Taufe - Mann will Familienmitglied nicht dabei haben

Hi,

Die Taufe steht bevor im Juli.
Mein Mann und mein Bruder konnten noch nie wirklich gut miteinander. Vor kurzem gab es wieder einen Konflikt. Mein Mann will ihn nun nirgends mehr dabei haben. Auch nicht an der Taufe unseres Kindes.
Mir tut das echt weh. Jeder Versuch, jedes Gespräch vergeblich. Kann mich Null durchsetzen.
Ich will nicht wissen was los ist wenn das die anderen Familienmitglieder erfahren.

Ich fühle mich so machtlos :(
Und Gespräche zwischen den Männern gab es schon öfter, falls der Ratschlag kommt

Was würdet ihr tun?

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Seine Mutter ausladen. Ist doch nur fair.

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Es ist natürlich Schwachsinn, wenn Du aber genau so darauf bestehst, dann leuchtet ihm vielleicht ein, welchen Blödsinn er da durchdrücken will, wenn nichts schlimmes vorgefallen ist und sich nur zwei Egos streiten.

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Wenn DU Deinen Bruder dabei haben willst, dann mach das. Vom Mann die Familienkontakte zerstören lassen geht gar nicht. Ich finde auch, daß er dafür Verständnis haben muß. Weiß ja nicht, was vorgefallen ist, aber sofern Dein Bruder ihm nicht das Silber geklaut hat, geht sowas nicht.

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Genau so sehe ich es auch.


An die TE: Das macht deinen Mann sehr unsympathisch.

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keiner von uns weiß was vorgefallen ist.

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Hallo.

Es ist dein bruder. Hast du ein gutes Verhältnis zu ihm?

Was heisst du kannst dich nicht durchsetzen?

Dein Mann hat ja erstmal niemanden aus DEINER familie auszuladen.
Er und dein bruder müssen keine freunde werden aber ein tag sollte dein mann sich zusammenreißen.

Es gibt ja da nichts durch zu setzen. Wenn du willst das dein bruder kommt, dann kommt er!

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Ich habe ein gutes Verhältnis und ich sag mal so er hat nichts verbrochen. Nur nicht immer zu 100% Verhalten aber nicht wirklich schlimm.
Mein Mann kann schlecht vergeben.

Er hat mich vor die Wahl gestellt. Entweder mein Bruder oder er!

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"Er hat mich vor die Wahl gestellt. Entweder mein Bruder oder er! "

Macht das dein Mann öfter?
Nicht vergeben? Dich so vor die Wahl stellen? Wo ist seine Hemmschwelle?

Was heißt nicht 100% benommen?

Bei Diebstahl, Vergewaltigung (wird leider auch manchmal als "nichts verbrochen" dargestellt) wäre die Entscheidung klar. Gegen den Täter.

Stellt dein Mann dich aber SO vor die Wahl.
Es gibt keine nachvollziehbaren Gründe, außer, dass er ihn nicht leiden kann.
Ursache ist, dass er nicht vergeben kann?

Dann wäre für mich die Entscheidung klar: so einen Typen will ich nicht haben.
Ich könnte nicht vertrauen, dass er mich wieder und wieder und wieder vor die Wahl stellt. Ihm passt was nicht, er kann es nicht vergeben. Also setzt er mich/das Kind/sonstige unter Druck.
Das ist für mich keine Basis für eine Beziehung.

Was macht er, wenn er dem Kind mal nicht vergeben kann?
Musst du dich dann auch entscheiden? Euer Kind oder er?
Wo ist seine Hemmschwelle? Sinkt diese immer weiter, weil du dich bisher immer wieder für ihn entschieden hast (aus Druck heraus) und das mit dem entscheiden müssen ja so gut funktioniert?

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Unter diesen Umständen würde ich auch alle anderen Familienmitglieder ausladen und nur im engsten Kreis mit den Paten die Taufe feiern. Ganz evtl. noch mit den Großeltern, also deinen und seinen Eltern. Corona bietet dafür ja ne gute Erklärung, warum man den Kreis klein halten will.

Langfristig sollte sich dein Mann, sofern dein Bruder jetzt kein unverzeihliches Kapitalverbrechen begangen hat, zusammenreißen. Er muss mit ihm ja keine Freundschaft schließen, aber erwachsen genug sein, es für die Dauer einer Familienfeier auszuhalten, dass dein Bruder anwesend ist. Ich finde sowas immer traurig, wenn die Konflikte einzelner innerhalb einer Familie zu Rissen durch die ganze Familie führen. Selbst zweimal erlebt. Und beides mal aus "Kindergarten-Kleinkrieg"-Anlässen.

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So würde ich es auch machen.
Dann würde ich bis auf die Paten, ohne Gäste feiern. Oder die Taufe absagen, (sag ich als antichrist) 🤪😀

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Schwierig ohne zu wissen, worum es geht.

