Disziplinierter sein

Liebe Community,

ich weiß leider überhaupt nicht, in welches Forum das passt.

Ich musste mich schon immer sehr zusammenreißen, um Ordnung zu halten. Doch seit ich Kinder habe, gelingt es mir einfach nicht mehr. Alle paar Tage räume ich die Wohnung auf. Kurz darauf herrscht schon wieder Chaos. Es könnte niemand spontan zu uns kommen, weil ich immer erst mal aufräumen und putzen muss.

Die Geburt ist über ein Jahr her und ich sehe immer noch nicht so aus wie vorher. Manchmal schaffe ich es, mich zwei oder drei Wochen lang gesund zu ernähren und jeden Tag die Zeit für ein kurzes Workout zu finden - und stelle dann fest, dass ich wieder damit aufgehört habe 😒

Ich arbeite von zuhause aus. Am entspanntesten wäre es, wenn ich jeden Tag ein bisschen machen würde. Aber wenn die Kinder Mittagsschlaf machen oder abends im Bett sind, bin ich oft viel zu erschöpft, schlafe dann auch direkt ein oder bin am Handy. Als Konsequenz frage ich meine Mutter, ob sie sonntags mal einen Nachmittag lang nach den Kindern schauen könnte, erledige die Arbeit dann nicht so gut, wie ich gerne würde und bin sehr gestresst. Ich musste auch schon zwei mal in der letzten Zeit um etwas Aufschub bitten.

Ich könnte jetzt noch weitere Punkte aufzählen (saubere Wäsche steht tagelang rum, bevor ich sie zusammenlege, wir gehen phasenweise jeden Tag nach draußen und dann wieder nicht, ich fange online Weiterbildungen an ...). Ich denke, mein Problem ist klar geworden.

Wie kann ich es schaffen, disziplinierter zu sein?

LG,
Ines

1

Stress Dich nicht so! ;-) Mit Kindern sieht es selten wie geleckt aus. Aber ich verstehe Dein Problem. Ich habe bestimmt nicht die ultimative Lösung, aber ich kann Dir mal sagen, wie ich das mache, vielleicht hilft es ein bisschen.

Ich plane gerne, so richtig mit Kalender. Da trage ich ein, wann ich was mache, oder auch wenn mal etwas größeres ansteht (Dachboden aufräumen o.ä.)
Für fast alles habe ich einen oder zwei feste Tage in der Woche, dann ist es nie zu viel auf einmal. Beispiel:
- Am Wochenende mache ich Wäsche. Freitags fange ich an, Sonntags abends sollte es fertig sein.
- Gründlich geputzt wird samstags (unten) und Sonntags (oben).
Kleinigkeiten laufen täglich so nebenher
- Abends, wenn unser Kind im Bett ist, wird alles aufgeräumt, ich kann es nicht gut haben, wenn ich morgens aufstehe und ins Chaos blicke.
- Toilette / Waschbecken wird täglich geputzt
- Küche (Oberflächen, Spülbecken) ebenfalls

Wenn man täglich ein bisschen macht, kann sich nie so viel ansammeln.

Gleiches gilt für die Figur. Versuch, konsequent etwas (!) auf Deine Ernährung zu achten (mir hat Kalorien-Tracking geholfen. So konnte ich immer essen was ich wollte, aber ich hatte den Überblick, wie viel ich schon zu mir genommen hatte und habe es mir eingeteilt.)

Schreibe Deine eigenen Ansprüche nicht zu hoch. Du musst nicht immer alles auf einmal machen, und es muss nicht immer alles picobello sein. Steck Dir am Tag kleine Ziele, die machbar sind. Viel Erfolg!

9

Danke für die Anregungen. Jeden Tag ein bisschen versuche ich 😅 Kalorien tracken um den Überblick zu behalten, finde ich eine gute Idee. Kannst du mir eine App empfehlen?

18

Yazio ist super! Viel Erfolg! Sei nicht so streng mit Dir!

weiteren Kommentar laden
2

Setze dir kleine Ziele.

