Mütter und Schwiegermütter

Hallo ihr Lieben,

wir erwarten unser erstes Kind und irgendwie würde ich mir manchmal eine Mischung aus meinen Mutter bzw. meiner Schwiegermutter wünschen.

Meiner Mutter wurde selbst bei ihren Kindern sehr viel von der Schwiegermutter reingequatscht, weshalb sie sich jetzt sehr zurückhält um mich nicht unter Druck zu setzen. Das geht aber schon soweit das es manchmal eher so rüberkommt als hätte sie weniger Interesse - das konnten wir zum Glück klären 🙃 Sie meinte sie wisse noch nicht wo ihre Rolle sei (zum Beispiel strickt meine Schwiegermutter schon total viel für unser Kind, meine Mama ist handwerklich ziemlich unbegabt), weil sie ja jetzt auch keine besonderen Talente hat etc. Dabei ist mir das doch total egal, sie wird eine wunderbare Oma und muss dafür doch gar nichts können ❤️

Im Gegensatz dazu ist meine Schwiegermutter mir teilweise fast zu forsch, sie spricht sehr oft von "ihrem" Kind (also als ob es ihres wäre und nicht unseres), stellt schon bei Ultraschallbildern die Ähnlichkeit zu meinem Mann oder sich selbst fest und ist insgesamt vom Typ eher direkt und forsch. Hier haben ich dann eher das Gefühl auch mal sagen zu müssen "Das ist total lieb, aber wir wollen das anders machen".

Meine Frage: Gibt es da irgendwelche Strategien? Am Ende meinen es beide nur gut, dass weiß ich - aber mal bin ich von der Unsicherheit meiner Mama leicht gestresst und mal von den "Vorschreibungen" seiner Mutter 😅

Ich stelle gerade fest so eine richtige Frage hab ich gar nicht, aber tat trotzdem gut es mal aufzuschreiben 😂

1

Im Endeffekt hilft nur reden.
Wenn du Rat möchtest von deiner Mama dann sag es ihr. Beziehe sie mit ein und sobald da eine gute Bindung aufgebaut bist, kommt der Rest bestimmt von alleine. 😊

Und bei der Schwiegermutter ebenfalls, zeig ihr Grenzen auf. Sag ihr, wenn du was anders machen möchtest. Sag ihr, wenn dir etwas zu viel wird oder sie zu forsch ist.
Du kannst sie Natürlich auch miteinbeziehen und ihr ihren Platz zeigen.
Das gibt sich dann bestimmt.

Sei halt zu beiden Parteien nett und höflich und erkläre was du wieso möchtest. Ihr scheint ja sonst gut miteinander auszukommen und das ist viel wert.

Und sonst überlasse es vielleicht deinem Partner etwas mit seiner Mama zu klären, wenn es dir zu viel wird. Oft nehmen die es bei dem eigenen Kind auch noch besser an.

Liebe Grüße 😊

2

Ich weiß nicht, ob dir das jetzt weiterhilft😅
Aber ich würde erstmal abwarten!

Wie sie sich verhalten (desinteressiert, übergriffig, bevormundend, sich einmischend, unterstützend), zeigt sich erst, wenn das Baby da ist.

Versuche vielleicht, dich mit dem Papa von vornherein darauf zu verständigen, wie ihr euer Kind erziehen wollt, welche Regeln euch wichtig sind und dass ihr das dann jeweils bei den Großeltern auch durchsetzt.

Ich persönlich bin etwas enttäuscht von unseren Eltern 😔
Meine Mutter stichelt permanent (der hat euch ja ganz schön im Griff, der kleine). Meine Schwiegermutter akzeptiert die Regeln insbesondere in Bezug auf Ernährung nicht.
Beide hatten sich mega über die Schwangerschaft gefreut und ich mir alles rosig ausgemalt....

Oh nein, das muss bei dir natürlich nicht sein 🙈😅 sorry!
Will damit nur sagen: abwarten, alle in ihrer Rolle ankommen lassen und dir für dich klar werden, was du dir wünschst und das dann durchsetzen!

