Verzweifelt, Vater stur und starrköpfig, macht alles kaputt

Hallo zusammen,

Ich (34J.) bräuchte mal eure Meinungen/Ideen.

Meine Oma ist vor mittlerweile 6 Jahren verstorben, sie hat in einem eigenen Haus neben dem meiner Eltern gewohnt.
Nachdem sie verstorben ist, hat mein Vater dieses Haus geerbt. Meine Oma hat sich schon zu Lebzeiten gewünscht, dass ich später in ihr Haus einziehen soll.

Nach Umbau und Renovierung bin ich dann vor ca. 5 Jahren auch dort eingezogen, zusammen mit meiner Katze. Ich zahle jeden Monat 1000€ Miete inkl. Nebenkosten an meinen Vater, es gibt jedoch keinen Mietvertrag.

Seit 2 Jahren bin ich mit meinem Lebensgefährten (56J.), der einen kleinen Hund hat zusammen. Jetzt haben mein Lebensgefährte und ich geplant zusammen zuziehen. Er möchte aber logischerweise, bevor er seine Wohnung kündigt, etwas schriftliches von meinem Vater, damit er Sicherheit hat.

Hintergrund dafür ist, dass mein Vater sehr unberechenbar ist, wenn ihm irgendwas nicht passt, rastet er gerne aus und droht mit Rauswurf aus dem Haus!

Vor ca. 4 Wochen, als ich das Gespräch mit meinem Vater gesucht habe, bezüglich etwas schriftlichen, ist die Situation völlig eskaliert, die pure Existenz des Hund stört ihn.

Er war und ist ein Kontrollfreak, der über alles und jeden die Kontrolle haben will.

Es ist vielleicht noch wichtig zu wissen, das die beiden Häuser durch eine Verbindungstür miteinander verbunden sind.
Die beiden Gärten sind auch zueinander offen.

Meine Mutter steht zwischen allen Stühlen, sie möchte das ich dort Wohnen bleibe und auch Lebensgefährte und Hund einziehen (Hund und sie lieben sich abgöttisch).
Meine Mutter hat meinen Vater schon mehrfach darauf hingewiesen, dass er durch sein Verhalten alles kaputt macht.

Er begründet sein Verhalten dann damit, dass er einfach kein Tier in seinem Haus haben will. Meine Katze war komischerweise nie ein Problem für ihn.


Fakt ist, das ich später dieses Haus erben soll und mein Bruder unser Elternhaus bekommen soll.

Mein Lebensgefährte und ich schauen jetzt aktiv nach einer Wohnung oder einem Haus, was sich dank Corona und dem örtlichen Immobilienmarkt jedoch schwierig gestaltet.

Eigentlich will ich auch garnicht dort ausziehen. Ich bin dort geboren und gross geworden. Das mein Zuhause und es zerreißt mir das Herz. Auch zu sehen, wie meine Mutter unter seiner starrköpfigkeit leidet, tut einfach nur weh! Ich will sie auch nicht mit ihm alleine lassen, er hat bereits einmal gedroht, dass er einfach alles anzündet. 2019 wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert, welches medikamentös eingestellt ist.

Habt ihr irgendeinen Rat für mich?

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Hallo.

Lade deine Eltern auf einen Kaffee zu einem klärenden Gespräch ein.

Sag ihm, dass du liebend gerne hier wohnen bleiben möchtest, du aber leider auf einen Mietvertrag bestehen musst, wenn dein Freund mit einzieht.

Dein Vater hat die Wahl:

- Entweder, er stimmt zu

oder

- Du ziehst aus. Somit fehlen ihm 1000 Euro/Monat - Er muss das Haus aber trotzdem heizen (damit die Leitungen nicht abfrieren) - Findet er einen passenden Nachmieter möchte dieser aber mit Sicherheit auch einen Mietvertrag! ;-)

Sag es ihm klipp und klar und überlass natürlich IHM die Entscheidung. Gib ihm dazu etwas Zeit, euer Gespräch sacken zu lassen und sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein.

Alles Gute!

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Hallo, trotzdem solltest du mit deinem Lebensgefährten was eigenes suchen. So wie dein Vater agiert, habt ihr bei ihm kein schönes Wohnen, und wer weiß, wie lange das dein Lebensgefährte dann mitmacht? Wenn dir die Beziehung zu ihm wichtig ist, lass ab vom Haus.
Was deine Mutter betrifft, sie kann auch nicht von dir erwarten, dein Leben aufzugeben, weil sie es sonst nicht mit deinem Vater aushält. Mein Vater hatte auch Parkinson, meine Mutter bekam wegen seiner Krankheit Pflegegeld. Ich lebe in Österreich, aber ist es nicht in Deutschland ähnlich? Mit diesem Pflegegeld lässt dich eine Pflegerin zahlen, die zu ihnen kommen und ihr helfen kann. Parkinson ist ja leider nicht heilbar sondern fortschreitend.Man kann sie mit Medikamenten verzögern, aber nicht aufhalten. Mein Vater war kurz vor seinem Tod ein richtiger Pflegefall, das hätte meine Mutter nicht mehr allein stemmen können. Daher würde ich deiner Mutter so und so dringend ans Herz legen, sich bereits nach einer Hilfe umzuschauen. Wenn sie jetzt dich einspannen will, dann stehen dir harte Zeiten bevor und ob dein Lebensgefähre das ewig mitmacht? Ich finde auch, wenn deine Mutter Pflegegeld bekommt, dann ist es doch nur rechtens, sich damit eine Hilfe zu bezahlen, und nicht dich vor den Karren zu spannen. Zumindest nicht hauptsächlich, denn das du deine Mutter unterstützen willst, ist ja verständlich. Aber es soll dich nicht deine eigene Partnerschaft kosten.

