Dauerbespaßung

Vielleicht kennt ihr so eine Phase und habt eine Lösung?
Unsere Familien Freizeit ist momentan sehr anstrengend und kostet viele Nerven. Unsere 5 jährige will sich seit ein paar Wochen überhaupt nicht mehr alleine beschäftigen. Sie fordert lautstark mit brüllen, treten und kreischen die Dauerbespaßung durch uns von 6 Uhr morgens bis 20 Uhr Abends. Darüber hinaus klebt sie wieder an mir, will auf dem Schoß sitzen und ständig rum getragen werden. Sie lässt mich kaum Luft holen oder mal alleine aufs Klo gehen. Gerade an Wochenenden gibt es deshalb viel Streit. Auch auf dem Spielplatz ist es nicht anders. Könnt ihr mir Tipps geben?

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Ich habe solche halbterroristischen Ansinnen recht bald die rote Karte gezeigt, denn ich bin Mutter, aber keineswegs Leibeigene meines Kindes.
Meine Nichte hat das auch versucht (bei ihrer Oma). Sie ist schon etwas älter und kann sich nicht mehr so gut wehren, aber selbst sie hat es mit Unterstützung vermocht, Grenzen aufzuzeigen.

Mein Tip an Dich wäre: ganz klare Grenzen aufzeigen und dabei konsequent bleiben.

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Ich kenne das nicht. Ich habe eine fast 5-jährige. Wer weiß, vielleicht blüht uns diese Phase auch noch 😅 Aber normal kann man in dem Alter doch schon gut mit ihnen reden. Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass ich das nicht mitmachen würde, was bei uns auch nicht ginge. Ich habe noch eine Zweijährige zu Hause, die auch Aufmerksamkeit braucht. Du kannst ja sowas ankündigen wie: Ich spiele jetzt noch x Min mit dir, dann muss ich xyz machen. Und das auch durchziehen. Haushalt, kochen, Dinge erledigen muss eben einfach gemacht werden. Kann sie nicht mal zwischendurch ein Hörspiel hören, was malen, Bügelperlen machen was man eben gut alleine machen kann?

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Das sind gute Vorschläge, aber sowas sollte schon viel früher passieren. nicht erst mit 5. Ich sag das jetzt allgemein, ist kein Angriff gegen dich.

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Wie reagierst du auf ihr Verhalten ?

Kommt sie mit ihren Wünschen durch, die sie mit schreien, treten etc einfordert ?

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Nach dem, was die TE sagt, denke ich ja.

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Mein Sohn ist erst 3, aber auch er hat schon verstanden, dass er mit Gebrüll und Forderungen nicht weiterkommt.
Nach kurzem Überlegen kann er vernünftig fragen oder sich auch mal gedulden bzw selbst beschäftigen, wenn er merkt, dass ich grade etwas erledige.

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Wenn ihr auf diese Art der "Forderungen" der Kindes eingeht, seid ihr selbst schuld...

Mit 5 Jahren würde ich das Kind gewiss nirgends mehr hin tragen. Und ich würde tatsächlich alleine aufs Klo gehen, soll sie halt brüllen. Das Kind ist 5 Jahre, nicht Monate, alt!

Wenn sie mit Treten nach Aufmerksamkeit sucht, würde sie bei mir mit dem Verhalten genau das Gegenteil erfahren.

Ihr lasst euch an der Nase herum führen.

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Hallo,

es gibt Uhren, die man stellen kann, bei denen sichtbar die Zeit abläuft (roter Bereich wird kleiner). Da könntest du vielleicht mit ihr besprechen und dann durchziehen. Erst 5 Minuten, dann 10 etc. Irgendwann geht’s dann bestimmt auch ohne. Vielleicht geht es ja auch von Anfang an ohne. Nur so als Idee, um ihr das Ganze sichtbar darzustellen.

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Du kannst doch eine 5 Jährige nicht ständig rumtragen, das wird sich dein Rücken mercken. Einfach mal ein Machtwort sprechen, auch wenns richtig laut sein muss und sie dann schmollt, egal. Aber ihr seit doch nicht nur für das Kind da, aufm Klo hat sie nichts verloren außer wenn sie muss, da müsst ihr ein bisschen Härte zeigen, sie wird euch deswegen nicht weniger lieb haben, aber ihr werdet durchatmen können.

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Ja, in dem Alter gab es hier auch noch mal so eine Phase. Sie konnte nichts mit sich anfangen, war oft motzig, sehr kuschelig, war wie mein Schatten und konnte plötzlich nicht mehr alleine (ein)schlafen.
Problematisch war die Zeit aber nicht, denn sie wusste genau, das sie mit brüllen und kreischen eh nichts erreicht und wer nach mir tritt, mit dem beschäftige ich mich garantiert nicht. Das hatte sie schon ein paar Jahre vorher gelernt. Rumgetragen werden? Bestimmt nicht.
Wir haben in der Zeit viel gekuschelt, ich habe sie gerne wieder in den Schlaf begleitet, wenn ich meinen Kram erledigt hatte habe ich gerne mit ihr gespielt. Sie durfte aus vollem Herzen das Leben und uns doof finden, mal mit ner Tür knallen und weinend, wütend ihr Leben bedauern. Sie konnte/durfte sich voller Elan auf ihr Bett werfen, strampeln und in ihre Kissen boxen bis sie sich wieder beruhigt hatte. Aber uns ist sie nie dabei angegangen.

Ich denke mal ihr habt verpasst, dem Kind in den letzten Jahren klare Grenzen zu setzen und es hat bis jetzt keine Strategien entwickelt, um mit Wut und co umzugehen. Jetzt kommt das knüppeldick auf euch zurück. Trotzdem solltet ihr auch auf euer Verhalten achten, behandelt ihr sie altersgerecht? Oder erwartet ihr zu viel? Es gibt halt viele Fragen, die auch ihr euch stellen solltet und nicht nur das Kind an den Pranger stellen.
Wenn sie gut drauf ist, dann setzt euch hin und redet miteinander, sie ist ja kein Kleinkind mehr.

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Diesem Beitrag möchte ich gerne 10 Herzen geben!! Genau so! 😊

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Kein, bei unserem Sohn kenne ich sowas nicht, aber beim Terrorzwerg der Nachbarn. Die Kleine ist auch 5 und macht der Familie das Leben zur Hölle. Mein Mitleid hält dich sehr in Grenzen. Ich lasse mich doch von so einem Kind nicht terrorisieren. Im Sommer haben die Eltern das Mädchen ein paar Mal bei uns abgestellt als garnichts mehr ging. Komisch, bei uns verhält sie sich völlig normal. Ich habe ihr ein paar sehr deutliche Ansagen gemacht und siehe da es klappt. Ich ignoriere schreiende, tretende, grundlos heulende Kinder schon aus Prinzip, damit solltet ihr auch Mal anfangen.

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Hier dito #freu bei mir wurde auch schon der eine oder andere Terrorzwerg der Nachbarschaft abgestellt, dass Mama mal kurz einkaufen gehen, baden oder sonstwas konnte. Gleiches "Phänomen"- brave Kinder. Ich spiele oder male mit ihnen, wir haben wirklich Spaß - und keines tobt. Sie wissen genau, dass es dann sofort vorbei wäre mit spielen. Das wurde schon im Vorfeld geklärt 😎
Meine Schwester hatte 6 Kinder. Wenn die sich alle so aufgeführt hätten, wie hier oft beschrieben, wäre sie wohl durchgedreht#schwitz
LG Moni