Schwierige Schwiegereltern

Hallöchen...
Mein Mann und ich bekommen im neuen Jahr unser erstes Kind.
Wir leben nun seit über 10 Jahren zusammen und ich habe mich sehr oft über meine Schwiegereltern geärgert in der Vergangenheit.
Meine Schwiegermutter ist extrem neugierig, möchte über alles informiert sein, sie beobachtete zb die Nachbarn bereits mit einem Fernglas 🤔 wenn wir uns mit Freunden treffen muss sie immer wissen wer es ist, woher wir sie kennen usw. Zusätzlich ist sie wirklich nicht die hellste... Sie kann viele Situationen gerade auf sozialer und emotionaer Ebene nicht einschätzen. Hat immer nach der Norm gelebt. Ich selbst muss dazu sagen das ich keine einfache Kindheit hatte.

Der Vater ist gebildeter, allerdings glaubt er daher auch alles zu wissen und zu können und stellt sich in allem über uns. Möchte uns ständig erzählen was das richtige für uns ist und was wir zu tun und zu lassen haben.

Beide sind traditionell, konservativ , angepasst. Sie schmeißt den Haushalt, er bekommt es gerade so hin sich ein Brot zu machen. Er geht arbeiten.
Als wir geheiratet haben gab es riesen Stress weil im Raum stand das mein Mann meinen Namen annimmt.
Wir nehmen gerne Tipps oder Unterstützungsangebote an, aber die Betonung liegt hier auf den "Angeboten"
Oft artet es bei beiden in einer Art Bevormundung aus " das müsst ihr aber so und so machen"
Es gab wie gesagt sehr viele Situationen. Viele die meinem Mann auch peinlich waren, weil andere Menschen einbezogen wurden und er wie ein kleiner Junge da stand.
Eine aktuelle Situation war nun das wir überlegen ein Haus zu kaufen... Die Mutter ist schon seit längerer Zeit nicht sehr angetan von dem Gedanken. Ich glaube das hat viel damit zu tun das sie erlebt wir ihr "kleiner Junge" einen großen Schritt wagt. Zudem dreht sie jeden Cent 3 Mal rum... Jedes Angebot muss genutzt werden, über jeden Kassenzettel genau geguckt werden, wenn etwas nicht perfekt ist ( zb essen) geht es sofort zurück usw. Da hat sie natürlich Angst das ihr Sohn ein zu großes Risiko eingeht. Und das verstehe ich ! Aber ich habe das Gefühl das sie zu ängstlich ist, sich zu sehr einbringen möchte. Sie sagte nun eben: " wenn ihr Interesse an dem Haus habt müsst ihr uns aber als deine Eltern mit in die Finanzierung einbeziehe. Ihr habt ja keine Ahnung davon."
Die beiden haben auch nur "Ahnung" in dem Sinne das sie bekannte/Verwandte haben die verkaufen oder bauen. Die Mutter ist in ihrem Leben selbst erst 1x umgezogen. Wir nehmen auch hier sehr gerne einen Blick von aussen an...sie sehen andere Dinge als wir. Aber uns schon so herablassend darauf hinzuweisen das wir keine Ahnung haben und sie als Eltern da ja involviert werden müssen! Finde ich nicht gut.

Auch fängt es langsam bzgl unser Tochter an.
Ich habe die Befürchtung das sie sich seeeeeehr in unser Leben mit Kind Einmischen werden und dort die Oberhand haben wollen
Hat da jemand Erfahrungen mit und gute Ideen das ein wenig zu kontrollieren?

Bitte fragt nicht wie mein Mann dazu steht. Er findet vier Dinge auch nicht gut aber sagt oft nichts weil er zu viel Respekt hat und seine Eltern von klein auf so kennt. 😐

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Auch wenn du es nicht gerne hörst: dein Mann MUSS mit ins Boot geholt werden! ER muss sich emanzipieren und abnabeln. Sonst hast du einen sehr, sehr schweren Stand.

Grundsätzlich gibt es aber bei der Kindererziehung 2 Parteien. Die, die sich einmischen und die, die das zulassen ;) wenn also Tipps kommen (oder „Bevormundungen“) - einfach „Ja ok“ sagen und machen, wie ihr denkt. Ohne diskutieren.

Und wenn sie nach bohren, sagt ihr, dass ihr es anders macht und nicht drüber diskutiert. Steckt eure Grenzen und der Rest wird ignoriert und stößt auf taube Ohren.

