Vielleicht in einem anderen Leben...

Guten Abend liebes Forum!

Habt ihr mal eine besondere Begegnung mit einem Menschen gehabt und denkt euch, wie wäre das Leben verlaufen, wenn derjenige euch weiterhin begleitet hätte? Egal ob es um Partnerschaft oder Freundschaft oder Kollegiales geht.

Oder wie wäre euer Leben, wenn ihr euch gegen Kinder entschieden hättet/keine hättet bekommen können? Was hättet ihr dann im Leben fokussiert?

Wo wärt ihr jetzt, wenn ihr nicht euren Mann/Frau geheiratet hättet, sondern vielleicht den Ex?

Habt ihr euch für die Karriere entschieden und denkt jetzt an einen Punkt zurück, der mehr Richtung Familienleben gehen würde?

Im Leben trifft man jeden Tag Entscheidungen. Ich möchte da nicht zwischen gut und schlecht kategorisieren... Jede führt uns auf einen anderen Weg.
Und an manche Entscheidungen denkt man ganz besonders zurück, weil sie einem eben in Erinnerung geblieben sind.
Daran denkt man (gerne, oder auch nicht) zurück.

Heute möchte ich einfach mal ein wenig neugierig nach EUREN Entscheidungen fragen. Die, die euch als erste einfällt.
Was denkt ihr, wie wäre euer Leben anders verlaufen? Oder bereut ihr sogar ganz bewusst eine Entscheidung?
Etwas getan zu haben oder die Chance verpasst zu haben...
Ich bin gespannt, welche Geschichten bei raus kommen.

Vielen Dank für alle die sich Mühe geben zu antworten.

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Jede Entscheidung, egal ob sie richtig oder falsch war, hat mich den Weg geführt und dahin wo ich jetzt bin. Ohne all diese Entscheidungen hätte ich meinen Mann nie getroffen und hätte meine wunderbaren Kinder nicht. Nein ich bereue nichts und schaue nicht zurück mit der Frage hätte/wäre/wenn.

Es bringt mir nichts und ich bin glücklich so wie es ist. Ob ich was anders machen würde? Nein, es hatte alles seine Gründe und es musste so kommen, damit ich eben der Mensch werde, der ich nun bin. Ich mag mich so und möchte daran nichts ändern 😉

Mal eine andere Sichtweise 😬

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Das war auch mein erster Gedanke. Ich bin jetzt wo ich bin und glücklich dank meiner Entscheidungen. Manche waren vielleicht kurzfristig gedacht nicht die Richtigen, aber am Ende haben sie mich zu meinem Mann und meiner Tochter geführt.

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Diese Zeilen hätten von mir sein können. Exakt so sehe ich das auch.
Sicherlich gab es in der Vergangenheit Entscheidungen, bei denen ich mich nicht gerade mit Ruhm bekleckert habe. Aber ich bereue keine davon. Denn genau wie du sagst, diese haben einen zu dem Menschen gemacht, der man heute ist. Und auch ich hätte ohne bestimmte Entscheidungen meinen tollen Mann nie kennen gelernt. Hätte nie die 2 großartigen Bonuskinder bekommen und erst recht nie unsere süßen Zwillinge❤

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Ich glaube wäre ich bei meinem Ex geblieben, dann hätte ich ganz sicher keine Kinder bekommen.Ich habe damals zum Glück schon gespürt,dass er nicht in der Lage ist sich um jemand anderen als sich selbst zu kümmern.Das war als wir zusammen waren auch okay, da auch ich immer dachte ich brauche keine Kinder zum glücklich sein.
Zum Glück traf ich meinen jetzigen Mann,auch wenn es nicht fair war;dass ich kurze Zeit zweigleisig gefahren bin.Es war die beste Entscheidung meines Lebens mich zu trennen.
Ich habe einen tollen Mann und 3 zauberhafte Wesen sagen Mama zu mir.🥰

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Ja, so Momente gab es durchaus.

Ich hatte 2 mal ein Auge auf jmd geworfen und da war auch was zwischen uns, aus den verschiedensten Gründen war da aber nicht mehr. Da hab ich mich schon gefragt, was wohl da gewesen wäre 😜 und „bereue“ es, es nicht ausprobiert zu haben 😂

Zudem würde ich mit meinem Wissen von heute mein Studium ganz anders angehen bzw evtl erst ne Ausbildung machen und dann studieren (ich Habs umgekehrt gemacht 😂😂😂).

