Erfahrungen und Austausch 🙂

Hallo an alle 🙂
Hab meinen Text auch schon im Kinderwunschforum gepostet. Weiß ehrlich gesagt nicht so genau wo es hin gehört.
Ich bin seit kurzem hier angemeldet und hoffe auch einen tollen Erfahrungsaustausch.
Ich bin 35 und Mama von drei Kindern. Zwei Söhne (12 und fast 8) und eine Tochter die im November 1 Jahr alt wird. Meine beiden Jungs sind aus erster Ehe. Zum leiblichen Vater haben beide keinen Kontakt.
Unsere Kleine habe ich mit meinem neuen Lebenspartner. Nun haben wir seit kurzem das Thema Geschwisterchen für die Kleine oder nicht. Bei mir ist der Wunsch irgendwie schon oft präsent aber wenn dann soll es auch nicht so spät sein und der Altersunterschied nicht zu groß.
Meine Frage nun an alle Mamas die Kids haben die nur ca zwei Jahre Altersunterschied haben. Wie habt ihr es empfunden? Sind Mamas da die bereits vier Kinder haben und mir ihre Erfahrungen berichten können? Freue mich auf alle Rückmeldungen 🙂
Liebe Grüße Steffi 🙋🏻‍♀️

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Ich hab zwar nur 2 Kinder, aber die sind genau 2 Jahre auseinander.
Im Nachhinein wünsche ich mir. Ich hätte zumindest darauf gewartet,dass der große im Kindergarten wäre. Aber es funktioniert und man wächst ja bekanntlich an seinen Herausforderung.

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Hallo, ich habe 3 Kinder. Als die jüngste auf die Welt kam war Kind Nr. 1 14 Jahre und mitten in der Pubertät. Kind 2 war genau 2 Jahre alt und hat ihre Trotzphase so richtig gelebt. Das erste gemeinsame Jahr mit den beiden jüngsten war ein Spaziergang. Seitdem die jüngste laufen und dann auch immer besser sprechen konnte geht's hier rund. Streit und Eifersucht ohne Ende. Mittlerweile sind sie fast 5 und 3 Jahre und spielen auch mal miteinander. Aber es ist nach wie vor sehr anstrengend. Den halben Tag sind wir am schlichten und trösten. Nie würde ich diesen Abstand favorisieren. Auf der anderen Seite habe ich eine gute Freundin die beiden sind 5 und 10Jahre. Sie erzählt das gleiche. Von daher ist es wahrscheinlich nur die Frage wie man damit umgeht.

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Danke für deine liebe Antwort 🙂 bei meinem beiden Jungs ist es tatsächlich auch so das sie viel streiten. Die sind vier Jahre auseinander.
Und wie empfandest du es mit zwei Kleinkindern? Wickeln ect? Die Nächte?
LG Steffi 🙋🏻‍♀️

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Hey,
bei uns sind die beiden Kinder 21 Monate auseinander und ich finde es meeega anstrengend! Die Kleine ist 17 Monate, der Große grad 3... ich kann die beiden keine Sekunde aus den Augen lassen. Der Große trotzt ohne Ende und beendet die Nacht meist gegen 5 oder 6 Uhr, die Kleine wird immer noch gestillt am Abend und in der Nacht und sie schläft nie länger als 3 Stunden am Stück, eher weniger. Ich arbeite 30 Std die Woche und bin total erledigt. Der Akku ist leer, Unterstützung haben wir keine.
Ich nehme aber mal an, dass es ein wenig einfacher von den praktischen Abläufen wird, wenn beide keine Windel mehr benötigen und selbstständiger werden beim Anziehen usw.
Im Nachhinein hätte ich noch ein Jahr länger gewartet...
LG

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Hallo,

Ich hab zwar auch "nur" 2 Kinder, aber mit Kleinkind und Baby ist echt echt chaotisch.
Das was ich mir so bissl wünsche wäre ein Kita Platz ab 2 Jahren für die Große. Haben wir ehrlich verschätzt, da mein Mann und ich mit Kita ab 3 groß geworden sind.

Die Große ist ein richtiger Wildfang und ganz ehrlich, mit Baby das dauernd Bauchweh hat und einem Mann der im Schichtdienst arbeitet, nicht immer die einfachste Kombi.
Da kommt es wohl eher auf deine beiden Großen drauf an. Würden sie auch mal helfen mit deiner Kleinen?
Dann könnte ich es mir etwas "einfacher" vorstellen.

Ich kann nur bissl davor warnen, das Bett kann recht eng werden mit zwei so kleinen.
Wir fühlen uns gerade sehr gequetscht.

Es wird definitiv eine anstrengende Zeit, aber da kommt es auf jeden einzelnen selbst an.
Es ist trotzdem sehr schön zwei so tolle Kinder zu haben (kennst du bestimmt mit deinen dreien sicher auch)

Egal was ihr macht, alles Gute euch!

