ruhige Eltern ruhige Kinder ?

Hallo

Ich habe in vielen YouTube Videos von Ärzten und anderen Mamas gehört ruhige Eltern ruhige Kinder ?
Ist das so bei euch ?
Ich finde mein Partner und ich sind sehr ruhig under Kind ist trotzdem sehr sehr fordernd ?

Mein Mann arbeitet 6 Tage die Woche in einer 3 Schicht er hilft mir wirklich oft aber ich komme manchmal nicht mal zum duschen .
Meine Tochter ist 1,5 Jahre und sehr fordernd sie hat heute Morgen 6 Wutanfälle gehabt komischer Weise hat sie die nur Vorrmittags .

Am Nachmittag geh ich viel raus sonst halte ich es nicht aus vor 21:30 geht sie nicht ins Bett und wenn sie dann schläft dann weint sie jede 15m bis ich mit ihr liegen bleibe . Das schlaucht mich sehr und heute bin ich sehr am Wasser gebaut weine wirklich oft da ich mich selber als Mensch nicht mehr erkenne oder gar nicht mehr lebe ...

Wird es besser diese anhänglichen Phasen ?
Ich habe alles versucht das sie früher ins Bett geht aber nichts hat funktioniert.
Ich würde so gerne abends Zeit für mich haben .

Mach ich was falsch das sie am Morgen soviel Wutanfälle hat . Es passt ihr nichts und soe rastet gleich aus und ja ich bleibe immer sehr ruhig und weine auch nicht vor ihr .

Deswegen finde ich die aussauge bisschen komisch oder mach ich was falsch? :((

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Hallihallo und ich find die Theorie auch komisch.
Was stellt man sich den unter ruhig vor? Mein Mann würde von vielen Menschen als sehr ruhig beschrieben werden, wenn er sich jedoch ärgert (und er ist durchaus ungeduldig), dann explodiert er filmreif. Ich dagegen wirke auf die Menschen eher quirlig und freundlich, ich bin aber tatsächlich abgesehen davon, dass ich mit Händen und Füßen rede und ein sehr ansteckendes Lachen habe, ein sehr ruhiger, geduldiger und ausgeglichener Mensch.
Weißt du was ich meine? Mal davon abgesehen habe ich 2 Kinder, eines ziemlich kompromissbereit (und das seit fast 12 Jahren) und eines, das die perfektesten Zornanfälle liefern kann. Im Vergleich zu anderen Kindern sind sie beide eher ruhig, sind brav. Aber sie sind total aufgeweckt, fragen mich Löcher in den Bauch, sind an allem interessiert und reden nonstop. Und sie sind beide katastrophale Schläfer. Egal, sie sind wie sie sind und so sind sie gut!
Ich glaube, es gibt Charakterzüge, die hat man oder nicht. Es gibt Eigenschaften, die erbt man, andere übernimmt man, andere "legt man sich aus Protest (auch unbewusst) zu.

Dein Kind ist noch klein, die Entwicklung der Persönlichkeit beginnt quasi gerade.
Zornausbrüche, Schlafchaos etc, alles normal, alles im Rahmen. Da ist nichts falsch dran.

Alles Liebe und gute Nerven, auch die Wutanfälle gehen vorbei!

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Hallo 🤗
Auf uns trifft es auch nicht zu 😅 ruhige Eltern und ein kleines Gegenwind von 2 Jahren und 7 Monaten.
Ich kann dir sagen, dass du nicht alleine bist. Meine Tochter geht mittlerweile erst nach 22 Uhr ins Bett (heute fast 23 Uhr) und steht zwischen 6 und 7 auf (zum Glück.. vorher war es 5 Uhr). Wir haben alles versucht: Uhrzeit langsam zu verändern, Mittagsschlaf kürzen, feste Rituale, auspowern, ruhig angehen... nichts ändert sich an ihrem Schlafverhalten 🤷‍♀️ Ich habe es jetzt so angenommen. Sie scheint halt wenig Schlaf zu benötigen (und ich mittlerweile auch 😅). Ich könnte neidisch werden, wenn ich höre die Kinder finden um 19 Uhr eingeschlafen 🙈 hier war es frühestens 20 Uhr (bis zum 3ten Monat). Aber ich genieße es auch, denn bei einem Vollzeitjob haben wir abends noch genug Zeit zusammen 🥰.
Trotzverhalten ist normal und gehört zu einer Entwicklung dazu. Mittlerweile dauern die Anfälle nicht länger als 2 Minuten (waren mdl bei 30), sind aber öfters. Tief durchatmen, mal Raum verlassen und wieder ruhig werden 🙈 Das ist das einzige was mir geholfen hat und immer wieder sagen "Es ist nur eine Phase" 😅

Starke Nerven wünsche ich dir 🤗

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"ruhige Eltern ruhige Kinder ? "

Nein. Nur umgekehrt. Wenn ich total unruhig bin, reagiert mein Kind sofort drauf. Lange bevor ich es süre.