Ist es etwas, das nur die beiden betrifft, nichts kindeswohlgefährdendes, verletztend ohne Gefahr....
Dann würde ich es so machen, wie im umgekehrten Fall auch (wenn die Frau verletzt wurde und es die Schwiegermutter ist)

- Kinderfeste sind Verwandte ok
- die Streithähne werden weit getrennt von einander gesetzt
- keine Erwartungen, dass sie lieb zu einer ander sind
- sie müssen sich nicht grüßen
Bedingungen: keiner fängt einen Streit an, keiner beleidigt den anderen, keiner stichelt

Geht der Zank vom Bruder aus, wird er nicht mehr eingeladen. Grund: weil er sich nicht benehmen kann.

Ist es etwas gravierenderes. Psychische Gewalt, Manipulation, ständiges Sticheln, übergehen ernst gemeinter Grenzen, null Respekt, Feste werden dadurch gesprengt
Gewalt, Drohungen
wiederkehrende Verletzungen, die nicht mal einen Tag ruhen können?

Dann würde ich wirklich zu der Person stehen, die das ertragen musste.
Eine Verwandte (meinerseite) lade ich deswegen nicht mehr ein. Bei anderen Gastgebern gehe ich ihr strikt aus dem Weg.
Ein Partner , der gegen meine Verwandten vorgeht, würde ich nicht als Partner haben.
Geht es von beiden aus, schwierig. Sich nicht leiden können, reicht aus für private Feste: also Partner will Schwager nicht auf seinem Fest. Ok. Beim Kind ist es das Fest des Kindes. Was ist vorgefallen, wie heftig. Nicht leiden können reicht da nicht aus. Drohungen, psychische Gewalt, daneben benehmen, wiederkehrendes bloß stellen vor anderen, wären Grund genug zu sagen: jetzt ist Schluss.

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Es kommt auf den Grund an. Ich persönlich weigere mich auch mit einem Familienmitglied von meinem Mann auf ein Fest zu gehen weil er nach einem Todesfall in unserer Familie den Eltern die Schuld gibt. Mit dieser Person feiere ich keine Feste mehr

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Darauf wollte ich ja hinaus. Dein Beispiel wäre null Respekt und Grund genug. Bzw. völlig nachvollziehbar.

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Ich wurde die Taufe absagen. Ebenso Geburtstage. Weihnachten... keine Familienbesuche, Niebuhr als unmittelbare Kernfamilie.

Wenn’s nicht mit Familie geht dann alles ohne. Auch ohne seine...

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hm, das erinnert mich irgendwie an meinen Schwiegervater.
Der ist letztes Jahr gestorben und hatte zu Lebzeiten auch immer ein sehr dringendes Bedürfnis zu kontrollieren, wer zu Familie dazugehört und wer nicht und nahm sich auch raus das für den Rest der Familie zu bestimmen - genau das tut Dein Mann ja auch. Er muss ja nicht auf eitel Sonnenschein mit Deinem Bruder machen, es wird genug andere Gäste geben, mit denen er Konversation treiben kann.
Ich kann nicht sagen, dass mein Schwiegervater ein schlechtes Verhältnis zu mir hatte, er hatte schlichtweg garkeins, denn auch das Verhältnis zu seinem Sohn aka mein Mann, war sehr distanziert. Er hatte insgesamt 3 Kinder und 3 Ehefrauen. Und wer hat am Ende dafür gesorgt, dass seine Asche zur letzten Ruhe gebettet wird? Wer hat die letzen Worte gesprochen? Ich/wir waren es, weil er so einen Kuddelmuddel hinterlassen hat, dass es kein anderer auf die Reihe bekommen hat/wollte. Einfach nur traurig.
Was ich damit sagen will: Lass nicht zu, dass Eitelkeiten einen Keil in die Familie treiben. Nicht für Dich und Dein Kind, und nicht für Deinen Mann. Sonst ist er irgendwann der irrelavante Fremde im Familienkreis.
Familie ist Familie, dann man mal tief durchatmen und sich aus dem Weg gehen, aber ausschließen? An dem Tag der Taufe geht's um Euer Kind, nicht um Männeregos. (Gilt auch Abschlussfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen, die großen Feste im Lebenskreis, der Keil der da reingetrieben wird ist auch noch Jahrzehnte später bei den Betroffenen präsent und wird jeden weiteren Konflikt befeuern. Wer sich am anderen Ende vom kalten Buffett verschanzt hat und den Kuchen weggemümelt hat ist irgendwann vergessen und vergeben. Man war da und der Kuchen war lecker.)

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Für mich käme das auf die Art von Konflikt an.

Der Bruder könnte sich meinem Mann gegenüber etwas Unverzeihliches geleistet haben, dann könnte ich das verstehen.

Wenn es nur ums nicht miteinander Können geht, dann würde ich ihn fragen, ob ich von seiner Familie auch alle, die ich nicht so nett finde, ausladen soll.

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Nur Paten und Großeltern einladen. Haben wir so von Anfang an geplant, ohne irgendeinen Streit zu haben. In den Tauf- Gottesdienst konnte selbstverständlich jeder kommen.