Ich war eigtl auch immer super unordentlich zum Beispiel 😅 seit ein paar Jahren klappt es gut und grade mit Kind noch mal besser!

Ich räume selten „am Stück“ auf. Sondern hab mir angewöhnt, benutzes gleich weg zu räumen (früher hab ich immer nur gesagt „mach ich später“). Also Teller direkt nach dem Essen in die Spülmaschine, wenn Motte und ich fertig gespielt haben, wird es sofort weg geräumt, bevor wir was neues machen, wenn ich koche, räume ich alles direkt weg, was ich nicht mehr brauche...

Saubere Wäsche steht hier auch manchmal tagelang rum, bis ich sie wegräume, aber das find ich nicht so schlimm. Das ist dann ein Korb im Flur oder so :)

Staubsaugen mache ich täglich mehrmals seit Motte 😂 daher muss man nicht immer alles saugen (das machen wir so 2-3 mal die Woche) und der „schlimme Bereich“ um den Esstisch z.B. kommt immer sofort nach dem Essen. Dauert 3 Minuten und es sieht immer sauber aus.

Wischen und Bad putzen mach ich so alle 1-2 Wochen und nur, wenn mein Mann da ist.

Arbeiten tue ich nicht zu Hause, aber wenn da was ansteht (z.B. Papierkram) nehme ich mir ne feste Zeit für eine bestimmte Sache. Mach mit dir selbst einen Termin aus! Z.B. Wenn dein Kind 2 Stunden schläft, eine Stunde dein Kram und den Rest der Zeit für dich. Oder so :)

Sport: ich mache aktuell online-Kanga und da hatten wir jetzt live-Streams. Mit Termin macht man es dann eben doch ;) das gibts ja sicher auch bei anderen Sportsachen :D

10

Danke für die Anregungen 😊 Benutzes gleich wegräumen, finde ich sehr sinnvoll. Mit zwei Kleinkindern leider oft schwer umsetzbar 😅 täglich mehrmals zu staubsaugen, sollte ich mir auch angewöhnen 👍

22

Ja das stimmt, aber auch mit 2 Kleinkindern machbar (meine Nichte ist öfter mal hier zur Betreuung, sie ist 2,5, meine 1).

Beide wissen, wenn wir den Raum wechseln, wird der vorherige erst halbwegs aufgeräumt 😊

3

Zuerst würde ich mich nicht so unter Druck setzen.

Zwei kleine Kinder und Job sind schon ein hartes Programm. Gönn dir einfach mal ein Jahr auf zwei ohne Online Weiterbildung ohne zeitaufwendiges Hobby und vor allem ohne schlechtes Gewissen weil du doch nicht dazu kommst. Wenn die Kinder größer sind wird das leichter. Alles hat seine Zeit.

Beim aufräumen befolge ich seit Jahren einen Tipp. Seitdem ist es hier immer ordentlich, obwohl mein Mann es mir nicht leicht macht. 😅

Tu es gleich. Bsp. Wäsche. Wenn sie trocken ist, hänge sie ab, falte sie und räume sie direkt in den Schrank. Nicht erst in einen Korb, den aufs Bett, abends dann auf den Boden, am nächsten Tag auf eine Kommode...

Bett abziehen, Bettwäsche in die Maschine und direkt Bett wieder beziehen. So muss es abends keiner total kaputt machen.

Waschbecken jedes Mal nach dem Benutzen kurz auswischen (Dauert 10 Sekunden), wenn was umgefallen ist oder irgendwo viel Dreck liegt sofort kurz wegsaugen, bevor jemand reintritt und es überall hinschleppt und dann eine Grundreinigung fällig ist.

Unser Käseblättchen lesen wir Sonntag nachmittags , dann kommt es direkt mit allen Prospekten in die Sammeltüte im Treppenhaus. Die nehme ich immer mit runter, wenn ich das Katzen Klo sauber mache.

Geschirr nach dem Essen direkt in die Spülmaschine und den Tisch abwischen. Nicht his zum nächsten Morgen stehen lassen.