Den Kommentar beim Hausbau, dass ihr sie involvieren müsst, würde ich einfach ignorieren und unkommentiert lassen :D

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Ich höre es nicht gerne weil ich das ja genau weiß und aber auch weiß das ich nichts dran ändern kann.
Seit 10 Jahren erkläre ich meinen Mann in verschiedene Situationen was mich gestört hat. Oft sieht er es genau so... Macht aber nichts.
Das ist eig der einzige Punkt der mich nervt an ihm. Sonst ist alles super ☺️ aber mehr als sagen das mir das nicht gefällt kann ich leider nicht

Und jaaaa... Ich denke auch das man da einfach "OK" zu sagen und es anders umsetzt , aber das ändert nichts daran das mich ärgert wie sie mit sen Dingen umgehen oder vor allem mit uns. Wie gesagt spielt Kommunikation da ne riesen Rolle... Angebote, Tipps... Sehr gerne ! Aber wenn ich mir immer anhören darf was ich muss und das sie ja mehr ahnung von allem haben macht mich das schon sauer. 😅

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Dann musst du dir ein dickeres Fell wachsen lassen. Und auch mal ohne Unterstützung von deinem Mann auf die barrikaden gehen.

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Was du hier beschreibst könnte absolut meine Mutter sein. Und ja, als "Kind" tut es weh so etwas zu sagen. Aber ich finde sie in deinem Text absolut wieder. Man steht ein bisschen zwischen den Stühlen in so einer Situation.

Wie ich inzwischen gelernt habe damit umzugehen: ich sage oft einfach "Ah ok danke für die Info, schaue ich mir mal mit XY (mein Mann) an." Und komme einfach nie mehr darauf zurück. Ich wechsle sehr schnell das Thema oder lenke ab, wenn es in eine Richtung geht die mir nicht behagt. Ich habe mich inzwischen massiv von ihnen zurück gezogen. Leider.. aber anders geht es nicht. Sie meint auch, dass ich mit fast 40 noch ein kleines Kind bin und sie mir sagen muss, dass ich daran denken soll die Winterreifen aufziehen zu lassen. Ganz ganz schlimm war unsere Taufe im Sommer, wo sie quasi ein Mitspracherecht bei der Deko der Feier wollte oder bei der Gästeliste.. mit ihr darüber zu reden geht leider überhaupt nicht, sie fängt dann immer an zu weinen und meint, ich lasse sie ja doch nur allein (sie hat immer noch meinen Vater) etc.. hab ein bisschen Nachsicht mit deinem Mann. Denn auch wenn es ihn vermutlich wahnsinnig nervt, sind es doch noch seine Eltern die er liebt.

Bei eurem Kind würde ich es dann wirklich auch so machen "Ah ja danke für den Tip das schauen wir dann mal an." Und einfach auf Durchzug schalten. Wenn es Überhand nimmt, Kontakt (deinerseits) reduzieren.

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Danke für deine ehrliche Antwort ☺️

Ich muss halt wirklich dazu sagen, dass ich es von mir nicht kenne. Meine Mutter hat sich nie wirklich um uns Kinder gekümmert. Meinen Vater habe ich erst mit 15 kennen gelernt. Beide sind psychisch nicht labil und haben Dinge bis zur Straffälligkeit gemacht.
In diesem Sinne weiß ich und muss ich beachten das eine solche Firm der Fürsorge mich evtl auch erdrückt. Das hat dann viel mit Reflexion zu tun.

Vor kurzem gab es eine Situation: mein Handy fiel auf mein Display und ging kaputt. Ich hatte keine Schutzfolie drauf...was dumm ist 😅 der Vater meines Mannes wies mich aber natürlich nicht darauf hin, dass ich es ja vllt beim nächsten Mal so machen könnte, sondern machte mich blöd an " warum ist denn da keine Folie drauf ? Da musst du ne Folie drauf machen" ...das ist eine der kleinen Situationen.
Aber danach sprach ich noch Mal mit meinem Mann darüber...

Das "wie" nervt mich ...sehr. und er sagte mir auch das wir sie nicht mehr ändern werden und sie es gewohnt sind so mit uns zu reden. Sie die Einstellung haben " wir sind die älteren, wir haben sie Ahnung"( den Satz Hörte ich auch schon )
Und das wir einfach, wir du schon sagst das ganze mit einem "OK" abtun können und dann entscheiden was wir daraus machen.
Das ist vermutlich wirklich der beste Weg, aber ändert leider nichts daran das ich mich persönlich nicht gut damit fühle wie ich behandelt werde

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So ganz Unrecht hat Dein Mann nicht. Sie sind es gewohnt, so mit Euch zu reden. Mit ihm seit seiner Geburt, mit Dir seit gut 10 Jahren.

Andere Leute ändern ist so gut wie unmöglich. Du kannst nur an Dir, Deinem Verhalten und Deiner Einstellung was ändern.

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Hey!

Das A und O ist wirklich, dass dein Mann sie reden lässt und nicht einbindet.
Wenn er sie einbindet, hast du eine Ehe zu 4.

Ich hoffe, euer Haus ist weit genug von ihnen entfernt.

