War werden Männer eigentlich immer mehr gelobt als Frauen...?

Ist euch das auch mal aufgefallen? Oder geht es nur mir so?

Gestern war es wieder so ein Paradebeispiel.... Ich mache und mache und mache, interessiert es irgendwen? Nein... Fällt wahrscheinlich nicht mal jemandem auf. Auch das was meine Mutter macht, oder gestern dem Essen beigetragen hat.

Aber wenn mein Partner Kuchen machen, der übrigens aus der Packung kam, dann loben ihn alle zum Himmel... Aber nicht nur mit einer Aussage, sondern diverse und von jedem...

Wenn er was baut, dann das gleiche. Ich baue auch viel. Vereitelt sagt mal jemand was, aber bei ihm hören die Lobeshymnen gar nicht mehr auf. Und nein, das ist auch nicht objektiv betrachtet... Es ist wirklich so.

Wenn man aber meint, durch die vielen lobe, denken Männer, dass das dazu gehört und geben es zurück, Fehlanzeige. Mein Partner lobt mich eigentlich nie... Da ist keine Kritik, eigentlich für mich schon ein Lob 😅

Aber meistens kommt nur "warum hast du das so gemacht" oder "das hätte man auch so machen können".... Oder ähnliches...

Geht es da nur mir so?

Gleiches sehe ich bei meinen Eltern. Meine Mutter kocht zu 99 %. Keine Kommentare zum Essen. Kocht mein Vater einmal, loben es alle... 🤔

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Hi,

warum das so ist kann ich dir leider nicht sagen, aber das ist ein Phänomen, dass mir auch schon aufgefallen ist.

Wenn wir z.B. grillen, dann mache ich Salate, kaufe das Grillgut ein und bereite auch sonst alles vor.

Während des Essens wird nur davon gesprochen, wie gut (alles auf den Punkt) gegrillt wurde.

Da könnt ich .....#schock

VG

Tattel

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Nein, kenne ich nicht.
Was denkst du denn, was der Grund für dieses Verhalten ist?

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Hi,

dass manche Arbeiten mehr wert geschätzt werden als andere ?

VG

Tattel

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Hi das kenne ich auch, bei meinem Bruder. Ich hab studiert, mache nebenbei neben Vollzeit und Kleinkind meinen Master. Derzeit alle Noten im 1er Bereich. Reaktion meiner Mutter : keine.
Mein Bruder, hat nichts drum herum macht ein Bachelor, der natürlich bezahlt wird von meinen Eltern, fällt dauernd durch Prüfungen. Reaktion: der Arme hat ja so viel an der Backe...
Das ist nur ein Beispiel.
Es gibt hunderte. Ich habe jetzt den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Das muss ich mir nicht geben.

Mein Mann sagt übrigens immer dass er das nicht alleine gemacht hat sondern schöne Unterstützung durch mich hatte. Das tut immer ganz gut.

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Nein, das kann ich so nicht bestätigen, zumindest bei uns nicht.

Natürlich, wenn mein Vater plötzlich mal einen Kuchen backen würde, wäre das tatsächlich außergewöhnlich, wir würden mit Sicherheit mehr über diesen Kuchen reden als über den 100000 Kuchen meiner Mutter. Andersherum, wenn ich plötzlich alle Reifen wechseln oder die Hecke schneiden würde, wäre das durchaus ein Kommentar wert, während es bei meinem Mann eine Selbstverständlichkeit ist.

Auch sonst habe ich immer das Gefühl, dass meine Arbeit und Mühe durchaus geschätzt und honoriert wird, egal ob das jetzt ein etwas aufwändigeres Essen, das Osterfrühstück oder sonst was ist- Und zwar egal ob im engsten Familienkreis, bei Eltern oder Schwiegereltern oder auch im weiteren Kreis.

