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Die frage ist ja, sieht es objektiv WIRKLICH so schlimm aus? Oder hast du einfach ganz andere Vorstellungen und Standards?

Denn ich kann mir schwer vorstellen, dass es innerhalb von 3 Stunden von Ikea-Katalog zu Messi-Wohnung wird. Das geht ja nicht. Also scheint irgendjemand von euch unnormale Ansichten zu haben 😅

Ansonsten: wer packt wie mit an? Könnt ihr es besser aufteilen? Hat alles einen Platz und ist das jedem bekannt?

Meine Tochter ist erst 2. Möbel-Katalog ist hier nie angesagt (war vor Motte auch nicht), aber es ist eigtl nie so, dass ich Besuch nicht einlassen würde. Aufräumen tut hier aber auch jeder, auch Motte ;)

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Doch, es ist tatsächlich so.

Wäre mir mein Privatleben nicht heilig, würde ich hier unheimlich gerne mal Fotos von vorher/nacher einstellen. Ihr würdet glaube ich sehr erstaunt sein.

Vorher gleicht es einem Ikea Katalogauszug und nacher würde man denken, es lebt die Messi-Familie hier.
So geht es mir ja jeden Tag! Und das ist das verrückte! Ein Teil des Tages die schönste Wohnung und am anderen Teil des Tages total schlimm.

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Wer ursacht denn soviel unordnung? Ist es wirklich so helfen nur klare Regeln und Konsequenzen.

Wäre es z. B der Mann würde ich ihm klar sagen entweder er hilft oder wir müssen in getrennnten Wohnung wohnen.

Bei den Kindern helfen logische Konsequenzen.

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Hi,

du hast eine verdrehte Wahrnehmung.
Es kann nicht von jetzt auf gleich wie bei Messis aussehen. Ich habe 10 Jahre im Kundendienst gearbeitet und kenne diverse Wohnungen von innen.
Zwischen Messi und Unordnung liegen Welten.
Zwischen Unordnung und einem ordentlichen Haushalt ebenso. Mit unzähligen Abstufungen dazwischen. Eine Perfekte Wohnung habe ich im übrigen sehr selten gesehen in den meisten wird gelebt und das darf man auch sehen.

Ich meine es gibt einen Unterschied zwischen es liegen noch die Löffel vom Frühstück der Spüle weil der Geschirrspüler noch nicht ausgeräumt wurde (lief erst am Abend) und ich kann die Tür nicht vollständig öffnen weil da soviel Müll liegt.
Um mal in Extremem zu reden.

Wenn ein Kunde sagte „schauen Sie sich im Keller nicht zu genau um, es sieht furchtbar auch“ wusste ich ok der ist sauber aufgeräumt und riecht nicht komisch.

Bei uns ist es nicht perfekt aber ich kann jederzeit unangemeldet Besuch empfangen. In unserer Wohnung wird gelebt und das darf man sehen.
Ein perfektes Aussehen wirkt auf mich schnell ungemütlich und unecht.
Ja auch ich drehe manchmal durch wenn leere Flaschen nicht weggeräumt werden, dafür gibt es eine Tasche wo die reinkommen oder wenn ein Karton nicht sofort zerkleinert wird sondern dumm rum steht. Krümel von der Arbeitsfläche werden auch sofort weg gemacht.
Also so ganz unnormal ist das nicht. Du musst nur rausfinden bis wohin es für dich passt. Perfekt geht nur wenn ihr das Leben in der Wohnung einstellt. Sauber und ordentlich geht auch mit leben in der Wohnung.

Liebe Grüße

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Gut, wenn ich es jetzt mal ganz genau beschreiben müsste, würde ich es "vermehrte Unordnung" nennen. Messi ist eher so daher gesagt. Natürlich sieht es hier nicht aus wie bei den Messis, die man aus dem TV kennt z.B.

Ich habe gestern Abend hier wieder alles blitzeblank geräumt und gewischt. Momentan hält es sich noch gerade so. Ich denke, das ist der Punkt, wo ich ansetzen muss.

Der Fehler ist wahrscheinlich, das ich hier nur einmal am Tag die heftige Durchsäuberung durchführe, wenn es mir wieder zuviel wird. Ich muss wahrscheinlich nach jedem Tun schon alles beseitigen. Das mach ich zum Beispiel irgendwie nicht und sag es meinen Kindern auch nicht.

