Wechseln?

Hallo,
wir haben die Möglichkeit den Verein (Sport) für unsere Kinder zu wechseln.
Wir überlegen hin und her, was ein Wechsel mit unserem Familienleben so anstellt und ob sich das lohnt.

Zur Hintergrundinformation:
Wir wohnen in einer Großstadt und haben das Glück einen Verein für die Sportart vor Ort zu haben (zehn min Fahrtweg, gut angebunden mit ÖPNV). Schon eher Luxus für die Sportart.

Allerdings ist der Verein nicht professionell, hat wenig Zulauf und schlechte Trainingszeiten (schwer mit OGS und Arbeit vereinbar, aber nicht gänzlich unmöglich). Uns “stören” so ein paar Sachen im Verein.

Ein Verein im Umkreis (Fahrtzeit 25-35 Min, keine Anbindung ÖPNV) ist bekannt, also erfolgreich in dem Sport, bietet gute Trainingszeiten und ist viel professioneller aufgestellt, fördert die Kinder ganz anders und zudem wirken die Beteiligten bemüht und nett.

So, was machen wir jetzt? Den Verein 20 km weiter nehmen, damit die Kinder optimal gefördert werden, wir bessere Zeiten zum trainieren haven und uns zudem nicht immer so „ärgern“ müssten was Kommunikations und Vereinsleben angeht.
Oder lieber vor Ort trainieren, den kurzen Weg haben und vielleicht uns mehr rausziehen aus dem Vereinsleben.

Ein späterer Wechsel ist eher nicht möglich.

Was würdet ihr machen?
Lg
Frida

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Das käme für mich drauf an, ob der Sport als Spaß-Hobby oder als Sprungbrett für eine diesbezügliche (Sport)Karriere dient.
Im ersten Fall den örtlichen sportverein im letzteren den anderen.

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Genau so sehe ich das auch!

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Naja was heißt sportkarriere. Wir streben das in dem Sinne nicht an, aber meine Kinder sind mit Leidenschaft dabei und lernen schnell. Erfolg ist dann natürlich auch total toll für sie.

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Hey,

können die Kinder vll mal zum Schnuppern beim anderen Sportverein mitmachen? Dann können sie (wenn alt genug) oder eben du schauen, bei welchem Verein es ihnen am meisten Spaß macht und dann dorthin wechseln.

Ansonsten würde ich es auch so handhaben, dass bei einfachem Hobby, der jetzige Verein wohl auch reicht, bei eventuellem "Profisport" oder späterem Berufssprungbrett, der andere Verein besser wäre.

Liebe Grüße
nakaomi93

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Hallo
Leider schreibst du nicht wie alt deine Kinder sind.

Möchtest du die nächsten Jahre so einen Fahrdienst leisten?

Soll das Ziel eine Karriere sein?

Fühlen sich die Kinder da wohl wo sie jetzt sind?

Was wollen die Kinder?

Ich denke das es im jetzigen Verein um den Spaß geht aber wie ist es im neuen Verein mit dem Leistungsdruck?

Macht es den Kindern dann noch Spaß wenn dahinter ein Leistungsdruck ist?

Alles Dinge die man vielleicht bedenken sollte.

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Hi,

was sagen denn die Kinder? Und um welchen geheimnisvollen Sport geht es denn?

Wir waren und sind auch nicht immer mit dem Verein, in dem unser Sohn seit mittlerweile fast 13 Jahren Handball spielt, zufrieden. Ein Wechsel kam aber nicht in Frage, da unser Sohn das keinesfalls wollte - er hatte dort nämlich seine Freunde. Er hätte wechseln können, wäre auch gerne genommen worden, kannte seine Mitspieler in diesem Verein durch Schule und weil sie Gegner teilw. sind und er hätte eine höhere Liga spielen können.

Viel wichtiger als die Fahrstrecke und ob Öffis oder nicht ist das, was eure Kinder möchten. Fühlen sie sich gut aufgehoben? Haben sie im aktuellen Verein Freunde und trainieren gerne dort? Möchten sie vielleicht selbst wechseln?

