An die, die vom Geschlecht enttäuscht waren...

Liebe Mitschwangere,
bitte verurteilt mich nicht gleich, mir geht es ohnehin schon nicht so besonders. Beim Outing vor 3 Wochen haben wir erfahren, dass wir einen gesunden Jungen bekommen. Ich weiß, dass ich mich total freuen sollte! Mein Mann ist auch hin und weg... Nur ich bin... irgendwie enttäuscht.
Vielleicht liegt es daran, dass die kleinen (und auch etwas größeren) Mädels in meinem Freundeskreis wirklich zuckersüß sind und die meisten Jungs eher... naja, so rabaukig und anstrengend wirken. Ich weiß, dass Mädchen auch Wildfänge sein können. In meinem Umfeld scheint das Klischee von den lauten und nervigen Jungs aber voll zuzutreffen. In Gedanken sehe ich mich schon auf dem Spielplatz stehen und meinen Sohn immer davon abhalten, andere mit Sand abzuwerfen😕. Ich hatte mir so sehr eine Mutter-Tochter-Beziehung gewünscht, wie ich sie auch zu meiner Mama habe😐
Gibt es hier vielleicht noch Jemandem, dem es ähnlich ging? Wann hat sich das geändert? Wann habt ihr euch an den Gedanken gewöhnt und angefangen, euch richtig zu freuen?

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Also ich denke spätestens in der Kita wird es sich ändern.
Ehrlich gesagt, sehe ich da kein einziges hübsch angezogene Mädchen. Alle genau so die Reste des Mittagessens im Gesicht und auf den Kleidern wie die Jungen. Alle tragen durcheinander gewürfeltes Zeug, weil der feine Kram gar nicht dem Alltag standhält.
Spätestens wenn man sein abgestilltes Kind wickelt, merkt man, dass Mädchen auch keine Schmetterlinge pupsen und wenn man das erste Mädchen heulend auf dem Boden liegen sieht, weil es kein zweites Rosinenweck bekommt, sieht man dass da kaum ein Unterschied zwischen den Geschlechtern ist.
In der Mädchenabteilung gibt es im übrigen den gleichen Müll wie beide den Jungen. Ich frage mich immer, wer das Prinzessin Glitzerbeeren Zeug kauft.
Denk dir immer: die ganzen Prinzessinnen brauchen irgendwann auch einen Prinzen.

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Word! Ganz genau so ist es!

Unsere Tochter hat übrigens auf dem Spielplatz mit Vorliebe andere Kinder mit Sand beworfen.
Pro Woche ist im Kindergarten mindestens eine Hose durch.
Ich denke, der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen ist - besonders im Kindesalter nicht sehr groß. Vielleicht gehen die Interessen etwas auseinander. Das war es aber auch schon.

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Wir haben einen Jungen (11) und ein Mädchen (14).

Die Mädchen können zwar auch aufdrehen, wenn sie kleiner sind, aber dabei zerlegen sie eher selten die Wohnung oder einander.
Bei den Jungs kannst Du davon ausgehen, dass entweder die Wohnung in Trümmern liegt oder ein Junge sich ernsthafter verletzt, wenn Du zu Hause Kindergeburtstag feierst.

Bei der Großen haben wir den Geburtstag ausgelagert, weil es einfacher war. Bei dem Kleinen habe ich mich geweigert, zu Hause zu feiern. #schwitz

Bei Verabredungen habe ich die Mädchen alle Jubeljahr nach draußen geschickt, weil es zu wild wurde. Bei den Jungs war das eher die Regel.

Die Jungs kämpften auch mit jedem Stock und steckten in jedem Schlammloch. ;-)
Stöcke fanden eigentlich alle Mädchen uninteressant und in Schlammlöchern steckten ein paar wenige.

Das soll nicht heißen, dass die Freunde unseres Sohnes keine netten Kinder sind/waren. Die waren meistens genauso freundlich und höflich, wie die meisten Freundinnen unserer Tochter, aber früher eben auch ziemlich wild.

Die Hosen sind übrigens meistens durch, weil die Kinder beim Spielen auf dem Boden herum rutschen und nicht so häufig, weil sie beim Toben stürzen. (Bei unseren Kindern war das jedenfalls so.)

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Hallo!

Wir erwarten unseren 3. Jungen. Ich habe mir sehnlichst ein Mädchen gewünscht und auch gehofft, dass es beim 3. Mal doch klappen muss. Ich war bei der Bekanntgabe demnach ziemlich niedergeschlagen und traurig. Ich entbinde in ca. 14 Tagen, freue mich auch auf das kleine Huschel, aber bin trotzdem traurig darüber, dass ich niemals ein Mädchen haben werde. Ich denke das ist ganz normal, da man ja die ein oder anderen Wunschvorstellungen hat. Das heißt aber nicht, dass man das Kind weniger liebt.

