Fühle mich meiner Mutterrolle nicht gewachsen

Ich glaube ich bin für diese Aufgabe einfach nicht geeignet. Unser Baby ist jetzt 6,5 Monate alt und gerade fühlt sich wieder alles so schlimm an. Die ersten drei Lebensmonate waren schon echt hart. Dieses neugeborenen Gebrüll über Stunden, das Baby mit nichts beruhigen können, derart gefordert werden, der Schlafmangel. Ich habe nur geheult und wollte ausziehen. Ich hatte am Anfang so arge Probleme eine Beziehung aufzubauen. Umso schöner war es als es tatsächlich besser wurde. Dieser kleine Mensch endlich in dieser Welt mehr oder weniger ankam. Und jetzt ist alles wieder zurück. Das abendliche Geschrei, diese grenzenlose Unruhe, dieses stündliche aufwachen nachts, das Geschrei im Kinderwagen. Und wenn ich darüber mit anderen spreche, sagen sie nur dass das alles normal sei, lachen drüber und verlieren sich in Anekdoten. Ich glaube auch nicht dass mein Kind "schlimmer" ist als andere, wobei es ein Anfängerbaby eben auch nicht ist. Ich habe das Gefühl dass ich einfach nicht die Nerven für das alles habe, dass mir eine grundsätzliche Leichtigkeit fehlt oder eine "scheiß egal Haltung". Mich macht dieser Alltag einfach nur fertig. Mein Kopf ist dauerschwer und ich will eigentlich nur auf der Couch liegen und mich von unsinnigen Videos volldrönen lassen. Ich bin so froh wenn mein Baby tagsüber seine Nickerchen macht und ich mich nicht mit ihm beschäftigen muss. Und nochmal. das Kind trifft keine Schuld. Ich suche die Ursache eher bei mir. Egal was ich mache, ich bekomme überwiegend negatives Feedback zurück. Möchte ich es tragen und es in den Schlaf singen stößt es sich weg von mir. Machen wir einen Spaziergang im Kinderwagen schreit es. Spielen wir unter dem Spielebogen schreit es. Spielen wir was anderes schreit es. Spielen wir gar nichts schreit es. Ich möchte mit meinem Kind gerne lachen aber irgendwie kann ich es nicht zum lachen bringen. Ich möchte mit ihm kuscheln, aber mein Kind möchte es nicht. alle sagen es sei normal dass dies und jenes ist und ich glaube ihnen. Aber während die anderen in ihren "normalen" Kindern aufgehen, noch mehr Babys machen, stehe ich hier und Frage mich jeden Tag aufs neue wie ich die nächsten 24 Stunden rumkriegen soll. Und jeder Tag fühlt sich wie ein Jahr an. Inzwischen glaube ich dass ich für's Mama sein einfach nicht gemacht bin. Vielleicht bin ich zu sehr konzentriert auf meine eigene Gefühlswert. Ich gehe nicht darin auf gebraucht zu werden. Ich mag Ruhe und Harmonie. Aber was nützt mir diese Erkenntnis nach 6,5 Monaten?
Wenn ich Berichte von anderen Müttern lese oder man mir sagt dass ich diese erste Zeit genießen soll, möchte ich eigentlich nur laut schreien. Mindestens so laut wie mein Baby. Ich möchte ihnen allen unverblümt mitteilen, dass ich diese Zeit hasse und sie nicht suggerieren sollen wie schön ich es habe. Ich beneide meine kinderlosen Freundinnen die so viel Zeit für sich und die Welt haben. Dabei habe ich meine 20er genutzt und diese Welt entdeckt und meine Freiheiten richtig ausgekostet. Aber niemand will mir etwas böses, deswegen frage ich mich gleichzeitig warum ich mich überhaupt so aufrege. Wenn mich andere beglückwünschen oder ich auf solche Mamas treffe die in ihrer Mutterrolle so richtig aufblühen ist das eine regelrechte Provokation für mich, dabei könnte es mir egal sein was andere fühlen. Und es geht mich auch nichts an.
Mein Mann unterstützt mich auch viel. Zumindest nachts. Wir haben fünf Monate in Schichten geschlafen, und sind jetzt dahin zurück gekehrt. Und dann sagen mir andere dass sie die Nächte komplett alleine machen mussten und sind trotzdem happy. Ich habe meine garantierte Schlafenszeit und meine Lider hängen mir trotzdem bis zu den Knien. Ich kann mich abends kaum aufraffen unser Baby ins Bett zu bringen. Es fühlt sich an als müsste ich ohne Schuhe und Ausrüstung einen riesigen Berg besteigen. Und dann liegt es vor mir, gibt strampelnd zum Ausdruck dass es aber nicht schlafen möchte, und ich stehe vor ihm, verlasse meinen Körper, lasse mich anschreien und es ist, als stünde ich gar nicht im Raum. Ich klopfe mir dann selbst auf die Schulter, kehre in meinen Körper zurück, nehme mein Kind auf den Arm und Versuche es zu beruhigen. Bis alles wieder von vorne anfängt. Dass ich diese ganzen negativen Gedanken mit mir trage belastet mich. Mein Mann denkt ich liebe ihn nicht mehr aber es hat nichts mit ihm zu tun. Ich will auch nicht dass mein Kind mich so sieht. Ich bemühe mich dann immer zu lächeln, damit es eine frohe Umgebung hat. Ich wünsche mir für mein Kind eigentlich nur ganz viel Liebe und ein stabiles Umfeld das ich selbst nicht hatte. Ich wünsche mir dass ich selbst zufrieden und glücklich bin. Mit der Familie die ich immer wollte. Aber ich fühle mich wie ein schwerer Klotz der auf Wolken tanzen muss.

