Computerspiele in eurer Familie

Computerspiele sind immer wieder ein Streitthema in Familien. Wie würden gerne wissen, wir ihr damit umgeht, was eure Einstellung dazu ist.

Dürfen eure Kinder Computerspiele spielen? Ab welchem Alter? Was für Spiele? Gibt es Konsolen im Kinderzimmer? Steht ihr Computerspielen generell eher skeptisch gegenüber? Oder kommt es drauf an, was es für Spiele sind? Haben manche Spiele auch positive Aspekte, weil die Kinder dabei bestimmte Fähigkeiten lernen und trainieren können? Und spielt ihr selbst auch gerne oder habt ihr gar keinen Zugang dazu?

Viele Grüße

Raffael vom URBIA-Team

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Unsere Tochter ist noch zu klein, aber wir stehen dem Thema sehr offen und positiv gegenüber. Solange es im Maße bleibt.

Ich habe früher selber viel gespielt und so auch meinen Mann kennengelernt. Ich finde man fördert so auch diverse Fähigkeiten (Kreativität, Koordination, Sozialverhalten und Konversationskompetenz, Verständnis von komplexen Zusammenhängen, Informationsverarbeitung etc.) Hätte ich nicht gespielt, wäre ich beruflich vermutlich auch nicht da wo ich heute bin.

Nun bleibt natürlich nicht mehr viel Zeit, aber ab und zu abends spiele ich auch gerne noch etwas. Das muss auch nicht immer am Computer sein. Ich spiele auch Brettspiele sehr gerne.

Wie alles im Leben sollte es keine überhand nehmen. Ansonsten sehe ich es nicht kritischer als zum Beispiel abends vor dem Fernseher zu entspannen.

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Ich werd schauen was sich ergibt. Ich selbst bin viel am PC und zocke, da kann ich das später meiner Tochter auch nicht verbieten. Genauso das TV schauen, könnte drauf an was sie dann schauen später, solange es kein Mord und Todschlag ist, seh ich das eher locker. Wir werden ihr Kinderzimmer auch nicht so typisch einrichten, eher so das man nicht dann nach 2-3Jahren wieder alles umändern muss oder es zu kindisch ist. Und ja es wird von Anfang an ein TV rein kommen. Aber auch einfach dann mal falls der Papa was ich Ruhe schauen möchte. Auch Papas alte PS4 und XBOX wird dort rein kommen.

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Ich habe vor der Geburt meiner Kinder selbst Computerspiele gespielt und auch aktuelle Konsolen da gehabt.

Mittlerweile haben sich durch die Kinder meine Interessen zwar verschoben aber wenn ich wirklich mal Zeit habe spiele ich gerne mal ein Game.

Wenn die Kinder da sind ist der TV meist aus und bei schönen Wetter sind wir draußen oder es wird gebastelt. Gegeben falls beschäftigen die Kleinen selbst.

Computer und Konsolen sind eh erst was für Kinder die lesen können weil sie die Geräte dann erst richtig nutzen können wenn sie wissen was sie da auch machen sollen.

Hab das an meiner Nichte gesehen wie nervig das ist wenn man die Mama daneben sitzt und für sie das Spiel spielt und das Kind eigentlich gar keinen richtigen Spaß daran hat und es zu Streit kommt.

Als sie dann mit 5 mal meinen DS haben wollte kam sie mit Nintendos gut zurecht nachdem ich ihr die Symbole erklärt habe und sie ausprobiert hatte, konnte sie sich selbstständig im Spiel bewegen.

Wenn das nicht funktioniert bringt es doch nur unnötigen Frust. Man sollte halt auf das Alter und das Verständnis achten.

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Guter Punkt, dass man vorher lesen können muss! Daran hatte ich noch nie gedacht. Ist vielleicht auch eine kleine Motivationshilfe wenn im Vorschulalter der Wunsch nach einem Tablet, Handy etc. aufkommen sollte.

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Ja das stimmt. Es gibt so schöne Spiele mit schönen Geschichten dazu. Die sind wie Bilderbücher. Bring aber nur was wenn die kleinen dem Geschehen selber folgen. Denn ein Buch kann man vor und zurück blättern ein Spiel nicht.

Man konzentriert sich auch stark dabei. Es bringt auch viel Frust wenn man die Spiele selbst nicht versteht. Es gibt Spiele die kann man zwischen durch speichern und bei anderen muss man einen Speicherpunkt erreichen. Wenn man dann mitten drin die Konsole ausmachen soll, weil Mama und Papa das sagen, führt das auch schnell zu frust.

Ach und ein TV oder Konsole wird es erst im höheren Alter bei uns im Kinderzimmer geben.

Denn um so älter sie werden um so eher wollen sie auch Internet Zugang. Da muss ein gewisses Vertrauen aufgebaut sein damit das Kind auch mit Problemen zu einem kommt oder nicht so schnell ausflippt wenn man doch mal kontrollieren will.

Spätestens wenn die Kinder Internet Zugang haben kann halt viel passieren was nicht rückgängig gemacht werden kann.

Als Eltern sollte man sich mit den Konsolen und Spielen schon etwas auskennen um halt die Gefahren schnell selbst zu erkennen.

Der Sohn einer guten Freundin ist Autist und hat eine Entwicklungsverzögerung. Er darf aber im Moment Z.B über die Switsh Mario Maker auch online spielen weil er eigene Welten bauen kann. Da hat der gute sich etliche Demos runter geladen und behauptet weil er Angst hatte Ärger zu bekommen das die ihm ein Freund geschickt hat. Sie hatte da dann Sorge das er da mit jemanden schreibt und auch andere Sorgen über das zocken. Da kann aber nicht viel passieren zum Glück.