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Das hilft ungemein gleich Dinge anzupacken.
Lass deine Familie da auch mithelfen. Ihr lebt gemeinsam in der Wohnung und jeder trägt Verantwortung.
Zumindest das eigene Zeug kann jeder selber sortieren. Wenn du das immer machst ist das natürlich sehr bequem.
Ich habe auch schon aus trotz einen Karton Tage durch die Küche geschoben. Bis mein Mann dann man auf Idee gekommen ist ihn selber klein zu machen.

Perfekt muss es dennoch nicht sein. Das stresst dich nur.

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Hallo

ist es wirklich zu unordentlich oder hast du ein problem mit normalem "Dreck". Beim zweiten solltest du mit deinem Hausarzt darüber sprechen.

Beim ersten sollte ihr als Familie schauen wie ihr es änderen könnt und du musst klare Regeln aufstellen und schauen wer der Verursacher ist.

Wir haben hier klare Regeln. Ich habe z. B kein Problem damit das Spielzeug was abends nicht weggeräumt ist (ausser ordentlich aufgebaute Sachen) in eine Kiste zu packen und es auf den Boden zustellen.
Wichtig ist auch wirklich einmal gründlich auszumisten.
Wie alt sind die Kinder?

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Hallo,

ich verstehe Dich und ja, auch ich saß schon mal heulend auf dem Rand der Badewanne, weil es hier im Nullkommanix wieder wie Sau aussah.
Und ich bin NICHT in therapeutischer Behandlung, aber die Wut musste einfach mal raus! :-p


Meine Kids haben es jeden Tag aufs Neue gebacken bekommen, unser Haus in einen Schweinestall zu verwandeln. Das ging mal eine Weile gut, aber dann kamen sie wieder in den alten Trott.

- Rein, raus, runter, rauf und zu faul die Schuhe auszuziehen - alles voller Sand, Dreck usw.
(Ja, aber die TSCHULIA macht das auch so!!!).
Freunde im Schlepptau, usw.

- Tausend Mal am Tag KLINGKLONG, KLINGKLONG, KLINGKLONG an der Tür, weil sie zu dusselig waren, ihre Schlüssel mitzunehmen.

- An die Schränke, and den Kühlschrank, sich ohne mal kurz anzuklopfen was zusammengerührt, die Sauerei wurde stehengelassen, Türen und Schubladen waren offen.

- Getragene Klamotten im Flur, in den Zimmern - zu faul mal was wegzuräumen

- Sprudelflaschen standen offen herum, weil sie zu faul waren sie zuzuschrauben. Die schale Brühe durften sie dann zum Essen trinken, ich sehe das nicht ein.

- Teller und Gläser, Naschkram im Zimmer, obwohl verboten

- Schulkram flatterte überall rum. Heft am, Sofa, Arbeitsbuch am Tisch, Füller im Flur

- und überall dieser f*cking Plunder der beiden. Spielkram, Kleinkram, in jeder verdammten Ecke des Hauses.

- und wenn sie was wegräumten, dann immer in irgendwelche Beutel und Taschen, die sie unters Bett stopften oder (Oberfrechheit) in unserem Schlafzimmer deponierten.


Wo andere Frauen schöne Häuser haben und lediglich mal saugen mussten und ansonsten den lieben langen Tag dekorieren usw, war ich permanent mit der Grundreinigung beschäftigt.


Und an dem einen Tag hat es mir so arg gereicht. Da brach das Tier in mir durch.

Ich habe so eine Wut in mir gehabt und bin wie ein Schaufelbagger durchs Haus.
Was herumlag flog in einen großen Müllsack.
Und es war mir herzlich sch**ßegal, ob das Männchen da wichtig ist oder die Haarspange oder der Lipbalm oder das Washitape. Da lag eine Wendy, dort lag ein Schlüsselanhänger.
Weg damit, weg damit, weg, weg, weg!!!

Schulkram raffte ich zusammen und schmiß es meinen Kindern im Wust auf den Schreibtisch. Sollen sie es auseinandersortieren, ich mache das nicht.
Es sind ihre Ranzen, andere Kinder in ihrer Klasse kriegen das auch gebacken und da arbeiten beide Eltern den ganzen Tag und können den Kindern auch nicht dauernd hinterherräumen,

Der Füller fehlt? Dann sucht ihn gefälligst. Ich suche nichts mehr, was ich nicht verschlampt habe. Arbeitsblatt oder Buch vergessen? Dann frag den Lukas oder die Maja oder radel in die Schule.