Du musst nicht mit allem gleichzeitig anfangen. Such Dir eine Gewohnheit raus und fange mit der an 😊 und wenn es sitzt, baust Du es nach und nach aus.

Wenn der Alltag dann läuft, kannst Du die größeren Projekte anpacken (Fenster putzen etc.). Und hier würde ich mich immer fragen ob eine solche Tätigkeit wirklich alle 4 Wochen sein muss oder ob auch einmal alle sechs Monate reicht...

11

Danke für die Tipps 👍 eine Gewohnheit nach der anderen ist sicher nicht so frustrierend wie meine unerfüllten to-do-Listen. Ich bin aber immer so ungeduldig und möchte am liebsten alles gleichzeitig und sofort verbessern 😅

28

Kann ich verstehen. Aber schon ein kleiner Bereich wirkt unheimlich erleichternd.
Ich habe damals mit dem Küche aufräumen nach dem Essen angefangen, weil mich das immer am meisten genervt hat. Es war so schön morgens nach dem aufstehen nicht in eine schmutzige Küche zu kommen und nach der Arbeit lieber eine Tasse Tee zu trinken, statt vor dem Kochen erst ewig aufzuräumen. Das hat mir einen echten Schub gegeben und von da an lief es.

4

"Wie kann ich es schaffen, disziplinierter zu sein?"
Keine Ahnung, aber ich kann Dir sagen, es hilft ungemein gelassener zu werden. Mit Kindern ist Perfektion ein unmögliches Unterfangen. Das heißt nicht, dass man sich gehen lassen sollte und es nicht versuchen sollte. Aber es wird immer wieder so Phasen geben wie diese, wo man einfach zu Ko ist für Sport, zwar alle versorgt hat, aber für sich selbst kein gesundes Essen zubereitet hat und die Wohnung ist auch bei mir im Schnitt nur einige Minuten so nach dem Aufräumen, wie ich sie haben wollte. Und meine Kinder sind schon recht groß.

Ich glaube das alles kann man nur so haben wie man es sich denkt, wenn man alleine nach seiner Facon leben kann, oder sonst keine großen Pflichten hat, oder einen Partner hat, der sehr ähnlich tickt. Mit Kindern und Tieren....muss man einfach viel improvisieren oder koordinieren, aber einen durchgängen Erfolg von Dauer.....nein.

12

Danke für die Anregung. Ich habe nur das Gefühl, dass es irgendwann mal besser werden muss. Als sie wenige Monate alt waren, nur auf meinem Arm sein wollten und ich stundenlang gestillt habe, konnte ich mich noch einigermaßen mit dem unproduktive Chaos abfinden. Aber jetzt sind sie schon eins und ich arbeite wieder.

5

Wie war es früher?

Spontan fällt mir als erstes ADS ein. Da passt das beschriebene voll dazu.
Disziplin, Wollen, Motivation und eigene / ANDERE Techniken können helfen. Diese Techniken zu finden, ist schwierig oder machbar. Je nach eigenen Fähigkeiten und echter Motivation.
Am besten haben mir da Verhaltenstherapie und Aufklärung was ADHS ist geholfen. Vorher bin ich dagegen angerannt, jetzt nutze ich die Fähigkeiten, die ich habe (und renne nicht mehr gegen die, die ich nicht habe).

Wenn das nicht passt, habe ich keine Tipps.
Disziplin bei nicht ADHS/ADS sieht anders aus und braucht andere Techniken.

13

Danke für deine Antwort 🙂 früher musste ich mich zusammenreißen, habe es aber immer hinbekommen, einigermaßen Ordnung zu halten. Seit den Kindern hat sich das verändert. Ich denke nicht, dass ich ADS oder ADHS habe.

6

Ganz ehrlich, man muss sich einfach wirklich zwingen, bis es Routine wird.

