Sollten Eltern für ihre Kinder vorsorgen?

Mich beschäftigt in letzter Zeit das Thema "Vorsorgen und sparen" für die Kinder sehr und mich würde interessieren, wie andere das sehen. Sollten Eltern für ihre Kinder vorsorgen? Sorgt ihr vor?

Ich bin mit 3 Geschwistern aufgewachsen und hatte eine sehr fröhliche, unbeschwerte Kindheit, würde ich sagen. Meine Eltern haben sich sehr viel Zeit für uns genommen und immer versucht, uns möglichst viel zu ermöglichen. Mein Vater war Vollzeit berufstätig, meine Mutter in Teilzeit.
Bis ich in die Grundschule kam, war das Geld oft knapp, meine Eltern hatten aber das Glück, ein kleines Häuschen zu einer sehr günstigen Miete bewohnen zu können. Ihnen war wichtig, dass wir einen Garten zum Toben haben. Wir konnten einen Hund und Kaninchen halten und anderen Hobbies (Reiten, Klavier spielen etc.) nachgehen. 1-2 mal im Jahr war ein Urlaub im Wohnwagen drin. Restaurantbesuche gab es sehr selten, Klamotten wurden weitergegeben, Flugreisen gab es nie, dafür war kein Geld da.

Jetzt als Erwachsene weiß ich, dass am Ende des Monats nie etwas übrig blieb. Meine Eltern haben nichts gespart, sondern alles für die laufenden Kosten und eben ab und zu mal einen Urlaub, unsere Hobbies etc. ausgegeben. Für sich selbst eigentlich nie etwas, was da war, floss in uns Kinder. Totalen Luxus gab es nicht, dafür war kein Geld da, das habe ich aber auch nie vermisst.

Zusammengefasst ist es so, dass meine Eltern für "später" nie vorgesorgt haben, weder für sich, noch für uns Kinder. Es gibt in der Familie keine Immobilien, keinen Bausparvertrag, kein gefülltes Konto, einfach nichts.

Ich bin mit der Grundhaltung aufgewachsen, dass Geld eben nicht vom Himmel fällt, sondern erarbeitet wird und fand das immer total normal. Taschengeld gab es bei uns kaum, meine Eltern haben uns Kleidung, Schulsachen etc. bezahlt, aber für "Extras" wie Kinobesuche etc. bin ich ab einem Alter von 14 arbeiten gegangen.
Ich habe mir das Geld für das erste Auto und das Auslandsjahr nach dem Studium selbst erarbeitet, völlig ohne finanzielle Unterstützung. Im Studium erhielt ich Bafög (das ich immer noch zurückzahle), das reichte für die Miete und den monatlichen Semesterbeitrag, den Rest habe ich mit vielen Nebenjobs finanziert. Inzwischen habe ich 2 Staatsexamen und verdiene sehr gut.

Nun, mit Mitte 30 stelle ich trotzdem fest: So ganz ohne "Startkapital" ist einiges schwer. Eine Immobilie kaufen, ohne wenigstens die Grunderwerbssteuer auf der hohen Kante zu haben, ist kaum möglich. Das Studium war sehr hart. Ich habe nebenbei oft 20- 30 Stunden gearbeitet und das Studium in der Mindeststudienzeit durchgezogen,weil es nicht anders ging, ich hätte sonst kein Bafög mehr erhalten. Urlaube etc. waren in dieser Zeit natürlich nie drin.
Ich werde später nichts erben und fühle nun den "Druck", irgendwie vorzusorgen, damit ich als Alleinerziehende später nicht in die Altersarmutsfalle tappe und möchte meinen Kindern auch gerne etwas überlassen. Es scheint mir trotz gutem Verdienst aber sehr schwer, etwas aufzubauen.

Wie seht ihr das? Sollten Eltern ihren Kindern etwas "Startkapital" mitgeben, damit sie es leichter haben? Erwartet ihr, dass eure Kinder sich ihr Leben komplett selbst finanzieren und aufbauen oder würdet ihr sie im Studium finanziell unterstützen? Was können Kinder in dieser Hinsicht von ihren Eltern erwarten? Kann man als erwachsenes Kind überhaupt etwas erwarten?

Bin gespannt auf eure Meinungen!

