Lauter werden von der Oma

Hallo

Die Frage brennt mir in den Fingern .
Ein Beispiel wir sind bei meiner Mama und mein Kind 1,5 geht zum Hund und streichelt etwas fester ich will dazwischen gehen und ihr lieb erklären das man sanft streichelt nicht lauter werden aber bevor ich das mache schreit die Oma schon nein sofort aufhören aber richtig laut so das dass Kind anfängt zu weinen .

Das macht sie auch bei anderen Sachen . Ich habe ihr gesagt sie soll das strenge lassen also das böse laut werden darauf sagt sie das ich dann mein Kind verziehe und es so wird das es alle im Kindergarten schlägt. Ich gehe ja dazwischen aber ich will es ohne laut oder böse werden machen sie macht es ja nicht absichtlich..

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Dein Beispiel ist natürlich eine ziemliche Steilvorlage, das ist dir ja wohl auch klar, oder?

Ganz ehrlich, dient es der Gefahrenabwehr, dann bekomme ich eine Krise bei diesem gesäuselten, geflöteten Geplänkel " Knutfried, laß doch bitte den Hund in Ruhe, das ist #bla."
Gerne auch zu beobachten an Straßen oder Gewässern: "Knutfried, würdest du bitte#bla."

Mich schüttelt es da einfach nur, besonders wenn es um Kinder in dem von dir genannten Alter geht. Denen kann man auch die Schöpfungstheorie runterflöten, sie kapieren es trotzdem nicht. Ein scharfer Ton wirkt da viel deutlicher, nicht das Kinder den Sinn in dem Alter verstehen, aber es wendet Gefahren ab.....und das ist der Sinn daran. Zeit für Erklärungen hat man noch genug, nämlich dann, wenn das kleine Gehirn auch etwas damit anfangen.

Nun gut, die Erklärung deiner Mutter dazu ist jetzt auch nicht der Brüller, außer sie meint damit, das KIndergehirne bei so viel#bla später auch mal gerne einfach abschalten.

Und ganz klar, wenn ein Kleinkind in meinem(!) Haushalt eine "Selbstgefährdung" begeht und die Mutter lieber säuselt, anstatt vernünftig einzugreifen, dann werde ich sehr deutlich dem Kind (und auch der Mutter) gegenüber. Lieber fließen dann kurz ein paar Tränen, anstatt (kommen wir auf dein Beispiel) einen Klinikaufenthalt zu riskieren. Passt es der säuselnden Mutter nicht, dann weiß sie auch wo der Maurer das Loch gelassen hat.

Ein scharfer Ton in der Stimme schadet einem Kind nicht, eine Bißverletzung kann unter Umständen lebenslange Folgen haben.

Von daher, beschäftige dich doch einfach mal intensiv mit der frühkindlichen Entwicklung, ich glaube das bringt dein Kind wesentlich weiter, vielleicht auch dich.

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Ich bin absolut deiner Meinung.

An die TE:

Dieses laut werden bei Gefahr hat schon manches Leben gerettet bzw. schlimmeres verhindert.

Begebe ich mich ungeahnt in Gefahr, bin ich auch froh, wenn jemand brüllt und mich z. B. vor einem Auto warnt.
In einem ruhigen Ton mit viel bla bla, würde ich es vielleicht nicht mal hören, geschweige denn wahrnehmen.
So sehe ich es auch bei Kindern.
Ein Kind nimmt davon keinen Schaden,sondern wird eher vor einem bewahrt.

Grundloses schimpfen halte ich auch für unnötig. Das ist wiederum etwas ganz anders, als wenn mein Kind den Hund fest anfasst. Der Hund kann schneller sein in seiner Reaktion bevor du mit erklären fertig bist und hat dann womöglich schon zugeschnappt.

Dein Kind wird im Leben nicht immer auf Personen treffen, die es mit Samthandschuhen anfassen. Manchmal wirds einfach ruppiger. Auch damit muss ein Kind lernen umzugehen.

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Toll geschrieben 💪

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Wenn ich dabei bin und dazwischen gehe, haben Oma und Opa gar nichts zu sagen.

