Wie geht es weiter nach Elternzeit?

Hallo ihr Lieben.

Meine Elternzeit endet in den nächsten Monaten und ich muss dann wieder anfangen mit Arbeiten ( Teilzeit 30 Stunden). Leider geht es mir physisch und psychisch überhaupt nicht gut.
Da mein Hausarzt mich nicht ernst nimmt, suche ich mir, sobald die Kündigung des Hausarztprogrammes durch ist, einen neuen Arzt, der mich hoffentlich ernst nimmt und mich Durchcheckt.

Außerdem habe ich ein absolutes Schreikind (10 Monate) was sich durch nichts und niemanden beruhigen lässt und mehrere Schreistunden täglich hat. Sie ist schon von ihrem ersten Tag an ein Schreikind und schreit sich regelmäßig in rage bis sie blau anläuft. Körperliche Ursachen dafür konnten ausgeschlossen werden. Ich denke dass in diesem Moment eine Eingewöhnung wenig Sinn ergibt bzw. nicht funktionieren würde.

Ich liebe meinen Job und würde gerne wieder anfangen mit arbeiten, aber ich denke dass es wegen den oben genannten Grübden besser ist noch etwas Zuhause zu bleiben.
Mein Problem ist dass eine Elternzeitverlängerung von meinem Arbeitgeber nicht zugestimmt wird.
Ich möchte mich aber ungern krankschreiben lassen, weil ich ein schlechtes Gewissen habe, dass ich erst wegen Schwangerschaft, dann Elternzeit und nun Krankgeirs bedingt ausfalle. Ich hab auch schon überlegt zu kündigen und was neues zu suchen, wenn meine Kleine und ich soweit sind und sie Eingewöht ist und es mit wieder gut geht, aber dann bekommen ich ja eine Sperre weil ich selbst gekündigt habe.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Gibt es noch andere Optionen?

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Du kannst dir jederzeit einen neuen Hausarzt suchen.

>>>Und selbstverständlich können Versicherte, die an einem Hausarztvertrag teilnehmen, auch jederzeit den Hausarzt wechseln, zum Beispiel, wenn das Vertrauensverhältnis gestört wird.<<<
Quelle:https://www.hausarzt.digital/politik/meinung-hausarztvertraege-und-freie-arztwahl-ein-widerspruch-22280.html#

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Warum wird Dein AG einer Elternzeitverlängerung nicht zustimmen?

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Weil Fachkräftemangel herrscht und jede Arbeitskraft benötigt wird.

Es gab schon bei meiner ersten Angabe der Elternzeit Schwierigkeiten und Diskussionen.

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Dann solltest du deinen AG fragen, was ihm lieber ist: Du verlängerst deine Elternzeit um ein Jahr (um dann relativ flexibel in Teilzeit wieder einzusteigen) oder du kündigst.

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Soweit ich weiß bekommst du überhaupt kein Geld, wenn du kündigst um bei deinem Kind zu Hause zu bleiben.
Du musst dwm Arvwitsmarkt zur Verfügung stehen um ALG zu bekommen.

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Genau, das geht ja nur, wenn man sich direkt alternativ weiter bewirbt.
Aber geht es hier überhaupt ums Geld? Elternzeitverlängerung würde ja auch kein Einkommen bringen.
Wenn es nicht ums Geld geht würde ich den Elternzeit Antrag stellen und wenn das nicht klappt eben kündigen 🤷🏼‍♀️

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Sie redet ja von einer Sperre, das bedeutet für mich, dass sie Geld haben möchte, sonst würde sie ja nicht gesperrt werden.

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Hi,

Schwierig.

Wenn du kündigst,kann es sein, dass du eine Sperre bekommst und wenn du ALG1 erhalten möchtest musst du einen Betreuungsplatz vorweisen und dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen.

Krankschreiben wenn du/das Kind krank bist ok, aber so, ich weiß nicht.

