Würdet ihr euch mit heutigem Wissen gegen ein weiteres Kind entscheiden?

Hallo liebe Forums Teilnehmer,

Hier geht die Frage an Mehrfacheltern:
Hättet ihr mit dem Wissen von heute doch "weniger" Kinder bekommen?
Wenn man das nicht emotional sieht. Natürlich sollte man sich keins seiner Kinder weg denken sollen.
Vorwiegend würde mich die Meinung von Eltern interessieren, welche schon größere Kinder, ab Schulalter/Pubertät/Erwachsene haben.

Der Hintergrund ist der, dass ich das höhere Alter von Kindern (in meinem Fall ab 6 Jahren und somit Schuleintritt) nicht einschätzen kann.
Was da auf uns zu kommt, schulisch, emotional....und eben auch als großes Thema das Finanzielle.

Es heißt ja:"kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen" - Was ist an dem Sprichwort dran?

Ich weiß, dass man nicht in die Zukunft sehen kann... Aber wenn wir uns nun für ein weiteres, 3.Kind entscheiden, kann ich höchstens einschätzen, wie es bis zur Kindergartenzeit ist.
Ich frage mich halt, ob wir diese Entscheidung für ein 3.Kind "bereuen" werden.
Oder ob wir es bereuen diesen schönen Schritt nicht gegangen zu sein.
Die Antwort kennt natürlich niemand.
Aber vielleicht mögt ihr ja mal ein wenig berichten.
Mit kleineren Kindern denkt man ja eben meistens doch eher an die schönen, aber doch auch stressigen, ersten Jahre und nicht an das was noch kommen mag.
Und da ich gerne alles hinterfrage, tue ich das jetzt hier mal :)

Danke euch!

Lisi

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Ich kann nur für mich sprechen und mit dem richtigen Mann hätte ich noch viel mehr Kinder bekommen.
Ja, die Sorgen werden nicht kleiner. Vieles verlagert sich einfach nur. Aber dennoch geniesse ich jeden Moment und es geht alles oft viel zu schnell vorüber.
Wir sind eine Patchworkfamilie und die Kids sind 10,13,19 und 21.
Unsere gemeinsame Tochter haben wir an Trisomie 21 verloren.
Bin jetzt knapp 40 und mein Partner 48 und hoffe noch auf ein kleines Wunder

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Hallo

2 Kinder, Vorpubertät und Pubertät. Sie sind Goldschätze und ich bin glücklich über die Entscheidung, beide bekommen zu haben. Eher wäre mal ein 3. in Frage gekommen, was wir dann aber doch nicht mehr wollten. Fühlen uns komplett.

Mit dem Spruch "kleine Kinder, kleine Sorgen..." habe ich persönlich meine Mühe. Ich mache mir eben dauernd Gedanken über die beiden und bin stark involviert in ihrem emotionalen und schulischen Leben. Die Sorgen ändern sich je nach Lebensabschnittsthema, aber das ist der Verlauf.
Als Eltern müssen wir uns so oder so sensibel, aber auch konsequent verhalten.

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Hallo. Wir haben 4 Kinder zwischen 14 und 4. Also auch die volle Pubertät Breitseite. #rofl
Zwillingsmädchen. Und Schulstress Und trotzdem: ich würde immer wider so viele Kinder bekommen. Es gibt Tage an denen es anstrengend ist. Keine Frage. Besonders momentan durch Corona, Home Schooling etc. Aber ich liebe dieses Großfamilienleben einfach. Wir üben grad an Nr. 5#verliebt Ich hoffe das es trotz meines Alters nochmals klappt. Aber ich wollte schon immer viele Kinder. Mein Mann und ich sind beide Einzelkinder. Ich fand es schrecklich#schmoll
Also nein, ich hätte mich nach heutigem Wissen nicht gegen weitere Kinder entschieden. Aber letztendlich muss das auch jeder selber wissen!
Alles Gute!

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Hallo
Bekommt man ein Kind, egal ob das erste oder das zehnte, muss man sich immer auf das Ungewisse einlassen und bereit sein, auf das Kind und alles was es mit sich bringt einzugehen. Ist man dazu bereit und hat den Wunsch und die Möglichkeiten, spricht für mich nichts dagegen.
Wie groß Sorgen sein können, hat nichts mit dem Alter zutun. Emotional bleibt man auch immer Elternteil und ist, zum Glück, auch mit dem 18 Geburtstag nicht einfach raus und ohne Gefühle.
Wie kommt es, dass du jetzt diese Gedanken hast?

LG

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Hi,
ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen, und es sein lassen.

Ich bin aber auch nicht so hormongebeutelt, wie die meisten Userinnen hier. Die wenigen goldigen Momente, wiegen die Jahre nicht auf.

