Kindheits-Urlaub-Erinnerungen

Hallo ihr Lieben

Gerade schwelge ich in Kindheitserinnerungen betreffend Urlaube.

Laaaange lange Zeit sind unsere Eltern mit uns jeden Herbst an die Costa Blanca, Spanien, gefahren. Diese Urlaube wärmen noch heute mein Herz.

Sei es, das von Mama bereitete Frühstück im Freien an der warmen Morgensonne, die späten Schach-Stunden meines Papas am beleuchteten Pool, Sandburgen bauen, Alioli essen, scheusslichen (aber damals iiiirsinnig guten) Schokoladedrink-aus-der-Flasche, Mama die uns am Strand die Nägel lackiert, Wellenbrett reiten mit Papa, abends plötzlich mitten in einer Fiesta mit Flamenco und Paella, liegend im Sand eibgebuddelt werden, Texas Tornados hören während wir zum Strand fuhren............

Mich würde interessieren: Was sind eure Kindheitserinnerungen an Familienurlaube? Details und Insiders willkommen 🥰

Tut doch gut, das Ganze mal aufzuschreiben ❤️ Hab meinen Eltern gerade ne Nachricht geschickt, wie dankbar ich Ihnen für die tollen Erinnerungen bin.

Liebe Grüsse
fernweh

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Richtigen Urlaub haben wir nie gemacht. Aber wir sind jeden Sommer für 4 Wochen zu meiner Oma in die DDR gefahren.
Immer wenn meine Mutter anfing am Küchentisch unsagbar viele Papiere (auf diesem anderen Papier;-)) auszufüllen wusste ich, das es bald wieder so weit ist. Kurz bevor es los ging fing sie an akribisch unsere Sachen zu packen, ab da war ich out of control#rofl.

"Morgen fahren wir" löste in mir totale Glücksgefühle aus. Mitten in der Nacht wecken, im Halbschlaf anziehen, ab in unseren alten 123er (ich saß meistens auf der Armlehne in der Mitte, heute unvorstellbar). Mutter genervt, noch eine Runde schlafen. Dann kam die Grenze, Radio aus, alle gerade sitzen, Meine Mutter mit den Ausweisen in der Hand, Warteschlange, nervöses warten, dann kamen wir dran....grimmig schauende Grenzer, Papiere abgeben, Blicke die durch und durch gingen (waren wir das wirklich auf den Bildern im Paß), langsames vorankommen in der Schlange und dann rechts raus, alles auspacken, jeder Zentimeter und jede Lücke des Autos wurden durchsucht. Das hat mir jedesmal Angst gemacht und wirkt bis heute nach.
Dann kam die DDR Autobahn (bum bum, bum bum), Muttern erinnert Vatern alle paar Kilometer an die Geschwindigkeit. Nach 5 Stunden die Abfahrt, ab da kannte ich jede Kreuzung, jeden Baum, jedes Dorf. Die große LPG, die letzte Kurve vorm Dorf, die Obstbaumallee, Ortsschild, Bahnhof, Schule, Bäcker ,Konsum, Fleischer, Kneipe, KIrche udn dann endlich das Haus meiner Oma.
Eine riesige Begrüßung (es war immer ein Familietreffen dort), ins Haus, der Geruch, die Dielen, Omas altes Schlafzimmer, andere Klamotten an und ab da gab es für mich nur noch wochenlang Natur pur, echte Milch, Eier suchen, Hühner, Kühe und Schweine füttern, den Hofhund verwöhnen (und Ärger bekommen, weil ich ihn mit ins Bett genommen hab), abends extrem laute Feiern mit verdammt gutem Essen, Frühstück mit den 5Pfg DDR-Brötchen (die leckersten auf der ganzen Welt!), Omas Pfannkuchen und wie sie aus einer abgeschlossenen Schublade Süßigkeiten an uns Kinder verteilt. Haben wir was ausgefressen und bekamen Ärger, dann kam immer Oma und hat gesagt "Och, nu laßt se doch!".
Dieses kleine Siedlungshaus beherbergte uns alle, ungefähr 20 Personen zeitgleich, später noch eine Generation mehr und es gab nur ein Klo im Haus und ein Plumpsklo neben dem Misthaufen. Oma hat auf ihrer Kochmaschine die geilsten Essen gezaubert. Ich war immer vor allen anderen morgens wach und habe auf der Veranda gesessen und die Ruhe genossen, die Geräusche, die Gerüche, all das habe ich so extrem abgespeichert.