Ach ja und aus der Erfahrung heraus kann ich dir sagen, dass unsere Jungs (4,5 und 3) getrennt sehr angenehm sind. Zusammen aber manchmal unausstehlich. Keine Ahnung wieso, aber irgendwie müssen die beiden immer Kräfte messen. Wir haben vor wenigen Wochen ein Trampolin gekauft, aber irgendwie ist das wie ein Freefightkäfig. Sie schlagen sich nicht, aber rangeln halt. Ich denke, wenn der 3. Junge dann soweit ist, wird das Bulk noch größer.

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Ein Freefightkäfig 😂😅🙈

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Hallo,
Ich kenne das. Hatte nie mit Jungen zu tun. Als ich ein Kind war hatte ich vor den Jungs aus der Nachbarschaft Angst, und dann die Info, dass ich bald auch so einen habe 😔
Die Angst hat sich bald gelegt als mein Sohn da war.
Eine Weile lang war ich traurig beim einkaufen, weil die mädelssachen so süss sind, aber auch das hat sich gelegt.
Mein Sohn ist mir vom Wesen sehr ähnlich. Er ist nicht immer einfach, aber ein Rowdy ist ee nicht

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Ich muss gestehen, mir ging es ähnlich. Beim ersten und auch nochmal beim 2. Jungen.
Mittlerweile sind sie 4 und 7 - und was soll ich sagen? Bis auf das Klamotten- Thema (ja, es ist deutlich schwerer, Jungs schön einzukleiden) bin ich heilfroh, meine zwei Jungs zu haben.

Ob sie rücksichtslose Rabatten werden, liegt zu einem großen Teil an einem selbst.
Zum Thema "Sand werfen ". DAS waren z.b. bei uns ausschließlich die Mädchen. Es gibt z.b. ein Foto, auf dem mein Sohn süß im Sand sitzt und Kuchen backt. Das wollte ich knipsen. Während ich abdrücke, kommt vo hinten ein Mädchen und kippt ihm den Inhalt einer tiefen Schaufel übern Kopf. 🙈🙈. Und so in der Richtung lief das hier immer 🤣

Meine Jungs sind beide tolle, sensible, tiefgründige Menschen, mit denen ich hervorragend reden kann, die für ihr Leben gern kuscheln...Mir fehlt nichts. Klar gibt es hier auch "wilde Rabauken" in der Nachbarschaft- das sind aber in der Regel Kinder von Müttern, die aus irgendwelchen Gründen von sich aus immer das "Junge-sein" sehr betonen und schon immer betonten.

Die Jungs aus unserem Freundeskreis, bei denen kein großer Unterschied gemacht wurde, ob Bub oder Mädl, sind alle liebe ausgeglichene, höfliche Jungs. Klar mit tlw starkem Bewegungsdrang (meine so gar nicht), aber keineswegs lauter "wilde Kerle".

Und auch die Freundschaften der Jungs hier sind sooo viel unkomplizierter als bei den Mädls. Was hier schon im Kindergarten abging an Gezicke, Ausgrenzung, "Beste Freundin"-Exklusivitäts-Gehabe, Hinterm-Rücken-Tuscheln etc... Puh, da war ich so froh, kein (solches) Mädl zu haben...

(bevor hier jetzt alle Hobby-Genderforscher aus den Löchern kommen: das sind meine subjektiven Erfahrungen in meinem beschränkten Mikrokosmos- ich bin mir bewusst, dass diese Beobachtungen nicht objektivierbar sind, aber es wurde nach Erfahrungen gefragt- und dies ist meine)

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Du darfst traurig sein, solange du dein Baby deshalb nicht ablehnst.

Ich hatte mir immer eine Tochter gewünscht und war beim Outing super glücklich. Im Laufe der Monate bestätigten 3 verschiedene Ärzte das Geschlecht und ich malte mir das Leben mit unserer Tochter aus.

In der 36.SSW hieß es dann plötzlich "Ups, das da vorne ist ja gar nicht die Nabelschnur!😅"

Ich war tief getroffen. Nicht, weil es ein Junge war, sondern weil es eben nicht die Tochter war, deren Leben ich mir ausgemalt hatte. Zumal wir "sie" auch monatelang mit ihrem Namen angesprochen hatten.

Mich zieht es heute noch gelegentlich in die Mädchenabteilung, zu der schönen Kleidung, die einfach so viel abwechslungsreicher ist, als Jungskleidung🤷‍♀️

Meinen Großen liebe ich trotzdem über Alles!

In der 2. SS war alles anders als in der 1. Und alle waren sich einig: das muss ein Mädchen sein. Pustekuchen: ein zweiter Junge.