Meine Tochter ist 1 und ich bin mit dem Zeitpunkt absolut zufrieden und würde es immer wieder genau so machen. Ebenso die Hochzeit mit meinem Mann (sind seit 10 Jahren zusammen, seit 5 verheiratet) :) das waren einfach richtig, richtig gute Entscheidungen, für die klopfe ich mir gerne auf die Schulter 😊 da möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie es ohne sie wäre ;)

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Am meisten in Erinnerung sind mir die Entscheidungen, die das Leben sofort wieder umgeworfen hat.

Lange überlegt, nachgedacht, abgewogen, endlich große Entscheidung getroffen.
Zack. Es kommt alles anders. Entscheidung hinfällig, weil mit der neuen Situation nicht vereinbar.

Ich dachte .... Leben wollte .....

Da waren auch einige gute Situationen, Begegnungen dabei. Diesen wäre ich nicht begegnet, wenn das Leben nicht aprupt anders entschieden hätte.

Auch wenn ich nur bedingt gläubig bin, nicht sagen kann ob Gott, Schicksal, Wiedergeburt, etwas anderes es ist. Das Sprichwort: "der Mensch denkt und Gott lenkt", bringt es bei mir auf den Punkt.
Ich denke viel, vorher. Dann kommt es anders. Da bleibt dann keine Zeit zu denken, sondern nur noch zu sehen, um wieder Land unter den Füßen bekommen / Überblick zu bekommen. Auch wenn es etwas Gutes ist, wirbelt es so durcheinander, dass kein klarer Gedanke möglich ist.
Bis ich wieder klar denken kann, ist das meiste schon entschieden. Auf Grund der dann machbaren Optionen.


Was ich anders machen würde, wenn .... habe ich mich früher oft gefragt
und dann gemerkt, dass ich ja anders entschieden hatte und das Leben anders als ich.

Irgendwann habe ich gelernt, das so anzunehmen. Selbst keine großen Pläne mehr zu machen, mich darüber freuen, wenn es so klappt wie vorgestellt (oder darüber dass es noch besser wurde als geplant).
Wohl aber habe ich auch gelernt Chancen zu erkennen und zu nutzen. Träume habe ich mir dann erfüllt, wenn sich die Gelegenheit ergeben hat. Nicht weil ich geplant habe, dass ich das so mache, sondern "unverhofft kommt oft" und das dann nicht verstreichen ließ.

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Ich habe mal in der Greencard-Lotterie gewonnen, bin aber dann doch nicht nach Amerika gegangen. Wäre schon interessant, was dabei rausgekommen wäre...

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Wow, ich habe da auch 2 oder 3 mal mitgemacht und wäre sofort gegangen :)

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Ich habe vor 15 Jahren, mit Anfang 20, einen Arbeitskollegen kennen gelernt, in den ich dann auch lange verknallt war.
Wir verstanden uns einfach blind, es war echt Wahnsinn.
Leider war er mit seiner Jugendliebe liiert und es hat sich nie was draus entwickelt.
Später erfuhr ich von einer bekannten, dass er Interesse an mir hatte, aber er seine Beziehung nicht gefährden wollte.

Er war jemand mit Tollem Charakter, sehr intelligent und vor allem ein Familienmensch.
Optisch auch nicht zu verachten ;-)

Bis heute frage ich mich, was gewesen wäre, wenn er damals nicht vergeben wäre.
Hätte es zwischen uns geklappt ?
Hätten wir jetzt Kinder ? Wie alt wären sie ?

Das schlimme ist, dass ich glaube, dass es zwischen uns super geklappt hätte.
Die Kinder wären vermutlich bereits aus dem gröbsten raus, wir hätten ein Haus, ...

Versteh mich nicht falsch, mein Leben
Ist toll wie es ist, ich liebe mein Kind über alles und habe einen tollen Mann.

Aber dieser Mann damals - ich glaube, er war mein seelenverwandter. Und das macht es so verdammt schwer ihn zu vergessen.

