Arbeitsteilung Partner

Hallo zusammen!

Ich würde gerne fragen wie bei euch der Alltag organisiert ist und inwiefern der Partner eurer Meinung nach entlasten sollte.

Meiner meint nämlich ich würde mit meiner Meinung nicht in der Realität leben.

Ich bin derzeit in Elternzeit, mein Sohn wacht jeden Morgen um 5 auf. Ich übernehme im Alltag immer das ins Bett bringen und alles andere rund ums Kind.
Wenn mein Partner rechtzeitig zuhause ist nimmt er noch am Abendessen teil.
Partner steht um 7 auf, fährt zur Arbeit und kommt idR um 18 Uhr nachhause, mal früher mal später.

Er ist der Meinung dass sein Vollzeit Job selbstverständlich wichtiger ist da er zurzeit unser Leben finanziert und er dementsprechend fast immer ausschlafen können sollte und mehr Freizeit benötigt.

Unser Sohn ist seeehr aktiv und man ist mit ihm non stop am Laufen. Er schläft noch nicht durch.
Ich habe also seit einem Jahr nicht mehr anständig geschlafen und kann langsam nicht mehr.

Haushalt ist würde ich sagen 80 (ich) zu 20 (er) aufgeteilt.

Wie sieht das bei euch zuhause aus?

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Der Arbeitstag deines Mannes hat 8-10 h (je nach Vertrag) plus Fahrtzeit. An 5 Tagen pro Woche.
Dein Arbeitstag hat 24 h !!! An 7 Tagen pro Woche.
Wo ist da die Gerechtigkeit?

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Was wünschst du dir denn von deinem Partner?

Natürlich ist sein Vollzeitjob wichtig, irgendwie müsst ihr euch ja finanzieren.
Dass er euer Kind aber nie ins Bett bringt geht mMn gar nicht. Ich bin bei uns die Erwerbstätige und wir bringen abwechselnd ins Bett.

Daher die Frage, was möchtest du? Einen Tag am Wochenende ausschlafen? Das finde ich fair. Mehr Freizeit unter der Woche? Da muss man eben schauen. Bei uns wird an meinem Feierabend die "Uhr auf Null gestellt" also ab da 50:50. Ich versorge dann die Kinder, schließlich habe ich sie den ganzen Tag nicht gesehen und möchte Zeit mit ihnen verbringen. Aber frei hat mein Mann trotz allem dann nicht sondern erledigt den liegen gebliebenen Haushalt.

Er geht einmal die Woche zum Sport, ich einmal die Woche. Mehr Freizeit ist für beide nicht drin. Wir finden das ist eine faire Lösung.

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Das finde ich eine faire Lösung.
Bei uns ist es ähnlich aufgeteilt.

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Dein Partner sollte mal bedenken, dass er seiner Arbeit nur nachgehen kann, weil du dich um euer Kind kümmerst. Außerdem bekommst du doch sicherlich Elterngeld. Insofern ist keiner von euch wichtiger als der andere sondern ihr seid eine Familie, in der alle an einem Strang ziehen müssen, ohne dass sich einer über den anderen erhebt.
Weshalb dein Partner an seinen freien Tagen ausschlafen muss, weiß ich nicht so ganz. Er steht doch an seinen Arbeitstagen bereits erst um 7 Uhr auf. Das ist ein Luxus, dessen er sich einmal gewahr werden sollte. Fair fände ich, wenn ihr euch mit dem Ausschlafen abwechselt. Du leidest jetzt schon unter starker Erschöpfung, wie soll denn das nach Meinung deines Partners weitergehen? Der sollte dringend in Elternzeit gehen, damit er sich in deine Lage versetzen kann. Leider ist EZ für Männer noch immer extrem unbeliebt. Meiner war in EZ mit unseren Zwillingen und daher weiß er einfach, wie es ist. Wenn ich schon lese, dass immer du diejenige bist, die euer Kind ins Bett bringt, kriege ich Blutdruck, und zwar von der ungesunden Sorte.

