Katze oder nicht?

Guten Morgen. Ich möchte anonym bleiben und bitte darum, den Post nicht zu verschieben!

Wir haben die Möglichkeit, zwei Katzen aus dem Tierschutz zu bekommen. Es sind Kitten, gerade 2 Wochen alt, würden sie in 8 Wochen holen.
Ich habe schwere Depressionen und eine Angststörung und genau das ist mein Problem. Mein Mann hatte früher Katzen und er meinte, es kann sein das Die die Bude zerlegen. Kratzen alles an, springen auf die Schränke usw. Ich sehe ein Szenario vor mir das mich umhaut. Ist das immer so?

Das lähmt mich so und eigentlich dachte ich es würde mir gut tun mit Tieren.
Ich hatte nur einen Hund, der hat natürlich nicht die Schränke von oben inspiziert.
Meine Angst ist, das ich Zerstörung nicht gewachsen bin und das mich das wieder in eine Krise stürzt.
Kann man mit Kicker Training ein wenig in die Erziehung eingreifen?

Danke und LG

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Hey!

Ich bin auch begeisterte Katzenbesitzerin.
Du solltest ihr Alternativen bieten: Kratzbäume, Kratzsäulen und ausreichend Katzenklos. Also bei 2 Katzen mindestens 3 Toiletten. Manche Katzen mögen keine geschlossenen Toiletten mit Gaube.

Sobald der Tierarzt das Ok gibt, solltest du sie kastrieren lassen. Sonst könnten sie anfangen zu markieren. Kurz nach Einzug solltest du prüfen lassen, ob sie gesund sind oder Infektionen haben. Unsere hatten Würmer, Flöhe und Giardien. Also empfange sie am besten schonmal präventiv mit einem Spot on. Nicht von Frontline ;) da gibt's mittlerweile Resistenzen.
Kranke Tiere scheuen die Toilette, weil sie ihre Schmerzen mit dem Klo in Verbindung bringen.

Wenn du entspannte Kätzchen möchtest, halte Kartons bereit: möglichst kleine, die als Höhle herhalten.
Futter (bspw Animonda vom feinsten für Kitten) solltest du immer im Napf haben, damit sie jeder Zeit fressen können. Kitten können nur kleine Portionen fressen. Mit hochkalorischem Kittenfutter gedeihen sie am besten und überfressen sich nicht, wenn sie wissen, dass immer etwas da ist. Gerade, wenn sie schon vorher Hunger erlitten haben.

Unsere sind reine Wohnungskatzen. Mit den o.g. Tipps haben wir keine Probleme gehabt. In 4 Jahren haben sie bisher nichts zerstört. Mein Mann hat eine Angststörung. Die Tiere beruhigen ihn.

Viel Freude mit den Tieren!
Schoko

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Ich würde noch ergänzen. die Katzenbabies am besten 14-16 Wochen bei Mutter und Geschwistern lassen (sofern vorhanden). Solche Katzen sind in der Regel deutlich sozialer (auch Menschen gegen, da sie mehr kätzische Sozialisierung erfahren haben.

Viel Spaß mit den Fellknäulen.

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Ja, unsere Katzen haben wir angeblich mit 14 Wochen bekommen. Allerdings wogen sie damals nur ein Kilo. Ich weiß allerdings nicht, ob das an den Parasiten lag oder sie doch jünger waren.
Aber sie sind gut sozialisiert und verstehen kätzisch ;)
Ich weiß nur nicht, ob man da in Rumänien Einfluss drauf hat. Sind die Tiere überhaupt mit ihrer Mutter in der Tierrettung?
Je nachdem, wo ihr wohnt, könnt ihr noch für Tierrettungkatzen einen "Katzenflüsterer" engagieren, sodass ihr auf mögliche Verhaltensauffälligkeiten reagieren könnt.

Gegen Pipiunfälle habe ich damals BactoDes Animal über das große A gekauft. Das ist ein Enzymreiniger, der Urin zersetzt, sodass kein Geruch entsteht.
Ich habe ihn nicht gebraucht, da die Katzen nicht auf Textilien gepieselt haben. Nur in Kartons, in Kisten und meine Lederhandtasche, die das abkonnte.
Jetzt beim Baby ist der Reiniger hilfreich, da ihm bevorzugt auf dem Sofa die Windeln auslaufen.

Hier gibt es die Regel, dass unsere Tische und die Arbeitsflächen in der Küche tabu sind. Morgentliche weiße Pfotenabdrücke auf Tisch und Ceranfeld zeigen uns allerdings, dass diese Regel nur als Empfehlung in unserer Anwesenheit gilt ;)
Ansonsten halten sie sich dran.

Liebe Grüße
Schoko

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Guten Morgen,

Katzen sind Überraschungspakete. Also die komplette Bude zerlegen, solche Kameraden hatten wir noch nie und wir hatten schon viele Stubentiger. Aber am Sofa kratzen, unkontrolliert pinkeln, ja.