Diese Beutel mit Plunder, die sie sich zusammengepackt haben, habe ich 2-3x komplett so wie sie waren im Mülleimer versenkt. Da war das Geheule dann groß, weil da irgendwelche Playmobil-Winzsachen drin waren, Sticker, Minikram oder drei Lipbalms von der Großen.
Sorry, früher hätte ich alles auseinandergefieselt aber mir war es jetzt einfach zu dumm.
Warum soll ich meine Zeit totschlagen, nur weil meine Kinder zu faul sind?
Dann ist das eben das Lehrgeld, Basta.
Gesagt habe ich es oft genug.
Sie wissen, dass ich dieses "Gebeutels" da nicht mag, dass mich diese vollen Beutel überall ärgern. Und das war jetzt die Konsequenz, Tonne auf, Beutel rein, weg!
Als sie maulten, argumentierte ich damit dass man Müll normalerweise in Beuteln sammelt. Und wenn sie meinen, alles in Beuteln sammeln zu müssen und es mir unter mein Bett stopfen müssen, dann bitte - dann wird es entsorgt.
So wichtig kann der Inhalt nicht sein, wenn er es nicht wert ist, dass man ihn sauber wieder in die Regale und Schubladen einräumt und pflegt.


Mein Mann ist übrigens auch gerne so - er trinkt auf der Fahrt Red Bull usw, und stellt die Büchsen auf die Kommode im Flur. Zu faul, es in den Keller zu bringen.

Dem knalle ich den Plunder inzwischen auch auf den Schreibtisch in seinem Büro hier im Haus.
Neulich mokierte er sich, dass ich das doch nicht machen kann.
Was sollen denn da die Kunden denken, wenn die in sein Büro kommen und da stehen Büchsen herum?
Meine Antwort war "Und was soll deine Frau denken oder Besuch, wenn man ins Haus kommt, und da stehen Büchsen herum?!"
Kapiesch?! :-[


Ich kann Dir nur raten:

Schmeiß weg, was herumliegt!
Und wenn es den Kindern gehört, ja dann lernen die das, dass sie ihren Kram wegräumen.
(ich würde freilich nicht die Lieblingspuppe wegwerfen, aber dieser ganze Kleinmist - was nicht verräumt wird, fliegt weg! Basta!)

Und mein Trick ist: ich halte MEINE POSTEN sauber.

Damit fahre ich super. Wenn ich koche, mache ich noch währenddessen schon mal die Küche sauber. Nach dem Essen alles in die Spüle, Herd und Anrichte wischen, fertig.

Wohnzimmer, mein Arbeitszimmer, das Bad, etc halte ich sauber.

Denn dann kann mir keiner den Schuh umgekehrt andrehen von wegen "Ja, aber räum DUUUUU erst mal XXX weg!" Mein Mann ist darin Spezialist, wenn man den ermahnt dann wehrt der sich erst mal und schaut, welchen Fehler er mir ankreiden kann.
Den Gefallen tu ich ihm nicht (mehr)


Fliegt z.B. Mädchenschminkkram von meiner Tochter rum, den schmeiße ich ihr aufs Bett.

Fliegt er danach am Boden herum, dann fliegt er in die Tonne.

Fliegen von meinem Sohn Jeans oder Shirt rum, schmeiße ich es in sein Zimmer.
Bringt er es nicht in den Wäschekorb, dann wird das geliebte Starwars- oder Pikachu-Shirt eben nicht gewaschen. Schluß.


Im Garten lagen mal "Fresspapierchen" herum, da haben sie irgendwelche Süßigkeiten verdrückt. Ich habe beide von ihren Freunden wegtelefoniert, sie sollen bitte sofort nach Hause kommen. Als sie heimkamen und fragten, was denn los sei, zeigte ich in den Garten und sagte "Da!"
Klar maulten die, warum ich sie DESWEGEN von ihren Freunden holen würde. Und klaubten die Papieren auf. Das habe ich noch zwei Mal gemacht, ab da haben sie es endgültig kapiert, dass da mit mir nicht zu Spaßen ist.


Mein Tip ist wirklich, setze Deine Familie auf den Pott.

Sei mal rigoros - ich habe es auch vieeeeeeeeel zu lange im Guten versucht.
Ich als Kind hätte für so manche Sauerei hier eine ordentliche Backpfeife von meiner Mutter kassiert.
Das mache ich freilich nicht, aber mit La-Le-Lu ist nun auch Schluss.