Der erste Schritt ist dann mal, schlechte Gewohnheiten abzulegen.
Wenn du einen Mittagsschlaf machst ist das natürlich das, was du in dem Moment brauchst, aber in der Zeit am Handy hängen solltest du echt lassen. Machst du das vielleicht öfter? Ich kenne es von mir, das ist ein echter Zeitfresser.
Also erstmal tagsüber nicht mehr ans Handy!
Wäsche zusammenlegen geht gut beim Fernsehen abends.
Geh jeden Tag mit den Kindern raus, das ersetzt teilweise ein Sportprogramm
Und nicht zu viele neue Ziele auf einmal, eins nach dem anderen, sonst schmeißt man wieder alles hin!

14

Danke für die Tipps 😊 das Handy ist manchmal schon etwas zu präsent. Konsequenz ist da vielleicht der beste Weg. Ich muss feste Handyzeiten bzw Handyfreie Zeiten einführen. Auch der letzte Satz ist gut. Ich bin immer so ungeduldig, dass ich alles auf einmal und am liebsten sofort verändern will 😅

7

Ich kann dir auch nur den Rat geben nicht zu viel auf einmal zu wollen.
Ich bin von Natur aus ziemlich gut organisiert und strukturiert ( wo es mir wichtig ist).
Alles hat hier einen täglichen relativ festen Ablauf ( Ausnahmen bestätigen die Regel).

Sind deine Kinder zu Hause oder sind sie betreut?

Ich habe für mich eine Prioritätenliste. Mein Gewicht steht da ziemlich weit unten, sonst würde ich durchdrehen.

15

Noch sind die Kinder zuhause. Meine Mutter nimmt sie manchmal am Sonntag für ein paar Stunden, damit ich arbeiten kann. Wir haben einen Betreuungsplatz ab August. Wir müssen mal gucken, wie das klappt und wie viele Stunden sie dort bleiben können/wollen. Meine Mutter bringt sie immer nach höchstens vier, selten fünf Stunden zurück, weil sie dann nach Hause wollen 😅

23

Okay, ich würde dir wirklich raten dir eine feste Struktur für die Woche zu machen.

Ich habe mit Säugling dual studiert. Mein Mann war kaum zu Hause weil er eine leitende Position bekam. Ich weiß wie wichtig es ist Struktur zu haben.

Mache dir eine Prioritätenliste, was dir im Alltag wirklich wichtig ist inkl. Auszeiten.
Wir haben hier im Alltag kein Fernsehen laufen. Zum Abschalten, schaue ich meine Serie während ich koche, dass entspannt mich.

Würde mir auch Gedanken machen ob ein Babysitter für unter die Woche denkbar wäre. Ich mache abends gerne telefonierend mit meiner Freundin den Haushalt. Wäsche ist da schnell weggeräumt, Spülmaschine ein/ ausgeräumt.
Abends räume ich mit meinem Sohn alles Spielzeug in die Kisten. Saugen macht unser Roboter und 2x d.W wischen. Toilette jeden Tag schnell drüber und durch das Waschbecken wischen beim Zähneputzen.
Alles was nicht mehr benutzt wird direkt wegrâumen. Das weiß schon der Kleine.

weiteren Kommentar laden
8

Und wo ist Dein Mann?

16

Ich bin alleinerziehend.

17

Und wo ist der Vater?

weitere Kommentare laden
21

Hallo,

was stört dich denn genau? Ist es tatsächlich eine Unzufriedenheit, dein persönlicher Maßstab an „Perfektion“ den du (gerade) nicht erfüllen kannst oder der Wunsch dem vermeintlichen Mindestmaß an Perfektion für die Außenwelt zu entsprechen - das Haus/die Wohnung ist immer blitzeblank wie aus dem Katalog, mit den Kindern geht Mama natürlich jeden Tag an die frische Luft und erzieht sie absolut pädagogisch wertvoll & bedürfnisorientiert, immer stehts gut gelaunt voller Geduld und dabei ist sie natürlich auch noch modern „gestylt“ , kocht frisches Essen, geht arbeiten, bildet sich weiter, hat Hobbys und macht mehrmals die Woche Sport...

So, und nun zur Realität ;-).

Ich glaube du versucht an zu vielen Stellen gleichzeitig „perfekt“ zu sein und alles auf einmal zu wollen. Kann das sein?