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Danke dir sehr lieb. 🙋🏻‍♀️🙂

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Mein Großer wird bald 6, die Mittlere ist am Montag 4 geworden und die Kleine ist 2,5. Im April kommt unser 4. Kind.

Also es gibt schon sehr anstrengende Tage. Heute zum Beispiel. ;-) Wir haben Kindergeburtstag gefeiert. Puh ... bin ich platt.
Was mich am meisten herausfordert ist, dass ich kaum mal eine echte Pause vom Alltag habe. Entweder wir Arbeiten und die Kinder sind in der Kita oder wir haben frei und sie sind dabei. Deshalb ist der Urlaub und die Wochenenden mit den Kindern zwar schön, aber auch sehr anstrengend. Ich weiß nicht ob es noch mal entspannter wird. Manchmal kann ich echt nicht mehr, aber es geht einfach immer weiter.

Deine Kinder hätten aber auch einen anderen Altersabstand. Bei mir klingt das gerade sehr negativ. So mein ich das gar nicht. Aber ich persönlich hatte mir das irgendwie alles etwas leichter vorgestellt.

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Unsere Großen sind 19 Monate auseinander und ich hätte es jederzeit wieder getan. Ich fand diese Zeit entspannt und schön, aber hatte auch immer Kinder die sehr früh durchgeschlafen haben und eigentlich pflegeleicht sind, wenn ich mir immer so die Dramen durchlese oder anhöre die andere Familien erleben.
Unser drittes Kind kam als die Großen 8 und knapp 10 waren, geplant war es anders, aber es hat zuvor nicht sein sollen. Nr. 4 folgt Frühjahr.
Wirklich zu einem 4. Kind raten ist schwer, da man eure Verhältnisse und Umstände nicht kennt, aber vielleicht gehst du in dich und versuchst für dich zu klären, was du dir erhoffst bzw. ob es in eure aktuelle Situation passt und ob genug Kapazitäten (finanziell und emotional) für ein 4. Baby vorhanden sind.

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Was möchtest du denn wissen?

Wir haben 7 Kinder, der Abstand schwankt zwischen 18 und 22 Monaten (Nr. 1 ist 10 Jahre alt, Nr. 7 ist 8 Monate alt).
Zum Altersabstand: Ich finde ihn super!
Wenn es nach mir ginge, hätten unsere Kinder alle einen Abstand von ~18 Monaten, die 22 Monate sind mir fast schon zu viel. 😅😅

Man ist noch im Babymodus drin, fängt nicht wieder bei 0 an.
Ich fand auch die Kinder in dem Alter verständnisvoller. Hier lese ich oft, dass ein 3 oder 4-jähriges Kind verständnisvoller ist. Das kann ich so nicht bestätigen! Bei uns waren die 3-jährigen beim neuen Baby allesamt viel stärker in dem „Nein, jetzt bin ich dran“-Modus als die Einjährigen. Trotz der anderen Geschwister! Aber wirkliche Eifersucht o. ä. gab es bei uns zum Glück sowieso nie.

Noch ein riesiger Pluspunkt. Es ist viel leichter, die Kinder gemeinsam zu beschäftigen, wenn ihr Entwicklungsstand näher beieinander liegt, gerade am Anfang. Nr. 6 und Nr. 7 können viel mehr miteinander machen als Nr. 5 und 7. Nr. 5 beschäftigt sich zwar auch gerne mit Nr. 7, aber er muss sich viel mehr „auf das Niveau herablassen“ (wenn du verstehst, wie ich das meine).

Geschwisterwagen brauchten wir nie, auch kein Buggy-Board (die wenigen Male, die das nächstältere Kind wirklich zu müde war zum Laufen, kam es auf die Schultern).

Ich finde auch, die Umstellung auf „ein Kind mehr“ wurde von mal zu mal leichter. Von 0 auf 1 lernst du, voll fremdbestimmt zu sein, von 1 auf 2 lernst du, dich zu zerteilen – und das sind schon die größten „Meilensteine“. Von 2 auf 3 reichen dann die Hände nicht mehr (was bei euch ja Alterstechnisch nicht problematisch ist), von 3 auf 4 – das passiert ganz automatisch.

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Wow Respekt ich bewundere dich sehr 🙂
Was ich wissen will- tja das ist eine gute Frage 😀 meine zwei Großen sind ja 4 Jahre auseinander und man hat immer bemerkt das es eigentlich zu viel ist was das miteinander beschäftigen angeht.
Nun wollte ich es, wenn wir uns sicher sind, dieses Mal eben anders machen. Ich werd ja auch nicht jünger und irgendwie wollte ich noch wissen bzw die Erfahrung machen wie es ist, wenn die Kids näher beisammen sind vom Alter her.
Aber man hört ja auch oft so „Horrorgeschichten“. Wegen zwei Wickelkinder und nachts keine Ruhe und und.
Mit drei Kindern ist man ja schon gut beschäftigt 🙂 mal mehr mal weniger
LG Steffi 🙋🏻‍♀️

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Die Horrorgeschichten sind bei uns wenige Ausnahmen.