Aber weißt du was? Ich war sogar froh, denn mit Jungs kenne ich mich aus😅 Herrlich verschmust und charmant. Ja, auch wild und mal ruppig. Für die Pubertät erhoffe ich mir aber weniger Gezicke🤭

Lange Geschichte kurz: erkenne deine Enttäuschung an, sei traurig und freue dich dann über deinen gesunden Sohn 😃

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Ich war beim Outing auch kurz enttäuscht, weil ich mir eher einen Jungen vorgestellt habe als ein Mädchen. Aber das hat sich schon nach kurzer Zeit gelegt, spätestens bei den ersten Kindsbewegungen freut man sich einfach auf diesen kleinen Mensch. Und wenn das Kind erst da ist, dann kann man sich eh nicht vorstellen, dass das jemand anderes wäre, kein anderes Geschlecht, kein andere Name,...

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Das ist schön geschrieben. Bei mir war es umgekehrt, aber auch ich bin heute sehr glücklich mit meinem Jungen ⚽️

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Hey, ich habe zwei Jungs. War zu keiner Zeit von den Outings enttäuscht. Ich liebe meine Jungs. Auch ich wollte zuerst gern noch ein Mädchen. Von wegen süß und ruhig und was weiß ich. Ich kann dir sagen, auch Jungs sind so. Meine beiden sind nie so typisch rabaukenhaft oder laut gewesen. Klar, auch die beiden können mal hochdrehen. Aber beide sind ganz sensibel, kuschelig, machen nie Blödsinn, haben keinen Mist im Kopf. Vor allem mein Kleiner (5) spielt gern mit Bügelperlen, malt sehr gern und liebt die Farbe rosa. Er ist mein Mädchen 😅. Wenn ich mir hier zb das Nachbarmädchen ansehe... Never ever!! Die ist mehr Junge und grob, als was meine beiden jemals waren. Sie sind beide sehr auf mich fixiert. Jungs eben... und was Klamotten angeht mit rosa und so... das geht vorbei! So mit 10 ist dann schwarz angesagt! Das war’s dann mit dem niedlichen Mädchen. Aber wie überall, man kann nicht pauschalisieren. Ich in dich nur beruhigen... Jungs sind nicht immer wild und laut. 😉

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Ich war ehrlich gesagt froh, dass beim zweiten Outing wieder ein Junge raus kam.
Unser Sohn ist so ein lieber, ruhiger und umgänglicher Junge. Wenn ich die Mädels aus dem Kindergarten oder von Freunden sehe... Puh... Da sind sehr sehr viele kleine Diven. Bei Freunden mit älteren Töchtern die schon in der Pubertät sind, wird es noch schlimmer.
Man kann auch ein liebes, ruhiges Mädchen haben oder eben so einen Jungen und genau anders rum. Ich glaube, das hat nicht unbedingt etwas mit dem Geschlecht zu tun.

Das einzige, was mich ein bisschen traurig macht, ist die Gefahr einer blöden Schwiegertochter nachdem ich hier so viel gelesen habe.

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Oh ja... Da habe ich auch schon so oft dran gedacht 🙈
An die böse Schwiegertochter.

Mein Sohn ist zum Glück erst 2,5 Jahre alt und ich habe noch etwas Zeit mich darauf vorzubereiten 😂

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Ich hab noch die Hoffnung, dass einer der beiden schwul wird und einen netten jungen Mann mit nach Hause bringt 😂😂😂

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Hallo,

Für meine erstgeborene Tochter habe ich mir irgendwie immer eine Schwester gewünscht.
Es war aber relativ schnell klar, dass sie einen Bruder bekommt 😂

Ich gebe zu, ich war, etwas enttäuscht.
Nicht direkt wegen des Geschlechts, einfa, weil ich mir immer zwei Mädchen, beste Freundinnen, gewünscht hatte.
Dass das auch alles Illusion sein kann, ist mir klar.
Vermutlich, weil ich mir als Kind selbst eine kleine Schwester gewünscht habe.

Nun ja, der kleine große Mann ist mitlerweile 3 Jahre alt.
Der Wunsch nach einer Schwester, war schnell verflogen, ehrlich gesagt.

Mein Sohn ist sehr bezogen auf mich, kuschelt wahnsinnig gerne und wir haben eine ganz tolle Beziehung zueinander.
Sie ist irgendwie gefühlt auch enger als zu meiner Tochter.
Vielelicht liegt es aber grade auch daran, dass sie einfach autarker wird.

Bei uns ist der Unterschied schon, dass er Kräfte hat, er braucht mehr körperliche Betätigung als meine Tochter.
Und ja, er ist auch ein wenig wilder.
Aber auch eine angenehme Art.
Er sagt Danke und Bitte, schüttet keinen Sand auf andere Kinder 🙄
Und ich kenne sowohl wilde Mädels als auch ruhige Jungs.

Das einzige, was ich wirklich doof finde, ist, dass man tatsächlich eher nicht so schöne Klamotten bekommt 🤣

Ich wünsche dir viel Freude mit deinem Sohn, die wirst du sicher auch haben.

Ps. :und vielleicht wird es ja auch ein weiteres Kind geben und die Chance auf ein Mädel hast du dann ja auch noch.