Sie können was sagen, wenn ich entweder nicht dabei bin (und auch da sollte die Art und Weise passen) oder wenn ihnen bei sich zu Hause etwas zu weit geht und ich nicht reagiere. Darüber lässt sich dann auch reden.

Ansonsten haben sie sich bitte aus unserer Erziehung rauszuhalten...

Wie das jetzt in eurer Situation ist, ist schwer zu beurteilen. Bist du zu langsam? Tut deine Tochter dem Hund schon weh, bevor du da bist? Wiederholt sich die Situation zu oft, weil es keine Konsequsnz gibt? Greift die Oma zu früh ein?

Stellt euch die Fragen selbst und sprecht darüber. Wichtig ist, dass dem Hund niemand weh tut und bei deiner Tochter ggf. auch eine Konsequenz erfolgt. Da kann man sich doch sicher einigen.

VG Isa

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Bitte was??? Die Großeltern dürfen nichts sagen, wenn du dabei bist?

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Natürlich dürfen sie das:
"oder wenn ihnen bei sich zu Hause etwas zu weit geht und ich nicht reagiere".

...egal ob das daran liegt, dass ich das als nicht so schlimm eingeschätzt oder nicht gesehen habe oder sonstwas.

Wenn ich allerdings schon reagiere, dann müssen Oma und Opa nicht zusätzlich auch noch dazwischen gehen.

VG Isa

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Also ich schreie auch mal, grade bei hauen oder wenn es gefährlich wird (Steckdose oder so). Da erschreckt sie auch manchmal und ich tröste sie natürlich.

Glaube nicht, dass sie da einen Schaden davon trägt und manchmal ist ein kleiner Schreck vllt ganz gut 😅 sollte natürlich keine Dauerlösung sein.

Sagst du es denn zumindest sehr bestimmt? Denn mit nur reden bringt es tatsächlich nicht viel. Aber immer Schreien muss auch nicht sein.

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Setzt doch bitte beide früher an - du und die Oma. Dann braucht es auch kein Gebrüll.

Meiner ging in dem Alter und geht auch jetzt noch nicht allein zum Hund. Ich bin dabei und auf 5cm dran sodass ich sofort die Hand dazwischen habe. Ein Kind in dem Alter hat allein nix am Hund zu suchen. Das ist zu gefährlich - für beide.

Wenn sie dann immer noch brüllt grundsätzlich sprechen warum sie meint dass sie "über dich drüber" erziehen muss und lass dich da auch nicht mit Blabla abwimmeln. Wenn sie es abtut/wiederholt, zusammenpacken und heimgehen - bei jeder Situation die auftritt. Manchmal brauchen auch Omas ein klein wenig Erziehung. 😅😉

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Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen: ein Hund ist eine potentielle Gefahrenquelle und da wird nicht gesäuselt, sondern eine klare Ansage gemacht.

Lange Erklärungen insbesondere, wenn von einem solch jungem Kind Empathie, Perspektivwechsel, Kraft- und Gefahrenenschätzung verlangt werden, sind unsinnig. Das Gehirn kann diese Dinge noch nicht leisten.

Dauer-Geschrei ist natürlich auch keine Lösung, dann verlieren wichtige Ansagen ihre Warnwirkung.

Es gilt - wie in allen Dingen - einen Mittelweg zu finden.

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Macht es die Oma immer in laut und du nie in laut?
Dann prallen Welten aufeinander.

Ab und zu LAUT werden, kann auch gut sein.
Die Dosis macht das Gift.

Bei meiner werde ich nur in Gefahrensituationen laut und dann weiß sie auch: STOPP!
Die ersten Male ist sie auch zusammengezuckt und hat vor Schreck geweint. Damit habe ich sie dann nicht alleine gelassen, sondern in den Arm genommen. Gelernt hat sie aber auch dabei, dass nicht immer alles lieb eideidei ist.

