Wie Mutter beibringen, dass es nicht klappt??

Meine Mutter möchte mich gerne im Wochenbett unterstützen, falls es zeitlich passt. Sie hat sich um den ET rum zwei-drei Wochen Urlaub genommen. Sie wohnt 2 Stunden entfernt.
Sie möchte meinen kleinen auch gerne bei der Geburt nehmen.
Ich möchte das aber nicht so gerne und mein Partner auch nicht. Wir schätzen das unheimlich, dass sie im Wochenbett helfen will..das ist auch in Ordnung. Aber unter der Geburt wollten wir den kleinen zu meinen Schwiegereltern bringen. Mein kleiner liebt seine Schwiegermutter und schwiegerpapa überalles. Er vertraut ihnen zu 100% und es gibt nie Probleme wenn ich das Haus verlasse oder sonst was. Er schläft dort, lässt sich hinlegen beruhigen usw.
Bei meiner Mutter ist es ganz anders. Er spielt mit ihr Wenn er gut drauf ist. Sobald er knautschig wird, will er sofort zu mir und bricht in Tränen aus wenn meine Mutter ihn nehmen will. Wenn sie auf ihn aufpasst ist er sehr oft unzufrieden und ich fühle mich einfach nicht wohl dabei. Ich möchte meiner Mutter aber nicht vor den Kopf stoßen und weiß nicht wie ich das ganze rüberbringen soll. Wenn es nun losgehen sollte und sie ist sowieso gerade da, würde ich mir total doof vorkommen den kleinen trz zu meinen Schwiegereltern zu bringen..

Wie würdet ihr das machen???

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Ich würde wohl sagen, dass ich für das Angebot dankbar bin, aber schon mit den Schwiegereltern vereinbart habe, dass er dort hingeht. Und dass ich sehr froh bin, dass ich weiß, dass sie einspringen könnte, wenn den SE etwas dazwischenkommt...
Und herkommen lassen würde ich sie dann erst ein paar Tage nach der Geburt.

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Einfach ehrlich mit ihr sprechen, so wie du es oben beschrieben hast. Bedanke dich für ihr Angebot, aber erkläre ihr, dass ihr einen anderen Weg gewählt habt. Es scheint als habe der Kleine eine tiefere Bindung zu den anderen Großeltern, das ist zwar für deine Mutter schade, aber auch (momentan) nicht zu ändern. Diese Zeit bedeutet für dein erstes Kind eine große Umstellung, da ist Kontinuität und Vertrauen noch einmal doppelt wichtig.

Ich verstehe dich, ich entbinde in zwei/drei Wochen (oder wann auch immer er raus will) und meine Mutter fing wild an zu planen, das habe ich gleich im Keim erstickt. Das ist immer besser, als wenn sich der Gegenüber über längere Zeit im Irrglauben verliert, man würde ihm zustimmen.
Deshalb, rede mit ihr, sei offen und lass nicht zu viel Zeit verstreichen.

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Mir stellt sich hier die Frage, weshalb dein Großer so toll bei den SE ist und nur so kurzweilig gut gelaunt bei deiner Mutter? Mein großer liebt seine Großeltern gleichermaßen, da er sie gleichermaßen regelmäßig sieht. Wie alt ist das Kind? Wie lang war deine erste Geburt? (Danach kann man ja abschätzen, wie lange die zweite wird). Ich will damit sagen, mein zweiter kam nachts um 1:00 Uhr, mein Mann war dabei wir stiegen 0:00 Uhr ins Taxi. Meine Mama war da und passte auf den großen auf. Mein Mann war gegen 4.00 Uhr wieder zuhause, da er corona bedingt eh nicht länger in der Klinik bleiben durfte.
Wie weit ist es denn zu den SE?
Ich würde ihr die kurze Zeit schon zutrauen. Sollte die Geburt länger dauern, muss dein Mann zwischen durch leider eh wieder aus der Klinik.

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Meine SE wohnen 10 Minuten entfernt. Daher besteht auch häufiger Kontakt. Aber auch das Verhalten ist einfach anders. Es geht dort herzlicher zu.