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Hallo,

Nein ich finde nicht, dass Eltern für die Kinder Häuser, Grundstücke oder Geld vorsorgen müssen. Klar ist das schön und wir überlegen auch schon was sinnvoll ist für unsere ungeborene Tochter für später.
Ich bin ähnlich wie du aufgewachsen, Vater Vollzeit, Mama Hausfrau bis meine jüngere Schwester etwa 12 war, dann ist sie einer geringfügigen Beschäftigung nachgegangen, um aus dem Haus zu kommen. Allerdings haben meine Eltern gebaut, als wir im Kindergartenalter waren, da profitiert meine Mutter heute von, als Witwe und jetzt selber Rentner kommt sie auf etwa 1100,- davon noch Miete wäre etwas schwierig. So kann sie ihr Haus gut unterhalten.
Meine Eltern haben selber von ihren Eltern nix bekommen und ihnen war wichtig im Hier zu leben, wir konnten zwar keine großartigen Hobbys durchführen, aber in den Ferien und an Feiertagen ging es immer mit dem Wohnmobil los, das waren die schönsten Urlaube.
Mein Studium hab ich selber finanziert mit Hilfe von Bafög, hatte aber schon vorher ein gutes Polster angespart, weil ich erst ne Ausbildung und Berufserfahrung gesammelt habe, das Studium war eher nur für mich als Selbsterfahrung.

Ich bin froh darüber, dass meine Eltern ihr Leben so gelebt haben, wie sie es wollten und nicht jeden Cent für uns aufgespart haben. Paar Wochen bevor mein Vater plötzlich verstorben ist, hatte er meiner Mutter gesagt, dass er ein sehr schönes Leben hatte und sich quasi bei ihr bedankt. Das ist für mich mehr wert als jedes Haus oder gefülltes Sparbuch sein könnte.

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Ich finde Eltern sind (soweit finanziell leistbar) insofern für ihre Kinder verantwortlich, wenn es um die Ausbildung geht.

Bedeutete in meinem Fall, dass meine Eltern mir im Studium einen monatlichen Betrag überwiesen haben. Ich habe zwar auch gearbeitet, aber nur einen Tag in der Woche, damit ich mich überwiegend aufs Lernen konzentrieren konnte. Auf BAföG hatte ich nur einen minimalen Anspruch, nachdem Omas Sparbuch aufgebraucht war (dass sie auch zu diesem Zweck angelegt hatte, was ich aber nicht selbstverständlich finde).

Wir haben mit der Geburt unseres Sohnes auch ein Konto angelegt, auf das wir regelmäßig einen kleinen Betrag ansparen für genau solche Zwecke: Ausbildung oder vielleicht für ein Auto, falls zur Arbeit nötig, etc.
Für mich ist das selbstverständlich.

Wie gesagt, immer vorausgesetzt, es ist finanziell machbar. Meine Eltern waren mit uns zB selten irgendwo im Urlaub, es wurde im Alltag günstig eingekauft. Hobbys wurden uns ermöglicht, dafür bin ich sehr dankbar. Alles was mit Schule zu tun hatte auch (Austauschfahrten etc.), denn es ging ja um Bildung.
"Privatvergnügen" wie Kino, besondere Klamotten, etc habe ich selbst bezahlt, entweder vom Taschengeld oder von meinen Jobs. Habe als Teenie eigentlich auch schon immer irgendwie gearbeitet.

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Ich finde schon das man für die Kinder ein gewisses Startkapital ansparen sollte, wenigstens für den Führerschein oder ein erstes Auto. Meine Eltern hatten für mich Geld angelegt, das bekam ich mit 25, das war ein schönes Startkapital für mich. Für unseren Sohn haben wir auch etwas Geld angelegt, genau wie meine Mutter, wenn er 18 ist bekommt er ca 5.000€ das sollte für den Führerschein und ein Auto reichen. Später wird er unser Haus erben, aber das dauert hoffentlich noch ein bisschen 😏.

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Meiner Meinung nach, sollte man versuchen den Kindern den Weg soweit zu ermöglichen, dass sie in Lohn & Brot kommen können.
Damit mein ich nicht unbedingt ein arbeitsfreies Studium (es gibt auch Bafög), aber wenn machbar zumindest das Abitur, wenn das Kind das machen will.