Wir haben seit Jahren jetzt zwei blinde Katzen, das sind lebendige Stofftiere, aber keine Katzen. Außer lieb sein und kampfschmusen machen die gar nix - ab und zu muss das Sofa trotzdem leiden, stört uns aber nicht.

Mit Klickern wirst Du nicht sehr weit kommen. Da langt ein lautes "gscht" auch, wenn sie Blödsinn machen. Erziehen kannst Du sie aber nicht wirklich. Echte Kratzbürsten schon gleich gar nicht.

Mit Deinen Voraussetzungen würde ich es mir echt überlegen. Wanderpokal zu werden ist für alle Beteiligten nicht schön.

LG
Caro

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hi danke für Deine Antwort. Ich überlege deswegen sehr genau wenn ich Verantwortung für ein Tier oder mehrere übernehme, möchte ich bis zum Ende dazu stehen.

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Hallo, also nach fast 30 Jahren mit insgesamt 3 Katzen bin ich erstaunt. Wir haben alle Katzen mit 8-12 Wochen bekommen, die jetzige ist gerade 1,5 Jahre alt. Wir haben zwar Freigänger, aber sie sind ja trotzdem auch viel im Haus. Und nein, unsere Katzen haben (und auch die Wohnungskatzen meiner Tante) nichts zerstört und auch nicht ständig "randaliert".

Sie waren alle immer problemlos stubenrein. Und Vorhänge, Möbelkratzen etc sind tabu. Und wie bei Kindern ist Konsequenz wichtig. NEIN ist nein. ENDE. Unsere Katzen kennen auch die Autorität im Haus, das war meine Mutter (als ich noch zu Hause lebte) oder ich.
Aber es ist, wie bei Hunden, eine Frage der Erziehung und Konsequenz.
Lg von der Schneefrau

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hi, danke dir für deine Antwort. Also könnte ich davon ausgehen, das ich zumindest ein bisschen Erziehung rein bringen könnte?
Grade die Gardinen und der Weihnachtsbaum machen mir große Sorgen. Stichwort Kugeln runter werfen.
Allerdings kenne ich mehrere Katzenhalter, die auch nicht von zerstören berichten. Hat das auch mit der Herkunft zutun? Also ob im Haus aufgewachsen oder "wild" auf dem Bauernhof?

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"Hat das auch mit der Herkunft zutun?"

Nein, das liegt einzig und allein am Charakter der Katze.

Die meisten Katzen sind jung ziemlich wild drauf, werden dann aber ruhiger. Manchen richtig gesetzt, andere haben auch mit 15 noch ihre 5 Minuten;-).
Freigänger sind in der Regel natürlich ausgeglichener , reine Hauskatzen müssen sich ihre Bewegung im Haus holen.

Ja und der Christbaum kann natürlich immer ein Problem werden, gerade im ersten Jahr. Aber da muss man eben Kompromisse eingehen. je nach Katze heißt das Verzichten, Plastikkugeln, Minibaum oder zumindest Baum anbinden:-D.

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Katzen sind eigentlich was wunderbares :)

Und natürlich kann man sie auch ein stückweit erziehen, aber das erfordert viel Geduld, Konsequenz und Durchhaltevermögen und es wird trotzdem immer wieder mal was kaputt gehen.

Unser Kater (Glück gehört aber auch dazu 😅) war lange nicht stubenrein. Obwohl er kastriert war. Er konnte zu Beginn nicht sofort raus, seit er das darf, ist es absolut kein Problem mehr. Katzenklo haben wir nur für Notfälle (haben keine Katzenklappe und grade bei Regen bleibt er mal lieber drin).

Unsere Möbel hat er noch nie angekratzt, ebensowenig die Wände. Auf Schränke springt er fast nie, aber 2 mal tat er’s doch. Einmal flog das iPad runter und das Display war kaputt und einmal was Dekomäßiges. Kann halt einfach passieren.

Er darf zudem nicht in die Küche (das merkt er sich aber nur, wenn wir da sind😅), nicht ins Kinderzimmer und nicht auf den Esstisch (da hört er tatsächlich IMMER drauf, auch wenn wir nicht da sind).

Was ich aber immer, immer wichtig finde, wenn man sich Tiere anschafft: was ist der Plan B? Abgeben ist für mich persönlich keine Option. Bzw die aller, aller letzte!

Was machst du, wenn du NICHT mit zurecht kommst? Wie lange erträgst du es? Und das übliche: was, wenn eine Katze viel krank wird? Tierarztkosten? Was, wenn es keine „Kuschelkatzen“ sind?

Wir haben ein Baby bekommen, da war Barney 4. Alle haben prophezeit, dass das ne Katastrophe wird. Mir war klar: ich gebe ihn nur ab, wenn Motte ne Allergie haben sollte, ansonsten müssen wir eine Lösung erarbeiten und abgeben wäre für mich nur im äußersten Notfall eine Option. Zum Glück war es absolut kein Problem, da wir das beste Kind und die beste Katze der Welt haben 😅 die 2 machen das super! Aber auch Familienplanung muss bedacht werden!