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Hey Du,

Kopf hoch - es gibt viele ganz tolle Mamas, die erzählen, dass das erste Jahr für sie die Hölle war. Durchhalten!

Was genau hilft? Ich weiß es auch nicht. Mir tut es gut, wenn ich jemanden treffe, der sich total über mein Kind freut und sich mit ihm beschäftigt. Ich kann solange einen Kaffee trinken und etwas Kraft tanken. Allgemein muss ich raus, sobald es mir zu anstrengend wird. Wetter ist da egal.

Vielleicht könnt ihr einen Babysitter engagieren? Einfach mal einen Abend (und wenn es nur 2 Stunden sind) raus und mit deinem Mann etwas unternehmen.

Und weil ich dich nicht kenne und man ja nur einen kurzen Einblick hat bei solchen Kommentaren: eventuell könnte es auch eine verspätete Depression sein. Wenn man extrem antriebslos ist, wenig Gefühle empfindet und müde ist - das können schon auch Anzeichen sein...

Fühl dich gedrückt!

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Hallo, ich war mit meinem 1. Kind 23 Jahre alt, mir ging es monatelang genauso, dann habe ich mich aufgerafft, den Kleinen in die Krippe und für mich Arbeit gesucht. Das war nicht einfach als Deutsche in Frankreich, aber es hat nach einigen Versuchen geklappt. Inzwischen bin ich in Rente und habe von 3 Kindern 3 Enkelkinder. Was ich sagen will ist, dass sie aus dieser Mühle raus müssen bevor Sie seelisch zermalmt werden. Also Kopf hoch und viel Mut. Gruß

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Hallo meine Liebe,

du klingst sehr müde und kraftlos und auch verzweifelt. Gibt es jemanden der dir dein Kind auch mal abnehmen kann, damit du etwas Zeit für dich hast? Oder für dich und deinen Mann? Vielleicht mal einen halben Tag zur Oma, Tante, Freundin? Das hilft viel, man sammelt Kräfte und ist dann auch wieder mehr in der Lage diese Herausforderungen zu meistern. Was sagt denn der Kinderarzt? Du schreibst er schreit sehr viel, egal ob ihr spielt oder er im Kinderwagen sitzt oder ihr kuscheln wollt. Ist denn alles medizinische abgeklärt? Käme eine Schreiambulanz in Frage wenn die Nächte so schlimm sind? Es gibt einige Ansprechpartner wenn man sich überfordert fühlt, niemand muss sich damit allein gelassen fühlen. Such dir Hilfe, nicht bei den Mütter mit pflegeleichten Kindern. Sondern eventuell bei Fachleuten oder bei jemanden der dich entlasten kann.
Ich wüsche dir alles Gute. Scheue dir nicht davor um Hilfe zu bitten! Ein Kind braucht eine glückliche Mutter, nicht eine die nur so tut als ob sie glücklich ist.
Liebe Grüße
Juliane