3

Erstmal finde ich es ganz wichtig, dieses "mein Kind" nicht über zu bewerten. Dass sie schon Ähnlichkeiten zu ihrem Sohn entdeckt, finde ich auch gut.

Angeblich ist ja ein großer Knackpunkt zwischen Schwiegermüttern und den Frauen der Söhne, dass die Vaterschaft und damit die Abstammung von der Schwiegermutter nicht so richtig beweisbar ist (heutzutage natürlich schon, aber in intakten Familien wird wohl keiner einen Vaterschaftstest machen, nur um der Schwiegermutter zu beweisen, was Vater und Mutter des Kindes klar ist). Insofern ist "er/sie hat Olafs Nase" ebenso wie "mein Kind" nur Zeichen dafür, dass sie da völlig vertraut und das Kind vorbehaltlos als Teil "ihrer" Familie ansieht.

Wichtig ist, dass Du Dir mit Deinem Mann einig bist, was für euch Regelb sind, von denen keine Abweichungen möglich sind, und wo (und ggf auch ab wann) Ihr lockerer sein könnt/wollt. Und ich finde es wichtig, wertschätzend mit den Tipps umzugehen. Früher wurde viel empfohlen, was heute No Go im Umgang mit Kindern ist. Deine Schwiegereltern haben es vermutlich nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Wenn sie jetzt ihre Erfahrungen weiter geben wollen, dann könnt Ihr sicher beim einen oder anderen Tipp auf Durchzug stellen und lächelnd nicken, bei anderen erklärt Ihr, warum Ihr Euch für Eure Vorgehensweise entschieden habt, und manche könnt Ihr vielleicht sogar übernehmen.

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Erstmal finde ich es ganz wichtig, dieses "mein Kind" nicht über zu bewerten. Dass sie schon Ähnlichkeiten zu ihrem Sohn entdeckt, finde ich auch gut.

Angeblich ist ja ein großer Knackpunkt zwischen Schwiegermüttern und den Frauen der Söhne, dass die Vaterschaft und damit die Abstammung von der Schwiegermutter nicht so richtig beweisbar ist (heutzutage natürlich schon, aber in intakten Familien wird wohl keiner einen Vaterschaftstest machen, nur um der Schwiegermutter zu beweisen, was Vater und Mutter des Kindes klar ist). Insofern ist "er/sie hat Olafs Nase" ebenso wie "mein Kind" nur Zeichen dafür, dass sie da völlig vertraut und das Kind vorbehaltlos als Teil "ihrer" Familie ansieht.

Wichtig ist, dass Du Dir mit Deinem Mann einig bist, was für euch Regelb sind, von denen keine Abweichungen möglich sind, und wo (und ggf auch ab wann) Ihr lockerer sein könnt/wollt. Und ich finde es wichtig, wertschätzend mit den Tipps umzugehen. Früher wurde viel empfohlen, was heute No Go im Umgang mit Kindern ist. Deine Schwiegereltern haben es vermutlich nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Wenn sie jetzt ihre Erfahrungen weiter geben wollen, dann könnt Ihr sicher beim einen oder anderen Tipp auf Durchzug stellen und lächelnd nicken, bei anderen erklärt Ihr, warum Ihr Euch für Eure Vorgehensweise entschieden habt, und manche könnt Ihr vielleicht sogar übernehmen.

5

Hey bei uns war und ist es genau so! Meine Mama ist einfach total gelassen und lässt alles auf sich zukommen. Da sie arbeitet hat sich auch weniger Zeit aber wir achten darauf sie regelmässig zu sehen, damit sie sich nicht "verdrängt" wird von der anderen Oma. Zudem muss ich bei ihr aktiv nachfragen, wenn ich etwas wissen möchte.

Die andere Oma müssen wir manchmal etwas bremsen. Aber das geht auch ganz gut mit "wir müssen erst mal darüber nachdenken", das klappt super, sei es bei Erziehungstechnischen Sachen oder was wir brauchen könnten etc.