Liebe Grüße
Schoko

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Auf eine bestimmte Art bindet er sie ein und wird es auch beim Hauskauf machen. Mit dem Hintergrund dass er eben auch sieht das sie einen weiteren Blick auf das ganze haben.
Bis hierhin ja auch OK...
Aber damit unterstützt er das sie glauben wir wären von ihnen abhängig, haben keine Ahnung,sie hingegen schon

Ist irgendwie ein Teufelskreis.
Mein Mann nimmt sehr stark die Haltung ein die oben vorgeschlagen wird : reden lassen und so machen wie man es für richtig hält.

Bestimmt kein schlechter Ansatz ...allerdings ändert es nichts daran das ich mich in meiner Person nicht gut behandelt fühle wenn sie so reagieren

Leider ist das Haus etwa 10 Minuten mit dem Auto entfernt. Wir wollen aber auch nicht aus der Umgebung weg 😅

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Mein Vater ist auch so ein Mensch, der mich immer kleingeredet hat, um mich in einer Abhängigkeit zu halten. Er hat selbst nicht wirklich viel aus eigener Kraft geschafft und übertrug dies nun auf mich.

Wenn ich irgendwas angehe (Autokauf, Hauskauf, Schulbildung, Steuern- was auch immer) redet er sofort im Ton deiner Schwiegereltern auf mich ein, um mich von meinen Plänen abzubringen, vermeintlich um mich zu schützen. Alles will er absegnen- obwohl er selbst nichts alleine schafft- und mich an irgendwelche Leute aus seinem Umfeld verweisen, die das für ihn machen. Am liebsten wäre es jedoch, wenn ich die Sachen nicht in Angriff nähme.

Ich hatte als 20-Jährige ständig Panikattacken und musste mich zu Dingen zwingen, weil ich so Versagensängste spürte, die er mir eingeredet hatte.
Aber letztlich habe ich es geschafft.

Ich finde, dieser Zustand ist total schlimm, und kann nachvollziehen, dass du mit diesem Umgang ein Problem hast. Sie degradieren euch und versuchen auch weiterhin in der Rolle der unmündigen Kinder zu halten, obwohl ihr erwachsene Bald-Eltern seid. Das fühlt sich eben nicht gut an.

Letztlich solltest du dich mit deinem Partner zusammen setzen und Grenzen feststecken. Ihr kommt nicht von deren Wickel, wenn er daran weiter festhält.
10 Minuten Fahrt sind sicher ok. Besser als die direkte Nachbarschaft.

Also, setz deinen Partner auf den Pott und fordere Grenzen. Er sollte nun mal fix erwachsen werden, weil er Vater wird. Ich hatte zwischendurch Unterstützung einer Therapeutin, die mir bei der Definition meiner neuen Rolle geholfen hat. Sowas würde ihm auch gut tun.

Mir hat geholfen, dass mir klar wurde, dass ich eigentlich immer noch Lob von meinen Eltern wollte. Obwohl ich längst erwachsen war. Deswegen habe ich ihnen viel erzählt, wollte Bestätigung und wurde wieder kleingeredet, obwohl ich Dinge hinbekam und Anerkennung vermeintlich verdient hätte. Klingt, als wäre es bei deinem Partner und seinen Eltern ebenso.
Dein Partner muss dort ausbrechen. Das gelingt, indem ihm klar wird, dass er nie das von seinen Eltern bekommen wird, was er gerne hätte. Er muss erwachsen werden und diesen Zuspruch in sich selbst finden, ohne um Anerkennung von seinen Eltern zu betteln.

Meine Tipps, damit die Lösung klappt:
- therapeutische Begleitung, die das Problem mit ihm gemeinsam reflektiert
- räumlicher Abstand und reduzierter Kontakt
- ihnen nicht mehr alles erzählen
- wenn ihr etwas erzählt, auf Durchzug schalten und "ok, können wir mal gucken" antworten

Letztlich haben sie die Macht, die er ihnen gibt.

In deinem Sinne sollte sein, diese Erkenntnis bis zur Geburt in ihm zu erreichen. Danach wird das Problem mit den SE noch schlimmer, weil sie euch auch die Erziehung und Versorgung nicht zutrauen werden. Sie werden euch dann erst recht auf die Pelle rücken und dann in eurer Elternrolle vor dem Kind schwächen.
Wenn du das nicht möchtest, solltest du handeln.
Letztlich wirst du nach der Geburt ein gutes Gespür für dein Kind entwickeln und musst dich wahrscheinlich gegenüber der Meinung von anderen abgrenzen.

Liebe Grüße
Schoko (die lieber die Trennung in Betracht zöge, als jemals wieder so zu leben)

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Da ihr sehr festgefahren seid
und euer Kind eure Duckhaltung / die Haltung der Großeltern mitbekommen wird, übernehmen wird...

würde ich eine Beratung aufsuchen.

