Demente SchwieMu, welche Hilfen gibt es?

Hallo ihr Lieben,
Vielleicht hat ja die ein oder andere einen Tipp für mich ...
Meine SchwieMu wird seit Dezember leider zunehmend dement.
Wir haben bereits Pflegegrad 1 bewilligt bekommen und morgens kommt ein Pflegedienst um die Medikamenteneinnahme sicherzustellen.
Mein Mann ist selbstständig (Firma am Wohnhaus) und SchwieMu lebt in einer eigenen Wohnung im Haus...
Mein Problem besteht darin, dass sie uns ständig in Anspruch nimmt. Ruft meinen Mann wegen Nichtigkeiten von der Arbeit oder kommt ungefragt in unsere Wohnung und sucht Gespräche... dabei wird sie den Kindern (13,11 & 8) gegenüber regelrecht übergriffig. Sie "betatscht" sie, auch wenn sie zurück weichen und fragt oft Dinge, die besonders für die Kinder überhaupt nicht zu verstehen sind. Reagieren sie abweisend, wird sie sauer.
Auch geschlossene Zimmertüren halten sie nicht zurück.
Selbst ich verstecke mich teilweise in meiner eigenen Wohnung, weil ich so "genervt" bin.
Sie isst mittags und abends schon bei uns mit, aber ich kann sie doch nicht dauerhaft beschäftigen! Auch meinem Mann wird es merklich zu viel...
Vom Pflegegeld könnten wir 1 Tag im Monat Tagespflege finanzieren... Aber das reicht nicht ...
Hat jemand vielleicht Erfahrung und Ideen für mich?

Danke fürs Lesen ...

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Hallo

Ich würde zuerst versuchen das sie im Pflegegrad höher gestuft wird.Normal müsste sie mit Demenz eine höhere Stufe bekommen.Und ja dann evlt.eine Tagespflege suchen.Leider wird Demenz nicht besser sondern eher schlechter.

LG Melli

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Woanders hin ziehen

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Und die Frau alleine lassen in Ihrer Demenz?

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Hey!

Gibt es irgendeine Beratungsstelle in der Nähe, bei der ihr euch zum Pflegegrad erkundigen könnt?

Meine Oma hat es durch und das, was du beschreibst, ist erst der Anfang. Fürchte ich. Meine Oma verlegte irgendwann Dinge und bezichtigte Schwiegertochter und Enkel, sie bestohlen zu haben.. rannte orientierungslos durch die Gegend oder hatte keinen Tag- Nachtrhythmus mehr und brauchte folglich rund um die Uhr Betreuung, weil sie nachts nicht mehr schlief.

Vielleicht könnt ihr schon Vorkehrungen treffen.

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Viele der Dinge die du beschreibst sind hier auch schon an der Tagesordnung. Dir Kinder verstecken immer wieder Dinge oder klauen ihr Geld... Sie kann nur noch selten elektrische Geräte bedienen und ihre Uhren "funktionieren nie" ... nachts bekommt sie Tavor zum Schlafen, da sie sonst nachts regelmäßig in die Notaufnahme wollte...

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Dann wird es so langsam gefährlich, wenn sie die Herdplatte anlässt oder den Backofen bzw die Kerze vergisst.
Das klingt alles nicht nach oft Pflegestufe 1. Die hat meine andere Oma, die noch klar im Kopf ist, aber körperlich leicht eingeschränkt.

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Eine Tagespflege könnte euch erst mal etwas entlasten, zumindest am Tag für einige Stunden.

Dann würde ich mich bei der Diakonie oder ähnlich beraten lassen, was euch sonst noch zusteht.
Höherbeantragung der Pflegestufe, danach Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege?

Es gibt auch Betreuungskräfte, die bei dementen Patienten nach Hause kommen und im Alltag unterstützen.

Demenz ist scheiße!
Es wird leider nicht besser, entweder wird langsam schlimmer oder es ist schnell fortschreitend.

Alles Gute euch!

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Tagespflege wird zusätzlich bezahlt.
Kann aber sein erst ab Stufe 2. Lässt euch da beraten. Und reicht Verschlimmerung ein.

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Wenn sie tatsächlich dement ist, dann steht ihr weit mehr als Pflegegrad 1 zu. Normalerweise - soweit ich weiß - ist das Pflegegrad 4 oder sogar 5.

Und mit diesem Pfleggeld könnt ihr mehr als 1 x pro Woche die Tagespflege finanzieren. Ihr könntet ihr vielleicht sogar eine Pflegerin organisieren, die bei ihr wohnt und sich um sie kümmert.

Kümmert euch um eine anständige Diagnose bzw. die Erhöhung des Pflegegrades.

LG

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Nein, falsch. Leider muss sie komplett fast nichts mehr können, um. Pflegegrad 5 zu haben.
Die kognitiven Fähigkeiten fallen da leider noch nicht so ins Gewicht.
Sie kann laufen, sie ist kontinent, sie kann selbständig essen und trinken, sich waschen und anziehen.

Ich arbeite täglich damit und es ist schwer, Bewohner höher zu Stufen, die nur demente sind, aber körperlich fit.

Wenn sie Pflegegrad 2 bekommen, dann haben sie schon Glück, leider.

Da müsste die Politik endlich mal handeln.

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Da kann ich dir leider nur Recht geben!

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Danke für eure Antworten!
Ich werde direkt am Montag einen Termin beim Hausarzt und ggf. wieder beim Neurologen machen.
So kann es wirklich nicht weitergehen. Auch für sie ja nicht. Mir ist ja bewusst, dass sie das nicht wirklich mir Absicht macht und einfach irgendwie Betreuung und Beschäftigung braucht.

....wegziehen ist unmöglich 😂 auch wenn ich das selbst manchmal sage.

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Habt ihr eine Vollmacht?

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Genau sowas hat meine Oma auch noch unterschrieben, bevor sie... entmündigt wurde. Oder wie das heißt. War knapp.
Stichwort Patientenverfügung.

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Google mal nach demenzberatung in eurem Lk.

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Danke für den Tipp!

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Steck zur „Mittagsruhe“ von innen den Schlüssel und dreh einmal rum für 3h wenn man es noch verantworten kann sie so lange ohne Aufsicht zu lassen. Mittagsschlaf… Pause für euch… das ist gut für die Seele und schafft einen Rückzugsort.

Hochstufen ist schwer. Aber probiert es. Ich würde nicht zu lange warten mit betreutem Wohnen. Es ist eine mega Belastung.