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So ein Denken habe ich nicht. Das ist für mich hättehättefahradkette. Meine Entscheidungen habe ich getroffen und lebe damit

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Es gab so einige Wendepunkte wo es hätte spannend werden können wie der weitere Weg ausgesehen hätte.
Der spannendste war als ich noch recht frisch in einer Beziehung war - ein gutes Jahr - und der Mann sich entschieden hat einen Job im Ausland anzunehmen.
Ich hatte eine Beförderung hinter mir, die ein oder andere berufliche Option stand mir offen, auswandern stand nicht auf meinem Plan. Der Mann hatte Potential, aber ich war mir nicht sicher ob er den Schritt ins Ausland wirklich gut durchdacht hatte, da hatte ich eher sogar noch Zweifel dran. Und wusste noch nicht ob das mit uns halten wird, wir hatten getrennte Wohnungen. Ich wusste wirklich nicht was ich machen sollte in der Situation. Der Gedanke mitzugehen hat sich wie ein riiiiesen Sprung angefühlt und ich habe 2 Monate mit mir gerungen ob ich springen soll.

Mein Leben wurde heute gänzlich anders aussehen wenn ich die Entscheidung damals anders getroffen hätte. Das ist sicher.
Ist schwierig sich das vorzustellen... 😂

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Guten abend

Also als ich mit meinem mann zusammen kam und wir uns an die kinderplanung machten, bestand für mich in meinem kopf, die möglichkeit keine kinder bekommen zu können, da ich verwandte, also tanten habe die keine kinder bekommen konnten. Meinem mann habe ich damals gesagt, falls es bei uns der fall sein sollte, würde ich gerne um die welt reisen, um verschiedene kulturen kennen zu lernen aber auch an ort und stelle zu helfen. Kindern helfen, dinge bringen die benötigt werden, finanzielle unterstützung wo es nötig ist. Ich hätte 6 monate gearbeitet und wäre dann für sechs monate wieder irgendwo ins ausland zum helfen, dann wieder an meinen arbeitsplatz in der schweiz wieder arbeiten. Immer so weiter.
Ein kind adoptieren währe für mich und meinen mann nicht infrage gekommen, da wir beide nicht wissen und wussten ob wir das schaffen würden, ob es das richtige für uns währe. Wir finden beide, dass so eine entscheidung viel feingefühl braucht, was wir vielleicht nicht bieten können.
Wir hätten zusammen uns für andere eingesetzt. Für eben familien, die unterstützung brauchen.
Bevor das ganze coronazeugs anfing, überlegten wir uns sogar ob wir eine flüchtlingsfamilie bei uns aufnehmen.
Wir haben jetzt drei kinder. Umd wemn ich sehe wie wohlbehütet unsere aufwachsen können, ohne sorgen, es fehlt ihnen an nichts. Klar haben auch sie sorgen und ängste aber wor haben hier in der nähe eine syrische familie mit fünf kindern die jüngste und die zweitjüngste haben aber psychische probleme. Haben angst wenn hier feuerwerk losgelassen wird, wenn es laut ist bekommen sie panik. Sie sind hier eig in sicherheit aber sie haben diese ängste, die sie vielleicht nie mehr los werden. Dann sehe ich meine und denke an all diese kinder... Es macht mich traurig. Deswegen weiss ich, dass wenn ich keine kinder hätte, würde ich genau solchen kindern, familien, auch erwachsenen versuchen ein normales leben zu schenken, soweit es meine möglichkeiten zulassen würden.
Wir helfen auch jetzt, aber halt nur mit spenden von kleidern oder geld. Wir helfen mit bei integration hier wo wir leben.
Was och mich manchmal frage ist aber, ich bin mit 17 jahren von zuhause abgehauen, bin muslima und habe mich in einen schweizer atheisten verliebt. Jetzt haben wir eine familie. Mit meinem vater und seiner familie hab ich keinen kontakt mehr. Mit meimer mutter und ihrer familie schon. Ich frage mich manchmal was ich für ein mensch geworden währe wenn ich einen aus meiner kultur und glaubensrichting geheiratet hätte, wie währe dann mein leben verlaufen. Wenn ich finanziell mie not gehabt hätte. Wenn ich nicht auch mal ein tief gehabt hätte... Wie währe die beziehung zu meinem vater gewesen... Zu seiner familie...
Aber ich bin glücklich wie es ist. Mein mann ist offen für mich, respektiert meinen glauben, meine kultur. Und auch wenn es um die kinder geht, sprechen wor offen miteinander und finden für jeden konflikt eine lösung, manchmal braucht es mehr zeit manchmal weniger.

Glg und einen schönen abend euch allen
Alyal