Erziehungsberatung für euch als Eltern ist vielleicht falsch ausgedrückt. Die Richtung meine ich schon.
Also nicht Erziehungsberatung: Eltern gehen hin, damit Eltern/Kind klappt. Was könnt ihr als Eltern tun, damit es eurem Kind gut geht/Verhwaltensweisen ändern. Das kommt später, falls Bedarf besteht.

Sondern: Beratung: wie könnt ihr (werdende) Eltern euch verhalten, damit es euch (erwachsene Kinder) mit den älteren Eltern besser geht.
Ihr geht als Erwachsene hin, damit ihr lernen könnt, wie ihr euch als Erwchsene (Kinder) verhalten könnt.

Ich weiß nur nicht, wie das heißt.

Familienberatung?
Evtl. bei pro familia, caritas und co mal nachfragen.
Die kennen oft regionale Tipps.

So eine Art Eheberatung, nur eben auf die Familienkonstellation angewendet.

Eure beiden Kindheiten haben euch geprägt. Das ist auch ok so.
Wenn euer Kind da ist, wird immer wieder was aufbrechen. Erkennen, fühlen, das wollt ihr anders machen, Ängste, usw.
Strategien wie "Kopf in den Sand" helfen da nicht weiter.

Dir kann dein Mann oft "ja ja" sagen, zustimmen und dann nichts tun, weil es seinen Eltern gegenüber der einfachste Weg war (nicht mehr ist, weil dann ja das Kind im Spiel ist und weil du auch da bist, wo es bisher noch klappt, dich genauso zu behandeln..... ja, amen, ducken)
Euer Kind wird ihm da mit der Zeit zeigen, dass ducken und nichts tun, nicht immer funktioniert.
Fragt sich nur, ob sie die Art der Großeltern an ihm übernimmt. Weil sie es kann. Wenn er da uch sein Verhalten beibehält.
Oder ob sie sich so wegduckt wie er.
Oder ihren eigenen Weg geht, in Situationen gerät, bei der sie seine Hilfe bräuchte, er aber nicht handlugnsfähig ist, weil er nur ja sagen und nicths tun kennt.
Oder ausbricht und sich eigene Vorbilder sucht.

Kinder brauchen stabile Eltern. Klarheit.

Da es bei euch
1. verzwickt ist
2. schon sehr lange so ist
3. ihr in euren Mustern verharrt.

Werdet ihr da alleine auch nicht so wirklich rauskommen.
Du redest....
Dein Mann fügt sich seinem gewohnten Muster. Nichts tun. Es geht ja nichts anders. Nichts verändern, weil sich nichts verändern wird.
Wenn ich mich vor die Wand stelle und sage " da wäre eine Tür toll", bleibe aber stehen und starre auf die Wand; dann werde ich nie herausfinden, dass eine Armlänge neben mir bereits eine Tür ist.
Und selbst wenn, bringt das Argument: da wird wieder eine Wand sein, nicht weiter.

So stelle ich es mir bei euch bildlich vor. Du stehst vor der Tür, willst aber alleine nicht durchgehen. Er starrt die Wand und sagt: ja, da wäre eine Tür gut. Und bleibt stehen, wo er ist.


Da du nicht seine Therapeutin bist, wird er auch nicht auf dich hören oder was verändern.
Er sagt ja deutlich, dass sich nichts ändern wird. Die Eltern verändern nichts. Also bleibt er in seinem eingefahrenen Muster.

Das ist keine Kommunikation mehr zwischen nur in einer Ehe, sondern bräuchte Externe Person, um ihn da rauszuholen.
Machst du es weiterhin
- ändert er erst nichts
- ihr habt eure eigenen Muster entwickelt, wie er zwischen seinen Eltern und sich
- brichst du seine Muster nicht auf
- fühlst dich selbst hilflos in der Situation
- kannnst für dich auch nichts ändern, weil deine Prägungen auch sehr stark sind
- wird sich nur eines ändern mti der Zeit: er wird dich irgendwann nur noch als die Dauernörgelnde empfinden. Das Grundproblem bleibt. Die Stimmung zwischen euch geht bergab.

Daher wäre mein Rat: suche für dich Hilfe. Damit du an deine eigenen Muster rankannst.
Es ist ok, deine Prägungen zu haben.
Hilfe von außen, damit umzugehen in Bezug auf Beziehung, Kind - und raus aus der festgefahrenen Hilflosigkeit durch Unsicherheit, kann DIR gut tun.