Ich mag es auch viel lieber wenn es ordentlich, aufgeräumt und sauber ist. Ohne Kinder, beide arbeiten und auf nur knapp über 50qm war das natürlich noch ganz einfach...
Dann kam das 1. Kind und dann das Haus, inzwischen 2 Kinder (2,5 & 5,5 Jahre alt). Ja, icu habe mich auch gefragt wer auf die bekloppte Idee kam ein Haus zu bauen und dazu noch mit 240qm Wohnfläche plus Keller, Garten & Doppelgarage... nach und nach fand ich aber meine Wege wie es tatsächlich ganz entspannt funktioniert hat und wie es auch gut in den Alltag zu integrieren ist.
Für mich/uns passt diese Routine sehr gut... für andere nicht. Aber vielleicht ist ja was dabei, was dir hilft!

- Entsprechenden Stauraum schaffen. Alles hat seinen Platz. So findet man es natürlich gleich aber so ist es auch ganz schnell wieder aufgeräumt und man muss nicht überlegen wohin damit.
- Evtl. ausmisten, wenn der Platz knapp ist.
- Kleinigkeiten nicht aufschieben. Was innerhalb von 5 Minuten erledigt ist gleich machen. Z.b.: Kurz das Waschbecken auswischen. Geschirr in die Spülmaschine räumen...
- Tagesstruktur erstellen (evtl. auch schriftlich und an die Pinnwand hängen). Beispiel: Bei uns läuft jeden Abend nach dem Essen die Spülmaschine (ist da aber auch immer voll). Wenn sie fertig ist oder bevor wir ins Bett gehen räumt sie einer aus. So kann das Geschirr vom nächsten Tag gleich in die Spülmaschine und sammelt sich nicht auf der Arbeitsplatte.
- z.B.: Wochenplan - Mo: Großputz Bad, Die: saugen/wischen, Mi: Wäsche (inkl. falten/aufräumen) usw. - wie es eben in deinen Alltag passt.
- Wenn etwas rumliegt was sicher nicht mehr gebraucht wird gleich einsammeln. Ich habe mir je eine Kiste hingestellt im EG für Sachen die hoch müssen und im OG für Sachen die runter müssen. Wenn die Hände frei sind geht die Kiste mit, spätestens am Abend.
- Wäsche ist auch mein „Hass-Thema“ im Haushalt. Entweder immer nur eine Maschine komplett fertig machen von waschen bis in den Schrank räumen. Oder, was mir lieber ist: Waschtag! Da läuft bei mir tatsächlich den ganzen Tag die Waschmaschine und der Trockner im Winter/bei schlechtem Wetter... abends vor dem Fernseher wird alles zusammengelegt. Ist viel auf einmal aber dann habe ich wieder ca. 14 Tage meine Ruhe bzgl. Wäsche.
- Staubsaugen könnte man mit kleinen Kinder wohl rund um die Uhr. Ich habe mir einfach einen zweiten Staubsauger besorgt der immer im OG ist. Spart das hoch- und runterschleppen. Das hat mich irgendwie total genervt.
Der knapp 10 Jahre alte Staubsauger ging Anfang des Jahres kaputt. Habe mir nun einen Akkustaubsauger geholt - ein Traum! Ruckzuck griffbereit und schwupps ist nach dem Essen unter/um den Esstisch und in der Küche gesaugt. Wenn keine Krümel auf dem Boden liegen fühl ich mich schon zig mal wohler.
- Einkaufen: Anfang des Monats schau ich nach den haltbaren Lebenmittel (Mehl, Zucker usw.) und Drogerieartikeln und fülle dann ggf. für den Monat auf. So muss ich unter der Woche nur frische Sachen einkaufen und das passt normal alles in eine Klappbox - spart Zeit beim ausladen weil man nicht mehrmals zum Auto muss. Mein Mann ist für Getränke zuständig.
- Sport: Da habe ich mir einen Gruppensport mit festen Terminen ausgesucht. Findet zwei Mal die Woche statt. Der eine Tag ist absolut Pflicht und Gewohnheit. Zum 2. Termin schaff ich es nicht immer, weil mein Mann nicht immer rechtzeitig daheim ist. Aber meist so alle 2 Wochen. Klappt bei mir 1000 mal besser wie selbstständig Sport mit YouTube-Videos zu machen. Würde sich bei mir auch im Sand verlaufen. Der Cross-Trainer sieht auch mehr Staub wie mich 😂
- Raus gehen: Finde ich persönlich tatsächlich wichtig. Frische Luft/Bewegung tut Kindern und Erwachsenen gut aber ja manchmal ist man einfach etwas unmotiviert - gerade bei dem Wetter 🙈. Wir haben einen Garten da spielen die Kinder auch schön alleine und ich kann mal „faul“ sein und mich mit Kaffee auf die Terrasse setzen (und auch mal bisschen am Handy und bei Urbia lesen 😉). Bei schönem Wetter bin ich selbst lieber draußen und wir gehen auf den Spielplatz, in den Weinbergen Fahrrad/Laufrad fahren, in den Wald usw.! An Tagen wie heute (grau, trüb, regnerisch) mach ich dann lieber „nur“ einen Spaziergang bzw. die Kinder mit Regenhose-/Jacke auf dem Fahrrad/Laufrad zum Supermarkt/Bäcker/Metzger und Kleinigkeiten einkaufen. Ich nehme mir einen Schirm mir.
Haushalt allgemein: Setze Prioritäten! Was muss wirklich gemacht werde - Bad, Küche, Wäsche ist klar... alle 4 Wochen die Fenster putzen - nein! Dann haben die eben Fingertatscher, na und! So ist das Leben eben mit Kindern und die ware Realität ohne bearbeitete/gestellte Katalog und Instagram-Fotos.

