Betreuung der Kinder durch Kinderfrauen üblich und angesehen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass eine Kinderfrau die Mutterrolle übernimmt oder man weniger Mutter oder Vater ist, weil man eine Kinderfrau hat.

Für mich persönlich wäre es nicht in Frage gekommen, mein Kind nur zum Schlafengehen zu sehen und am Wochenende. Dennoch war mir meine Arbeit extrem wichtig und auch, dass ich wieder Vollzeit tätig bin und eben nicht immer die "Teilzeitmutti" bleibe. Dennoch fällt diese Vereinbarkeit von Familie und Beruf vielen Fmilien (Frauen) immer noch sehr schwer, weil nicht alle Menschen die notwendige Flexibilität in ihren Berufen haben.

Auch das hier im Forum viel beschworene "dann muss man sich eben einen anderen Job suchen" ist - realistisch betrachtet - nunmal nicht so einfach. Dafür gibt es schlichtweg zu viele Berufe mit Schichtarbeit, körperlich notwenidger Anwesenheit in Betrieben/Praxen/Einrichtungen und leider auch immer noch zu viele Arbeitgeber, denen Arbeitszeitregelungen hinten herum vorbei gehen.

Jeder muss seinen Weg finden und eurer ist nicht besser oder schlechter als ein anderer.

Wichtig ist immer die Akzeptanz füreinander - für die Mutter, die ihre berufliche Entwicklung weiterhin verfolgt und für jene Mutter, die gerne als Mutter und Hausfrau bei ihren Kindern sein möchte oder muss, weil es die Umstände nicht anders hergeben.

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Schöner Beitrag. Ich muss aber anmerken, dass ich die Regelung nur dann perfekt finde, wenn sich das Kind damit wohlfühlt.

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Wir haben es auch nicht immer so geregelt gehabt wie jetzt.
Mein Mann hat ein Projekt angenommen vor 4 Jahren.
Da war er 6 Monate in Asien, danach hat er viel von zu Hause gearbeitet und seit 2 Jahren kommt er nur am Wochenende.
In den ersten beiden Jahren nach der Geburt unserer Tochter war er dafür abends zu Hause, während ich nur am Wochenende heim kam.
Nächstes Jahr werden wir umziehen, dann kann er wieder jeden Abend nach Hause kommen.
Dann werde ich eine neue Herausforderung annehmen, wenn ich mein Aufbaustudium beendet habe.
Dann werde ich auch für 6 Monate im Ausland sein.
Für einen Vater ist es vielleicht nicht wünschenswert aber zumindest akzeptiert, wenn er nur am Wochenende nach Hause kommt oder einen längeren Auslandsaufenthalt aus beruflichen Gründen hat.
Für mich ist es oft nicht verständlich, dass Frauen sich so scheinbar unkritisch in diese Rolle begeben, während Männer den Ernährer spielen und ihre Freiheiten nicht ansatzweise so sehr einschränken.

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Hallo!
Was ich nicht ganz verstanden habe, wieso ihr euch auf diese Weise nicht finanziell einschränken musstet (im Vergleich zu vor dem Kind). Arbeitet die Nanny umsonst?
Liebe Grüße, Dian

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Nein, finanziell ist das kein Problem.
Uns geht es aber nicht ums Geld, sondern um die beruflichen Herausforderungen und die interessanten Projekte, das ist es was uns beide an unseren Berufen reizt.
Wenn man für etwas brennt, kommen Geld, Erfolg und Karriere als netter Nebeneffekt.

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Ach so, oben hast du geschrieben, du wolltest dich nicht finanziell einschränken.

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Ist dir langweilig und du hast Lust hier eine Bombe hochgehen zu lassen? Jeder wird dich fragen warum ihr ein Kind habt. Am Ende kommt deine Frage wie wir das geregelt haben... also gut: ich habe zurückgesteckt aber gern. Ich habe meistens die Zeit mit den Kindern genossen. Natürlich stört es mich, mich dadurch abhängig zu machen. Ich fange bald wieder an zu arbeiten aber meine Kinder bleiben Priorität und ich möchte sie nicht sagen k andere Hände geben. Ich hoffe ihr schafft es trotzdem eine Beziehung zu eurem Sohn zu bekommen.