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Das Haus gehört deinem Vater, von daher darf er entscheiden, ob er Hunde dort drin haben will oder nicht. Katzen duldet er anscheinend, auch das ist sein gutes Recht.

Wenn deine Oma wirklich von ganzem Herzen gewollt hätte, das DU in dem Haus lebst, dann hätte sie es dir und nicht deinem Vater vererbt.

Heutzutage Wohnraum mit Hundehaltung (generell Tierhaltung) zu finden, das gleicht einem 6er im Lotto. Ohne Tiere ist es schon verdammt schwer.

Du solltest dich emotional abnabeln. Was ist dir wichtiger? Die Zukunft mit deinem Partner oder ein Haufen Steine inklusive deinem cholerischen Vater, den du dank Verbindungstür und nicht abgetrenntem Garten, ständig an der Backe hast. Glaubst du, da hat ein Partner wirklich Bock drauf?

Ob du und dein Bruder das alles später erben werdet, das steht in den Sternen und würde meine aktuellen Lebensplanungen in keinster Weise beeinflussen.

Was ist mit der Option, das du es ihm abkaufst? Dann kannst du schalten und walten wie du möchtest.

Es wird Zeit eine Entscheidung zu treffen, welche das ist, das kannst nur du wissen.

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Hallo

Jeden Monat 1k EUR bar auf die Hand deines Vaters ohne Mietvertrag ist grobfahrlässig. Er ist ein Choleriker und respektiert weder dich, noch seine Frau, noch deinen Freund. Wie kannst du zudem mit 34 Jahren schon an dein Erbe denken?

Alle Punkte zusammen betrachtet wäre es die schlechteste Idee, weiterhin dort zu bleiben. Zieh aus und leb dein Leben jetzt und in Frieden. Wenn es Zeit wird zu erben, dann kannst du ja wieder zurück. Aber dein Leben mit Deinem Partner findet jetzt statt. Willst du dir das kaputtmachen wegen all dem schlechten Deal in meinem ersten Abschnitt?

Ich habe auch melancholische Erinnerungen an das Haus meines Opas. Die Zeiten gibt es aber nicht mehr. Ich bin kein Kind mehr, das Leben von damals ist vorbei. Denk im Jetzt und für die Zukunft.
Soll dein Papa doch jemand anders monatlich ohne Vertrag abzocken. Mal schauen, wie er das hinkriegt.

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Ich finde es richtig, dass das Erbe noch zu Lebzeiten des Erblassers geklärt wird, insbesondere, wenn dieser fortschreitend erkrankt ist.

Anstelle des Vaters wäre es richtig die Immobilie seiner Tochter zu übereignen, mit Leibrente an die Mutter. Somit hätte die Tochter juristische Sicherheit und die Mutter wäre im Todesfall finanziell abgesichert.

Ohne nachhaltige Lösung wird es viele Probleme geben, sobald der Vater aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr geschäftsfähig ist. Man sollte den Vater dazu ermutigen, klare Fronten in Form von Patientenverfügung und zu schaffen. Sonst erben im Todesfall Mutter (50%, Sohn 25% und Tochter 25%) oder nach Berliner Testament (Mutter 75%, Sohn 12,5% und Tochter 12,5%, wobei die Mutter Sohn und Tochter in bar auszahlen müsste). Beide Konstellation werden zum Verkauf des Hauses führen, wenn nicht genug Geld da ist, dass die Tochter Mutter und Bruder auszahlen kann (oder zumindest den Bruder, wenn die Mutter die Immobilie vorzeitig vererbt).

Ich bin jünger als die Post-Erstellerin und ärgere mich jetzt schon seit 3 Jahren wegen einer Erbschaft mit psychisch erkrankten und senilen Miterben herum. Es macht keinen Spaß, wenn man bei der Steuererklärung auf die Mitwirkung einer über 90-jährigen und dementen Person angewiesen ist. Ich wünschte mir, meine Vorfahren hätten sich mehr Gedanken um die Vererbung gemacht und schon zu Lebzeiten aufgeteilt.