Meine erste Geburt war ein KS.

Mein kleiner ist 14 Monate. Ja heute ist er zum Beispiel komplett in Tränen ausgebrochen wo ich nur ins Bad bin. Er ließ sich überhaupt nicht beruhigen von meiner Mutter und das ist gefühlt immer so..

Mein Mann ist den Tag nach der Geburt sofort wieder am arbeiten. Also müsste sie die Tage übernehmen solange ich im KH bin. Bzw die 8 Stunden täglich wo mein Mann weg ist.

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Hm, okay klingt ganz schön schade, dass dein Sohn kein so gutes Verhältnis zu seiner Oma hat. Wie ist es da bei dir? Wie ist das Verhältnis zwischen dir und deiner Mutter?

Sie klingt nach deiner Beschreibung nämlich recht engagiert (2 Stunden Entfernung, trotzdem will sie unterstützen). Wie lange hast du noch zur Entbindung? Wird es definitiv wieder ein KS? Ansonsten, weiß ich nicht, würde ich bis dahin versuchen das Verhältnis zu bessern, statt ihr gleich abzusagen. Ansonsten einfach ehrlich sein.
Danke für das Angebot, wir würden aber lieber die SE hier in der Nähe für den großen In Anspruch nehmen.

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Das ist ja eine verzwickte Situation und ich kann Dich gut verstehen, dass Du Deiner Mama nicht vor den Kopf stoßen möchtest. Ich habe jetzt aus Deinem Text nicht rausgehört, dass ihr euch nicht gut versteht sondern eher, dass Dein Kleiner zu der anderen Oma eine innigere Bindung hat weil Deine Mama einfach weiter weg wohnt und somit natürlich eine gewisse Distanz da ist. Da muss man schon diplomatisch vorgehen😉, sie meint es ja gut und will euch unterstützen. Wie alt ist der Kleine denn? Wie ich verstanden habe, ist sie dann bei Euch zu Hause, das heißt der Kleine wäre in seiner gewohnten Umgebung, richtig? Der Papa wäre dann also auch nach der Geburt ja wieder zu Hause? Und die andere Oma wäre im Zweifel auch greifbar? Wenn Du kein gutes Gefühl bei der Sache hast, musst Du natürlich gar nichts, in dem Fall rede dann offen mit Deiner Mama. Wollte Dir mit meinen Fragen nur Denkanstöße geben😉. Liebe Grüße.

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🙈 sorry, gerade erst gesehen, dass Du schon geschrieben hast wie alt der Kleine ist usw. Damit erübrigen sich meine Fragen natürlich. Ich sehe das wie Vinnyl, es kann ja auch nachts losgehen und dann wäre Deine Mama schon vor Ort. Da sie ja sehr engagiert ist, würde ich ihr das zutrauen. Die Kleinen verhalten sich auch oft anders wenn sie alleine sind und Du nicht im Hintergrund bist. Die andere Oma kann ja vorbei kommen oder sie machen einen Spaziergang dort hin.

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Ich würde deiner Mutter sagen, dass ihr die letzten Tage bis zur Geburt gerne zu dritt verbringen möchtet, da ihr dann sowieso so eine grosse Veränderung haben werdet und ihr eurem Sohn so viel Routine wie nur möglich bis zum Schluss geben sollt.
Daher kommt er dann auch zu Schwiegis, weil die eben nur 10 min entfernt sind.
Sie kann dann kommen, wenn ihr nach Hause kommt, bis dahin ist euer Sohn bei den Schwiegereltern. Ist doch toll, dass sie dann für euch da ist, aber ihr müsst es so planen, wie es für euch passt, und nicht, wie sie es gerne hätte.

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Ihr es schonend und vielleicht mit kleinen Notlügen gespickt sagen. Eine Notlüge wäre zum Beispiel, dass ihr es euren Schwiegereltern schon versprochen habt, diese sich riesig freuen und du es jetzt nicht übers Herz bringst, sie zu enttäuschen. Sowas in die Richtung eben. Damit verletzt du deine Mama nicht und hast trotzdem schon die Weichen gestellt.
Wenn du jetzt nichts sagst, kann es wirklich zu einer dummen Situation dann kommen. Und dann ist sie eventuell erst richtig verletzt.