Gesunde Ernährung:
Für uns war frisches Kochen, viel Obst & Gemüse schon immer absolut normal. Natürlich gab/gibt es auch mal bestelltes Essen oder eine TK-Pizza... wenn es eine Ausnahme ist, ist das ja auch nicht schlimm.
Mit dem ersten Kind verlor ich da auch irgendwie die Motivation. Wir waren am Hausbau, mein Mann war beruflich sehr eingespannt da ein Kollege unerwartet ausfiel, war daher abends meist erst gegen 20/21 Uhr daheim - dann noch in die Küche und leckeres, frisches Essen kochen, Küche aufräumen... neeee, da war die Motivation weg!
Dann wurde ich zu einem Vorführabend vom Thermomix eingeladen - eine Freundin ist als Beraterin eingestiegen und wollte einfach üben. Ich war so begeistert von dem Teil und war dann ihre erste Kundin... bin letztes Jahr auch aufs neue Modell umgestiegen.
Eine befreundete Familie (auch die Kinder) kämpfte mit Übergewicht, (schlechten) Gewohnheiten, dem inneren Schweinehund usw.! Sie haben sich auch einen gekauft und ihnen hat er da geholfen. Sie verzichten nun vollkommen auf Fix-Tüten, mehr Abwechslung, mehr Freude am Essen und neues auszuprobieren, Gemüse ist plötzlich interessanter und lecker und es gibt vieles was auch einfach super schnell geht und trotzdem gesund ist.
So ein Gerät ist natürlich nicht jedermanns Sache und kostet auch was aber es kann - wenn man es möchte/mag - auch helfen. Gibt ja auch Ableger vom Discounter.

Vielleicht war ja irgendwas dabei was dir weiterhilft!

26

Danke für deine ausführliche Antwort 😊
Zu der Motivation: Ich finde es einfach angenehmer, in einer ordentlichen Umgebung zu leben. Ich fühle mich wohler, wenn ich mit meinem Körper zufrieden bin. Ich möchte spontan Besuch empfangen können und wegen der Arbeit nicht ständig gestresst sein, ob ich Abgabefristen einhalten kann.
Ja, es stimmt. Ich arbeite wohl an zu vielen Stellen gleichzeitig 😅
Ich finde, dass du einige gute Punkte nennst 👍 und wenn ich deinen Text lese, bin ich dankbar für unsere 60 Quadratmeter Wohnung