Unsere Kinder sind allesamt relativ gute Schläfer. Ich kann aber an einer Hand abzählen, wie viele Nächte ich in den letzten 11 Jahren durchgeschlafen habe😬 Meistens ist es nur das jüngste Kind, manchmal auch das zweitjüngste, die anderen schlafen alle durch, bis auf wenige Ausnahmen bei Albtraum, Krankheit...
Ich bin also guter Dinge, dass wir das auch irgendwann hinter uns haben.
Genug Stunden Schlaf bekommen wir in der Regel.

Zwei Wickelkinder finde ich nicht so schlimm. Das ist zwar mehr arbeit als ein Wickelkind, aber nicht weiter dramatisch.
Ich hatte bei manchen unserer Kinder sogar das Gefühl, dass es sie angespornt hat, schneller trocken zu werden, weil sie ja jetzt groß waren😅

Mehr Kinder beschäftigen sich ja auch gegenseitig gut, indem sie miteinander spielen.
Nr. 7 hasst es, wenn ich ihn kurz in den Laufstall stecke, weil ich irgendetwas erledigen muss und dafür für ein paar Minuten kein krabbelndes Kind, das Laufen lernen will, beaufsichtigen kann. Wenn Nr. 6 (der ist jetzt knapp 2,5) dann vor dem Laufstall hockt (oder auch reinklettert🙈), und ihn tröstet und mit ihm spielt, beruhigt er sich.
Das sind so Kleinigkeiten, die ich von unseren Kindern nicht erwarte, die es aber unglaublich erleichtern.

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Ich habe zwei Kinder mit 23Monaten Abstand. Ich bin selbst mit diesem Altersabstand aufgewachsen und fand es wundervoll, hätte mir auch noch einen geringeren Abstand gewünscht.

Bei uns wurden es dann wegen einer FG immerhin 23Monate und leider war es sowas von schrecklich anstrengend, das hätte ich nie erwartet:-(.

Das zweite Kind war nicht ganz gesund und ich musste ständig zum Arzt und das andere Kind mitschleppen. Es war Horror und ich war psychisch am Ende und hatte keine Unterstützung, nur mein Mann war abends und am Wochenende da.
Es war so nervig, weil das zweijährige Kind ja auch noch keinen Handschlag alleine konnte (trinken, essen, Klo,anziehen) und schon mit Kiwa und Kleinkind durch eine Tür kommen, die man selbst irgendwie öffnen musste war jedesmal ein Graus.
Ich habe alle anderen beneidet die 3Jahre Abstand hatten. Ich habe es sehr oft bereut und konnte die Zeit kaum genießen.

Ich würde darum niemandem empfehlen mit so geringem Abstand ein Kind zu bekommen, ohne Hilfe im Hintergrund zu haben. (Oma, Opa, Babysitter, Putzfrau). Es hätte gut gehen können, aber wenn man Pech hat, so wie ich, und das Kind eine unerwartete Behinderung hat, ständig untersucht und dann operiert werden muss, man abpumpen muss und das "große" kind auch noch ne OP braucht und dauerkrank ist....
Dann ist man echt bedient und schnell am Ende seiner Kräfte.

Jetzt sind meine Kinder 3,5 und 5,5 Jahre alt, und seit ca. einem Jahr überwiegen die Vorteile. Jetzt ist es so, wie ich es mir immer gewünscht habe und auch so, wie ich es erwartet hatte. Die Kinder spielen gerne miteinander, teilen Interessen, es gibt viele Aktivitäten die sich für beide Kinder eignen... natürlich ist Streit auch an der Tagesordnung.
Aber da begleite ich die Kinder konsequent bei der Problemlösung und sehe, dass es den Kindern auch immer besser gelingt Konflikte zu klären bzw. nicht eskalieren zu lassen.
Jetzt bin ich froh über den kleinen Abstand und denke, dass die Kinder davon profitieren, da sie immer besser miteinander spielen können.
Jetzt bekomme ich oft von anderen Müttern, die meine Kinder beobachten, gesagt, dass sie sich auch einen kleineren Abstand wünschen würden.

An deiner Stelle würde ich es wagen, aber für alle Fälle Unterstützung (für nach der Geburt) suchen. Und du hast zumindest deine großen Kinder, die kurz auf die Kleinen schauen könnten, wenn du mal kurz in den Keller oder zur Wäsche musst. Das war bei unserem Mehrfamilienhaus zum Beispiel für mich schon jedesmal ein riesen Problem.....