Erst einmal hört sich der neue Verein besser an, aber aus der Erfahrung kann ich dir sagen: auch dort wird es mit Sicherheit einiges geben, was nicht rund läuft und wo ihr euch ärgern werdet. Habt ihr mal mit Kindern und Eltern des Vereins gesprochen?

Hier bei uns gibt es einen Verein, in dem ich unseren Sohn nie und nimmer hätte spielen lassen, obwohl die Förderung da sehr, sehr gut ist. Allerdings ist der Umgang mit den Spielern (und Gegenspielern) so dermaßen unterirdisch, dass ich das niemals gewollt hätte. Es wurden sogar Trainer des Vereins vom Verband mit Sperren belegt und diese dürfen nicht mehr als Trainer oder Betreuer aktiv sein.

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Sie trainieren gerne dort waren aber vom anderen Verein auch begeistert. Freunde in dem Sinne haben sie in ihrem Verein nicht, dazu sind sie noch nicht lange genug dabei und die Altersspanne/Einzugsgebiet zu groß.
Sie würden also wechseln, würden aber auch bleiben. Sie sind da sehr unkompliziert. Das macht es nicht einfacher...

Übrigens das was du über den einen Verein bei euch schreibst (Umgang usw.) trifft zur Zeit auf unseren aktuellen Verein zu... weswegen wir den Wechsel auch anstreben. Allerdings fühlen sich die Kinder im großen und ganzen Wohl und bekommen davon weniger mit.

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Ach vergessen:

Wir fahren unseren Sohn mangels anderer Möglichkeiten schon immer zum Sport und anderswo hin. Das ist für mich einfach kein Argument. Solche Fahrten kann man dann mit anderen Dingen verbinden: Einkaufen, Hundespaziergang, selbst einfach mal entspannen und einen Kaffee trinken gehen, etc. Oder man schuat, ob es Fahrgemeinschaften gibt und teilt sich die fahrten (einer hin, einer zurück oder tageweise)

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Hallo,

unsere Kinder haben ein Hobby, dass sie ausüben, seit die Große 4 ist.
Die Trainerin ist phantastisch, der Unterricht sehr professionell.

Aber wir ärgern uns ein bisschen, dass wir das damals in der Nachbarstadt angefangen haben. Denn nur mit viel Glück dürfen beide Mädchen in derselben Gruppe trainieren - eigentlich müssten wir zweimal fahren und bei der Entfernung ist immer der ganze Nachmittag weg.
Da gibt es kein "nach dem Training kannst du noch zu deiner Freundin" oder "nach dem Training machen wir noch...".
Unsere Große kann/könnte bald selbst zum Training gehen oder fahren. Das wäre umso praktischer, als ich gerade eine Knieverletzung habe, die durchaus chronisch werden könnte. Aber in die Nachbarstadt muss ich sie fahren - bis sie selbst Führerschein hat.
Blöd, wenn das Hobby an der Gesundheit und Mobilität der Eltern hängt...

Fazit: gerade bei relativ kleinen Kindern würde ich so lange wie möglich im Ort bleiben. Nach auswärts sollte man nur wechseln, wenn es im eigenen Ort nichts vergleichbares gibt und man sicher ist, die Fahrdienste langfristig (!) und für alle Kinder aufrecht erhalten zu können.

LG!

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PS

Und bei mehreren Kindern muss man immer bedenken, dass sich am "Hobby-Nachmittag" auch das Geschwisterkind nicht verabreden kann.
Weil niemand Zuhause ist und weil es schwierig ist, die Fahrdienste zu koordinieren (Hausaufgaben sollen fertig sein, Familie xy kann erst ab 15.30, da muss das andere Kind aber gerade abgegeben werden, also 16.00, aber dann bin ich nicht rechtzeitig zum Abholen wieder da....).

Wir müssen auch immer aufpassen, dass wir uns nicht von Ein-Kind-Familien zu tollen Hobbys verleiten lassen, die wir mit und für zwei Kinder aber nicht händeln könnten.
Bekannte von uns fahren für Hobbys durch den gesamten Landkreis - die haben aber auch nur ein Kind.