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Da ich auch viel zocke, hätte mein Sohn jeder Zeit gedurft, er fand aber Computerspiele jeglicher Art öde und langweilig. Jetzt ist er 15 und mag es immer noch nicht, macht sich aber über mich lustig wenn ich Mal wieder zocke 😏.

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Hallo,

ich spiele selbst sehr gerne abends am PC, sowas wie WoW. Daher fände ich es schwierig, sowas komplett zu verbieten.

Meine Tochter ist 9 und darf in Absprache an meinem alten Laptop zB Point & Click Spiele spielen (also einfache geführte Adventures mit Wimmelbildspielen oder Rätseln), oder auch so ein "sei ein Imbissverkäufer und koche für die Kunden möglichst schnell die gewünschten Gerichte"-Spiel. Das ist nichts, was sie täglich haben will, eher selten, aber wenn, dann darf sie auch mal.

Ansonsten hat sie ein Kinder-Tablet mit eingestellten Zeiten für Apps, wo sie Jump'n'Run Spiele spielen darf, oder auch andere speziell für Kinder zugelassene Spiele (also keine Möglichkeit zu in-Spiel Käufen, ganz wichtig!). Eine Konsole haben wir nicht, und einen TV im Kinderzimmer auch nicht. Allerdings hat sie in der Corona-Homeschooling-Zeit sehr viel fernsehen dürfen und das Interesse daran ist jetzt deutlich runter gegangen.

In Summe paßt das so für mich, sie spielt gerne, aber nicht nur oder ständig, und Stress haben wir deshalb normalerweise auch nicht.

LG,
Cahdi

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Grundsätzlich bin ich da eher offen, schon weil ich selber auch gerne spiele.

Ballerspiele gibts aber nicht. bloßen "wegschießen" würde ich direkt verbieten.

Meine Kids hatten von sich auch recht früh interesse an den internetseiten von sendung mit der maus, löwenzahn, und derlei sendungen. auf der kika-aeite gab es immer wieder hübsche spiele die eher puzzle-lern charakter hatten. auf jeden fall gewaltfrei und den kids macht es spaß, auch wenn der lerneffekt mMn relativ gering sein dürfte.

zum Ende der Grundschulzeit spielten sie schon einige andere spiele, Zoos und parks aufbauen, gestalten. die pay-variante blieb ihnen verschlossen, doch sie hatten dennoch viel spaß. alternativ gab es ein paar junp-n-runs, aber immer im "bonbon-sammel-thema, nicht im egoshooter-modus.
sie bevorzugten eher aufbauspiele.
die jungs sind dann bei landwirtschaftssimulator gelandet, und mittlerweile auch ein paar, die ich jetzt nicht unbedingt bewerben würde, aber die sind nun auch schon recht groß,

die grundschulkinder LIEBEN minecraft... das ist ja wie lego, nur ohne steine picken. und die mädchen lieben ihr virtuelles puppenhaus (die sims) da kann ich auch icht recht was gegen haben. bei gutem wetter reduziere ich die zeit, dann gibt es genug alternativen, aber wenn es strippen regnet lasse ich sie nach herzenslust bauen. soange ich merke, dass es ihnen nicht schadet, also sie nicht wahnsinnig hibbelig werden oder so. dann unterbreche ich die sache mit irgendwas.

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Hallo,

Ich persönlich bin seit 21 Jahren Gamerin. Seit meinem 14. Lebensjahr.

Deshalb gehöre ich wohl zur Pro Fraktion.

Unser sohn ist noch keine 2 und hat entsprechend kein Interesse daran. Wir spielen abends wenn er schläft.

Wenn ich aber zb bestellungen mache o.ä. sitzt er auch mal auf meinem schoß, gugt zu und hämmert in die Tasten.

Wir halten nichts vom kategorischen verbieten.

Ich bin davon überzeugt das es sinnvoller ist dem kind gezielten und begleiteten zugang zu gewähren statt zu verbieten.

Momentan sind wir aber noch in der Lego duplo Phase 😁

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Wir beide spielen sehr gerne und viel, mein Freund streamt auch.

Unsere Tochter hat mit 4 ein eigenes Tablet und darf dort auf YouTube kids, toggolino und solche Spiele für kleine Kinder, z. B. Elsa und peppa wutz ausmalen. Am PC spielt sie auch ein Peppa Wutz Spiel.

Wenn ich animal crossing spiele, dann schaut sie auch zu, das Spiel findet sie niedlich.

Eine Konsole bekommt sie, sobald sie eine haben möchte und damit umgehen kann. Mein Freund hofft, daß sie so langsam auf die Pokémon Schiene kommt, da er mit 4 Jahren mit Pokémon angefangen hat 😂

Auf dem Tablet hat sie noch eine Zeitbeschränkung und diese family link App, die App werde ich aber zu Schulbeginn deinstallieren, da es m. M. n. Nicht für größere Kinder ist und ich auch nicht wirklich wissen muss/will, was mein Kind am Handy treibt. Da vertraue ich drauf, dass sie mir das erzählt. Und an dann gilt für mich auch, solange die Pflichten (Hausaufgaben, Hygiene etc.) erfüllt werden, bekommt sie keine Zeitbeschränkung auf Konsolen, Handys etc.