Bin alleinerziehend mit Mann, 2 Kinder. Auch finanziell läßt er mich mit allem alleine. Ohne meine Eltern hätte es hier noch viel viel schlechter ausgesehen.

In dem Thread unter diesem, "wie leistet ihr euch ein oder mehrere Kinder", haben wir zu 2. nicht das Jahresbrutto von einigen Alleinverdienenden. Das wenigste was wir mal zusammen hatten, waren 50 Euro weniger auf dem Lohnsteuerbescheid, und da hätten wir die Schulbücher bezahlt bekommen. Jetzt haben wir schon etwas mehr, aber wenn wir schon die Essenskosten für die 2 Ganztagsplätze nicht hätten, bzw. nur den 1 €, da wäre uns schon geholfen.

Es hat sich alles anders entwickelt, wie 2003 in Angriff genommen, der Arbeitgeber der einen nicht mehr nach der Elternzeit wollte, zurückgekämpft, mürbe machen, nach dem ungeplanten 2. Kind, mürbe und fertig machen und dann schließlich raus kicken. Seitdem nur befristete Verträge, die Kollegen brauchen die Unterstützung, es ist Arbeit ohne Ende, aber die GL spart dann lieber, und fort ist man. Und der nächste Betrieb, das ist so Demotivierend...........

Der Mann der nicht dazulernt, aber nur daheim. Hätte ich den von der Arbeit, oder den Musiker aus der Band, wäre ich mehr als zufrieden.

Das ich immer gearbeitet habe, und noch alle Termine unter einen Hut bekommen haben, Fahrerei, weil wir hier sehr dörflich wohnen, und ein guter Logo und Ergo, erst in 30 und 38 km Entfernung zu bekommen war.

Immer nein sagen, bei den Kirmes und Winzerfesten, bzw. erst gar nicht hingehen, wenn sie nichts mit bekommen. Skifreizeit, immer die billgiste Ferienfreizeit im Sommer, da die coole, absolut unser Budget sprengen würde. Die Jungs mit den Eltern zum Friseur schicken, damit die Oma sagen kann, natürlich bezahlen wir das, GsD. Immer das Auto vom Vater nehmen, wenn er es sagt, damit wir den Sprit sparen.

Medienkonsum, bei 10 und 14 jährigen, da muss man sich schon unbeliebt machen, damit das nicht überhandt nimmt.

Und dann die Kosten für einen selber, die dann kommen, so eine Gleitsichtbrille, im hohen Dioptrien Bereich, die kostet ab 1.200 Euro aufwärts, oder die Gläser sind Mega dick. Und bei den rießen Brillengestellen jetzt, Glasbausteine..............hässlich und schwer.

Wir gehen max. 2x im Jahr essen. Frühstücken/Brunchen waren wir noch nie, Konzerte sind Gemeinschaftsgeschenke Geburtstag, Erlebnisbäder, Indoospielplatz, Musikunterricht.................das verkneifen wir uns, das geht nicht.

Wir haben ein abbezahltes Haus, haben aber auch noch kein Cent dafür zurücklegen können. Außer der Küche war alles vorhanden, als ich ins Haus zog. Zwischen 4 und ...... Jahre alt. Die Kinderzimmer gab es als sie 10 und 6 Jahre alt waren. Babybett und Kommode waren Geschenk meiner Eltern.

Wenn man nur aufs Geld schauen muss, und ich meine jetzt nicht, kaufe ich Nike oder adidas, oder überhaupt paar Schuhe im Aldi. Dann ist diese Sorge schonmal weniger.

Anständig groß bekommt man sie, natürlich auch mit weniger Geld, aber es währe schöner gewesen nicht immer nein zu sagen.

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Ich verstehe nicht alles im Text so richtig (alleinerziehend mit 2 Kindern? Wie darf ich das verstehen? Sind die Kinder nicht von deinem Mann oder kümmert er sich nur nicht?); aber wäre es mit einem Kind weniger finanziell so viel besser?

Da hätte ich ja eher auf den Hauskauf verzichtet, als auf ein Kind, aber das ist natürlich persönlich und subjektiv, wie die Prioritäten sind.

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Das Haus ist ohne Mann gebaut worden. Klein genug für einen allein, geradeso groß genug für 4.

Das Haus gab es vor dem Mann und Kinder. Kinder sind von ihm. Das das finanziell alles so läuft, wie es läuft, konnte keiner ahnen. Früher haben die Chefs geprotzt, wieviel Menschen sie einstellen konnten, heute protzen sie damit, wieviel sie auf die Straße setzen.....und menschlich unwürdig, mit nur befristeteten Verträgen, hingehalten werden.

Ja, mit Polizeigewalt könnte ich ihn des Hauses verweisen. Aber die Kinder wollen nicht auf ihn verzichten.

