Schwester behindert - gerichtliche Vormundschaft/Betreuung?

Hallo,

Ich bin mir nicht sicher, ob das hier das richtige Forum für mein Anliegen ist, bitte einfach entsprechend verschieben falls es anderswo besser passt.

Im Grunde genommen geht es mir um die Betreuung/Vormundschaft einer (geistig) behinderten Person. Ich weiß, dass rechtliche Beratung online eher schwierig ist, aber ich hoffe einfach mir kann jemand hier in relativ einfachen Worten ein paar Antworten liefern, denn googeln hat mich nicht weitergebracht und einen Anwalt möchte ich ungern vorab konsultieren ohne abschätzen zu können, ob sich die Mühe lohnt.

Meine kleine Schwester (26) ist geistig behindert. Die genaue Diagnose ist mir leider nicht bekannt, ich weiß nur dass mal das Turner-Syndrom im Raum stand als wir noch kleiner waren. Ob es das tatsächlich ist, weiß ich nicht. Sie ist aber zu 75% behindert (lt. Ausweis), ist kleinwüchsig und dabei stark adipös, ihre geistige und emotionale Reife entspricht eher einem Teenager als einer erwachsenen Frau (das ganze Krankheitsbild hier auszuführen würde nun zu weit gehen, kann ich aber gerne nachholen falls notwendig).

Jedenfalls muss sie DRINGEND abnehmen, nicht um des Aussehens Willen. Ihr genaues Gewicht kenne ich nicht, aber Kleidergröße 52 auf ca. 1,40m ist nicht gesund. Sie ist extrem kurzatmig, überhaupt nicht fähig länger als 2min zu gehen oder 5min zu stehen, bewegungstechnisch ist sie natürlich auch entsprechend eingeschränkt. Sie ist leider arbeitslos und das bereits längere Zeit, wohnt bei ihrem Freund, hat gar keinen Antrieb etwas zu ändern. Unsere Eltern (geschieden und neu verheiratet inkl. Halbgeschwister, unsere Kindheit war eher suboptimal) waren jeweils gesetzliche Betreuer, haben ihre Aufgabe aber mehr schlecht als recht erfüllt und das ist von allen Parteien nicht mehr gewünscht, einen Betreuer von Amts wegen lehnt meine Schwester ab. Ihr Freund ist nicht hilfreich, denn er unterstützt den aktuellen Lebensstil meiner Schwester - schön für sie und auch als Paar, aber gefährlich was ihre Gesundheit angeht.

Unsere Familie - Großeltern, Tanten & Onkel, Cousins, ich natürlich - macht sich große Sorgen, dass sie mit nicht einmal 30 Jahren ihren ersten Herzinfarkt haben wird. Sie ist leider unbelehrbar, hat keine Tagesstruktur, isst zu viel und zu ungesund und möchte niemanden an sich ran lassen. Sie behauptet immer, ihre Ärzte (Hausarzt, Neurologe aufgrund von Epilepsie) sähen keine Probleme und sie wäre gesund…was sie ganz offensichtlich nicht ist, wenn sie nicht einmal mit mir und ihrem Neffen spazieren gehen kann, ohne auf jeder einzelnen Parkbank schnaufend Pause zu machen.

Jedenfalls hat niemand Zugang zu ihr, sie macht dicht, hält sich für gesund und sieht keinen Bedarf, etwas zu ändern. Wenn jemand das Thema gesundes Gewicht anspricht (wobei wir hier definitiv nicht verlangen, dass sie Größe 34 tragen können muss! Es geht darum, am leben normal teilhaben zu können ohne Atemprobleme), blockt sie ab, sagt es sei alles ok und sie würde sich von niemandem etwas sagen lassen. Es ist dabei völlig egal, welches Familienmitglied es anspricht oder auf welche Art man es tut…