Sprech mit deinem Arbeitgeber. Sonst bleibt dir nichts übrig als zu kündigen und in beiden Varianten ohne Elterngeld zu Hause zu bleiben.

Ich würde mit dem AG sprechen und es ihm ganz deutlich sagen , um dann später in Teilzeit zurück zu kehren. Wenn so ein großer Fachkräftemangel ist, wär er ja schön blöd dich kündigen zu lassen.

Majonjon

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Bist du alleinerziehend? Wenn nicht, warum musst du deinen Job kündigen? Deinem Mann steht ja auch Elternzeit zu.

Ich kann deine Gefühle absolut nachempfinden, aber bevor ich arbeitslos werde und eventuell nicht mehr einsteigen kann bzw nur zu schlechteren Konditionen, muss mein Mann ran.

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Ich bin nicht alleinerziehend.
Mein Mann möchte allerdings keine Elternzeit nehmen, aus Angst, dass er nach der Elternzeit gekündigt wird. Es arbeitet Vollzeit, ist der Haubtverdiener und ist auch Unterhaltspflichtig gegenüber seinem Sohn aus erster Ehe. Er hätte im Falle einer Kündigung auch schlechte Chancen etwas in seiner Branche zu finden.
Ein Einkommen alleine reicht aber leider nicht aus.

Außerdem geht es ja auch darum, dass es mir zurzeit nicht so gut geht. Bringt ja nichts wenn mein Mann in Eĺternzeit geht und ich arbeite ein paar Wochen bis gar nichts mehr geht und werde dann dich krankgeschrieben. Aber ich möchte mich auch ungern sofort nach der Elternzeit krsnkschreiben lassen

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Habt Ihr denn schon ausgerechnet, ob Ihr überhaupt einen Anspruch auf ergänzende Leistungen hättet?

Bei uns hätte ein Einkommen auch nicht auf Dauer ausgereicht, aber das bedeutet ja nicht zwingend, dass man auch Anspruch auf Sozialleistungen hätte.

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Ich würde mit dem Arbeitgeber verhandeln ob nicht eine Reduktion (20 Stunden?) möglich ist, und versuchen dein Kind einzugewöhnen.

Das es dir psychisch und physisch nicht gut geht mit einem Schreikind ist nicht wirklich verwunderlich. Ich hatte auch eins, die Eingewöhnung hat zwei Monate gedauert aber es hat sich definitiv gelohnt. Die Arbeit war quasi die Erholung von zuhause, denn meine Arbeit ist wesentlich weniger anstrengend als es mein Alltag als,Mutter war.

Mir hat das arbeiten sehr gut getan. Ich würde es an deiner Stelle auf jeden Fall probieren und wenn du dann krank wirst ist das so. Kündigung ist doch der letzte Ausweg, Versuch es erstmal und ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber ist deplatziert falls du es nicht schaffst und dich krank schreiben lassen musst wegen Überlastung. Dann hast du es versucht, mehr kann man nicht verlangen. Aber dann ist dein Kind eingewöhnt und in einer Einrichtung und wenn du dann gekündigt wirst bekommst du immerhin Arbeitslosengeld.

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Ich würde mich beim Amt erkundigen und die Situation schildern, wenn sich dein Kind mit einem so jungen Alter nicht eingewöhnen lässt ist das ja nun nicht unbedingt deine Schuld und ich denke Wohngeld solle man trotzdem bekommen.

Ich würde auch nochmal das Gespräch mit dem AG suchen und wenn der sich stuhr stellt würde ich wirklich kündigen, ich vermute du arbeitest in der Pflege, da sollte man ja schnell wieder was bekommen, da würde ich mir keine Sorgen machen.

Noch was zum Schreikind, meiner war auch bis zum 10. Monat das absolute Schreikind, bis zu 10 Stunden am Tag schreien war normal bei uns 😬. Als er beweglicher wurde war es viel besser, mit 11 Monaten lief er frei und ab dem Zeitpunkt wurde es wesentlich besser und er war ruhiger und zufriedener, es gibt also noch Hoffnung das sich wenigstens das eine Problem bald ein wenig bessert 😎.

