3 Kinder unter 3 (oder 4) - Familie und Beruf

Hallo,

Diese Frage richtet sich vornehmlich an die Eltern von 3 Kindern unter 3 bzw. 4 Jahren (sprich: kleiner Altersunterschied zwischen allen Kindern), die beide arbeiten gehen.

Wie teilt ihr euch zwischen Familie und Beruf auf? Haben beide Elternteile die Arbeitszeit reduziert? Habt ihr Hilfe von den Großeltern? Eine Haushaltshilfe?

Wenn sich unser 3. Kinderwunsch erfüllt und das Babyjahr vorbei ist, möchte ich gerne wieder ca. 30 Stunden arbeiten gehen (relativ freie Zeiteinteilung). Kitaplätze ab 12 Monaten sind für alle 3 Kinder vorhanden. Mein Mann arbeitet Vollzeit. 2 Omas sind in der nächster Nähe. Eine Haushaltshilfe wäre finanziell möglich. Haltet ihr das für machbar? Auf 20 Stunden könnte ich wahrscheinlich (bei gleicher Position) nur schwerlich reduzieren.

Lg, IstDasMachbar

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Ich habe zwar nur zwei aber antworte dir trotzdem mal. Ja, machbar ist es wenn man eine lange Betreuung Bucht.

Die meiste Arbeit mit den Kindern findet dann in einer Einrichtung statt, zuhause entsteht erst gar kein Chaos in der Woche und man muss nicht kochen weil es warmes Mittagessen in der Einrichtung gibt.

Wäsche, Brote und ein paar Stunden mit den Kindern bekommt man schon irgendwie hin. Einkäufe kann man liefern lassen und wenn noch eine Putzfrau den feinschliff macht ist es wohl zu leisten.

Wahnsinnig anstrengend ist das Leben mit drei so kleinen Kindern sowieso. Vermutlich ist es sogar entspannter viel zu arbeiten und die Kinder in eine Betreuung unterzubringen. Allerdings werden Kinder auch größer und es wird nicht zwingend einfacher dadurch. Bei drei Kindern kommt einiges an Terminen zusammen, und das immer neben der Arbeit zu organisieren ist gar nicht so einfach.

Zudem will das ein oder andere Kind ja auch mal ein bisschen Zeit exklusiv mit seiner Mutter verbringen und Zeit ist dann bei euch Mangelware.

Ich sag es dir ganz offen und meine das gar nicht böse- drei Kinder würde ich nicht bekommen wenn ich auf Dauer 30 Stunden arbeiten will. Ich möchte meine Kinder nicht irgendwie groß bekommen sondern eben auch eine tiefe Bindung aufbauen. Und dafür braucht es Zeit, eine ganze Menge Zeit. Ich rede mit meinen Kindern sehr viel, sie brauchen mich als Ansprechpartner und Vertrauensperson.

Gehen wird es wohl, leben wollte ich so aber nicht.

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Das klingt ein wenig hart.
Die TE wird 6 Stunden am Tag arbeiten und hat danach Zeit für die Kinder.
Wenn die Kinder um 15 Uhr abgeholt werden, ist doch immer noch viel vom Tag übrig.
Ich würde von daher nicht eine schlechte Bindung prognostizieren.

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Ich glaube da bin ich missverstanden worden. Natürlich kann man auch eine enge Beziehung zu seinen Kindern haben wenn man 30 oder 40 Stunden arbeitet.

Aber es frisst eben jede Menge Zeit, auch über die Kleinkinder Phase hinaus. Und man möchte doch auch selbst noch ein bisschen was vom Leben haben, oder? Ich persönlich möchte auch nicht jedes bisschen Zeit das ich habe mit Haushalt, Hausaufgaben und aufgeschürften Knien und Erwerbstätigkeit füllen.

Mit „Ich möchte so nicht leben“ war genau das gemeint. Es wäre mir zu anstrengend und ich würde in so einer Situation kein drittes Kind bekommen, länger Elternzeit nehmen oder einen anderen Job suchen. Das und nichts anderes war gemeint.

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Wir bekommen unser 3. Kind. Es wird um den 4. Geburtstag der Ältesten kommen.

Ich werde nach einem Jahr Vollzeit im Schichtbetrieb arbeiten. Mein Mann ist zu Hause und übernimmt die Betreuung.

Bei uns gibt es weder Omas noch Haushaltshilfe. Dafür aber Kita-Plätze. Mein Mann kümmert sich um den Haushalt (pflegeleichte Mietwohnung 80 qm) Einkäufe, Essen und die Wäsche, während die Kinder in der Kita sind. Ich denke er ist gut ausgelastet.

Wie stark sind denn die Omas involviert? Fällt deine Arbeitszeit in die Betreuungszeiten der Kinder?

30 Std. sind jetzt nicht so wenig, ich denke bei 25 Std. wird es etwas einfacher, wenn ihr eine Haushaltshilfe habt, sollte es aber machbar sein.