Und der nächste Schritt oder auch parallel wäre: dass ihr als Paar gemeinsam zur Beratung geht. Was wollt ihr (gemeinsam), wo wollt ihr hin? Was sind eure Grenzen innerhalb der Ehe? (hör auf zu nörgeln, ich ändere sowieso nichts / versprich nichts leeres, mich macht es wütend)

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In meinen Augen ist das Problem das zwischen meinem Mann und seinen Eltern nur bedingt ein Ablösungsprozess stattgefunden hat. Um sich damit auseinanderzusetzen ( auch auf professionelle) weise gehört aber dazu das sie es auch erkennen und das ist denke ich nicht der Fall.

Ich sehe viele Punkte ähnlich wie du. Das Beispiel mit der Türe fand ich gut...es gab da auch noch andere Dinge wo er ein wenig ähnlich gehandelt hat. Wie ich in einer vorherigen Antwort aber auch schon Mal sagte ist sonst alles super.
Er ist sehr in seinem Muster gefangen ( das sind wir alle ein stückweit) und mich nervt immer wieder wenn eine solche Situation auf uns zu kommt.
Für meinen eigenen Teil denke ich habe ich mich sehr mit mir und meinem Leben auseinander gesetzt. Ich habe viele Jahre lang Therapie gemacht, studierte soziales, habe mich über Bücher, Seminare usw. Viel mit meinem selbst beschäftigt aber bin da natürlich trotzdem noch auf einer Reise. Auch empfinde ich meinen Mann absolut gar nicht als unreflektiert oder unselbständig... Aber sobald seine Eltern ins Spiel kommen scheint es wie ein umgelegter Schalter bei der mein Mann sich plötzlich wir ein kleines Kind sagen lässt was gut und richtig für ihn ist.
Wie du schon sagtest ist es der einfache Weg für ihn ... Und vielleicht ist dieser auch am sinnvollsten um ein harmonisches Familienleben mit sen Eltern ! Zu führen. Ihm fällt es auch nicht schwer so behandelt zu werden..sieht das sie viele Dinge nur gut meinen. Und ja...das ist so! Aber das ist kein Grund sich in alles rein zu drängen und auch dahin zu stellen als hätten sie das sagen, die Oberhand.
Und mir persönlich geht es in einzelnen Situationen nicht besonders gut damit. Das kann natürlich an unserer Beziehung nagen. Ich muss aber auch dazu sagen das es wie gesagt sonst keinerlei Probleme gibt. Dafür dieses eine größere. Auch das ist etwas mit dem ich leben kann.. sonst wären wir nicht schon 10 Jahre zusammen und verheiratet. Sonst hätte ich schon längst Tschüss gesagt. Aber stören tut es mich dennoch und ich möchte gerne ein wenig vorbeugen das es bei unserem Kind nicht in " wir haben ja schon ein Kind großgezogen und wissen wie es geht und ihr habt keine Ahnung... Vllt sogar kein sagen" endet.
Ich habe in der Vergangenheit das ein oder andere Mal Themen angesprochen. Damit Namen wie natürlich gar nicht zurecht weil ich in meinem Alter ja keine Meinung haben darf und da Respekt haben muss... In ihren Augen. Respekt habe ich....aber das muss ne gegenseitige Sache sein und das ist manchmal eben nicht der Fall.
Und am ende muss ich ehrlich sagen das ich auch keine Lust mehr habe die Dinge immer anzusprechen weil es eben seine ! Eltern sind und ich mir wünsche dass er den Mund auch Mal aufmacht. Aber das ist dann wieder ne Sache zwischen meinem Mann und mir...

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Dein Mann macht es sich einfach, er will keinen streit du leidest oder bist eben der Buhmann. Warum hat lässt er zu, dass seine Familie euch so behandelt?

Ich kenne es auch, dass es schwer ist mit den eigenen Eltern. Ich kenne auch die emotionale Erpressung und das geheule, wenn man Kritik äußert. Mir hat es da aber kurz vor der Volljährigkeit gereicht und ich habe es ignoriert. Das hat dann tatsächlich geklappt und der Terror hatte ein Ende. Es war natürlich trotzdem nicht perfekt, aber deutlich besser meine Mutter war da mitte 40 - das Argument, man könne nichts machen, weil die Leute erwachsen sind ist völliger quatsch. Eine fundamentale Wesensänderung wird es natürlich nicht geben, das Verhalten aber kann geändert werden!

Es gibt einfach ein Punkt an dem man sich von den Eltern emanzipieren muss. Ja, da muss sich das Verhalten der Eltern ändern, das ist ganz normal, denn das Kind ist dann erwachsen und kein Kind mehr, es trifft selbstständig Entscheidung und hat (oft auch schon) Verantwortung für eine eigene Kleinfamilie. Es geht nicht darum, dass sie sich als Personen "änder", es geht darum, dass sie lernen es für sich zu behalten, wenn es sie nichts angeht. Wenn man ihnen keine deutlichen Grenzen setzt, warum sollte sich ihr Berhalten ändern, es ist doch eine erfolgreiche Strategie das zu bekommen was sie wollen. Ohne Gegenwind wird immer so weiter gemacht.