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Das unterschreib ich jetzt so für mich🤗

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Ich kenne das ehrlich gesagt nicht. In meiner Kindheit wurde mein Vater auch für sein Essen gelobt, das war auch wirklich Klasse und er hat gerne gekocht. Meine Mutter wurde ehr für den Kuchen gelobt, dafür hatte sie ein Händchen, dafür war kochen nie ihrs. Beim Grillen wird meist der gelobt der gegrillt hat, das bin bei uns meist ich. Meine Familie gibt auch so Rückmeldung ob das Essen gut war oder nicht. Ich finde es bei uns sehr ausgeglichen.
Das einzige was mir jetzt einfällt ,alle Freunde und Bekannten waren immer begeistert was mein Mann alles mit unserem Sohn unternommen hat, das ich ihn von Therapie zu Therapie fuhr, jahrelang mit Schule und Schulstoff gekämpft habe das hat nur mein Mann gesehen im Freundeskreis niemand ...

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"Das einzige was mir jetzt einfällt ,alle Freunde und Bekannten waren immer begeistert was mein Mann alles mit unserem Sohn unternommen hat, das ich ihn von Therapie zu Therapie fuhr, jahrelang mit Schule und Schulstoff gekämpft habe das hat nur mein Mann gesehen im Freundeskreis niemand ..."

Ja, das kenne ich aus meinem Umfeld auch so. Aktive Väter werden immer in den Himmel gelobt. Mütter, die das gleiche oder mehr leisten, werden als selbstverständlich gesehen.

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Das mit den Therapien haben wir hier auch und das kenne ich zum Glück gar nicht so, ich denke da es ja nicht selbstverständlich ist (wie die kochenden Frau) bekomme ich das auch oft gesagt.

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Ich glaub man kann es nur vorleben dass es keine strikte Aufgabenverteilung anhand des Geschlechts gibt und hoffen dass die Generationen nach uns es besser macht. Keine Entschuldigungen für Faulheit usw. weil "Jungs sind nunmal so".

Mein Mann hat mit unserem Sohn einen PEKiPkurs besucht und wurde ständig dazu beglückwünscht. Das selbe wenn er ihn wo abholt, mit ihm alleine (!! wow 😂) einkaufen ist usw. Ist er mit ihm alleine auf dem Spielplatz denken oft Leute er sei alleinerziehend bzw. "Wochenend-Papa". Irgendwas stimmt doch da nicht.
Mein Mann empfindet das als beleidigend. Als könnte man ihm die einfachsten Dinge in Haushalt und Kinderbetreuung nicht zutrauen und er müsste über sich hinauswachsen um nen Spiegelei zu braten 🤷🏼‍♀️

Ich find's auch nicht witzig wenn mit Freundinnen erzählen ihre Männer wüssten nicht wie die Waschmaschine funktioniert..sondern erschreckend und peinlich.

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Danke für diesen Beitrag!
Genauso ist es.

Wir versuchen auch alles unabhängig vom Geschlecht und gleichberechtigt zu machen. Arbeiten, Elternzeit aufteilen, Kinder bringen oder abholen, kochen, putzen, Dinge reparieren... Natürlich hat immer noch jeder sein Steckenpferd oder etwas, das er einfach besser kann als der andere. So backe ich ganz klassisch Kuchen während mein Mann den Platten am Fahrrad wechselt. Zum Regal zusammen schrauben holt mein Sohn aber mich, weil ich das immer mache.

Ich hoffe einfach, dass wir es gut genug vorleben, so dass es für unsere Kinder normal ist nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten zu entscheiden anstatt nach ihrem biologischen Geschlecht.

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Das würde ich nicht auf Männer/Frauen beziehen.

Eher auf: bei manchen ist man es einfach gewohnt und selbstverständlich.
Bei denen, die sonst nie machen, fällt es auf. Eben weil sie es sonst nie machen. Das ist dann eine Besonderheit.

Ehrlich gesagt muss ich gestehen: wer immer sofort springt, alles macht, nie NEIN sagt, immer und stets ja sagt .... noch nicht mal das, sondern sofort macht .... diejenigen nehme ich kaum wahr, kaum ernst oder gehe eher aus dem Weg.