Konkret würde ich nun gerne wissen, ob man irgendwie rechtliche Handhabe hat und somit eine Möglichkeit besteht, sie aufgrund ihres Gewichts medizinisch zu behandeln lassen wenn sie den Entschluss nicht von selbst fasst. Sie hat definitiv mehrere Baustellen wie das Erlernen eines strukturierten Tagesablaufes, ihre Jobsituation usw., primär geht es uns jedoch um die Abnahme. Da sie ja weder vom Amt noch von Seiten der Familie einen Betreuer möchte oder akzeptieren würde, wissen wir nicht mehr weiter.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, ob sie mich als Betreuer auch ablehnen würde und was das für mich bedeuten würde. Ich möchte verhindern, dass sie mit 30 ihren ersten Infarkt hat und würde mir wünschen, sie bekommt ihr Leben Stück für Stück in geregelte Bahnen soweit das mit ihrer Behinderung möglich ist. Ich möchte sie auch unterstützen, aber sie wohnt etwa 1h entfernt ohne Führerschein oder Busverbindung, ich habe ein Baby zu Hause, kann meine Schwester daher auch nicht jederzeit im Auge behalten und sie in ihrem Alltag unterstützen; und auch meine Ratschläge und Bitten gehen völlig an ihr vorbei. Es scheint, als würde alles an ihr abprallen und ihr Freund ist ein unglaublich geduldiger und netter Mensch, der ihr niemals widerspricht und sie scheinbar auch nie kritisiert. Sie würde sich niemals für eine Kur o.ä. über Wochen von ihm räumlich Trennen.

Ich bin ehrlich gesagt völlig überfordert und überfragt. Wie kann man ihr helfen? Wie könnte man sie (auch aus rechtlicher Sicht) medizinisch behandeln lassen, um Folgen ihres krankhaften Übergewichts noch zu vermeiden? Haben wir als Familie da irgendeine Möglichkeit oder müssen wir nun zusehen, wie sich ihr Zustand mit jedem Kilo mehr verschlechtert? Hoffentlich versteht ihr das jetzt auch nicht falsch, wir möchten sie nicht irgendwohin abschieben wo sich dann andere „mit ihr rumschlagen können“. Aber sie kann und will bei keinem anderen Familienmitglied dauerhaft wohnen und betreut werden, wir hoffen aber dass jemand „Fremdes“, ein Außenstehender/Profi ihr helfen kann, ihre Gesundheit ernst zu nehmen und daran zu arbeiten. Aber sie will von sich aus keine Hilfe in Anspruch nehmen und nichts ändern, was uns einfach große Sorgen macht.

Vielleicht hat ja einer von euch Erfahrungen oder ist rechtlich fitter als ich es bin.

2

Ich bezweifle, dass Du sie zum abnehmen zwingen kannst. Auch wenn es rechtlich ginge sie als unmündig oder so zu erklären (was ich nicht weiß), kannst du sie wohl kaum dazu zwingen anders zu essen.

Meine kleine Schwester (36) ist magersüchtig und ich habe mich auch gefragt, wie ich ihr helfen kann. Denn schließlich bedroht ihr Essverhalten ihr Leben. Deshalb habe ich bei einer Beratungshotline angerufen und nachgefragt.

Vielleicht ist das auch für dich eine Möglichkeit?
Das ist der Link dazu: https://www.bzga-essstoerungen.de/hilfe-finden/welche-beratung-gibt-es/telefonberatung/

Alles gute

9

Vielen Dank für den Link ☺️

Du hast wohl recht, sie zu einem anderen Essverhalten zu zwingen, wird nicht möglich/sinnvoll sein. Tut mir leid, dass du eine ähnliche Erfahrung mit deiner Schwester machen musstest.

1

Wer ist denn derzeit ihr Betreuer?
Oder besser gefragt: wurde schon festgestellt, ob sie eine Betreuung braucht?
LG

8

Derzeit hat sie keinen Betreuer.

Wie damals festgelegt wurde, dass sie einen Betreuer benötigt, weiß ich leider gar nicht. Sie ist eben eigen und spricht nicht darüber. Klar, denn wenn sie sagt warum es überhaupt einen Betreuer braucht(e), würde sie sich ja ggf damit selbst „schaden“ denn sie will ja niemanden.

Ich erinnere mich lediglich, dass eine Betreuung notwendig war damit sie bei unserer Mutter aus- und in eine eigene Wohnung ziehen konnte. Es hatte aber auch finanzielle Gründe, denn mit Geld umzugehen war/ist auch nicht so ihre Stärke.