Ich würde mich da von meinem Mann nicht die A-Karte zuschieben lassen. Gleichzeitig wäre so ein herablassendes Verhalten für mich indiskutabel.

Es ist nicht nur so, dass dein Mann seine Eltern hat 10 Jahre (und länger) frei wüten lassen, nein du hast es deinem Mann eben so leicht gemacht indem du ihn da so weiter machen lässt. Wenn es nur ihn betrifft und er dich da schützt "Geschenkt", er lässt dich aber alleine im Feuer stehen, weil er nicht den Mum hat das Gas etwas runter zu regulieren, weil er noch nicht abgenabelt ist.

Ich bin da hart, denn hier gab es auch Probleme mit den SE. Mein Mann stand aber hinter mir und es gab dann auch ein klärendes Gespräch von allen zusammen. Ich habe da auch deutlich gemacht, dass ich respektloses Verhalten nicht Dulde und wenn sich das nicht bessert, dann habe ich keine Lust auf das Theater und ich breche den Kontakt ab (mein Mann darf natürlich Kontakt halten, aber ich will nichts mehr damit zutun habe). Da ich schon ein mal konsequent war (3 Jahre keinen Kontakt, nur mein Mann hatte kontakt) hat sich das mit der Schwangerschaft (Anlass für das Gespräch) gebessert. Das Verhältnis ist nicht herzlich (mein SE sind sowieso nicht wirklich herzliche Menschen), aber distanziert respektvoll und das genügt mir. Keine Theater mehr, keine Einmischung beim Enkel und sie sehen ihn regelmäßig. Das war aber wirklich anstrengend bis dahin, von alleine passiert sowas aber eben nicht.

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Du hast vollkommen Recht. Das sind allerdings Punkte die ich auch schon so gesehen habe aber fühle mich trotzdem in diesem Kreis gefangen und ich weiß (noch) nicht wie ich ausbrechen kann.

Ich bin auch der Meinung das die Beziehung zwischen meinem Mann und seinen Eltern auf eine bestimmte Art nicht "gesund" ist... Es gab keinen Ablösungsorozess, was natürlich für beide Seiten und am ende auch unsere Beziehung zueinander elementar ist.

Ja ich vertrete tatsächlich ein wenig die Meinung das es seine Familie ist und er da was sagen sollte. Ich bin der Meinung das dann mehr erreicht werden würde. Wenn ich als Schwiegertochter den Mund aufmache bin ich nämlich nur die respektlose...

Mein Mann hat in ein paar Situationen auch Mal den Mund aufgemacht. Zb. Als es um das Thema Namen ging...aber ich würde es mir etwas häufiger von ihm wünschen und auch mit etwas mehr Druck. Er ist dann sehr vorsichtig.

Ich habe in der Vergangenheit auch das ein oder andere Mal Themen angesprochen die ich nicht gut fand. Wenn mir der Vater mit unverschämtem uns bevormunden Ton entgegen kommt Spiegel ist sein Verhalten ab und zu und antworte genau so. Das ist aber eher ein Reflex von mir...aber das nützlich und sinnvoll ist weiß ich nicht. Denn dafür müsste er sein Verhalten ja selbst reflektieren können.

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"Ja, könnte man so machen, werde ich aber nicht" - Das wäre wohl so ziemlich die Antwort auf alles.

Wenn mir was auf den Senkel geht, muss ich nicht meinen Mann voraus schicken, nur weil es seine Familie ist. Ich kann für mich selbst sprechen. Ob es den Schwiegereltern gefällt oder nicht, ist eine andere Sache. Stecken Sie Ihre Nase in Dinge, die Sie nichts angehen, müssen sie eben auch mit Gegenwind rechnen. So ist das nun mal.
Nur um des Friedens willen muss ich nicht zu allem ja und Amen sagen. Gute Tipps nehme ich gerne an, aber wenns darum geht ob das Haus gelb oder weiß ist, ist zuviel und ich ziehe eine Grenze.
Macht ihr das nicht, werden sie in einer Endlosschleife weiter machen. Wenn dein Mann das so will, bräuchte er sich bei mir nicht darüber beschweren. Auch er hat die Möglichkeit Grenzen zu setzen. Das kann man auch mit respektvollem Umgang.
Nur weil es die Eltern sind, sind es keine Heiligen, denen man nicht widersprechen darf. Er ist erwachsen und seinen Eltern keine Rechenschaft schuldig.

