Die Wochenenden sind eine Qual

Hallo zusammen,
ich weiß nicht mehr weiter. Unsere Wochenenden sind eine Qual und ich zähle die Stunden bis zum Montag 😣 unser Sohn ist 4 und ich bekomm ihn nicht beschäftigt. Es geht nicht! Beispiele: ich frage ihn was er gerne machen möchte. Er sagt, er möchte mit der Ritterburg spielen. Ok, los gehts. Nach (ungelogen) 2min. keine Lust mehr, er steht auf und geht. Gut, was möchte er dann tun? Wollen wir basteln? Ja gerne! Nach ca. 3min. keine Lust mehr, er steht auf und geht. Mama sitzt alleine und bastelt. Ok, auf was hast du Lust? Hmm, Baum schmücken! Ok, Mama schleppt alles vom Dachboden runter, kann losgehen. Nach 2min. „Schmücken macht keinen Spaß“. Dann macht er irgendeinen Blödsinn... ich biete ihm wirklich viel an, aber es klappt nicht. Alleine beschäftigen, Fehlanzeige. Er hat noch nie alleine in seinem Zimmer gespielt. Aber auch wenn ich dabei bin, keinen Bock. Das einzige was er will: rausgehen. Auf den Spielplatz, Fahrrad fahren. Schön und gut, bei um die 0 Grad kann ich aber beim besten Willen nicht von morgens bis abends draußen sein. Ich frag mich was ich falsch mache? Ihn auffordern, mal alleine zu spielen, auch wenn es nur 5min sind, schlägt fehl. Mit ihm spielen geht scheinbar auch nicht. Es ist einfach nur zum verzweifeln und ich bin froh, wenn er morgen wieder in den Kiga geht 🥺 das hört sich schlimm an, aber leider ist es so...
Weiß jemand Rat?

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Ich würde nicht ständig den Entertainer machen.
Klar kann man hin und wieder mit seinem Kind spielen und sicher ist es auch toll, wenn du auch mal Vorsvchläge machst, aber doch nicht immer.
Soll er sich doch selbst beschäftigen, und wenn er sich langweilt, ist das auch auch okay.

Und was heißt "allein spielen schlägt fehl" ?
Natürlich kann er das nicht sofort. Aber wenn du dann einfach mal klar machst, dass du jetzt keine Lust oder Zeit hast um ihn zu unterhalten, dann kann er entweder doch selbst aktiv werden oder sich langweilen. Und aus Langeweile entsteht Kreativität.

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Mein Bruder war als Kind ähnlich veranlagt. Ich erinnere mich noch gut daran, dass er sämtliche Spiele und auch das Christbaumschmücken nach kurzer Zeit uninteressant fand. Aber meine Mutter hatte noch vier weitere Kinder. Deshalb wurde trotzdem weitergemacht. Mein Bruder konnte sich dann eine Auszeit nehmen. Er hatte in seinem Zimmer einen Boxsack, eine Sprossenwand und ein Trampolin. Da hat er sich dann etwas ausgetobt, bevor er zurück zu uns gekommen ist. Vielleicht wäre das ja auch etwas für euch?
Du könntest ihm Möglichkeiten bieten, sich in seinem Zimmer auszutoben. Es gibt ja viele Sachen, die sich dafür eignen. Du machst dann die Sache, die ihr angefangen habt, weiter oder lässt sie kurz liegen und machst etwas anderes. Er kann sich austoben und später wieder dazukommen.

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Huhu,

Kinder müssen Langeweile haben, damit sie selbst kreativ werden.
Die neuen Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass man gar nicht permanent den Entertainer für seine Kinder spielen soll, weil es sich negativ auf die Entwicklung auswirkt und man genau in diese Spirale kommt, wie du sie nun erlebst.

Lasse deinen Sohn sich selbst überlegen, was er tun möchte und dann könnt ihr das zusammen machen. Hat er keine Lust mehr, dann wird zusammen (!) aufgeräumt und gut ist.

Man muss weder permanent Angebote machen, noch permanent als Spielpartner zur Verfügung stehen. Ab einem gewissen Alter kann der Spross gerne im Haushalt helfen, will er das nicht, so muss er warten bis man seine Sachen erledigt hat und man Zeit für ihn hat. Derweil darf er sich dann auch ganz allein beschäftigen und das lernen sie dann recht schnell, wenn man da konsequent ist.

Im Moment sagst du ihm, dass er sich allein beschäftigen soll. Er hat gelernt, ich meckere herum wegen Langeweile und Mama reißt sich den Arm aus, damit ich Spaß habe. Das er auch sich selbst genügen kann, das zu Lernen schafft er in so einer Konstellation leider nicht.

Es ist ein wichtiger Lernprozess, den jedes Kind durchlaufen sollte: Langeweile aushalten und selbst dagegen tätig werden.