Meine beiden sind alt genug, dass ich mir den Zirkus nicht mehr antue.
Wenn der Flur vollgesandet ist, dann müssen sie saugen und putzen.

(Gut fand ich auch immer die Mutter von meinem ersten Freund.
Die arbeitete in einer Anwaltskanzlei und hatte keinen nerv für solche Faxen ihrer Söhne)
Wenn er oder sein jüngerer Bruder z.B. mit dreckigen Schuhen ins Haus liefen, Sand verteilten usw, da stand kommentarlos der Staubsauger im Hausflur. Einmal waren sie für die alte Hündin verantwortlich, weil die Eltern einen Termin hatten und haben wohl verbaselt, sie auszuführen und die alte Lady hat in den Flur gekackt. Als er abends heimkam, stand da der Eimer mit dem Wischmopp, Kackbeutel, Zewarolle etc und die Mutter zeigte auf den Haufen und sagte nur "Da!" #cool

Dreckige Wäsche usw hat die den zwei Brüdern vor die Zimmertüten geschmissen und das war meinem Freund mal megapeinlich als ich dabei warm, und da ein Knäuel aus Shirt, Unterhose, schmuddligen Socken und einer staubigen Jogginghose lag, die er vorher beim Fußballspielen anhatte)


LG

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Ich liebe deinen Beitrag. Man bekommt während dem Lesen so richtig Lust auf den Putz zu hauen 😁

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Mein erster Gedanke war Minimalismus. Je weniger man besitzt, desto weniger Chaos kann herrschen. Vielleicht mistest du mal gemeinsam mit deinen Kindern aus. Was wird noch viel bespielt, was kaum noch?

Dann muss alles einen Ort haben. Kleinkram in Kisten. Ich bin da wie Marie Kondo. Unser Sohn ist 1,5 und räumt nach dem Spielen alles selbstverständlich in die entsprechende Kiste. Somit ist es bei uns (meist) ordentlich.

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Als wir vor knapp 6 Jahren in unsere neue Wohnung gezogen sind habe ich auch Zwänge entwickelt. Alles musste immerzu perfekt sein und ansonsten war ich schlecht gelaunt. Hat dazu geführt, dass mein Mann und ich eine echte Krise hatten.

Inzwischen habe ich sehr beruhigt festgestellt, dass es bei uns ziemlich ordentlich und sauber ist. Ich sauge nur noch alle 2 Tage, träume aber trotzdem noch von einem Saugroboter für zwischendurch 😬

Meine Tricks:
-Täglich das Bett machen, dann sieht ein Raum gleich ordentlich aus (meine Kinder machen inzwischen selbstständig ihr Bett)
-Sachen nach dem benutzen wieder wegräumen (Kinder erinnern und nicht für sie wegräumen, weil sie es dann nicht lernen)
-Waschbecken und Toilette putze ich morgens einmal, wenn alle durch sind, weil ich das hygienischer finde und eine geputzte Armatur das Bad gleich sauberer wirken lässt
-Kinder und mein Mann haben verstanden, dass ich es nicht mag, wenn schmutzige Wäsche rumliegt und ich dann schlechte Laune bekomme 😬 also haben wir wäschsammler wo die reinkommt. Ich habe 2 feste Waschtage in der Woche
-Spielzeug wird abends weggeräumt, es sei denn sie sind mitten im Spiel und wollen am nächsten Tag weiterspielen. Es gilt aber nur eine Sache auszuräumen und wegzuräumen, bevor das nächste bespielt wird.

Und dann: entspann dich. Ich habe einfach festgestellt, dass es bei anderen Familien mit Kindern nicht perfekt ist und auch mal was rumliegt. Es ist eine Wohnung die bewohnt ist und keine Möbelaussrellung.

LG

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Ok es klingt irgendwie ein bisschen, als wäre ich ein nörgelndes etwas, wenn es hier mal unordentlich ist. Ich kann inzwischen aber sehr gut über Unordnung hinwegsehen und erinnere einfach einmal nett, wenn die Socken 2 Tage vor dem Bett liegen 😉 meiner Erfahrung nach bringt Gemecker da gar nix, weil dann am Ende alle wie beim Domino schlechte Laune haben.

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Bei mir ist es sauber aber ich hab da so mein Chaos, und soll ich dir was sagen? Wenn es stört braucht nicht kommen, es ist nicht dreckig nicht verwechseln, den stress ich muss jetzt aufräumen weil jemand kommt den mach ich nicht mehr mit.