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Ich würde mich schämen, solch einen Beitrag hier rein zu stellen! Wie viele wünschen sich kinder und du hast zwei und scherst dich einen dreck um sie! Für was hast du kinder in die welt gesetzt? Euch gehören sie weggenommen da du deine kinder emotional vernachlässigen tust... ich finde keine worte..

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>> scherst dich einen dreck um sie <<

>> Euch gehören sie weggenommen <<

>> emotional vernachlässigen tust <<

Deine Vorwürfe sowie deine Wortwahl sind äußerst bedenklich. Du kennst die Familie nicht persönlich und kannst die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern in keinem Fall einschätzen.

Dein Beitrag ist in einem erheblichen Maße geprägt von Intoleranz.

Nach deinen Äußerungen würde ich schätzen, dass du in irgendeiner Weise persönlich betroffen von unerfülltem Kinderwunsch bist und daher emotional sehr stark reagierst. Dennoch sollte man sich doch ein wenig in Wortwahl und Meinungsäußerung regulieren können.

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Nein ich habe kinder, aber das ist nun mal tatsache, dass sze sich NICHT um die kinder schert... und ja ich wäre dafür ihr die kinder zu entziehen, da ich finde, dass das nicht gut für eine Kinderseele ist. Eltern sollten in einem gewissen Maße für dze kinder da sein und sie nicht nur zu bett bringen. Wenn ich lese, sze brennt für dies, brennt für das- aber anscheinend brennt sie nicht für ihr kind. Wie eine andere auch schon geschrieben hat, nicht die nanny ist wie eine zweite mutter sondern sie! Mir tut einfach nur das kind leid. Wenn man ein kind in die welt setzt, dann hat man nun mal verantwortung umd die Pflicht für das kind da zu sein! Das ist halt mal meine meinung!!

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Hallo Lospas,

bei uns ist es so gewesen, dass ich bei unseren beiden Kindern 2 Jahre Elternzeit genommen habe. Nun arbeite ich seit 2 Jahren wieder 23,5 Stunden in der Woche. Mein Mann hat je 2 Monate Elternzeit genommen. Er arbeitet Vollzeit. Die Kinder besuchen einen Waldkindergarten seit sie 2 Jahre alt sind.

Für uns passt das gut. Ich bin sehr froh darüber, dass ich so lange Elternzeit nehmen konnte. Ich liebe es meine Kinder so begleiten zu können und freue mich über jede Minute mit Ihnen. Ich finde es schön, die Welt mit Ihnen zu entdecken, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten, sie beim Wachsen und Lernen zu beobachten und mit ihnen Abenteuer zu erleben.

Ich arbeite gerne in meinem Beruf,
muss aber auch ehrlich sagen, die Kinder stehen ganz klar über meinem Job! Das heißt für mich, dass ich mich umorientieren oder mir eine andere Stelle suchen würde, hätte mir Arbeitgeber keine Kompatibilität mit unseren Familienleben gewährt.

Mein Mann misst meiner Arbeit den gleichen Stellenwert zu wie seiner. Er deckt auch Schließtage und Ferien ab oder bleibt zu Hause wenn die Kinder krank sind. Er begleitet sie zu Hobbys, Spielbesuchen etc. Ich bin nicht alleine für die Versorgung und Betreuung unserer Kinder verantwortlich.

Schön, dass ihr eine gute Lösung für eure Familie gefunden habt und Ihr eine tolle Unterstützung in der Nanny für euer Lebensmodell gefunden habt!

Wir sind auch sehr zufrieden mit unserer Lösung.

Liebe Grüße,

Maybe

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Hallo

jeder kann es Gott sei Dank für sich entscheiden... für mich wäre deine Wahl nichts..

Ich war 8 Jahre zuhause... Arbeite jetzt als I Hilfe 23 Std. bzw immer so viel wie das Kind bewilligt bekommt.

Für mich wäre es nichts da wir uns das Kind angeschafft haben um es selber zu erziehen und nicht von einer Kinderfrau oder ähnliches.. wenn ihr damit Glücklich seid ist doch alles ok..

Ich selber habe als kleines Kind nicht viel von meinem Papa gehabt.. er ging früh aus dem Haus und kam sehr spät wieder... fand das schon traurig..

LG