Ich denke bei drei Kindern mit dem Abstand ist klar, dass man sie nicht aufwachsen lassen kann, wie Einzelkinder. Natürlich muss jeder Einzelne mal zurück stecken, aber ich denke Geschwister sind genauso eine Bereicherung für Kinder.

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Hi,

wir haben vier Kinder in einem Zeitraum von 7 Jahren bekommen.

Mein Mann arbeitet Vollzeit, ich gehe seit Ende der Elternzeit Teilzeit arbeiten (2 volle Tage die Woche). An einem Tag betreut die Oma die Kids, am anderen Tag mein Mann.

Im Haushalt mache quasi alles ich, während mein Mann dafür zuständig ist, dass innerhalb und außerhalb des Hauses alles funktioniert.

Ich genieße den Luxus, nicht jeden Tag arbeiten zu müssen bzw. freue mich auch immer sehr auf meine Arbeitstage. Für uns als Familie passt das.

Als Konsequenz haben wir natürlich weniger Geld als andere zur Verfügung. Allerdings ist hier die einzige Einschränkung, dass wir nie in Familienurlaub gehen. Für uns kein Problem.

VG

Tattel

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Hallo,

praktische Erfahrungen habe ich (noch) nicht. Aber die gleichen Überlegungen wie du. 3 unter 4 Jahren könnte noch klappen. Wir haben bewusst "nur" eine Mietwohnung, die Kinder sind sehr glücklich in der Kita. Ich habe einen freien Tag für Termine und Einkäufe. Der Plan ist, ab dem dritten Kind eine Haushaltshilfe einzustellen. Keine Großeltern oder sonstige Familie vor Ort.
Mein Mann hat relativ freie Zeiteinteilung, arbeitet Vollzeit. Ich momentan 25 Stunden, feste Zeiten.

Das klappt, mit einer guten Kita, nicht zu hohem Anspruch an den Haushalt und sonst wenig Verpflichtungen (zB keine Haustiere, die viel Pflege brauchen).

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Ja ist machbar. Ich würde so viel wie möglich die Haushaltshilfe einbinden, um die Zeit sinnvoll mit den kids nutzen zu können:0)

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Ich hab nur ein Kind und arbeite 30 Stunden und bin damit tatsächlich echt am Limit. Bei 3 stelle ich es mir noch viel schwerer vor.

Bedenke bitte: was ist bei Kita-Ausfall? Was wenn ein Kind krank ist (und das kommt echt oft vor 😅 grade mit Corona müssen sie ja auch schnell daheim bleiben)? Was wenn eine Oma mal nicht kann?

Wenn dein Mann auch reduzieren kann (beide 30 z.B.) wäre es immer noch viel, aber sicher flexibler machbar…

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Ich interpretiere das wieder, dass die TE aktuell mit 2 kleinen Kindern 30 Stunden arbeitet und ihr Mann Vollzeit. Es also mit 2 so klappt.

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Möglich. So hatte ich es nicht verstanden, ich dachte sie ist seit Kind 1 permanent in elternzeit 🤷‍♀️

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unsere 4 sind innerhalb von 4 Jahren geboren aber ich war sehr lange zu Hause . Wir haben keine Großeltern und ich wollte nicht für eine Haushaltshilfe arbeiten gehen mit der teuren U3 Betreuung , Fahrtwege , Steuern etc. hat sich arbeiten für mich nicht gerechnet da hätte ich sogar drauf gezahlt . Den Stress war es mir auch nicht wert denn wenn die Kinder krank oder abgeholt werden mussten hätte ich unter Umständen (mein Mann ist oft auf Geschäftsreise) blöd dagestanden . Das macht auf Dauer kein Chef mit . 30 Stunden arbeiten mit 3 kleinen Kindern funktioniert nur wenn du sehr viel Unterstützung hast und mindestens 2 Personen im Background die möglichst flexibel einspringen wenn Not am Mann ist und mit Abstrichen gut klar kommst .

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Hey, ich habe in 3 Jahren und vier Monaten drei Kinder bekomme. Ich bin immer nach 12 Monaten wieder arbeiten gegraben und die Kinder in die Betreuung. Wir haben den Vorteil, dass alle Kinder in die gleiche Kita gehen, deshalb ist es morgens nicht sonderlich stressig. Mein Mann arbeitet Vollzeit, ich 70%. Wir haben 45 Stunden Betreuung gebucht, die wir aber nie ausnutzen müssen. Wir haben auch eine Putzfrau, die sich um das Grobe kümmert. Ob es ein Kind mehr oder weniger ist, ist eigentlich egal. Wir sind jedoch -wenn wir zuhause sind -und das war im letzten Jahr sehhhhhhr viel- dauerhaft mit Ordnung schaffen, organisieren, einkaufen, waschen, sortieren, Garten, Dinge reparieren oder renovieren beschäftigt. Gerade beim Waschen hat das dritte Kind doch einen Unterschied gemacht. Also möglich ist es, aber bei uns nur mit guter Absprache, Organisation und Struktur. Familiäre Hilfe haben wir keine. Viele Grüße!