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Ich sehe in meinem Mann etwas mehr Verantwortung für diese Situationen weil es seine Eltern sind und ich sie Aufgabe darin sehe das wie auch voneinander abnabeln müssen. Das heißt nicht dass sie keinen Kontakt mehr haben sollen oder eine schlechte Beziehung zueinander aber das wir eben nicht unter ihrer Beobachtung stehen und wie uns sagen was wir zu tun und zu lassen haben.
Und daher finde ich sollte mein Mann den Mund da aufmachen in erster Linie... Denn wenn ich was sage wird es als respektloses verhalten beiseite geschoben und weiter genacht. Wenn er was sagt setzt er in seinem Verhalten zu den Eltern eine Grenze und kann eher diesen Kreis durchbrechen als ich.
Das hat für mich nichts mit vorschieben zutun. Zumal ich auch nicht selten meinen Teil zu Situationen gesagt habe und daher ja weiß wie sie damit dann umgehen.

Ansonsten stimmte ich dir aber voll und ganz zu

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Wenn sie dein Verhalten als respektlos abtun, dann würde ich ihnen mal ungeschönt sagen wie respektlos sie sind.
Das passt doch auf keine Kuhhaut bei soviel Einmischerei. Ich wäre schon längst geplatzt. Du hast anscheinend die besseren Nerven😅

Deinen Mann kannst du nicht zwingen etwas zu sagen, aber du kannst ihm zu verstehen geben, dass du etwas sagst. Vielleicht kommt er dann in die Puschen?

Es muss ja kein Kontaktabbruch herauf beschwört werden. Man kann es ja auch diplomatisch angehen.

Kauft nur das Haus nicht zu nah an ihrem Zuhause, sonst hast du eine menschliche Überwachungskamera mit ihrem Fernglas😜

Nehmt nur ja kein Geld für euer Haus an. Für die ist das wie eine Einladung um mitbestimmen zu können.

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Ja: Lass sie reden, aber beziehe sie nicht in eure Entscheidungen ein.

Erzählt ihnen weniger oder erst wenn es schon zu spät ist.

Lasst euch von einem Finanzberater unterstützen, holt verschiedene Angebote ein.
Das könnt ihr (und sollt ihr auch) ohne die Schwiegereltern.

Nur weil ihr immer ausgefragt werdet, müsst ihr nicht auf alle Fragen anworten.
Eine Standardantwort könnte sein "mal schaun".

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Den Ansatz versuchen wir auch gerade etwas. wir haben uns vor einiger Zeit ein anderes Haus angesehen und genau deswegen nichts davon erzählt. Gestern war es aber kurz Thema weil wir über vergleiche und sowas sprachen und da wir das Haus eh nicht nehmen war es kein Problem es zu thematisieren.
Die Mutter guckte ganz schön angefressen weil wir ihr nichts erzählt haben.
Das sind ehrlich gesagt wo Momente die ich dann auch Mal genießen kann. Natürlich sollen sie Teil unseres Lebens sein...aber sie dürfen auch erleben was wie nicht in alles einbezogen werden und von allem Ahnung haben.

Anfang des Jahres lag ich ne Nacht im Krankenhaus...es war nichts großes , nicht besonders nennenswert.
Einen Tag später traf ich aber die Tante ( Schwester der Mutter) und wir sprechen Jürg darüber weil es sich so ergab.
Die Mutter war tierisch angefressen weil wir ihr nicht gesagt haben aber wohl ihrer Schwester.
Sie möchte immer überall ihre Finger mit um Spiel haben. Hilfestellungen gerne. Und ich freue mich ja auch wenn sie sich interessiert...aber dieses " ihr müsst" finde ich nicht gut.

Darüber jemand professionellen mit ins Boot zu holen habe ich gestern auch mit meinem Mann gesprochen bzgl des Hauses.

Danke für deinen Tipp ☺️

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"Die Mutter war tierisch angefressen weil wir ihr nicht gesagt haben aber wohl ihrer Schwester.
Sie möchte immer überall ihre Finger mit um Spiel haben"


Ich verstehe grundsätzlich was du meinst, aber in diesem Punkt kann ich deine Schwiegermutter sehr gut verstehen! Auch ich wäre sehr angefressen, wenn ich von Außenstehenden erfahren würde, dass meine Schwiegermutter/Mutter oder mein Schwiegervater/Vater im Krankenhaus war. Und du kannst mir glauben, dass das REIN GAR NICHTS mit "überall die FInger im Spiel haben wollen" zu tun hat!

Es mag sein, dass ich für mich die Entscheidung getroffen habe, einen (harmlosen) Krankenhausaufenthalt nicht mit den Schwiegereltern/Eltern zu kommunizieren, aber dann erzähle ich das auch anderen nicht weiter, egal wie es sich ergeben könnte.