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Nur mein Mann. Aber er arbeitet auch (ist selbstständig) und braucht Zeit um seinen Kram zu machen. Baby mach größtenteils ich. Meine Schwiegermutter ist vor drei Jahren verstorben, meine Schwester hat selbst ein kleines Kind, ist alleinerziehend und arbeitet Vollzeit. Mein Vater hat starke gesundheitliche Probleme mit der Lunge und dem Herzen. Meine Mutter ist noch berufstätig und fährt alle zwei Wochen zu ihrem Freund der ca 300 km entfernt wohnt. Also, nein es gibt niemanden.

Unser Kinderarzt sagt immer dass er nichts auffälliges entdecken kann. Wir sollten ins Krankenhaus gehen um sie durchzuchecken. Aber im Krankenhaus war auch alles ok. Sie ist motorisch gesehen eher etwas langsamer, hat gerade erst das drehen für sich entdeckt, was sie nun ständig üben muss, auch nachts. Dann liegt sie ab 2/3 Uhr auf dem Rücken, weint weil sie nicht weiter weiß. Davor hat sie durchgeschlafen. Jetzt sind die Nächte der Horror weil sie ab 2/3 Uhr vorbei sind.

Das schreien im Kinderwagen hat auch erst vor kurzem angefangen. Als sie noch ein paar Monate alt war, hatte ich sie immer in der Trage, bis sie rebelliert hat weil ihr die Bewegungsfreiheit fehlte. Daraufhin war der Sportsitz im Kinderwagen die Lösung. Jetzt schreit sie aber und wenn ich sie gar nicht Beruhigen kann, nehme ich sie raus und trage sie und sie hört sofort auf. Der Kinderarzt hatte uns nach der U5 Physiotherapie verschrieben und morgen gehen wir das erste Mal dorthin....

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Mein erster Gedanke war auch :

Craniosacrale Therapie

Physiotherapie ist super !

Bei meinen Kindern hat sich viel geändert nach der Cranio !

Hast du schon mal versucht das Baby im Kinderwagen auf den Bauch zu legen (und anschnallen) und vorne rausschauen lassen ??

wünsche Dir viel Kraft und alles Gute !

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Du bist nicht alleine!
Mir ging (und geht es manchmal immer noch) es genauso.
Unser Kind war und ist kein Anfängerbaby und ich absolut keine Babymama. Das erste Babyjahr war schrecklich. Er wollte nicht kuscheln, keinen Körperkontakt (also auch kein tragen), immer nur unzufrieden, super ehrgeizig und ständig frustriert, viel schreien. Ich war oft am Limit und unglaublich traurig und auch neidisch auf andere Mamas die so in ihrer Rolle aufgehen und zusätzlich noch Anfängerbabys haben.
Mittlerweile ist mein kleiner Schatz 14 Monate und seit er so 11 Monate ist wird es besser und besser.
Er läuft frei, kann sich verständigen, ist endlich zufrieden und fröhlich, er kuschelt und ist total toll!
Ich beginne die Zeit zu genießen und tatsächlich wollen wir noch ein weiteres Kind (in dem Wissen dass das 1 Jahr vermutlich wieder grauenhaft wird).
Ich möchte dir also Mut machen es wird um den 1.Geburtstag tatsächlich besser (was mir Mütter mit ähnlichen Kindern prophezeit hatten). Vor allem mit dem laufen ist hier soviel Zufriedenheit eingezogen und gleichzeitig damit fing er an zu kuscheln, was mein Mamaherz sehr glücklich macht.
Halte durch, es gibt Mamas die einfach bessere Kleinkind/Grundschulkind Mütter als Babymamas sind und das ist vollkommen in Ordnung.