Die Abfahrt nach eine paar Wochen war jedesmal die Hölle, ich habe Rotz und Wasser geheult. Als Kind wusste ich ja nicht, das diese Zeit im Sommer für alle Anwesenden etwas besonderes war, ich dachte es ist das ganze Jahr durch dort so. Für mich war klar, wenn ich groß bin will ich dort leben. Tja, heute ist dort nichts mehr so, wie es war. Außer der 123er, so einen fahre ich heute auch, sehr oft wenn ich den Pömpel an der Tür oder die Kurbel für das Fenster bediene bekomme ich Flashbacks.

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Ich habe da leider überwiegend negative Erinnerungen. Sich streitende Eltern bei der Hinfahrt im Auto nach Caorle, weil Vater immer wieder Pause machen und Mutter endlich ankommen will. Streit um die Wahl der Unterkunft, weil meinem Vater alles zu teuer war und sowieso Gezanke während des Urlaubs wegen allem Möglichen.
Dafür haben wir Geschwister so gut wie nie miteinander gestritten und uns immer prima verstanden.

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Wir sind immer in den Herbstferien weggefahren.
Im Sommer war einfach immer Heuernte angesagt und so sind wir nicht einmal ans Meer gefahren 😭.

(Heute fahren wir mit unseren drei Kindern jedes Jahr nach Kroatien in den Sommerferien 😁
- und die Große meckert schon immer: "müssen wir schon wiiiieeder nach Kroatien?! 🙄🙄")

Aber meine Mutter hat immer Urlaub auf dem Bauernhof gebucht -vom Bauernhof zuhause, wieder auf den Bauernhof im Urlaub. Na jedenfalls ist das dieser bestimmte Geruch, die dreckigen Stiefel, die Kühe, der morgendliche Nebel, das ganze Paket.

Vor einiger Zeit waren wir wieder dort wo ich als Kind war und ja: plötzlich war's wie damals! Das hat mich total beeindruckt!

Und was auch dazugehört: wenn wir "runterzu" nach Bayern fahren, schalten wir den Radiosender "Bayern 3" ein. Das hat damals schon mein Vater so gemacht. Das ist auch so eine Urlaubserinnerung.

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Haha, bei uns ist es der französische "Radio Traffic".

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Wir sind immer in dasselbe Ferienhaus in Italien, Ligurien gefahren. Vor dem Urlaub wurde lange überlegt: Sollen wir nicht doch woanders hin? Anderes Land? Andere Gegend in Italien? Wenigstens anderes Dorf? Letztendlich haben wir uns aber immer wieder für "unser" Ferienhaus entschieden. Das lag ein wenig im Hinterland, zwischen den Olivenbäumen der Vermieter, welche Bauern waren (oder immer noch sind?) und uns regelmäßig mit frischem Gemüse beschenkt haben. Vom Balkon aus konnte man bei gutem Wetter zwischen den Hügeln das Meer sehen.

Spaziergänge in der Umgebung des Hauses, die Fahrt zum Strand über enge, verschlungene Straßen (spannend!), das Läuten der Kirchturmglocken, Besuche in den umliegenden Städten und Dörfern, sehr viele Kirchen, köstliches Eis, hervorragende Pizza am Strand essen, noch mehr Kirchen, enge Gassen mit unebenem Steinboden, überall schmale Autos mit drei Rädern und Motorroller, im Meer schnorcheln - die Angst, wenn ich über dunkle Wasserpflanzen geschwommen bin, dass etwas aus der Tiefe kommen und mich angreifen könnte.

Ich empfinde Sehnsucht, während ich das hier schreibe. Ich war länger nicht mehr im Urlaub, vielleicht fahren wir nächstes Jahr.

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Ich war genau einmal mit meinen Eltern im „Urlaub“. 3 Tage in so einem centerparkähnlichen Ferienpark. Für mich war es damals ein Highlight. Mit 18 habe ich meinen Mann kennengelernt. Er hat Höhen- und Flugangst, sodass Fernreisen für ihn ausscheiden und ich habe keine Lust über 12 Stunden im Auto zu sitzen... naja. So ist es bei kurzen Urlauben an der Nord- und Ostsee geblieben.
Ich bin schon irgendwie traurig. Ich bin fast 35, habe nun 2 kleine Kinder, aber von der Welt noch nichts gesehen.
Ich habe mir fest vorgenommen, dass wenn die Kinder etwas älter sind, ich mit einer Freundin ein paar Fernreisen unternehme. Die Frage ist dann nur, ob ich wirklich so egoistisch sein werde und eine Menge Geld nur für mich ausgebe. Wahrscheinlich bleibe ich dann doch zu Hause und gebe es für die Kinder aus.