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da müsste wohl ein wunder passieren, dass sie euch in ruhe lässt, wenn das kind da ist :-D
sorry, aber das geht einfach gar nicht. ich verstehe nicht, wie man da als sohn nicht mal eine klare ansage machen kann? das verhalten ist völlig übergriffig und ganz nebenbei auch lächerlich.
ich würde mal ganz klare grenzen setzen und zuständigkeiten deutlich machen, bspw. bei der haus-planung. das ist allein euer ding. wenn ihr jetzt keine grenzen setzt, wird das mit dem kind sicherlich nicht einfacher ...

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Ja ich verstehe es ja auch nicht...
Ich empfinde meinen Mann nicht als unreif, unreflektiert oder unselbständig aber sobald sie Eltern auftauchen nimmt er sich zurück wie ein kleines Kind. Zumindest in 80% der Fälle. Und ich habe hier eher kleinere Dinge ausgepackt 😅

Ich denke auch das sich was in der Beziehung zwischen den Eltern und ihm verändern muss aber dafür müssen sie sehen wie diese tatsächlich ist und dafür scheint der Blick etwas blind zu sein.

Ich habe schon versucht mit ihm mehrfach darüber zu reden, auch ihnen habe ich mehrmals meine Meinung dazu gesagt. Es wurde schon etwas besser aber gerade bei diesen großen Dingen wollen sie ihre Finger im Spiel haben und bestehen drauf.

Ich muss ehrlich sagen das ich aber auch eher größere Dinge vllt mittlerweile als kleine ansehe weil ich es gewohnt bin.

Das wir Grenzen setzen müssen ist mir klar... Meinem Mann aber scheinbar nicht so ganz 😅

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Hallo! Meine SE mischen sich zwar nicht in unser Leben ein, sie haben mich (und auch ihren Sohn) durch ihr Verhalten schon oft sehr verletzt. :-[
Mein SV ist leider ein sehr gefühlskalter Mensch. Da kamen Sachen wie "wie kann man nur mehr als ein Kind bekommen, die Taufe ist Schwachsinn und und und#schmoll
Die Liste ist endlos.
Besonders schwer hat mich ihr verhalten getroffen als unser 3. Kind schwer krank wurde!
Über Wochen kein Anruf, keine Nachfrage wie es ihm geht. Das hat mich damals sehr verletzt. Ich habe 8 Jahre die Klappe gehalten und bin irgendwann geplatzt.
Leider ist mein Mann wie Deiner. Er meint er kann seine Eltern eh nicht ändern und lässt sie gewähren. Besonders seinen Vater. Da macht mich wahnsinnig manchmal. Ich musste ihn ein paar mal zwingen das klar zu stellen was seine Eltern wieder verbockt haben.
Das ist auch das einzige Problem in unserer Ehe.
Wir haben inzwischen relativ wenig Kontakt. Es ist besser für uns alle. Wenn wir uns sehen versuche ich mich zusammen zu reißen. Ich mache aber inzwischen meinen Mund auf!
Wenn was blödes kommt reagiere ich sofort. Mein Mann sagt immer er kann nicht spontan reagieren. Habe ihm schon mehrmals gesagt, dann muss er halt später reagieren aber genauso konsequent! Sein Vater muss merken das er zu weit geht! Aber ich glaube den meisten Männern fällt es schwerer das zu reagieren. Leider!
Bleib konsequent! Bleib bei deinem Weg. Wenn er nix sagt mach den Mund auf! Erzähle möglich nix aus deinem Leben und euren Plänen!
Ich habe ein enges Verhältnis zu meinen Eltern, aber auch sie wissen nicht alles oder kennen all unsere Pläne!
Alles gute!

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Hatte Worte ...und auch keinesfalls gerechtfertigt weil niemand über euer Leben entscheiden sollte und auch nicht in einer solchen Form urteilen.

Ich halte mich eher zurück im Moment weil ich wie gesagt eher die Aufgabe meines Mannes dort sehe. Wenn ich in der Vergangenheit etwas gesagt habe wurde es nicht ernst genommen. Aber vllt muss ich da demnächst in den Situationen selbst schneller handeln. Vielleicht hätte ich gestern zb auch schon sagen können wie ich das sehe... Aber iwo versucht man ja auch immer den Stress zu vermeiden.
Sie redet uns den Hauskauf eh schlecht mit dummen Argumenten meiner Meinung nach.
Ich werde noch Mal mit meinem Mann reden und ihm sagen das ich demnächst wieder mehr dazu beitragen werde in solchen Situationen wenn er es nicht tut.
An sich können das liebe Leute sein... Auch Hilfsbereit. Aber dieses ständige "müssen" nervt mich.
Am ende entscheide ICH wir oft ich mich melde bzgl MEINER Schwangerschaft und mein Mann und ich ! entscheiden wen wir in die Planung einbeziehen wollen und das entscheiden nicht sie... Aber sie vertreten halt stark die Meinung das sie Mitspracherecht haben weil sie seine Eltern sind.