3

Hallo!
Leider kann ich dir auch keinen Rat geben aber wenn sie wirklich geistig behindert ist, dann müsste sie doch eigentlich einen gesetztlichen Betreuer haben.
Übrigens:
Als ich die Beschreibung deiner Schwester gelesen habe, dachte ich spontan an das Prader-Willi-Syndrom. Google doch mal, ob es das sein könnte. Manchmal hilft es schon, zuwissen, womit man es zu tun hat. Zudem hast du dann die Möglichkeit, in Foren zu schauen, ob du Menschen findest, mit den gleichen Problemen und so vielleicht auch in Kontakt mit ebenfalls Betroffenen zu kommen und Tips zu erhalten.

Ich wünsche dir alles Gute. Toll, dass du dich so um deine Schwester sorgst.

#winke

10

Ich weiß leider auch nicht, wieso sie keinen gesetzlichen Betreuer hat. Dafür redet sie einfach viel zu wenig darüber, verschließt sich vor entsprechenden Fragen oder schildert es natürlich sehr einseitig aus ihrer Perspektive.

Natürlich mache ich mir Sorgen. Wir haben auch nicht das beste oder engste Verhältnis, zum Großen Teil bedingt durch unsere Erziehung. Da hat unsere Familie ziemlich Mist gebaut, denn meine Schwester wurde (korrekterweise) immer ermuntert, „normalen“ Kindern nachzueifern und daran zu glauben, dass sie auch alles kann was die anderen Kinder (und damit auch ich) können. Schön und gut, aber „normale“ Kids mussten auch lernen, dass man mal scheitert, dass es nicht immer funktioniert wie man es sich vorstellt und dass „mit dem Kopf durch die Wand“ keine Lösung ist. Weil meine Schwester aber eben immer Wutanfälle bekam, geheult und geschrien hat wenn was nicht nach ihrem Kopf ging, haben Eltern, Großeltern und Co. ihr auch viel durchgehen lassen weil sie ja so im Nachteil wäre und es so viel schwerer hat als andere Kinder. Und natürlich hatte sie es nicht einfach, sie hatte aber auch irgendwann raus dass ihr eben mehr gestattet wurde als unseren Cousins/Cousinen oder mir und die Karte hat sie ganz gerne auch gespielt um zu bekommen was sie will. Fand ich als Kind/Teenie natürlich super ätzend, heute weiß ich dass es nicht nur an ihr und ihrer Behinderung liegt , dass sie so ist wie sie eben ist. Und ich will natürlich nicht, dass ihr irgendwas zustößt, vor allem wenn sie es selbst in der Hand hat zu ändern.

Vielen Dank auch für den Hinweis auf das Prader-Willi-Syndrom. Ich kann leider nicht sagen, ob die Beschreibung als Baby/Kind auf sie gepasst hätte aber ihre heutige Symptomatik spricht auf jeden Fall für besagtes Syndrom und der Geschichte einen Namen geben zu können ist auch schon hilfreich 🙂

4

Hallo,

das ist wirklich eine schwierige Situation für euch als Familie.

Falls deine Schwester in Deutschland wohnt, schau wegen der Betreuung mal in Par. 1896 BGB, Abs. 1a. Gegen den Willen der Betroffenen kann kein Betreuer bestellt werden. Wenn deine Schwester das also grundsätzlich ablehnt, kann keine Betreuung eingerichtet werden, auch wenn es unvernünftig ist. Wenn sie also keinen Berufsbetreuer möchte, wird das schwierig. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn die Betroffene keinen eigenen Willen bilden kann, z.B. bei schwerer geistiger Beeinträchtigung, schwerer Demenz etc. Danach klingt das hier aber nicht.

Außerdem könnte ein Betreuer deine Schwester auch nicht ohne weiteres zu einer medizinischen Behandlung zwingen. Das geht nur unter ganz strengen Voraussetzungen. Google mal par. 1906 a BGB. Da steht alles drin. Auch ein Betreuer müsste also versuchen, deiner Schwester den Ernst der Lage zu erklären, und auf ihre Einsicht hoffen.

Es bleibt wohl nur, immer wieder zu versuchen, deine Schwester zu überzeugen. Gibt es vielleicht Beratungsstellen in der Nähe, an die du du dich wenden kannst, evtl auch gemeinsam mit deiner Schwester? Vielleicht auch eine Ernährungsberatung? Vielleicht hilft ein Rat einer Außenstehender Person.