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Und wenn du sagst, deine Schwiegereltern wollen halt auch helfen und übernehmen deshalb die Betreuung während der Geburt? Sie werden ja auch nochmal Großeltern.
Und wenn deine Mama schon das Wochenbett hat dann wollen sie sich zumindest so nützlich machen.

Klingt für mich diplomatischer als zu sagen, du willst sie in der Sache nicht aber ansonsten schon.


vlg

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Hallo,

ich kann deine Zwickmühle verstehen und das du deine Mama nicht vor den Kopf stoßen möchtest!

Es geht aber um die Geburt deines Kindes, du hast (stundenlang) die Wehen und musst die Sache körperlich durchstehen. Da steht es für mich außer Frage, dass ihr es so handhabt wir es DIR am angenehmsten ist. DU musst den Kopf frei haben für die Geburt und das wird schwer wenn du dich immer wieder fragst ob daheim alles ok ist und ob dein Sohn und deine Mutter klar kommen.

Ab einem gewissen Alter kann man mit den Kindern reden und alles erklären bzw. die Kinder können reden. Aber nicht mit 14 Monaten.

Wenn du dich also am wohlsten fühlst, wenn die Schwiegereltern auf ihn aufpassen, dann mach das auch!
Man könnte es ja diplomatisch formulieren und sagen, dass die anderen Großeltern auch helfen wollen und daher übernehmen sie die Zeit der Geburt (weil sie aufgrund der Entfernung auch ruck-zuck da wären) und sobald euer Baby da ist bzw. du vom KH daheim bist, kann deine Mama kommen und dir im Wochenbett helfen.
Da du geschrieben hast, dass dein Mann gleich wieder arbeiten muss finde ich diese Form der Unterstützung auch super und sehr hilfreich.

Zudem könnte es ja auch einen positiven Nebeneffekt auf die Beziehung von Oma und Enkel haben wenn sie mehr Zeit am Stück miteinander verbringen können (und du als Back-Up aber in fer Nähe bist).

Alles Gute euch

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Und mal ehrlich... wären die Schwiegereltern an der Stelle deiner Mutter wäre der (überwiegende) O-Ton hier doch „Ich würde mein Kind niemals bei jemanden lassen, bei dem es sich nicht 100% wohlfühlt - nicht auf den Arm möchte, sich nicht beruhigen lässt, unsicher ist etc.“ ;-)

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Ja es ist super schade, dass mein Sohn sie nicht so annimmt wie die schwiegis. Das liegt natürlich zum einen daran, dass wir sie öfter sehen aufgrund der Entfernung und zum anderen daran, dass die einfach herzlicher sind. Mein Sohn ist wirklich seeehr sensibel.

Meine Schwiegereltern gehen darauf ein und meine Mutter ist da etwas anders. Sie spielt schon so mit ihm wie als wäre er etwas älter. Wenn er seinen Schnuller oder einen anderen Gegenstand hat zum spielen nimmt sie ihm das weg und will ihn so ärgern. (Im Spiel) er fasst das aber absolut nicht gut auf und wird dann total sauer 😅 ich hab das Gefühl, dass sie sich somit echt einiges verbaut.

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Hallo! Sei so ehrlich wie möglich und nötig. Vielleicht darfst du deinen Mann ein bisschen vor schieben und sagen, er hatte es seiner Mutter zugesagt.
Wobei ich für Ehrlichkeit wäre. Ich war in der gleichen Situation. Meine Mama ist sehr engagiert und die Großeltern wohnen gleich weit weg nah dran. Meine Tochter ist auch wärmer mit den Schwiegereltern und die sind halt doch zehn Jahre jünger und im Gegensatz zu meinen Eltern sind die zur Not begeistert die ganze Nacht am Bücher vorlesen. Mit war wichtig, dass ich entspannt in die Geburt gehe und das kann ich nicht wenn ich mir Gedanken machen muss ob es klappt.
Das wichtigste ist, dass du mit gutem Gefühl in die Geburt gehst. Natürlich kann dein Kleiner bei deiner Mama eine tolle Zeit haben weil Kinder anpassungsfähig sind. Aber du brauchst doch gar nicht die „zweite Wahl“. Die stressfreie Variante ist vor der Tür.