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Das klingt irgendwie traurig... Ich weiß nicht, warum für dich lange Autofahrten nicht infrage kommen aber wollte dir ans Herz legen: Traut euch. Europa hat wunderschöne Ecken und vieles ist in wesentlich weniger als 12h erreichbar. Und selbst 12h - klingt viel aber mit der richtigen Vorbereitung und Reisestrategie verfliegt die Zeit im Auto (auch mit 2 kleinen Kindern). Es muss keine Fernreise sein. Wenn ihr eh bis an die Ostsee oder Nordsee fahrt, dann setzt doch mal mit der Fähre nach Skandinavien, England oder Irland über. Der Fahrtweg ist so unwesentlich länger und das Auto hat den großen Vorteil, dass man viel mitnehmen kann. Oder mal mit dem Zug nach Wien, Amsterdam oder Paris...
Ich träume auch noch von der ein oder anderen Fernreise mit meiner Freundin (mein Mann fliegt ebenfalls nicht) aber mir fehlt auch ohne nichts, denn Europa ist toll!

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Wir sind schon häufig aus praktischen Gründen mit dem Auto in Urlaub gefahren, mehrmals nach Frankreich und Italien, auch bis England und Dänemark/Schweden.
Wir fahren auch nicht gerne lange Strecken. Daher fahren wir immer auf Etappen mit meist zwei Übernachtungen. Für uns immer schön, man hat dann vor und nach dem Haupturlaub noch weitere schöne kleine Eindrücke.
Daher: Wenn du Lust auf Urlaub hast, es geht, auch unter widrigen Bedingungen 😊.

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Hallo, das finde ich ja einmal eine besondere Idee für einen Post!
Mir ist als erstes das Haus meinee Familie in den Bergen eingefallen, dort bin ich seit jüngster Kindheit zwischen 2 und 6x im Jahr. Völlig im Nichts, zwischen einer Kirche jnd3 Bauernhöfen. Viele Jahre gab es weder TV noch Telefon. ABER viel Zeit zum Basteln, für Gesellschaftsspiele, zum Lesen. Dort kommt man total runter. Und spannenderweise lieben es meine Kinder dort auch. Es gibt jetzt zwar einen Fernseher, aber dort oben haben auch die Kids kaum je ein Bedürfnis nach Medienkonsum.

Und die zweite Erinnerung waren die Urlaube in Italien, an der nördlichen Adria. In einem Feriendorf, wo die Eltern sogar Küchendienst hatten 1x die Woche. Der Geschmack des Apfeltees zum Frühstück und die abendlichen Spaziergänge ins Dorfzentrum. Und dort war es.... das Café mit den Eisspaghetti und jedes Jahr gab es besondere Eishörnchen... mal mit 2 Bechern oben drauf, mal in grün und rosa, mal die Waffel mit Muster...
Das hat mich mit 5/6 Jahren extrem beeindruckt. 😁

Lg von der Schneefrau

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Urlaub mit meinen Eltern auf Spiekeroog #verliebt
Wir waren vormittags Reiten, mittags hatte meine Mutter lecker gekocht und danach sind wir an den Strand oder ins Dorf gegangen.
Es gab da sogar ein Kino, wir haben oft das Doppelte Lottchen gesehen
Abends sind wir dann mit anderen Kindern aus dem Haus auf den Spielplatz gegangen.
Es war super schön!

Wir waren auch oft in Spanien, das war auch toll!
Wir mussten nach Düsseldorf fahren, um von da aus zu fliegen : )

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Meine Eltern sind passionierte Camper. Immer noch. Ich habe mir als Kind und Jugendliche nichts weiter gewünscht, als einen Urlaub im Hotel oder im Ferienhaus. Oder zumindest im Wohnmobil oder mit einem echten Wohnwagen. Wie hatten erst ein Zelt, später einen Klappcaravan. Der hatte den Nachteil, dass während der Fahrt nur wenig im Caravan gelagert werden konnte. Das meiste Gepäck war also im Auto. Ich erinnere mich an schier endlose Rückfahrten aus Südfrankreich, die Knie auf Ohrhöhe, weil der Fußraum vor der Rückbank mit Weinkisten vollgepackt war. Ich erinnere mich an Stehklos auf französischen Raststätten (und auch auf den Campingplätzen).