LG

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Er hat nie Langeweile. Er setzt sich nicht alleine in sein Zimmer und überlegt. Er terrorisiert uns dann. Rennt durchs Haus, ist laut, zieht an uns... bis ich irgendwann wieder nachgebe. Ich kann ihn ja schlecht in sein Zimmer einsperren

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Diesen „Terror“ würde ich nicht tolerieren.

Meine Konsequenz wäre, ihn in sein Zimmer zu schicken, bis er sich wieder so benehmen kann, dass sich alle zuhause wohl fühlen.

Ein vierjähriges Kind kann verstehen, dass man nicht an seinen Eltern rumziehen darf um zu bekommen, was man will.

Du darfst nicht nachgeben, das wird sonst immer schlimmer.

Kinder brauchen Grenzen und Eltern, die den Ton angeben. Das heißt ja nicht, dass man ausschließlich streng ist. Das geht auch liebevoll und mit Humor.

Lg von Lena

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Bei uns war es so, laut SPZ sind das Hinweise darauf dass ein Kind Probleme mit der Ausdauer / Konzentration hat. wurde bei uns dann auch durch Tests im SPZ und beim Kinderarzt bestätigt. Wir machen seit über 2 Jahren jetzt Ergo und es bessert sich. Wir spielen auch viel Gesellschaftsspiele und animieren ihn halt immer etwas länger durchzuhalten.
Wie sieht es denn der Kindergarten? Fällt denen was auf?

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Hallo,

ich würde ihn nicht zum Bestimmer über eure Freizeitaktivitäten werden lassen.
Es ist ok, wenn du auch mal vorgibst, was gemacht wird. Zu viele Angebote können kleine Kinder überfordern.

Wenn er raus will, ist das doch super! Zieh dich warm an, ich empfehle dir gute Schuhe und eine Skihose 🙂! Ganz ehrlich, wer bei 0 Grad draußen friert, ist falsch angezogen. Nimm dir Tee in der Thermosflasche mit. Wärmende Sohlen ( mit heizfunktion!) gibts bei Amaz*** für 10€.

Wenn ihr morgens erstmal ein paar Stunden draußen wart, lässt sich der späte Nachmittag bestimmt besser drinnen aushalten.

Badewanne ist hier auch immer eine beliebte Beschäftigung für späte Nachmittage...

Oder ihr kocht zusammen.

Oder mal ne kleine Doku gucken und dazu Chips knabbern!

Mach dir weniger Stress mit dem Thema, du bist nicht die Alleinunterhalterin für deinen Sohn 😏...mach auch, was dir gefällt, wenn er mitmachen will ist das schön, ansonsten muss er halt gucken, was er macht...

Liebe Grüße von Lena

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Motte ist erst 20 Monate. Ich biete selten zum Spielen an. Meist bin ich nur Mitläufer und lasse sie machen. Wenn wir alles nur 3-5 Minuten machen, dann ist das so.

Die Frage ist immer, was wollen unsere Kinder wirklich und was sind rein unsere Erwartungen?

Anscheinend will und muss er viel raus und dann würd ich es nach Möglichkeit akzeptieren. Aber drin auch nicht Daueranimateur spielen. Motte hat hier (begrenzte!!) Möglichkeiten und kann zwischen denen wählen und wechseln so oft sie möchte. Nicht immer hab ich Lust mitzumachen, aber oft schon 🤪

Dadurch, dass es begrenzt ist und sie Vorschläge machen muss, konzentriert sie sich eher auf eine Sache. Schlage ich was vor, ist das oft nur sehr kurz interessant.

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kann es sein, dass er das als spiel sieht dich wie einen wunschautomaten zu benutzen!?!

ich würde ihn auch mal einfach in seiner leere lassen, damit er sich selber was überlegt. selber was spielt, was herholt, sich damit beschäftigt.

mich erinnrt das ein bisschen ans zappen, was du beschreibst: oh toll, ach nee doof, nächster, oh interessant, nee doch doof, weiter...

frag doch auch mal im kindergarten, wie er sch da gibt, macnhmal haben die da auch ganz tolle tips.

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genau das tut er.
Wenn ich aber nicht mitmache, dann nervt er. Er hängt mir wortwörtlich am Hosebein, zieht und zerrt an mir. Ich kann nicht mal in Ruhe aufs Klo gehen. Wenn ich ihm sage, er soll bitte jetzt mal ohne mich etwas tun, kommt nichts sinnvolles dabei raus. Dann ist er laut und rennt um uns rum bis wir uns wieder mit ihm beschäftigen. Ich bin von früh bis spät nur „Depp vom Dienst“ für das Kind

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" Ich bin von früh bis spät nur „Depp vom Dienst“ für das Kind"

DAS bist du nur solange, wie du es mit dir machen lässt. ;-)

Im Kindergarten werden ihm die Erzieherinnen auch nicht den Deppen spielen, oder?

