Viel Alkohol und Erst in der 15nwoche erfahren dass ich schwanger bin..

Ich bereue es so.

Damals führte ich ein gemütliches Leben, hatte einen Freuend (mittlerweile verheiratet), ging viel am Wochenende aus. Alkohol hier, Betriebsfest da, Sommer, Geburtstage. Dann merkte ich plötzlich dass ich keinen Alkohol vertrage. Daraufhin sstest, natürlich Positiv, ab zum Frauenarzt..


Der Schock meines Lebens: ich war bei 15plus 1!

Die schwangerschaft war emotional die Hölle für mich. 24 Stunden kreisten meine Gedanken ums Baby.

Wieviel Schaden habe ich ihm angerichtet durch meinen Alkohol Konsum??? Bis zur Geburt konnte ich einfach nicht glauben dass es gesund sein wird. Habe mich auf alles eingestellt.

Doch dann bei 41plus 3 kam er. Gesund und perfekt. 3700 Gramm.

Er ist heute 2.5 Jahre alt. Und langsam mache ich mir Gedanken über die Spätfolgen...

Kann es denn passieren, daß ein Kind garkeine Schädigungen davonträgt??!


Manchmal trotzt mein Kind, dann denke ich immer zurück und habe im Hinterkopf - vlt war das der Alkohol.

Zu der Entwicklung. Mein Kind hat sich immer bestens entwickelt. Körperlich, sowohl auch psychisch - denke ich mal.

Mit 11 Monaten ist er gelaufen, mit fast 2 Jahren mit dem Roller gedrifftet, und als er mit 2 in die Kita kam, erzählten mir die Erzieherinnen nach 1 Monat, dass er sich mental benimmt wie ein 3 Jähriger. Windelfrei seit er 2 ist. Spricht viel und gerne. Das alles macht mir Mut. Trotzdem werde ich den Gedanken nicht los, da kann noch was nachkommen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir mehr berichten?!

Die Ungewissheit frisst mich auf!

Achja, damals habe ich absolut keinen Kiwu gehabt, hatte meine Periode seit Jahren unregelmäßig und habe mit einer SS absolut nicht gerechnet. :/

Deshalb auch so spät gemerkt...

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Meine Mutter hat auch erst spät von der Schwangerschaft erfahren und bis dahin auch noch geraucht und Alkohol konsumiert.

Ich bin nun 30, habe ein sehr gutes Abitur gemacht, keine Krankheiten, keine Allergien, bin sozial verträglich, normal groß und nicht übergewichtig.

Es muss also nicht zwangsläufig Folgen geben. Falls dich diese Information etwas beruhigt.
Wenn ja, dann kannst du nun erstmal sowieso nichts daran ändern.

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Ich habe mal eine Reportage zu diesem Thema gesehen. Und die durch den Alkoholkonsum beeinträchtigten Kinder (es gab einen Fachbegriff dafür) waren von Anfang an auffällig.
Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass bei euch noch was kommt.

Lg mcbess

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Danke für deine Meldung. Ich kenne auch alle reportagen und Symptome.

Fas oder Fasd heißt es..

Habe auch schon überlegt den Spezialisten der im Charité in Berlin sitzt deshalb zu kontaktieren.. Oder vlt ist das doch übertrieben. Ich weiß es nicht..

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Da würde ich dir lieber SPZ die auf FASD spezialisiert sind empfehlen zB Leipzig. Ich würde sagen, solange keine Auffälligkeiten, Entwicklungsverzögerungen... gibt, wird er auch nicht untersucht ggf auch keine Überweisung bekommen. Bin mir da aber nicht sicher.
Vielleicht kannst du dich auch ein wenig im FASD Verein informieren

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Nabend.

Genaues kann ich dir leider nicht zu dem Thema sagen, wie die Krankheit heißt, weißt du ja schon.

Aber ich kann dir das forum rehakids empfehlen. Dort sind auch einige mit FAS Kindern.

Vielleicht kann dir da jemand die Angst nehmen oder dir Tipps geben zwecks test.

Liebe Grüße

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Ob noch etwas kommen kann, weiß ich nicht.
Da dir das von Laien vermutlich auch nur wenig hilft, möchte ich dir Mut machen.

Mut machen dich an Stellen zu wenden, die sich damit auskennen.

Welche Formen gibt es?
Wann kann was auftreten?
Ab wann ist man "auf der sicheren Seite"?
Wie sollte man mit Ärzten sprechen?

Wann ist es notwendig den Teil mit dem Alkohol in der Frühschwangerschaft anzugeben?
Wann aber führt es in die Irre und versperrt den Weg zu anderen wichtigen Untersuchungen? Z.B. Schilddrüse und co.

Das volle scheint er ja nicht abbekommen zu haben. Das ist schon mal super.