Wir haben gelernt viel mehr zu kommunizieren 😅

Lasst es auf euch zukommen, es wird sich irgendwie fügen und sonst offen kommunizieren 🍀

6

Je nachdem, wie viel Humor dein Mann hat, würde ich auf soetwas wie "sieht aus wie die Nase vom Papa" antworten "Ehrlich, findest du? Ich finde die Nase sieht mehr aus wie die vom Postboten."
Bei uns hätte das jeder verstanden. Aber kann halt auch nach hinten losgehen.

8

Der ist gut 😂

7

Bei uns ist es ganz genauso!
Meine Mama hält sich total zurück (natürlich auch um die Coolere zu sein im Gegensatz zur Schwiemu).
Die andere will jeden Tag ein Bild und strickt und kauft ein ohne Ende.

Strategie:
Der Schwiegermutter haben wir (mein Mann und ich sind uns natürlich einig und vertreten das auch so nach außen hin) gesagt dass sie sich zurück nehmen soll und mein Mann sagt auch ehrlich wenn sie wieder was hässliches anschleppt bzw. schimpft wenn sie überhaupt was kauft (fast wöchentlich gibt's Geschenke).
Bei meinen Eltern schicke ich dafür auch mal was wenn sie nicht nachfragen und lade sie zu uns zu Besuch ein (Schwiemu lädt sich schon selbst ein).
Wir achten auch drauf, dass Besuche ungefähr gleich häufig vorkommen, auch wenn meine Mutter so tut als wäre es ihr ja nicht sooo wichtig. Trotzdem hat sie sich dann riesig gefreut die Kleine auf dem Arm zu haben und Pipi in den Augen ;-) von wegen nicht so wichtig.

9

Ich würde erstmal abwarten. Jeder muss doch erstmal seine neue Rolle finden. Für deine Mutter tritt ihre Tochter nun ein in die Welt der Mütter, das ist für Mütter glaube ich manchmal ein komischer Schritt, dass ihre Tochter so gesehen „aufsteigt“. Und sie als Oma muss ja auch erstmal herausfinden, was für ein Typ Oma sie sein möchte.

Genauso die Schwiegermama. Ihr Sohn wird nun Vater, das ist ein großer Schritt für eine Mama.

Und dann bist da noch du. Du musst ja auch erstmal schauen, wie du in die Mama Rolle wächst.

Das wird sich alles geben mit der Zeit und jeder wird seine Rolle finden. Manchmal muss man reden über die Vorstellungen, aber das hat noch Zeit. Lass das Kind erstmal kommen und dann findet euch als allererstes einmal als Familie. Du, dein Mann und euer Baby. Alles Gute.

10

Ich hab hier auch eher unterschiedliche Typen. Man muss jedem halt individuell gerecht werden und auch akzeptieren, wie jeder einzelne seiner Rolle gerecht werden will.

Manche wollen sich nicht so viel engagieren, das ist auch okay. Andere dafür mehr. Auch gut.

Trotzdem sollten eure Grenzen immer klar sein und auch eure „Erwartungen“. Hier war z.B. IMMER klar: keiner reißt mir das Kind ungefragt aus den Händen (oder meinem Mann), wir „erziehen bedürfnisorientiert“ und rechtfertigen uns da auch nicht. Bei ehrlichem Interesse - klar gerne; „Vorschriften“ oder (unverschämte!) Kritik wird überhört und ignoriert. Verbieten wir etwas (Schwiegervater wollte Motte Cola zu trinken geben, da war sie 5 Monate!), dann wird sich daran absolut gehalten! Das klingt jetzt strenger als es ist, insgesamt sind wir sehr locker und Motte darf bei Oma auch mal mehr naschen als zu Hause z.B. 🤷‍♀️ Aber wenn wir Stopp sagen, heißt es Stopp und nicht „ach bitte/euch hat es auch nicht geschadet“ etc. :)

Wir kommen insgesamt alle sehr gut klar, mit allen Typen :)