Menschen, die ehrlich NEIN sagen, die NICHT sofort springen. Die ihre eigenen Grenzen kennen. Diese nehme ich sofort ernst. Sie tun es bewusst. Nicht aus einem ihrem Zwang heraus.
Aus dem Weg gehe ich ihnen, wenn sie es aus ihrem eigenen Zwang heraus tun, mich dabei gar nicht sehen (teilweise sogar nerven mit ihrem herumgewusel). Wenn ich nachfrage und sie selbst nicht wissen warum sie es tun oder einen Zwang haben, warum soll ich dann loben? Dafür dass sie selbst unglücklich sind oder es nicht mal merken?

Wer ehrlich nein sagt, dessen Ja ist dann auch ernst geneint, ehrlich und sie haben bewusst eine Wahl, haben sich bewusst dafür entschieden das zu tun.

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Deine Frage nach dem Warum kann ich dir auch nicht beantworten, aber mich nervt das auch.

Mein Mann nimmt das zweite Jahr Elternzeit und wirklich ALLE feiern ihn dafür. Ich reagiere da nur noch mit Unverständnis drauf. Vor allem wenn von mir verlangt wird, dass ich ihn vor Dankbarkeit überschütte. Ich habe das erste Jahr genommen und er nimmt das zweite Jahr fertig.

Meine Mutter hat sogar noch einen draufgesetzt und mir erklärt, ich müsse nach der Arbeit noch den gesamten Haushalt schmeißen um meinen Mann zu entlasten. Zu Beginn meiner Elternzeit hieß es noch, dass ich doch den ganzen Tag zu Hause bin und mein Mann einen perfekten Haushalt erwarten kann. Aber das kann man ja nicht vergleichen...

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Ich kenne es so, dass immer das totgelobt wird, was eine Ausnahme ist.
Bei uns ist mein Mann der, der besser kochen kann. Wenn ich mal bei Besuch koche, werde ich bis auf den grünen Klee dafür gelobt.
Dafür muss man meinen Mann dafür beklatschen, wenn er mal bügelt, oder die Blumen gießt.
Als ich im November in der Schwangerschaft ins Krankenhaus musste, haben viele meinen Mann dafür gelobt, wie toll er es mit unserer Tochter hingekriegt hat. Danach musste ich Bettruhe halten und im Januar war es für alle nur noch total normal und nicht weiter erwähnenswert, dass er unsere Tochter bei Laune gehalten hat, sich um den Haushalt gekümmert und parallel dazu seinen Beruf ausgeübt.

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Kommt mir bekannt vor.

Als unser erstes Kind noch klein war, ist mein Mann jeden Abend mit ihm spazieren gegangen. Also Kind in Kinderwagen und los.
Was wurde er dafür von der gesamten Nachbarschaft gelobt. Das ich ja dankbar sein könnte, wie großartig er sich um das Kind kümmert und sich quasi selbst aufopfern.
Bis ich mal darauf hingewiesen habe, dass er wohl wirklich grenzdebil sein müsste, würde er es nicht schaffen einen Kinderwagen 500m gerade aus zu schieben.

Als dann noch Kinder 2, 3 und 4 dazu kamen und er tatsächlich auch noch teilweise Elternzeit genommen hat, wurde er als gottgleich angesehen und ich eher als Rabenmutter, welche zu blöd ist sich um Haushalt und Kinder zu kümmern, sodass der Mann einspringen muss.

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Wir waren einmal mit Baby (erst wenige Wochen alt) und unserer 2,5 Jahre alten Tochter auf einer Hochzeit. Während ich sie als Blumenmädchen begleitet hatte, war mein Mann am Kinderwagen, hat ihn beruhigt und ein Fläschchen gemacht. Auf der Feier war ich immer wieder beim Baby und bei meiner Tochter. Ich wurde dann von einem Gast angesprochen, wie unglaublich toll mein Mann sich den ganzen Tag um das Baby kümmert und dass das nicht selbstverständlich ist. Bei mir habe sie ja nur gesehen dass ich nicht stille?
Ich habe mich in dem Moment wie eine Rabenmutter gefühlt! Hätte ich mich den ganzen Tag alleine um beide Kinder gekümmert und mein Mann die Feier genossen, hätte mich da keiner gelobt...