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Wieso denkst Du, dass sie Wohngeld bekommt?
Sie ist verheiratet und ihr Mann arbeitet Vollzeit.
Es gibt viele Familien mit nur einem arbeitenden Elternteil. Da gibt der Staat nichts sazu.

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Weil sie weiter oben was mit Wohngeld geantwortet hatte, ich hab es so verstanden das die Angst hat die Leistungen werden teilweise gekürzt 🤨 und sie steht komplett ohne Geld da. Ich hab in meiner Elternzeit auch Wohngeld bekommen da mein Mann zu wenig verdiente 🤷.

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Hallo,

wann genau endet die Elternzeit? Du schreibst "in den nächsten Monaten".
Und hast Du einen Kita-Platz oder wer betreut das Kind dann in den 30h?

Für mich klingt es doch ein wenig weiter hin noch und oft ist es ja so, dass Schreikinder mit ca. 1 Jahr doch schnell sich bessern. Soweit ich informiert bin hängt das arg mit dem (Eein)Schlafen zusammen.
Es tut mir leid für Dich dass Dich das so mitnimmt. Letztlich ist es ja so, dass es leider einige Eltern gibt, die das durchmachen. Ich würde mich eher an Gleichgesinnte erstmal wenden als an den Hausarzt.

Ich finde es schwer, näheres zu sagen da die Zeitspanne von Dir so vage angegeben ist.

Dennoch alles Liebe und gutes Durchhalten Dir!

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Danke dir.

Die Eingewöhnung in der Kita beginnt Anfang Juni und ich muss ab August wieder arbeiten.

Mir wurde gesagt, das Schreikinder mit 3 Monaten ruhiger werden bzw. spätestens mir 6 Monaten. Leider wurde es nach den 6 Mobaten nich schlimmer.

Bei der Beratungsstelle hieß es dass sie ein sehr großes Schlafbedürfnus hat, aber nicht in den Schlaf findet. Meine Tochter ist eigentlich dauermüde und nie wirklich ausgeschlafen und dadurch schreit sie viel. Ich kann mir nicht Vorstellen wie das in der Kita klappen soll. Zudem habe ich da Gefühl, dass sie schnell unter Reizüberflutung leidet. An Tagen an den wir längere Zeit so 2 bis 3 Stunden unterwegs sind( Oma besuchen, Freundin besuchen, Arzt oder einen wichtigen Termin), sind ihre Schreiattacken schlimmer, als wenn ich mit ihr nur Zuhause bin.

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Hallo zusammen,

also wir planen es so, da mein Vertrag gegen Ende der Schwangerschaft endet, dass ich mich nach 3 Jahren einfach nach einem neuen Job umsehe. Bis dahin laufen Versicherungen usw über meinen Mann. Wenn du also verheiratet bist musst du divh doch nirgends rechtfertigen, wenn du noch nen Jahr länger zuhause bleibst und oder ggf. Nochmal schwanger wirst? Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler? Liebe Grüße ☺️

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Leider komme wir nicht mit nur einem Einkommen über die Runden.
Daher habe ich auch nur ein Jahr Elternzeit genommen, da es mit Elterngeld Plus sehr knapp geworden wäre.

Ich weiß, dass wir vom Enkommen her ALG 2 Aufstockung bekommen würden, wenn ich länger in Elternzeit bleibe. Wa ja mein Arbeitgeber ablehnt.
Wenn ich allerdings selbst kündige bekomme ich eine Sperre und bekomme erstmal kein ALG 2 als Aufstockung.

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ALG 2 bekommt man auch wenn man selbst gekündigt hat. Diese Sperre gibt es nur bei ALG 1.
ALG 2 ist Hartz 4 und das bekommt jeder dem es zusteht.