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Wie du schon selbst bemerkt hast, habt ihr keine faire Verteilung, denn du machst 2 Jobs, er einen. Da wäre ich auch unzufrieden.
Mein Vorschlag. Reduziere du auf 1 Job (Kind ODER Haushalt), was dann noch gemacht werden muss wird hälftig geteilt. Oder dein Job endet auch 18 Uhr und danach wird geteilt.
Am WE darf jeder einmal länger im Bett bleiben, jeder mal weggehen etc.

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Für mich wäre die perfekte Partnerschaft, wenn mein Mann das Kind und alles was mit privatem Leben zu tun hat, als selbstverständlich sehen würde, ohne sich irgendwelche Aufgaben aufzuteilen und jede Tätigkeit zu zählen. Ich finde es schrecklich und (für mich) anstrengend. Für mich ist eine Familie selbstverständlich, nichts mit "ich bin dran, du bist dran". Das gibt es aber bestimmt selten.

Ich habe keinen Partner, aber wo wir noch zusammen waren, hat er auch jede seine "Aufgabe" gezählt und gerechnet und abgerechnet. Das will ich nicht und das verstehe ich immer noch nicht und will es gar nicht verstehen.

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Ich bin in Elternzeit, mein Partner arbeitet Vollzeit und wir haben ein 11 Monate altes Kind.

Wir stehen beide zeitgleich auf (ich darf häufiger ausschlafen als er, z.B. am Wochenende, weil er seit Jahren weiß, dass ich eigentlich 1-2 Stunden mehr Schlaf am Tag bräuchte!) und er hat den Luxus morgens eine halbe Stunde im Bad zu stehen, während ich das Kind hüte.
Dann gibt es ein gemeinsames Frühstück.
Anschließend geht er mit seinem Hund - während ich das Kind bespaße und die Küche aufräume.
Während er arbeitet passe ich auf das Kind auf, gehe mit ihm raus, koche Essen und mache nebenbei etwas im Haushalt (sofern möglich, das ist bonus! Meine Hauptaufgabe ist das Kind).
Wir essen gemeinsam.
Während er mit dem Hund geht und danach wieder arbeitet, habe ich das Kind bis zu seinem Feierabend.

Sollte in seiner Arbeitszeit etwas anliegen, was wir zu zweit besser meistern können als ich alleine, hilft er mir (bin in der 30. SSW und bin bei explodierenden Kacki-Windeln nicht mehr so schnell und bevor wir die Kacke überall haben..).

Ab seinem Feierabend geht er meistens mit dem Kind noch einmal für 1-2 Stunden raus (oder wir machen das zusammen). In der Zeit mache ich zur Hälfte Haushalt und zur anderen Hälfte nichts.

Abendessen gibt es wieder zusammen und die Abendroutine übernimmt mein Freund an 6 von 7 Tagen. Während er da also mit Kind beschäftigt ist, kann ich mich erholen oder mache Sachen im Haushalt.

Insgesamt hat mein Freund also neben seinem Vollzeitjob auch noch eine Menge(!) Kind. Warum? Weil er Freude am Kind hat, aber froh ist, dass ich ihn arbeiten lasse! Jetzt beim zweiten Kind habe ich ihn gefragt, ob er Lust auf Elternzeit hat oder wir es 50 / 50 machen wollen.. Er hat verdammt schnell abgelehnt, denn er bekommt mit, dass das Kind viel Arbeit ist und neben der körperlichen Belastung v.a. geistig anstrengend ist. Er ist hingegen froh, dass ich auch die Planungsarbeit und Kochen übernehme. Normalerweise würde er nämlich noch einkaufen gehen - das mache ich online inklusive Essensplanung. :-)

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Wann verbringt er denn Zeit mit EUREM Kind?

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Hallo,

wir haben zwei Kinder (2,5 und 11 Monate alt). Ich steh im Regelfall um 5:30 Uhr auf, damit ich in Ruhe in den Tag starten kann, meine Kinder wachen so zwischen 7 und 8 auf . Mein Mann schläft im Regelfall bis ca. 7 und fängt dann an zu arbeiten im Home-Office. In der Mittagspause spielt er öfter ein paar Minuten mit den Kindern, da bin ich meißt noch in der Küche beschäftigt. Abends essen wir zusammen und bringen dann die Kinder ins Bett (jeder eines). Da unsere Kinder auch am Wochenende bis 7-8 Uhr schlafen, schlafen wir sozusagen alle aus :P spätestens um 11/12 gehen mein Mann und ich auch schlafen, das sind ja dann zwischen 7 und 8 Stunden, reicht ja gut aus. Auch am Wochenende stehen wir also alle gemeinsam auf. Da ich dann aber nicht direkt mit den Kindern allein bin, steh ich am Wochenende eben nicht schon vorher auf - da kann ich dann in Ruhe duschen/Kaffee trinken, weil man Mann mit den Kiddies spielt.