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Mietvertrag aufsetzen lassen oder ausziehen.
Auch als Single wäre mir das zu anstrengend.

Alternative: kannst du weitgehend zu deinem Freund ziehen? Also so, dass du die meiste Zeit bei ihm verbringst, alles sehr wichtige bei ihm hast (damit dein Vater nicht an deine wichtigen Dokumente rankommt). Weiter nach gemeinsamer Wohnung suchen.

"Ich will sie auch nicht mit ihm alleine lassen, er hat bereits einmal gedroht, dass er einfach alles anzündet."

Du bist nicht für deine Mutter verantwortlich!
Wenn sie es nicht mehr aushält, kannst du ihr Hilfe anbieten, sie bei euch aufnehmen etc. So lange sie selbst bereit ist, das Risiko einzugehen, ist es ihre Entscheidung.

Informiere dich dennoch bei einem Anwalt, welche Möglichkeiten es gibt, sollte er wieder drohen.
Mein Umfeld weiß , dass ich sofort die Polizei rufen würde, kämen Äußerungen dieser Art. Bzw. Suiziddrohungen.

a) die Person ist wirklich so verzweifelt und schreit damit um Hilfe.
Dann kann die Polizei durchaus einiges ermöglichen. Wartezeiten auf einen Therapieplatz extrem lang. Wenn "nur" der Arzt akut bescheinigt, wartet man teilweise noch monatelang. "Ist ja nicht gefährdet, also ist egal, was der Arzt bescheinigt". Nur wenn wirklich was ist.....

b) Kontrollfreaks bekommen dann einen Dämpfer. SO NICHT.
Wer droht, muss mit Konsequenzen rechnen und kuschen gehört nicht dazu.
Wer soweit geht zu drohen, muss damit rechnen für psychisch krank gehalten zu werden. Das zu beurteilen ist NICHT meine Aufgabe.
Daher Polizei, die dann ggf. Ärzte und weitere Möglichkeiten in Betracht ziehen kann.

Damit das nicht nach hinten los geht
- vorher beim Anwalt informieren!
- vorher dokumentieren lassen, welche Vorfälle es schon gab
- damit das nur die Spitze des Eisbergs ist, damit klar ist, dass du nicht einfach so reagierst, sondern dann, wenn sich eine Drohung gefährlich zugespitzt hat

- auch Beratung zum Thema Miete ohne Vertrag (Überweisungen sind ja nachweisbar)
- welche Drohungen sind wie zu betrachten (rein rechtlich)
- wie und wann kannst du handeln, wann nicht. Das gibt Sicherheit und macht dich selbst freier.

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Ich frage mich immer wieder, warum man sein Leben sich diktieren und vorschreiben lässt für Eigentum bzw. noch nicht ganz eigenes Eigentum. Bau dir mit deinem Lebensgefährten was Eigenes auf, denn du ziehst im Endeffekt deinen Partner in deine Streitigkeiten mit den Eltern en. Und egal, was sich deine Oma gewünscht hat, sie ist nicht mehr da. Sinnlos sein Leben nach den Vorstellungen anderer zu leben.

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Ist mir schleierhaft wie man dies mit sich machen lassen kann.
Ausziehen und gut ist.

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Unsympathisch finde ich es, wenn man mehrfach erwähnt, dass man da was erben wird. Das ist soooo... Lass das einfach! Es gehört dir noch nicht, ich nehme an deine Eltern sind noch nicht so alt....& passieren kann bis dahin viel.

Das dein Vater den Hund nicht möchte kann ich sehr gut verstehen. Wäre mir je nach Hund auch zu nah, vor allem mit Zwischentür und Garten.

Ist das Leben so nah, wenn dein Vater so „furchtbar“ ist überhaupt tragbar? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

Viele Möglichkeiten hast du nicht. Wenn du trotz allem bleiben möchtest, dann such nochmal das Gespräch und sag was du gerne hättest, und wenn das nicht umsetzbar für ihn ist, du ausziehst.
Dann würde ich zum Freund ziehen und in Ruhe weiter suchen.

Deine Mutter ist alt genug, wenn sie Hilfe braucht, kann sie das sagen. Leb dein Leben.

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Wenn ihr keinen schriftlichen Mietvertrag habt, habt ihr eben einen mündlichen und es gelten die gesetzlichen Regelungen. Das gute daran ist, dass Hundehaltung dann auch nicht ausgeschlossen ist und keine Genehmigung des Vermieters erforderlich ist. Das würde ich ganz entspannt sehen.

Aber die andere Seite ist natürlich, dass ihr dann mit deinem Vater Tür an Tür lebt und er euch vielleicht noch mehr terrorisiert. Daher würde ich trotzdem etwas anderes suchen.

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Dann solltest du aber auch erwähnen das in 2 Familienhäusern wo der Vermieter auch wohnt eine kündigung total einfach ist. l

Du musst nicht mal einen Grund angeben

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Doch einen Grund braucht man. Außerdem ist es doch ein eigenes Haus.

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