Wenn ich ruhig bin, entfaltet sie ihre eigenen Gefühle. Von ruhig, bis Wutanfall ist dann alles dabei.
Je ruhiger ich bleibe, desto besser kommen wir da durch. Nicht kürzer, nur für meine und ihre Nerven besser.
Je unruhiger ich werde, desto sicherer eskaliert es.


Zum Schlafen: meine brauchte schon im Babyalter weniger Schlaf als ich.
Kinderarzt war entspannt. So lange sie sich gut entwickelt, tagsüber nicht müde ist, ist alles.
"Sie können das Kind zwingen zu liegen. Aber nicht dazu dass es schläft" und schmunzelnd: "ob das sinnvoll ist?"

Sein Tipp: sie annehmen wie sie ist.

Sie war abends: fit wach munter!. Nicht grätig, nicht müde, nicht schreiend. Nur wach.
Geschrien hat sie nachts nur, wenn ich wollte, dss sie ins Bett geht, sie aber noch wach und fit war.

Unser Deal
- sie darf aufbleiben so lange sie fit ist
- ich sichere alles so ab, dass ich jederzeit einschlafen ioder dösen kann
(Zugang nur zu Kinderzimmer und Flur)
- ab 20 Uhr kehrt Ruhe ein.
Ebenso zur Mittagspause.
Ich bin physisch anwesend, aber ich spiele nicht mit. Für Notfälle greifbar.
Sie darf spielen, mit mir kuscheln etc. aber auch hinnehmen, dass ich mich in der Zeit auf die Matratze im Kinderzimmer lege und nur gemäßigt reagiere.
Flücstern, ja, ich bin da. Aber keine Dialoge oder größeren Aktionen.
Die Mittagsruhe habe ich mit 1-2 Minuten angefangen. "Wenn der große Zeiger ganz unten ist, an dem Strich". Das fand sie so spannend, dass sie die Uhr mit Sekundenzeiger beobachtete.
Das habe ich dann ausgebaut.

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Bei uns war es auch so. Es wurde im Alter von 3,5 Jahren kontinuierlich besser. Es hat auch geholfen, als unser Sohn jeden Tag von 8-14 Uhr in den Kiga ging und keinen Mittagsschlaf mehr machte. Er schläft seit dem spätestens um 20.30 Uhr. Davor war er vor 22.00 Uhr nie am schlafen und nur mit mir. Sau anstrengende Zeit und meine Nerven lagen oft blank deswegen. Alle in meinem Umfeld wussten natürlich besser was wir alles falsch machen😬. Ratschläge haben wir immer gerne angenommen, geholfen hat nichts außer die Zeit.
Es hilft die Situation einfach zu akzeptieren und nicht zu vergleichen.
Unser Sohn hat bis heute völlig andere Baustellen als andere Kinder.
Alles Gute

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Nein, du machst bestimmt nichts falsch. Dein Kind hört sich ganz normal an.
Ich nehme an sie schläft mittags noch?
Unsere Große hat abends auch nie vor 22 Uhr geschlafen mit Mittagsschlaf. Als sie dann endlich ohne aus kam, hat sie abends um 20 Uhr geschlafen🙏
Also ja, es wird besser. Dein Kind entwickelt sich ja weiter.
Ändern kannst du nicht viel. Schlaf mal, wenn du nicht müde bist. Klappt nicht, oder?
Geh einfach duschen. Die paar Minuten sind schon mal gut, damit dein Kind lernt, dass du nicht rund um die Uhr verfügbar bist.
Ja, es wird Gemecker geben, aber mit der Zeit lernt dein Kind, dass du nur duschen bist und nicht aus der Welt.

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Für Gefühle kann man ja nichts, deshalb finde ich die Aussage schwierige. Niemand entscheidet sich dafür sich von seinem Kind stressen, überfordern oder kränken zu lassen. Plötzlich empfindet man so. Natürlich kann man sich da auch reinsteigern, aber man kann es auch nicht immer alles wegdrücken.