Zieh in warm an und lass ihn nach draußen, wenn ihm das besser gefällt als drinnen. Wenn er von der kalten, frischen Luft ausgepowert ist, dann ist er später im Haus auch nicht mehr so impulsiv.

Es kann nicht sein, dass man einen 4jährigen stundenlang bespaßen muss. Das geht nicht. Du hast ja auch mal was anderes zu tun. Hätte er Geschwister, dann würdest du auch nicht die Zeit haben, nur IHN zu bespaßen. Wobei "bespaßen" der falsche Ausdruck ist. Denn Spaß habt scheinbar weder er - noch du bei dem ganzen Kindergarten....#zitter

LG

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Huhu,
Mein 4-Jähriger beschäftigt sich auch gaar nicht selber. Der terrorisiert aus Langeweile dann seine kleine Schwester🙈🙈 er spielt aber stundenlang, wenn man mit ihm spielt, am liebsten Rollenspiele - wunderbar😂

Mein einziger Tipp: ein gleichaltriges Kind. Das Leben in Kleinfamilien ist nicht artgerecht, 4-jährige brauchen andere Kids zum Spielen. Das ist in Corona-Zeiten evtl. schwierig, aber vielleicht gibts ja einen Freund, der samstags mittags mal 2 Stunden zu euch kommen will. Ich finde das weitaus entspannter als alleine mit meinem Sohn.

Und: geh so viel raus wie möglich, wenn dein Sohn das gerne macht. Ich fahre auch lieber 2 Stunden Fahrrad als "Piraten" zu spielen🙈

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Ja, er fragt am laufenden Band nach seinem Freund. Den treffen wir auch fast täglich, aber eben nicht von früh bis spät...

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In dem Alter habe ich zwei Angebote gemacht.
Mehr hat meine überfordert.
Wollte sie nicht, musste sie selbst nachdenken. Nicht alleine in einem Raum. Durchaus bei mir. Aber selbst überlegen.

Alternative, die auch heute als Teenager noch gilt: Haushalt mitmachen.
Ich mache 2-3 Angebote, die ich ernsthaft bereit bin mitzumachen.

Wird nur gemeckert und sie will dies nicht und jenes nicht. Dann gibt es eine feste Aufgabe, die sie dann auch tun soll.
Meistens fällt ihr dann doch spontan etwas ein. Lesen, das vor 30 Sekunden noch soooo langweilig war, ist dann plötzlich spannend.

Je mehr ich anbiete, desto mehr verfällt sie in eine Spirale an meckern, anderes finden, doch nicht so toll.
Sucht sie es sich selbst aus (weil Alternative Haushalt doch nicht so prickelnd ist), dann bleibt sie länger dabei.

Im Kindergartenalter galt bei uns auch die Regelung: wenn wir DAS anfangen, dann ziehen wir das auch durch. Brettspiele natürlich mit überschaubarer Dauer. Hatte sie keine Lust mehr, dann habe ich alleine fertig gespielt. Ihr Pech, wenn sie verloren hat. Da kam sie dann doch wieder an und wollte lieber mitspielen als verlieren.

Bei der Tätigkeit habe ich schon auch darauf geachtet, was je nach Tagesform zumutbar war.
Länger, kürzer.
Was ich bereit bin selbst fortzuführen. Durchhalten wollte ich ja vorleben. Alleine Rollenspiele fand ich langweilig. Da gab es dann aber keinen neuen Versuch, wenn ich aufgestanden bin.
Bei Brettspielen habe ich für beide übernommen.
Bücher habe ich selbst weiter gelesen (auch wenn ich sie schon kannte). Das fand sie total doof, wollte selbst wissen worum es geht und kam dann wieder.

Kinderzimmer war tobesicher. Also bei Wutanfällen dort rein (ich dabei, als sie es noch nicht alleine aushalten konnte), aber so gesichert, dass ich durchatmen konnte. Für die Ohren war es anstrengend. Aber ich musste dann nicht permanent in Hab-Acht-Stellung wegen Gefahren sein.

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Täglich 1-2 Stunden raus.
Nicht durchgehend, aber zum Kraft tanken.

Selbst habe ich mir sehr gute Winterstiefel, Schneehose (bin verfroren) und richtig gute Jacke gegönnt.
Das hat sich voll gelohnt.

Die letzten eigenen Gummistiefel hatte ich selbst als Kleinkind. Dann wieder als mein Kind Kindergartenkind wurde, damit wir bei fast jedem Wetter rauskonnten. Starkregen ist nicht den ganzen Tag. Dazwischen mal ein paar Minuten draußen rennen gab Kraft für eine Stunde durchhalten für mich.