Eine meiner Bezugspersonen hat immer alles in Ruhe erklärt. Alles. Ich habe sie bald nicht mehr ernst genommen und es hat mich sehr gestresst.
Schon als Kindergartenkind wusste ich nicht, ob es Gefahr ist (ich mich selbst schützen muss, ob sie mich schützen würde/erkennt sie die Gefahr) oder ob es wirklich eine ruhige Situation ist.
Nur schreiende habe ich auch nicht ernst genommen. Wer immer schreit, kann Gefahr sein, kann aber auch einfach nur Alltag sein.


Mit Erklärungen kam ich bei meiner nicht so viel weiter.
Versucht habe ich es, gehört dazu.
Bis ca. 3 Jahre war HANDELN wichtiger als reden. Erst handeln, Emotion zeigen, dann reden.
Mit 4 Jahren fragte sie mich plötzlich in einem ruhigem Moment "Mama, was ist eigenlich 'gefährlich'?" Sie hatte das Wort durchaus abgespeichert und kapiert, dass ich es nutze. Was es bedeutet, hat sie dann später interessiert.
Bis dahin hat sie an meiner Handlung und Haltung (Ton, Mimik, Gestik, Reaktion) erkannt, wann STOPP ist und wann sie ausprobieren kann.



"Ich habe ihr gesagt sie soll das strenge lassen also das böse laut werden"

Böses laut werden gibt es auch in Leise!

Laut werden aus Schreck, Gefahr oder um jemanden zu schützen (in dem Fall Hund/Kind vor Re-aktion des Hundes) finde ich völlig ok.

Laut werden mit direktem Anschreien oder Beleidigen ist ein No Go.
Das klappt aber auch in leise.
Ruhige, süße, beruhigende Stimme: du bist nichts, du kannst nichts, du hast mich schon wieder verletzt (wenn das Baby in die Windel macht); das machst du toll mit dem Hund warum hast du mich nicht lieb.....

Das klingt sooo beruhigend, die Worte gehen aber sehr tief.


Wenn sie es immer macht? Heißt das, sie schreit immer? Auch in anderen Situationen? Hast du sie schon als Kind so erlebt, dass du ihr Schreien als Böse empfindest?

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Hallo,

Ein lautes bestimmtes Nein ging es hier weit unsere Tochter mobil ist. Da war die so 8 Monate. Wenn sie etwas macht was gefährlich ist oder sie nicht machen soll, gibt es ein lautes bestimmtes nein und sie wurde weg getragen. Sie hat da schnell begriffen, dass wir es ernst meinen. Am Anfang hat die auch geweint, wenn wir nein sagen. Doch wir haben es konsequent weiter gemacht. Jetzt ist die 13 Monate und in 95% der Fälle reicht das nein und sie lässt es sein.

Wir erklären ihr auch immer wieder warum wir nein sagen, aber das kann sie noch nicht verstehen und verarbeiten. Das nein in Verbindung mit unsere Stimmlage jedoch schon.

Strenge und böse laut werden sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Aber du scheinst Strenge und Konsequenz mit böse sein gleich zu setzen. Wir fingen, dass eine Gewisse Strenge in der Erziehung wichtig ist. Und das es sinnvoll ist, dass früh klar ist das nein nein heißt.

LG Morgain

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Dass und wie die Oma intetveniert, finde ich richtig. Ihre Begründung ist allerdings Quatsch. Dein Kind quält ja nicht bewusst und gewollt ein Tier, es kann es einfach noch nicht besser.

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Hi. Wenn du weißt das deine Tochter noch grob ist, solltest du vl bevor sie das Tier anfässt darauf Aufmerksam machen, daß sie es vorsichtig machen muss, bzw das du aufpasst das es nicht so weit kommt. Nicht erst was sagen wenn es zu spät ist.
Schreien bringt da natürlich nicht viel. Das sollte deine Mama lassen.
Vg

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Genau so. Es gibt einen Mittelweg zwischen anschreien und "säuseln" - das Kind der Situation nicht aussetzen bzw. vorgreifen. Schließlich ist das die Verantwortung, die man als Erwachsene hat.

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Ja aufjedenfall. Der Hund könnte ja evtl. auch mal schnappen wenn ihm wehgetan wird. Das Risiko würde ich nicht eingehen.