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Warst du schon mal beim Osteopathen mit deinem Baby? Man kann darüber denken, was man möchte, aber für mich hört es sich nicht normal an, wenn dein Baby nur schreit und da hat man vielleicht lieber alles ausprobiert, damit es besser wird. Was sagt denn der Kinderarzt oder deine Hebamme?
Vielleicht bist du einfach nicht die richtige „Babymama“, aber kannst dein Kind später genießen, wenn es dich nicht mehr so braucht. Mach dir keine Vorwürfe, du wusstest vorher nicht, wie es mit einem Baby ist. Sowas kann einem auch niemand sagen, man muss es halt selbst erleben.
Es wird bald schon entspannter und dann ist auch wieder Raum für dich und deine Bedürfnisse da 😊

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Ja beim Osteopathen waren wir. Es wurden Blockaden festgestellt und behoben. Diese jetzige totale Unruhe ist aber neu. Sie ist motorisch etwas zurück und der Kinderarzt hat uns Physiotherapie verschrieben, außerdem sollen wir in zwei Wochen nochmal hin.

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Hi. Blockaden können auch erneut auftreten. Wir waren mit meinem Sohn im ersten Lebensjahr insgesamt 4× beim Osteopathen. Im Alter von 4 Wochen und 8 Wochen und ein paar Monate später erneut, weil die Blockaden im HWS Bereich erneut aufgetreten sind. Inzwischen ist mein Sohn 2 Jahre und hatte seitdem keine Probleme mehr damit.

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Hi, ich kann absolut mit dir mitfühlen.
Meine Große hat mich auch viel angebrüllt. Mit 5,5 Monaten hat sie angefangen zu brüllen, sobald ihr aufgefallen ist, dass der Papa nicht da ist. Und gebrüllt bis er wieder da war, wenn es sein musste den ganzen Tag und die halbe Nacht. Selbst beim Trinken hat sie gebrüllt. Stillen ging nicht mehr, weil sie mich weggedrückt und geschlagen hat, als wäre ihr die Nähe unangenehm. Wenn der Papa da war, war es wie wenn nichts gewesen wäre.
Kann es bei dir auch so sein, dass dein Kind mehr am Papa hängt?
Ich bin dann recht bald wieder arbeiten gegangen und der Papa war dann noch 8 Monate in Elternzeit.
Bei Kind 2 war dann alles anders, eben genauso wie man immer den Eindruck hat, dass es bei den anderen ist.

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Ich glaube das ist ausgeschlossen. Sie lässt sich von ihm nicht ins Bett bringen. vor ein paar Monaten hat sie richtig geschrien wenn er sie genommen hat, dabei hat er sie von Anfang an mit gefüttert und sie Rum getragen und so. Erst jetzt nimmt sie ihn als vertraute Person wahr.

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Ich kann verstehen das du total kraftlos und frustriert bist. Ich habe 2 Kinder und beide waren total anstrengend in den ersten 12 Monaten. Jeder irgendwie anders anstrengend. Die Große und ich hatten auch sehr starke Probleme eine Beziehung aufzubauen. Dadurch das ich sie leider nicht stillen konnte, hat uns die Nähe gefehlt. Sie hat zwar durch die Flasche relativ gut geschlafen, phasenweise hat sie aber auch ohne Ende gebrüllt. Hat sich auch nur von mir weg gedrückt und wollte keine Nähe. Durch einen Zufall haben wir bemerkt das sie Probleme hatte den Kopf richtig in eine Richtung zu drehen. Haben dann Physiotherapie gemacht und es wurde tatsächlich besser.
Mein Sohn wurde gestillt, hatte aber von Anfang an einen übelsten Dickkopf. Selbst nach der Entbindung hat er schon gebrüllt, nur weil ich im Zimmer das Licht am Bett aus gemacht habe. Wenn wir mit dem Auto gefahren sind, bekam er einen Wutanfall, wenn wir in die, für ihn, falsche Richtung gefahren sind. Nachts war er permanent wach und wollte an die Brust. Ist aber immer dort eingeschlafen und hat dementsprechend zu wenig getrunken und nach 20min wieder gebrüllt. Das ging ewig. Mein Mann war fix und fertig weil er natürlich auch ständig mit wach wurde und ich habe tagsüber jede Minute genutzt um Schlaf nachzuholen. Aber dieser permanente Halbschlaf ist nicht sehr erholsam. Ich war auch völlig am Ende, hatte ständig Herzrasen (bei mir legt sich die psychische Verfassung immer irgendwann auf den Körper) und hatte keinen Nerv mehr. Weder für meinen Mann, noch für meine Tochter. Es gab nur eine Sache, die uns ständig gerettet hat. Er schrie sich schon fleißig ein und wir haben ihm dann immer Sarah Connor-Wie schön du bist, vorgespielt. Ich weiß nicht wie wir darauf gekommen sind, aber es hat 1000x geklappt und er hat der Musik gelauscht. Gebrüllt als hätte man ihm den Arm ausgerissen und plötzlich absolute Stille, nur der Klang von Sarah Connors Stimme. Das war dann auch der Beweis für uns, dass der garnichts ernstes haben kann und scheinbar irgendwie unzufrieden ist.
Tja und nun bin ich mit Nummer 3 Schwanger. Vor den ersten Monaten graut es mir tatsächlich auch wieder. Selbst vor der Geburt graut es mir. Tja, warum tut man sich das nochmal an?
Weil ich meinen Vorrednerinnen wirklich recht geben muss. ES WIRD BESSER! Auch ich kann bestätigen, nach dem 1. Jahr wird es deutlich erträglicher. Die Kinder sind ausgeglichener, essen vernünftig, schlafen dadurch länger und man findet endlich einen Rhythmus. Und irgendwann tappelt das Mäuschen auf der Wiese rum, pflückt dir ein Blümchen und dein Herz explodiert vor Liebe.
HALTE DURCH!!!