Unser liebster Campingplatz war ein Zufallsfund, weil der eigentlich avisierte Platz belegt war. Über eine steile Serpentinenstraße den Berg hoch, zwischen Maronenbäumen durch, an kräuterduftenden Wiesen vorbei auf eine Hochebene, und da war er: Ein riesiges Gelände, quasi für uns alleine, alles neu und moderne (also Anfang der 80er...). Wir sind ewig auf der Hochebene rumgestreift, haben Wollen von den Stacheldrahtzäunen gezupft, die die Schafe verloren hatten, wenn sie sich durch die Zäune gequetscht haben. Wir sind ins Tal gefahren und haben in der wilden Ardeche gebadet.

Wir standen staunend im Intermarche vor Aquarien mit lebenden Fischen, die für die Käufer vor Ort getötet und küchenfertig vorbereitet wurden, und wir haben alle die Köstlichkeiten genossen, die es damals nur in Frankreich gab. Orangina! Das war der Geschmack von Urlaub!

Ich erinnere mich an das pipiwarme und zahme Mittelmeer, und an den wilden, kalten und gefährlichen Atlantik. An tolle Steilküsten, endlose Dünen, an Flamingos in der Camargue. Dolmen in der Bretagne, Wanderungen durch verwunschene Wälder (bis zur nächsten Pause war es laut meinem Vater immer nur "ein Kilometer". Ein "Vatikilometer hatte zwischen zwei und fünf km...) und danach ein Galette in einem Café.

Ich erinnere mich an einen wunderschönen Campingplatz am Mittelmeer, der Camper stand unter Pinien auf einem dicken Bett aus Piniennadeln, und es gab einen hübschen Garten mit (künstlichen) Ruinen, Skulpturen und mittendrin ein kleiner Pool. Da war ich schon Teenager, und ich habe mich so mondän gefühlt in diesem Pool!

Einmal waren wir in Schottland. Das war kalt und windig, und ich habe Männer in Röcken Baumstämme werfen sehen. Einmal waren wir in Schweden. Seitdem ist die "sengende schwedische Wintersonne" ein geflügeltes Wort in unserer Familie.

Als Kind habe ich mir gewünscht, weniger "herumzuvagabundieren". Länger als ein paar Tage waren wir nie auf einem Platz. Spätestens, wenn wir alle (römischen) Sehenswürdigkeiten in der Umgebung gesehen hatten, sind wir weiter gefahren. Kontakte auf dem Campingplatz konnte ich so nicht knüpfen. Das war schade. Aber ich habe so viel gesehen, es wird mir jetzt erst bewusst, was für ein Geschenk das war!

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Oh, Urlaub mit den Eltern, das ist bei mir schon 40- 50 Jahre her. Solange mein Vater lebte sind wir immer nach Österreich zum Wandern gefahren. Mit Zug.

Ich kann mich an Wanderungen erinnern, wo wir mit Wasser aus dem Bach und Brausepulver was zu trinken gemacht haben, an Touren, die manchmal dank ungeneuer Karten im Nichts endeten und wir uns querfeldein zum nächsten Weg durchgeschlagen haben. Viele Stopps für Fotos vor der schönen Aussicht oder Gipfelkreuz.

Die beeindruckendste Erinnerung sind die Fahrten im Zug. Wir sind nachts gefahren, es wurde für 4 Personen das ganze Abteil reserviert, Taschen/rucksäcke auf den 2 freien Plätzen gestellt. Damit kein fremder rein kam. Und zum Schlafen wurden die Sitze zusammen gezogen, meine Eltern hatten je 2 gegenüberliegende Sitze für sich allein zum schlafen, mein Bruder und ich haben uns den 3. "Schlafplatz" geteilt, jeweils mit dem Kopf an den Füßen des anderen liegend. Als wir größer waren, hatten auch wir beide jeweils einen eigenen Platz, weil unser Vater starb, als wir Kinder waren.

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ungenauen Karten sollte das heißen.