Mehr nicht.

Alles Geld was meine Eltern haben und auch die Immobilie, hat mein Vater hart erarbeitet und parallel 3 Kindern ermöglicht auch zu studieren (wenn auch nicht gepampert, wir mussten auch arbeiten). Somit ist alles was sie haben ihres und ob und was evtl. vererbt wird sehe ich, wenn es soweit ist.

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Wenn man kann, halte ich es für Pflicht, ja. Wir sind drei Kinder und hatten ein Sparkonto laufen, sodass am 18. Geburtstag 15.000,- zur Verfügung standen. Trotzdem gab es noch ein günstiges Auto vor die Tür gestellt und alle Führerscheine bezahlt. Auch sonst hat es uns an nichts gefehlt, auch wenn es eine Meisterleistung von meinem Vater war, jeden Monat das Geld zusammen zu halten. Wir haben da also den Rücken frei, mussten nie groß nebenbei arbeiten (trotzdem hats jeder ab und an mal gemacht) - zu uns war aber immer klar, dass das keine unerschöpfliche Quelle ist und man hat auch mal zusammen den Gürtel enger geschnallt, wenn es Zeiten gab, in denen es etwas enger wurde.

Genau so möchte ich das auch für meine Familie halten. Ich will nebenbei immer bisschen was ansparen und am Ende auch etwas zum Vererben haben. Mein Mann hatte keinerlei finanzielle Unterstützung von seiner Familie und er hatte in seinem Leben ordentliche Durststrecken dabei. Das war nicht gewollt und das wirft er auch niemanden vor - ging da halt nicht anders. Nur ich selbst bin froh, dass ich es unbeschwerter hatte. Dafür bin ich dankbar und weiß auch, wie privilegiert das gegenüber vielen anderen ist. Ich bin deswegen also keineswegs verwöhnt worden und habe das alles als Selbstverständlichkeit betrachtet.

Und für mein Kind möchte ich auch, dass es ihr an nichts fehlt, ohne dass ich Sorge hätte, dass sie deswegen zum verwöhnten Rotzgör wird, dass nicht mit Geld umgehen kann.

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Reden wir von 15000DM oder 15000€?

Mal ganz grob überschlagen muss man für 15000€ jeden Monat 70€ sparen über 18 Jahre lang. Wenn man mehrere Kinder hat finde ich das für Ottonormalverdiener zu viel. Und ich persönlich kenne das auch nicht so, dass 18-Jährige solche Beträge ausgezahlt bekommen, einfach mal eben so.

Meine Mutter hat mir weder den Führerschein bezahlt noch mich in meiner Ausbildung unterstützt. Nicht mal regelmäßig Taschengeld habe ich von ihr bekommen, das hab ich von meinem Onkel gekriegt, dessen Lieblingsnichte ich immer war (er selbst in kinderlos und kein Großverdiener, war aber schon immer sehr sparsam).

Als wir mal nen Griechenlandurlaub planten und ich (damals 15) ein Einzelzimmer wollte, weil ich in dem Alter nicht mehr mit Mutti und ihrem Lover in einem Zimmer schlafen wollte (zudem beide ihre Sexualität immer sehr offen ausgelebt haben), musste ich mir jeden Cent dieses Zimmers selbst in mühevoller Ferienarbeit selbst verdienen. Das finde ich übertrieben, dass ich meinen Flug nicht noch selbst zahlen musste war noch alles.

Auch jede CD, jede Zeitschrift, jede Süßigkeit, die ich wollte musste ich selbst finanzieren.
Das bedeutet nicht, dass ich das in Ordnung finde und bei meinen eigenen Kindern ebenso praktizieren würde, aber einem Kind einfach mal eben 15000€ hinzulegen zum 18. Geburtstag (oder zum 25., egal) sehe ich für Eltern nicht als Pflicht an. Egal, welche Einkommensverhältnisse herrschen.

Ehrlich gesagt finde ich es förderlich, wenn Kinder bspw. mit 14 anfangen, Zeitungen auszutragen oder sonst zu jobben, um sich Wünsche selbst zu erfüllen. Auch eine Vollfinanzierung der Ausbildung, egal ob Studium oder Berufsausbildung, finde ich nicht gut.