Erst wenn ich finanziell wieder ordentlich da stehe, möchte ich Partnerschaftlich, agieren, zu viele Baustellen schaffe ich auch nicht. Meine Resourcen sind aufgebraucht, und solange er nicht xyz einfordert, ist es okayyyyyyyyyyyyyyy.

Erschlagen kann man ihn ja auch nicht, wenn er nicht freiwillig geht.

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Nein, würde ich nicht. Ich bin schon seit 6 Jahren allein erziehend (meine Töchter sind 13,11 und 7 Jahre alt). Selbst in dieser Situation ist mir die Idee noch nicht gekommen. Allerdings bin ich jetzt wirklich glücklich, dass auch die Jüngste selbstständiger wird und ich auch wieder ein bisschen mehr "ich" sein kann.

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Ja,Ja,Ja!!!! Definitiv.
Und ich wusste es schon vorher, nach 2 waren wir komplett und dann hat sich Nummer 3 eingeschlichen und dabei war eine Schwangerschaft ausgeschlossen, da mein Mann nach der chemo und entsprechender Tests als unfruchtbar galt. Da wären wir auch bei dem Punkt, mein Mann ist schwer erkrankt und unsere ersten beiden brauchen Therapien, aufgrund von Entwicklungsstörungen... als ich mit Nummer 3 schwanger war, hätte ich objektiv abtreiben sollen. Aber ich konnte es nicht. Ich gebe alles für meine drei Kids und liebe sie über alles, jeweils an dem Punkt, als ich wusste dass sie in meinem Bauch sind. Jeden Tag versuche ich allen gerecht zu werden, möglichst entspannt und unauffällig alle Therapien abzuarbeiten ohne ihnen zu zeigen, dass sie nicht in eine festgesetzte Norm passen. Zugleich versuche ich irgendwie mir beruflich etwas aufzubauen, da ich aufgrund der diversen Termine überhaupt keiner normalen Arbeit nachgehen kann, wenn der Jüngste im Kindergarten kommt. Mit dem Dritten ist es für uns natürlich noch schwieriger geworden. Es gibt Momente, da will ich nur noch weg hier. Da bin ich ganz ehrlich. Aber niemals würde ich es übers Herz bringen. Aber ich liiiiebe sie und ich weiß auch, dass es besser wird. Noch sind alle unter 5. irgendwann kommt die Zeit, da sind sie älter und ich kann wieder zum Sport, Friseur usw...
Gerade jetzt, wo aufgrund von corona nirgends ein GeschwisterKind mit zu Terminen darf, bin ich extrem am organisieren, wie ich das alles hinbekomme...
Dennoch ist es glaube ich für die Kinder toll, die drei lieben sich, spielen zusammen und sind ne total coole Truppe. Wir lachen viel und toben und sie lernen so viel voneinander...

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spontane ehrliche Antwort manchmal denke ich genau das . Natürlich liebe ich meine Kinder und will sie auf keinen Fall missen aber selber schraubt man doch sehr zurück über die Jahre zerrt das und auch die Fremdbestimmung . Es ist ein Marathon der Organisation oft mit schlechtem Gewissen im Nacken eigentlich dachte ich wenn die Kinder in die Schule kommen kann ich wieder mehr arbeiten. Pustekuchen die OGS ist nicht besonders gut + meine Kinder brauchten und brauchen in den ersten Jahren viel Unterstützung + die Termine , Hobbies etc. vieles davon bleibt an mir hängen . Ohne familiäre Unterstützung durch die Großeltern ist das manchmal sehr hart . Sich nebenbei als Paar nicht aus den Augen zu verlieren auch nicht immer einfach oft habe ich das Gefühl unsere Kinder sind allgegenwärtig #schein . Die Zeiten verlagern sich über Tag bleibt oft nicht die Zeit zum lesen üben , Vokabeln abhören usw. usf. bis abends endlich Ruhe ist fallen wir schon fast platt ins Bett . Auch finanziell schlägt jedes Kind zu buche unglaublich welche Unmengen ein heranwachsender Junge in der Pubertät futtern kann #schwitz beim Kleidung kaufen komme ich manchmal kaum hinterher mit günstig ist es auch nicht mehr ab einer gewissen Größe und Alter ist vorbei mit gebraucht , Wünsche werden größer , Schulmaterial und Klassenfahrten teurer , Taschengeld möchte das Kind natürlich auch noch also da lässt man schon gut Geld und das nur für das Notwendigste . Kleine Kinder kleine Sorgen trifft es ich fand den Spruch auch immer doof mittlerweile glaube ich zu verstehen wie er gemeint ist die Pubertät ist nicht unbedingt ein Spaziergang wenn das Kind komplett aus der Spur läuft hat man als Eltern übelste Sorgen .

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Unsere Kinder sind in 24 Tagen 14, 12 und 8. Wir würden es immer wieder so machen. Aktuell üben wir für einen Nachzügler.