Haushalt mache ich größtenteils allein mit den Kindern unter der Woche, ebenso das Kochen und einkaufen.

Wir kommen so sehr gut zurecht und sind alle zufrieden.

LG

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Bis du denn in Elternzeit oder in Haushaltszeit?

Keine Ahnung, warum es so selbstverständlich geworden ist, dass der Partner der zuhause bleibt fortan die komplette carearbeit übernimmt!? Vorher haben doch beide gearbeitet und haben sich doch auch beide anteilig um den Haushalt gekümmert oder nicht? Warum sollte das jetzt anders sein? Du pausierst deinen Job doch, damit du dich um euer gemeinsames Kind kümmerst, nicht damit du deinem Mann seinen Anteil an Hausarbeit abnimmst!
Ich verstehe dieses Prinzip immer nicht.
Der Mann geht arbeiten, die Frau nicht? Ja, wenn das zuhause bleiben so spaßig ist, warum reißen sich nicht mehr Männer um diesen Spaß? Keine Lust hä? Ist immer besser dem Partner das Gefühl zu geben, wie gut er es doch hat, dass er zuhause bleiben kann und eine Pause vom Job hat, als zuzugeben, dass es einem vielleicht sogar ganz recht ist, weil 8 Stunden Arbeit und danach Füße hoch eben doch viel entspannter ist, als die bisherigen 8 Stunden Arbeit und dann anteilig den Haushalt schmeißen!

Sorry, ich halte davon gar nichts!

Wir haben hier z.b hohe Ansprüche an den Haushalt und das Stichwort liegt bei WIR! Da es also auch mehr Arbeit macht, je höher die Ansprüche sind, desto mehr müssen beide (also auch mein Mann) am Haushalt übernehmen. Da ist die Rechnung ganz einfach.
Warum sollte sich das mit Kind ändern?

Der Fehler der meisten ist es, dass sie dem anderen während der Elternzeit alle Pflichten rund um Kind und heim abnehmen. Spätestens wenn derjenige dann wieder arbeiten geht, bekommt er eine saftige klatsche, weil man neben Haushalt und Kind zusätzlich noch arbeiten muss und nicht weiß, wie alles zu schaffen ist. Der Partner ist ja fein daran gewöhnt, dass alles läuft...
Dabei ist es völlig egal, ob Männlein oder Weiblein!

Hau auf den Tisch, wenn sich was ändern soll. Dein Mann kann doch viel denken, wenn der Tag lang ist. Würde mich null beeindrucken und sollte er weiterhin so ein Schwachsinn Sabbeln, würde er demnächst neben seinem Vollzeitjob seinen Haushalt zu 100 Prozent allein übernehmen und die Kinderbetreuung auch noch im Wechsel. Dann könnte er mal sehen, was Arbeit bedeutet und könnte zusehen, dass er das alles schafft!
Der könnte dann der Wand erzählen, dass er ja arbeiten geht und daher mehr Freizeit benötigt. Das würde aber weder die Schmutzwäsche, noch dem Kind interessieren.

Einige Menschen sind halt sehr verwöhnt. Schlimmer noch, wenn ihnen das popöchen gepudert wird.

Ich bin für eine freie Verteilung an rollen und Systemen. Jeder wie er mag. Ich verteufle kein System. Aber die meisten gehen es für Nichteinmischungen völlig falsch an und wundern sich am Ende, dass es nicht klappt. Natürlich nicht, wenn der eine zwei Jobs hat, sich der gesamte Tagesablauf und Rhythmus ändert, während der andere halt arbeiten geht und der Meinung ist, es würde sich nur für den einen was ändern.

Für mich wäre das so nichts und ich würde mächtig grantig werden