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Ich habe es tatsächlich heute mit Sarah Connor probiert. 😄 Zuerst hat sie gelauscht und dann hat sie wieder gequält, dann habe ich es aus gemacht. Sie mag nur die Lieder von Lulu Kids. Wenn ich keine Kraft mehr habe, lass ich sie das schauen und ich kann Mal eine halbe Stunde durchatmen. Wir hatten auch das Thema mit einer Lieblingsseite. Morgen sind wir das erste Mal bei der Physiotherapie und ich hoffe so sehr dass es etwas bringt. Respekt dass ihr noch ein drittes Kind bekommt. Aber wer wohl ein oder auch zwei Mal durch diese harte Schule gegangen ist, kann einen wohl nicht mehr viel erschüttern. Beim ersten Kind ist man auch einfach gutgläubig naiv.

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Hallo,

Mir ging es in der achten Lebenswoche genauso! Das war nur eine Woche aber sie hat mich sehr zerstört. In der Zeit habe ich meine Hebamme angerufen und ihr meine Probleme geschildert.
Sie hat mich dann mit einer Dame der „frühen Hilfen“ vermittelt. Ich weiß nicht wo du wohnst, aber bei uns (Nähe Stuttgart) gibt es sehr viele Anlaufstellen, wie zb die frühen Hilfen. Ebenfalls sagte sie, dass man bis zum 1. Lebensjahr auch noch von Wochenbettdepressionen spricht. So wie du berichtest, könnte es sein, dass du bereits nach der Geburt in der ersten schwierigen Phase in diese Depression abgerutscht bist. Ich bin natürlich kein Arzt und kann das nicht diagnostizieren, aber deine Abgeschlagenheit und dein „neben sich stehen“ deutet schon daraufhin.

Mein Rat: steh das nicht alleine mit deinem Mann durch! Such dir psychologische Hilfe und sucht eventuell gemeinsam eine schreiambulanz auf. Sonst zerbrecht ihr irgendwann daran und auch euer Kind merkt und reagiert auf eure Gefühle.

Alles gute euch :)

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Ich bin keine Expertin, aber so, wie Du Deine Situation schilderst, tippe ich bei Dir auf eine Depression. Dass man mit einem Kind - zumal einem fordernden - überfordert sein kann: geschenkt. Aber Du klingst so fern von Deinem Kind, scheinst bisher kaum eine Beziehung aufgebaut zu haben. Im ganzen Text sprichst Du nicht von Sohn oder Tochter, sondern von "es". Dir fehlt die Leichtigkeit, Du bist nicht nur müde, sondern erschöpft. Ein Tag fühlt sich wie ein Jahr an, alltägliche Verrichtungen sind so kräftezehrend, wie einen Berg ohne Schuhe besteigen zu müssen, Du verlässt Deinen Körper, wenn Du Dich mit Deinem Kind beschäftigst... Bitte hol Dir Hilfe. Du kannst keine Mutter für Dein Kind sein, wenn Du selbst vor die Hunde gehst.