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hi, danke für deine Antwort. Ja ich bin eh ein Freund von Schubladen und Kisten, Deko steht in der Vitrine. Weg räumen habe ich bedacht, ebenso wie Kosten. Es kommt ja auch monatlich ein Betrag zusammen. Ist aber finanziell drin.

Wir haben schon ein Kind, und ein weiteres ist leider nicht möglich daher die Depressionen (unter anderem, leide auch an einer anderen Störung).

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generell gehe ich davon aus,dass es sich nicht um schmusige Tiger handelt, sprich ich habe keine Erwartung an die Tiere. Wenn denn einer schmusen möchte, würde ich mich freuen.

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Wichtig ist erstmal, dass die Tiere Beschäftigung erfahren.
Täglich mehrfach!
Darüber kannst du auch "erziehen"
Können die Tiere raus?
Ich persönlich halte nichts davon, ein Lebewesen so leben zu lassen, dass es kein Wetter fühlen, riechen und erfahren kann. Gras unter den Füßen spürt und einfach Platz hat. etc.

Ich denke, dass auch dadurch Gelassenheit beim Tier entsteht, wenn es Platz hat, verschiedene Eindrücke am Tage hat etc

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Es gibt einen Garten mit Gras und einigen Mäusen.

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Hatte selber einen Kater aus dem Tierheim und würde die Erziehung von gleich 2 Katzen jemandem, der schnell überfordert ist, kaum empfehlen. Katzen brauchen genauso Konsequenz wie ein Hund, aber sie lassen sich nur bis zu einem gewissen Grad erziehen, sie bleiben Individualisten. Bei Langeweile kommt eine Katze gerne auf die dümmsten Ideen und zwei selbstverständlich auch. Nicht alle Katzen können sich immer nur miteinander beschäftigen. Auf dem Schrank war mein dicker Kater nie😀 aber wegen des Kratzens mussten wir schon aufpassen, zum Bude zerlegen war er schon zu träge, ist aber bei 2 jungen Kätzchen anders. Hast Du Dir auch die Tierarztkosten überlegt?
Tiere als Therapie okay, aber wenn Du schon jetzt Angst hast, ihnen nicht gewachsen zu sein, finde ich das sehr sehr schwierig. Wer kümmert sich um die beiden, wenn Du das aufgrund Deiner Krankeit nicht kannst? Übrigens gibt es auch Katzen, die garnichts davon halten, gekuschelt und gestreichelt zu werden, da hast Du recht schnell die Krallen im Arm. Nur so nebenbei, wenn Du auf ein Kuschelkätzchen hoffst.
LG Moni

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Meine Mutter und ich hatten früher einen Kater.

Er hat sich im Flur eine Ecke ausgesucht an der er sich immer auf die Hinterbeine gestellt hat und mit den Vorderpfoten gekratzt hat.
Er hatte aber auch einen kratzbaum.
Haben dann so eine Kratz Matte gekauft und an die Ecke gemacht und alle waren glücklich.

Und einen Blumentopf hat er mal ausversehen von der Fensterbank gekippt.

Sonst war nichts 😊

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Hi!

Müssen es denn unbedingt Kitten sein? Vielleicht wären ältere Tiere eher was, da Kitten schon mächtig Energie und Power haben.

Meine beiden Kater habe ich mit 16 Wochen bekommen, mittlerweile sind sie sieben. Sie waren nie sonderlich verspielt oder aktiv.
Allerdings kratzen sie gern an Möbeln.

Anhängliche und verschmuste Katzen können übrigens auch anstrengend sein. Meine liegen sofort auf mir, sobald ich mich setze und wenn ich durch die Wohnung laufe, spazieren sie mir miauend hinterher. Sie möchten ständig Nähe und Liebe und wenn man gerade putzt oder kocht, stört das.

Mein Mann leidet auch an Depressionen und ab und zu sind ihm die klettenden Kater zu viel, da braucht er Abstand von ihnen. Er liebt sie natürlich trotzdem.

Überlege dir genau, was du möchtest :) Katzen können bis zu 20 Jahre alt werden, das muss auch bedenken.

LG

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Ich lebe seit meinem 9ten Lebensjahr mit Katzen zusammen.

jaaaa sie Klettern gerne auf Schränke oder Tische. Aber so richtig etwas kaputt machen und die Bude abreißen? Nein...... Haben die Katzen die Möglichkeit rauszukommen? Es kann bei manchen Katzen von deiner Erzählung sein.. evtl. Wohnung zu klein. Oder einzelnd gehalten.

Hatte aber nie Probleme, weder in der Wohnung wo kein Ausgang war oder im Haus.

Katzen sind tolle Tiere.