Wie gesagt, dass was meine Mutter praktiziert hat ist übertrieben gewesen, aber es hat mir insofern nicht geschadet, sondern eher genutzt, da ich früh gelernt habe, dass nichts im Leben kostenlos und selbstverständlich ist und dass man für Geld etwas tun muss.

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Ich rede von 15.000,-, ja. Zumindest in meinem Fall, bei meiner Schwester gabs noch DM. Was aber auch egal ist. Es war sicherlich in jeder Währung ungefähr die gleiche Summe.
Du hast deine Erfahrungen, ich meine. Ich habe einen Vater gehabt, der sich alles für seine Kinder abgespart hat. Wir hatten die schrottigsten Autos, die bis zum jämmerlichen Ende gefahren wurden, Urlaube gab es genau in ein Ziel: nämlich die Berge, mit dem Auto, in immer der gleichen Ferienwohnung. Niemals eine Flugreise. Möbel wurden auf Wertigkeit und Zeitlosigkeit angeschafft, sodass sie von den Kindern "durchgereicht" werden konnten. Etc, pp.

Wie ich anfangs erwähnte: wenns nicht geht, gehts nicht. Wenn man jeden Monat schauen muss, dass man irgendwie alle satt kriegt und trotzdem nicht ins Minus rutscht, ist es natürlich Luxus.
Aber wenn man es schafft, in dem man sich selbst etwas zurück nimmt und eben an den nicht so wichtigen Dingen spart, ja. Ich verzichte gern, um meinen Kindern den Rücken frei zu halten. Das ist das, was mir mein Vater vermittelt hat. Sobald du Kinder hast, hast du gefälligst sie an erste Stelle zu stellen. Und das hat zu soviel mehr beigetragen, als dass ich mein Studium verlumpen und verschlafen konnte oder mit dem eigenen Auto unbeschwert Quatsch machen. Oder eben lernen - und nicht arbeiten gehen.

Ich habe nie mit meinem Vater gestritten, weil ich ihm zeit meines Lebens für alles dankbar war, was er für uns getan hat. Wie sollte ich mich da mit ihm streiten? Er musste einmal enttäuscht gucken, dann bin ich vor schlechtem Gewissen fast gestorben. Ich glaube nicht viele haben so eine enge Bindung zu ihrem Vater. Scheiß auf diese vermeintlich pädagogischen Ansätze vonwegen "du musst lernen, was Geld bedeutet". Jeder lernt früher oder später hart genug, was Geld bedeutet. Das muss ich nicht vermitteln. Ich habe Aufopferung und bedingungslose Liebe gelernt bekommen. Und genauso möchte ich es weitergeben.
Ob das am Ende 5.000, 10.000 oder 15.000 sind, ist doch schnurzegal. Soviel wie eben geht. Wichtig ist doch der Weg dahin und dass man sein Möglichstes tut.

Deine Mutter hat das nicht getan. Geil wars nicht, richtig? Und das hat sicherlich mehr Furchen hinterlassen, als nur dass du weniger Freizeit hattest, weil du ja arbeiten gehen musstest. Warum verteidigst du ihr Verhalten dann schon regelrecht, indem du hier so auf meinen Beitrag anspringst?

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Schwierig! Es kommt ja auch drauf an, was man sich leisten kann. Wer kaum Geld für das aktuelle Leben hat, kann natürlich für ein zukünftiges nichts zurück legen.

Ich bin aufgewachsen wie du (nur dass das Haus meinen Eltern gehört hat). Urlaub war selten sein, Klamotten wurden günstig und wenig gekauft. Möbel waren oft gebraucht oder lange angespart,...usw. Ich hatte eine tolle Kindheit, viel Liebe meiner Eltern.
Mein Mann wuchs in wesentlich einfacheren Verhältnissen auf.

Wir hatten beide eine glückliche Kindheit, wollten aber mehr aus unserem
Leben machen, und mehr für die Zukunft der Kinder.

Also ja, wir sparen für die Kinder an, haben mehrere Immobilien mittlerweile,...davon wollen wir Leben, aber wir wollen vieles den Kindern vermachen.

Das heißt aber nicht, das die Kinder alles „einfach so“ bekommen.
Erwarten darf man von den Eltern nichts. Jeder ist für sein Glück selber verantwortlich. Aber es ist schon schön, wenn man es kann.