Alles Gute!

11

Danke für die Hinweise auf die rechtlichen Grundlagen, das hilft mir sehr.

Sie hatte zuletzt einen Berufsbetreuer, mit dem sie aber lt. eigenen Angaben nicht zurecht kam. Das Problem ist einfach, dass sie mit niemandem zurechtkommt, der aus ihrer Sicht nicht zu 100% hinter ihr steht. Mit Kritik, Hilfsangeboten, Vorschlägen, Vorschriften usw. hat sie tatsächlich große Probleme, fühlt sich von allen immer missverstanden und das ganze Universum ist quasi ständig gegen sie 🤷🏼‍♀️ Ich weiß, dass das schlicht an ihrer emotionalen Reife liegt, von daher meine ich meine Ausführung auch gar nicht böse oder möchte sie schlecht reden. Aber leider lässt sie sich gar nicht dazu bewegen, mal zu einer Ernährungsberatung o.ä. zu gehen. Sowohl unsere Eltern als auch Großeltern und Tanten hatten angeboten, sie dahin zu begleiten oder sie zu Ihren Arztterminen zu begleiten und alles lehnt sie ab oder lässt Max. 1 Termin über sich ergehen und lässt dann jeglichen Vorsatz wieder schleifen. Von Demenz oder völliger Unzurechnungsfähigkeit irgendeiner Art kann man bei ihr nicht reden, dann bleibt leider weiterhin wohl nur gut zureden.

5

Ich denke nicht, dass eine Vormundschaft da was bringt, wenn sie nicht will.

Wir hatten in der Familie einen etwas ander gelagerten Fall. Aufgrund von einer Alkoholsucht wurde ein Vormund eingesetzt, da der betroffene nicht mehr in der Lage einen eigenständigen Alltag zu leben.
Aber es gibt keine Handhabe ihm davon abzuhalten Alkohol weiter zu kaufen und zu konsumieren. In diesem Zustand hat er dann auch eine Amputation eines Beines abgelehnt, die erforderlich gewesen wäre aus medizinischen Gründen. Ein Gutachter hat ihn dann besucht, ob er in der Lage ist diese Entscheidung zu treffen mit den Folgen, dass er an einer Blutvergiftung sterben wird.
Diese Entscheidung wurde ihm zugestanden, auch wenn er nicht wußte welcher Wochentag und nicht für sich selber sorgen konnte.
Besagte Person ist dann auch verstorben.

Ich denke also gegen ihren Willen werdet ihr sie nicht zum Abnehmen zwingen können, zumal es auch niemand kontrollieren kann, was sie wann ißt.

6

Wende dich an deine örtliche Betreuungsbehörde und lass dich dort beraten.

Wenn ich es richtig gelesen habe, gab es bereits gesetzliche Betreuer. Ist die Betreuung einfach ausgelaufen? Meistens ist die Betreuung befristet.

Es wird dann ein medizinisches Gutachten erstellt und Empfehlungen ausgesprochen, ob und in welchem Rahmen eine Betreuung erforderlich ist.

Entschieden werden muss von einem Richter.

7

Hey, selbst wenn du für den Aufgabenkreis Gesundheitsfürsorge vom Gericht zur Betreuerin bestellt wirst, kannst du deine Schwester nicht am Essen hindern.
Auch eine Ernährungsumstellung wird sie wohl nicht hinbekommen, wir wissen sicher fast alle, wie schwer das ist.
Hast du schon mit ihr gesprochen, wie viel Sorgen du dir machst? Ich würde auch zu einer Beratungsstelle gehen, um mir dort Tipps zu holen.
LG

12

Ich weiß tatsächlich, wie schwer eine Ernährungsumstellung ist. Habe selbst 30kg abgenommen mit gesunder Ernährung und Sport, den Anreiz dazu habe ich mir selbst gegeben. Das war unser Kinderwunsch. Mit dem Baby hat es zwar auch trotz Idealgewicht gedauert, aber mein Gewicht halte ich nun seit 7 Jahren (die SS natürlich ausgenommen).