Ich bin mit steigender Kinderzahl entspannter geworden. Selbst der 8. Trotzanfall bringt mich nicht mehr aus der Fassung und meine Kinder sind dadurch wirklich ruhiger geworden. Aber das ist im Laufe der Zeit von selbst entstanden.

Die Frage ist nun was wir daraus lernen.
1. Du bist nicht Schuld. Dein Kind bringt ein gewisses Temperament mit und es ist auch okay, dass du als Mutter manchmal gestresst bist. Das geht uns doch allen so.

2. Es gibt Studien die belegen, dass die Zufriedenheit der Mutter sich mehr auf die Zufriedenheit, der Familie auswirkt, als irgendein anderes Familienmitglied. Mir wurde da nochmal bewusst, dass auch meine Bedürfnisse in meiner Familie Raum haben müssen. Ich brauche auch mal meine Ruhe, ich darf auch Wünsche haben: beispielsweise, dass in meinem Bett nicht getobt wird oder das in der Wohnstube nur gelesen und gepuzzelt werden darf. Dafür dürfen sie im Kinderzimmer so laut sein wie sie wollen.

Mach dir keine Sorgen. Das ist nur eine Phase und es kommt die nächste Phase. ;-)
Achte darauf, dass du nicht zu kurz kommst und such dir gemeinsam mit deiner Tochter Aktivitäten, die euch beide glücklich machen. Du musst es deiner Tochter nicht immer alles Recht machen. Selbst wenn sie das frustriert. Damit tust du ihr und dir einen Gefallen und ihr lernt beide gemeinsam gut zu leben.

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Ich glaube die Theorie stimmt nur insofern, dass im Babysitter die Anspannung der Eltern sich oft aufs Baby überträgt und im Gegenzug auch die Ruhe.

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Hm... also ich erkenne schon einige Eigenschaften von mir in meinen Kindern wieder, aber von dieser Theorie halte ich dennoch nix.

Macht deine noch Mittagsschlaf? Wenn ja, würde ich den weglassen. Außerdem empfehle ich dir, deiner Tochter ehrlich zu zeigen, wie du dich fühlst - sei authentisch! Wie soll sie denn verstehen, dass auch andere Menschen Gefühle und Empfindungen auf ihr Verhalten haben, wenn sie die echten Reaktionen nicht sehen kann?
Die Empathie und all das wird sich noch entwickeln, es entwickelt sich so vieles in den ersten Jahren, aber dafür sollten Kinder auch die Wahrheit sehen können, um lernen zu können.
Wie gehst du mit diesen wutausbrüchen um? Versuchst du dann irgendwas zu erklären? Hier ist wichtig zu wissen, dass ein Kind in dem Alter nicht unbedingt die kognitiven Fähigkeiten besitzt, deinen Erklärungen zu folgen. Da bringt ewiges erklären also nichts, denn sie kann es nicht nachvollziehen. Auch hilft es, gewisse Hotspots vorab zu umschiffen. Wenn es sie z.b. jeden Morgen aufregt, sich für Klamotten zu entscheiden (jetzt ganz lapidar gesagt), dann lass ihr da nicht die Wahl und entscheide du. Das nimmt ihr dieses Problem, mit dem sie momentan noch nicht fertig werden kann.
Zudem kann es sein, dass sie einfach temperamentvoller ist. Kinder in dem Alter könnten platzen vor Wut, das Gefühl hat gar nicht so viel Platz in ihrem Körper! Daher würde ich sie einfach auch mal toben und wüten lassen, bis das Gefühl abgeflaut ist, dann ist sie auch wieder aufnahmefähig.

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Wenn ich das Wort "ruhig" setze, wie von dir beschrieben, dann trifft das auf unsere Kinder definitiv auch nicht zu. Mein Mann ist die Ruhe in Person, ich etwas weniger aber unsere Töchter sind beide quirlig.

Was ich allerdings bestätigen kann aus meinem Umfeld, dass sich die Entspanntheit bzw. Unentspanntheit der Eltern auf die Kinder überträgt. "Ruhig" also nicht als Persönlichkeitsmerkmal, sondern als Folge von Handlungen: Wenn z.B. ständig auf die Uhr geschaut wird, weil Baby oder Kind nach Uhr essen und schlafen soll oder dies und jenes unbedingt braucht und eingehalten werden muss, dann stresst das meiner Erfahrung nach das Kind (und Eltern) und alle sind letztlich unruhig.
(Und nein, ich schreibe nicht, dass die Eltern immer schuld sind, wenn ein Kind unruhig ist. Aber eine gegenseitige Beeinflussung ist definitiv möglich.)