Du siehst aber doch an dir, dass es auch ohne Startkapital geht - wir sehen es an uns. Man muss was dafür tun.

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Hallo!

Ich denke, dass der Mittelweg gut ist. Man sollte den Kindern nicht alles auf dem Silbertablett darreichen, aber wenn man die finanziellen Mitteln hat, wäre das natürlich nicht verkehrt den Kindern das Leben etwas zu erleichtern. Ich habe von meinen Eltern keine finanzielle Unterstützung bekommen und habe das auch nie erwartet... obwohl, doch, sie haben monatlich 100 EUR auf mein Sparbuch eingezaht und dieses Geld habe ich dann genommen, als ich mit 21 Jahren für 6 Monate nach London gegangen bin, um dort ein unbezahltes Praktikum zu machen. Das waren dann ca. 3000 EUR. Also nicht die Welt. Aber ich war trotzdem sehr dankbar, dass ich das Geld hatte.

Mein Führerschein haben ich auch bezahlt bekommen.

Ansonsten habe ich meine nie um Geld gebeten und finde es richtig, wenn die Kinder auf eigenen Beinen stehen und sein Leben selbst organisieren.

Wir sind vor 25 Jahren aus Russland nach Deutschland gekommen. Das Geld war knapp. Ich habe mich gar nicht getraut nach neuen Klamotten oder Schuhen zu fragen. Teuere Hobbys wie Klavier oder Reiten war auch nicht drin. Aber so war es halt. Als ich in der 12. Klasse war, habe ich nebenbei geputzt. Als ich mit 24 Jahren meine erste Wohnung hatte, habe ich mein Sparburch geplundert und mir Möbel gekauft. Ich habe über eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet und nebenbei einen zweiten Job gehabt, um mein Geld aufzubessern und mit Freunden essen gehen und feiern zu können.

Jetzt bin ich verheiratet und habe zwei Kinder. Wir haben eine Eigentumswohnung mit Garten. Die Kinder sind auf einer privaten Grundschule. Meine Tochter tanzt Ballett und fängt im Herbst mit Klavierunterricht an. Ein E-Piano werden wir erstmal mieten und danach vielleicht auch kaufen. Ich versuche meinen Kinder alles zu ermöglichen, damit sie sich ausprobieren können. Aber eigentlich mache ich das eher für mich als für sie. Ich hatte das alles nicht und habe mir das sehr gewünscht. Egal ob Hobbys, Spielsachen oder neue Kleidung... ich muss mich da bremsen.... am liebsten würde ich ihnen alles kaufen.... weil ich selbst das halt nicht hatte. Bevor jetzt hier Kritik hagelt.... ich kaufe ihnen nicht alles, aber der Wunsch ist oft da!

Wir sparen für die Kinder nichts... also wir haben keine Sparkonten oder ähnliches. Wir haben aber unsere Eigentumswohnung, die wir aber später verkaufen werden, um uns eine kleinere in Frankfurt am Main zu kaufen (wenn die Kinder ausgezogen sind). Diese Wohnung werden die Kinder irgendwann mal erben.

Wenn wir die Mögleichkeit haben sollten die Kinder finanziell zu unterstützen, werden wir das auf jeden Fall machen. Aber das heisst nicht, dass sie ihr Leben von uns finanziert bekommen und das von uns erwarten dürfen. Unsere Kinder sollen so eigenständig und veranwortunsbewusst wie möglich sein. Sie sollen verstehen, dass das Geld verdient werden muss und nicht vom Himmel fällt. Also das ist meine Meinung dazu.

Sollten die Kinder finanzielle Probleme haben oder Startkapital für irgendwas brauchen und wir haben die finanziellen Mitteln, würde ich jeder Zeit helfen.

Meine Oma hat unsere Familile auch sehr viel unerstützt, als es schiwierig war. Sie hat mir z.B. auch die Flugtickets bezahlt, damit ich über Weihnachten aus London nach Hause kommen kann. Und auch so meiner Mutter hin und wieder paar Scheine in die Hand gedrückt.... sie wusste wie schwierig die Situation damals war.