Meiner Mama hat weh getan, dass ich als Tochter anscheinend mehr Vertrauen zur Schwiegermutter habe. Den Gedanke verstehe ich und es hat mir leid getan. Vor allem weil es für diese Situation gestimmt hat. Aber da geht es nicht um sie und nur zur Hälfte um mich. Die Geburt und so ist für ein kleines Kind schwer zu verstehen. Also sollte so wenig wie möglich neu sein. Sag deiner Mama, du willst für deinen Sohn so wenig Veränderungen wie möglich in dieser Situation und du bist entspannter wenn nicht noch jemand zusätzlich in der Wohnung ist. Wenn es nachts losgeht ist es einfacher die Oma kommt kurz rüber und ihr könnt entspannt los als noch warten zu müssen. Jede Geburt ist anders und bei mir war der Blasensprung ohne Vorankündigung und direkt alle zwei Minuten Wehen. Nach zwei Stunden war der Muttermund auf und ich aufm Kreisbett. Ich hätte mich bedankt wenn ich noch sicher zwei Stunden ohne Verkehr hätte daheim warten müssen...
Sag ihr, du willst sie nicht verletzen und bist froh um jede Hilfe, aber es ist für dich entspannter so. Und hoffentlich versteht sie es.

Alles Gute dir!

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Ich glaube sie hat total Angst außen vor zu sein. Sie hat 2 Wochen vor ET Urlaub und eine Woche später. Als ich ihr heute gesagt habe das spätestens 10 Tage nach ET eingeleitet wird, meinte sie sofort oh nein bitte nicht die kleine muss früher kommen ich will ja aufpassen.

Ich hab ihr auch gesagt, dass sie gerne ein paar Tage nach ET hier sein kann (auch wenn die kleine bis dahin nicht da ist) und auf den kleinen aufpassen kann, solange ich immer zum CTG muss.

Ich schätze es wirklich so sehr, dass sie sich die Zeit nimmt und frei nimmt. Aber genau heute hab ich nochmal gemerkt, dass mein Sohn sie einfach absolut nicht als Bezugsperson sieht und sich in gewissen Situationen nicht wohl fühlt. (Leider)

Es ist einfach für mich total stressig.. sobald ich den Raum verlasse und er ist mit ihr alleine geht das Gebrüll los. Er bekommt aufeinmal total Verlustängste.

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Das mit der Eifersucht der Oma auf die Schwiegereltern ist hier auch. Sehr anstrengend, dabei sehen wir uns tatsächlich gleich oft eigentlich.
Da bleibt dir wahrscheinlich nur die Variante schonungslos mit viel Dankbarkeit.
Du musst leider klar stellen, dass ausschlaggebend das Verhalten deines Sohnes ist und das wiederum ausschlaggebend für dein Wohlbefinden unter der Geburt. Betonen, dass es dir total leid tut, dass er da eben gerade in einer Phase (gibts ja für alles, dann halt auch hier. Meine Mama verbaut sich auch durch manchmal nicht ganz nachvollziehbares Verhalten das Verhältnis zum Enkel irgendwo selbst) steckt und du einfach gerade die Sicherheit brauchst, dass er sich wohl fühlt. Und betonen an welcher Stelle du dich wirklich über die Hilfe freust weil es dir viel lieber und wichtiger ist, dass sie dich unterstützt bei XYZ (Wäsche waschen beim Wochenfluss, Kühlzeug für die Brüste bringen am Anfang beim Stillen, dass du entspannt halbnackt auf der Couch sein kannst während sie sich um den dann großen Kleinen Kümmert etc.) als die Schwiegereltern und du lieber während der Geburt deren Hilfe annimmst und lieber später nur sie da haben willst für viele Dinge. Es kommt drauf an wie du es verpackst.
Doof ist es allemal leider!