Wie es in der Schule wird, wird sich zeigen.
Braucht er da Unterstützung? Wenn ja welche?
Wird er fälschlich auf ADS / ADHS geschoben? Wäre ADS/ADHS doch richtig (z.B. falls es bei euch erblich möglich wäre). Ist es doch nur ein Hör- / Sehproblem? Doch die Schilddrüse oder was anderes?

Das würde ich auf dich zu kommen lassen und dann jeden Schritt einzeln prüfen.
Falls in der Richtung was wäre.
Wenn nichts ist, prima und dann freue dich.

Da dich das aber selbst sehr belastet und sich das aufs Kind übertragen kann, würde ich mit Menschen sprechen, die sich auskennen.
Fachleuten, die Kinder damit behandeln. Die Tipps geben können: wo ihr gut aufgehoben seid, wenn.... wo du Gespräche bekommst, wenn du Bedarf hast.
Vielleicht auch wo du dich ehrenamtlich engagieren kannst, wenn dir das gut tu.

Nicht um sich besser zu fühlen, weil es ihn nicht so stark erwischt hat. Sondern weil dich das Thema ernsthaft interessiert und du feinfühliger den Menschen gegenüber geworden bist. Weil du selbst Hilfe bekommst und was zurück geben möchtest ....

Austausch tut oft gut.
Gespräche mit Menschen, die sich auskennen. Die Nuancen erkennen, wenn andere nur eine gleiche Farbe sehen. Die dich ernst nehmen, bestärken, beruhigen, aufmerksam machen, Tipps haben, gute Adressen kennen oder solche wo du gar nicht gut aufgehoben bist (und direkt was anderes suchen kannst)

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Hallo Du der Fachbegriff heisst fetales Alkoholsyndrom. Hier ist das Spektrum von sehr ausgeprägt bis kaum auffällig. Ich denke das die Dunkelziffer bei dieser vermeidbaren Behinderung sehr hoch ist, da sich Aerzte schwer tun diese mit Scham behaftete Diagnose zu stellen. Die Symptomatik ist ähnlich wie ADHS. Da man nicht weiss wann in der Schwangerschaft in welchem Entwicklungsprozess der Alkohol den Fötus schädigt ist es eine Lotterie. Geniesse dein fröhliches Kleinkind, geniesse den Augenblick. Alles Weitere kannst du nicht ändern. Zum reagieren ist immer noch Zeit wenn Schwierigkeiten auftreten. Alles Gute.

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Hallo
Deine Sorge ist absolut berechtigt. Das Spektrum ist sehr groß. Es gibt weitaus mehr, als das von Anfang an bereits optisch auffällige Kind. Auffällige Verhaltensweisen, Lernstörungen,.. zB. wären Dinge, die sich erst später zeigen.
Ich kenne selbst eine Erwachsene, bei der die Diagnose erst als junge Erwachsene kam. Sie führt nach wie vor ein größtenteils stinknormales Leben. Nur kennt sie jetzt die Quelle ihrer kleinen Baustellen und weiß besser damit umzugehen.
Traue dich und suche dir einen Ansprechpartner. Ändern kannst du jetzt nichts mehr, aber dein Kind genau beobachten und gegebenenfalls, mit Hilfe, direkt reagieren.

LG

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Hallo,

erstmal, lass dich mal drücken. Ich lese das Du Dir sorgen machst.

Ich denke, du hast das trinken sein lassen, sobald du von der Schwangerschaft wusstest.
Das ist super! Viele Frauen mit Suchtproblemen schaffen das nicht.

Und Schwierigkeiten wie ads, adhs oder andere „Entwicklungsverzögerungen“ oder Behinderungen können immer auftreten. Auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen. Ich habe mich an alles gehalten, keine Rohmilch, kein Alkohol, keine Zigaretten, nicht zu alt usw. eine geplante „Bilderbuch Schwangerschaft“ und trotzdem hat mein Kind ads. Liegt in den Genen. Und weitere Motorische Störungen seit der Geburt. woran das liegt, keine Ahnung.

Du brauchst Dir keine Vorwürfe machen. Es kommt wie es kommt und ihr könnt immer das beste draus machen. Ein Auge darauf haben und die beste Therapie oder Behandlung finden, wenn überhaupt etwas kommt.

Meine Hebamme sagte mal, wenn etwas mit dem fötus ist, geht er ab. Bei Alkohol in der ersten Zeit. Wenn die Schwangerschaft bleibt, ist meistens alles ok.

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Das fetale Alkoholsyndrom ist durchaus gut zu erkennen. Du kannst ja mal googeln. Wie es aussieht, habt ihr Glück gehabt und deinem Sohn geht es gut. Für dein eigenes Schuldgefühl kann ich nur schreiben: Du hast Verantwortung übernommen ab dem Zeitpunkt, wo dir die Schwangerschaft bekannt war. Mehr geht nicht.

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Ich bin keine Expertin, aber wenn was schief gegangen sein sollte, dann meine ich, es hätte sich längst gezeigt.
Erfreu dich daran, dass er so gut gedeiht, aber mach dich selbst nicht fertig.