LG

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Ich hoffe, dass wir später finanziell so aufgestellt sind, dass wir unsere Kinder bei ihren Wünschen unterstützen können.
Aber ich finde es schwer vorauszusagen weil man nie weiß, was kommt.
Wir sparen aktuell und das auch sehr gut und wie gesagt: ich glaube/denke/hoffe dass wir ihnen dann in gewissen Situationen Finanzspritzen geben können, sei es für die Hochzeit, eine Immobilie oder das erste Kind.
Aber niemand weiß, wie am Ende alles kommt...

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Mein Mann hat für unseren Sohn jetzt ein Aktiendepot eingerichtet und investiert im Namen unseres Sohnes in ETFs. Das rentiert sich, im Gegensatz zu Sparkonten wenigstens. Dadurch dass er das im Namen unseres Sohnes macht und ein Kind ja auch einen gewissen Steuerfreibetrag hat, den es selten ausnutzt, lohnt es sich noch mehr, allerdings hat dann auch nur mein Sohn Zugriff auf dieses Depot. Wenn er 18 wird bekommt er darauf Zugriff. Nach Berechnungen meines Mannes dürften dass, jedenfalls bei gleichbleibenden Verhältnissen, dann Pi Mal Daumen ca. 30.000€ sein. Davon kann er dann Ne Weile im Ausland studieren (was mein Mann erhofft) oder es für Parties, Weiber und Alkohol (was ich bei einem 18 jährigen befürchte) ausgeben.

Zzgl. auch wenn mein Mann Bammel vor Immobilien hat, werde ich mich nach geeignetem Material umsehen. Es sollte aufjedenfall eine Immobilie sein, welche gut gelegen ist zu größeren Städten, was im Ruhrgebiet jetzt nicht schwer ist, damit es für meinen Sohn auch attraktiv ist, jene Immobilie irgendwann zu übernehmen. Ein Haus in nem Dorf von Ostfriesland nützt ihm ggf. nichts, wenn er einen Beruf erlernt für den es dort keine Plattform gibt. Es sollte aber auch nicht zu groß sein, damit es sich für den Fall, dass er vielleicht in Berlin oder gar im Ausland arbeitet, gut vermieten oder verkaufen lässt. So ne 600qm Prunkvilla bekommt man schlecht los. 😉 Am liebsten wäre mir eh was, das man Abteilen könnte, wie ein Anbau, damit er noch sein gesamtes Studium über "Zuhause" wohnen könnte. Uninähe wird also auch eine Rolle spielen. Wir gehen jetzt einfach Mal davon aus, dass er irgendwann studiert. Das ist das wahrscheinlichste Szenario.

Und außerdem will ich einen Garten... 🤷🏻‍♀️😅

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>>Wenn er 18 wird bekommt er darauf Zugriff. Nach Berechnungen meines Mannes dürften dass, jedenfalls bei gleichbleibenden Verhältnissen, dann Pi Mal Daumen ca. 30.000€ sein. Davon kann er dann Ne Weile im Ausland studieren (was mein Mann erhofft) oder es für Parties, Weiber und Alkohol (was ich bei einem 18 jährigen befürchte) ausgeben.<<

Genau deshalb werden unsere Kinder nicht mit 18 den vollen Betrag erhalten.
Für Führerschein und ein gebrauchtes Auto wird es reichen.
Den Rest gibt es erst mit 25, außer es ist gerechtfertigt. Immobilie, Auslandsaufenthalt etc.
Wir hoffen dadurch, dass sie nicht in die Versuchung kommen, es sinnlos zu verprassen.

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"Mein Mann hat für unseren Sohn jetzt ein Aktiendepot eingerichtet und investiert im Namen unseres Sohnes in ETFs. Das rentiert sich, im Gegensatz zu Sparkonten wenigstens"
Stimmt. Verblüfft mich etwas, dass du die Erste bist, die das schreibt. Geld zwei Jahrzehnte lang auf dem Sparkonto liegenzulassen ist im Grunde ja pure Wertvernichtung.

Mein Plan sieht genauso aus. Ich möchte für meine Tochter (und eventuell weitere Kinder) ein ETF besparen um ihr den Start ins Leben etwas zu erleichtern. Wenn sie studieren möchte, dann soll sie die Möglichkeit haben, sich auf's Studium zu konzentrieren (Nebenbei etwas jobben für "Spaßgeld" ist natürlich okay)