Das hab ich meiner Schwester auch offen erzählt, aber auch das scheint ihr nicht die Augrn zu öffnen

13

Selbst wenn sie stationär oder teilstationär untergebracht wäre, kannst du es nicht erzwingen.
Wir hatten auch einige Klienten, wo stark übergewichtig sind.
Ja, es ist nicht gesund. Man kann nur immer wieder appellieren und aufzeigen das es nicht gesund ist
Ich würde eher versuchen, sie mit Sport oder Hobbys zu kriegen…..
Irgendwas 1-2 mal die Woche mit ihr gemeinsam machen. Oder täglich 20 Minuten spazieren gehen …. Oder sowas in die Richtung.
Auch nicht behinderte sind adipös, und wissen das es nicht gesund ist. Trotzdem nehmen mache nicht ab und stören sich nicht am ärztlichen Rat. ….
Deine Schwester hat auch das Recht auf Selbstbestimmung, auch wenn’s schwer zu akzeptieren ist.
Ansonsten könntest du vielleicht schauen, ob sie eine Kur oder Ähnliches mit Schwerpunkt Ernährung beantragen könnte.
Das ging bei unserem Klientel auch manchmal . … hat aber ehrlicherweise auch meist nicht viel gebracht.
Sonst würde ich mir da noch mal anderen Input holen, wenn es nicht nur um Gewicht geht, sondern mehr Baustellen sind und sie alleine im Alltag nicht zurecht kommt.

14

Selbst wenn du als Betreuerin eingesetzt werden würdest, wie würde es weiter gehen? Da sie jetzt kein Einsehen hat, kannst du sie auch schwer zu irgendwas zwingen. Was ist mit Angeboten auf schwesterlicher Ebene? Oder hat sie jemanden, auf den sie doch etwas hört? Bedenke allerdings, wenn du von allen Seiten zu hören bekommst, dass du dick bist, dass du mit 30 stirbst, ob das so hilfreich ist.

15

Angebote von der Familie bekommt sie viele: Fahrrad fahren, Spazieren gehen, Begleitung zu Arztterminen oder Terminen beim Amt. Wir bieten ihr an, dass sie bei uns mal übernachten kann und aus ihrem Alltagstrott mal ausbrechen kann, andere Tagesabläufe kennenlernt und das für sie evtl. ein Anreiz ist, etwas zu ändern. Sie lehnt aber alles ab, möchte nicht zu Hause raus, klebt an ihrem Freund und lässt sonst niemanden an sich ran. Klar, er redet ihr ja immer gut zu, akzeptiert ihr Gewicht und kritisiert sie nie - das ist einfach und bequem für sie.

Und nein, wenn ich oder jemand anderes sie trifft, dann ist ihr Gewicht nicht immer sofort und das einzige Thema. Wir sagen ihr auch nicht ins Gesicht „mach nur so weiter, du stirbst dann mit 30 weil du fett bist“.

Ich weiß nur langsam nicht mehr, wie man einen Anreiz schaffen kann wenn die Argumente Gesundheit (tut sie ab, wäre ja alles ok lt ihren Ärzten), Fitness (im Sinne von länger als 2min laufen können ohne Atemnot zu bekommen) oder Aussehen (wer sie nicht liebt und akzeptiert wie sie ist, hat sie eben nicht verdient) nicht ziehen 🤷🏼‍♀️

17

Ihr sagt es ihr "nicht immer sofort" und es ist auch nicht das einzige Thema". Klingt schon so, als würdet ihr sie ständig damit nerven. Seine Sorgen auszudrücken ist ja die eine Sache, aber was ihr macht klingt für mich schon übergriffig. Sie unter Betreuung zu stellen, um sie dann zum Abnehmen zu zwingen, oder wie stellst du dir das vor?
Du hast es selbst geschafft, 30 kg abzunehmen, weil du eine besondere Motivation hattest. Hättest du es auch geschafft, wenn dich die gesamte Familie immer wieder auf dein Gewicht und die gesundheitlichen Risiken angesprochen hätte?
Ihr habt eure berechtigte Sorge zum Ausdruck gebracht. Jetzt solltet ihr sie mit dem Thema in Ruhe lassen und ihr zeigen, dass ihr sie mögt und akzeptiert, wie sie ist.

weiteren Kommentar laden