Blöde Situation belastet mich - sorry LANG

Guten Abend,

ich denke, ich muss mir das einfach mal von der Seele schreiben.

Es geht um eine Situation, die mich nun seit mehr als 2 Monaten sehr belastet.

Meine Tochter ist 3 1/2 Jahre alt und hat eine gleichaltrige Kindergartenfreundin. Meine Tochter ist an sich nicht sehr kontaktfreudig. Sie hält sich viel an Erwachsene und braucht oft sehr lange, bis sie mit anderen Kindern ins Spiel findet. Sie fügt sich aber im Kindergarten gut ein, spielt mit den anderen Kindern und es gibt keine Probleme mit ihr. Sie hat eine Freundin im Kindergarten, mit der sie sehr gerne und viel spielt und mit der und deren Mutter (um diese dreht sich das Problem) wir uns auch während der Corona-Zeit häufig privat getroffen haben.

Die Mutter war anfangs sehr nett, sehr an Kontakt interessiert, auch an Kontakt/Freundschaft unabhängig von den Kindern. Mir war sie allerdings eigentlich nicht übermäßig sympathisch und ich habe den Kontakt immer auf Treffen mit den Kindern beschränkt. Mit der Zeit fing es an, dass sie immer öfter Bemerkungen über meine Tochter mir gegenüber machte.

Sie meinte beispielsweise einmal, meine Tochter würde im Kindergarten nie teilen. Ich hab die Erzieherinnen darauf angesprochen. Diese waren ganz erstaunt, wie ich darauf kommen würde und meinten, das stimme nicht.

Auch wies sie gerne mal meine Tochter zurecht, lies das gleiche Verhalten bei ihrer eigenen Tochter aber „laufen“. Aich einmal wagt, ihre Tochter zu bitten, meine nicht zu schubsen, flippte sie aus: Meine Tochter würde ihre immer regelrecht tyrannisieren, sie nie in Ruhe lassen. Das sei auch im Kindergarten so und sie habe deswegen schon mehrere Gespräche mit den Erzieherinnen geführt. (Ich habe auch darüber mit den Erzieherinnen gesprochen, ist laut diesen nicht so). Und dann erzählte sie mir, was ich alles in der Erziehung falsch machen würde.
Jedenfalls entstand dann ein richtiges Wortgefecht. Das Ende vom Lied ist, dass es seither keinen Kontakt mehr gibt. Die beiden Mädchen spielen aber weiterhin im Kindergarten zusammen. Die Mutter und ich grüßen uns, wenn wir uns sehen, mehr aber auch nicht. Mir tut das für die Mädchen so leid. Sie mögen sich ja. Das Mädchen war das einzige Kind, mit dem Sich meine Tochter immer treffen wollte (sie ist, wie gesagt, nicht sehr kontaktfreudig.) Sie hat meine Tochter auch schon gefragt, ob sie mal wieder zu uns kommen darf. Diese Situation belastet mich extrem und ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll.

Danke fürs Lesen 😘

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Sorry, ich hab aus Versehen 2 mal gepostet.

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Ganz einfach

Du bringst dein Kind zu der Freundin und holst es wieder ab und umgekehrt.

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Ich möchte mein Kind dort nicht alleine lassen, und ich vermute, umgekehrt genauso wenig.

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Blöde Situation. Ich kann verstehen, dass ihr Mamas keine Lust auf Kaffeklatsch habt. Letztlich gibt es nur zwei Varianten: Die Verabredungen über die Papas laufen lassen oder eben ganz lassen, bis die Kinder alt genug sind, auch ohne Mama ein anderes Kind zu besuchen.

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Danke für die Antwort

Ich werde mein Kind dort in naher Zukunft bestimmt nicht alleine lassen. Die Papas sind leider arbeitsmäßig so eingebunden, dass das nicht möglich ist, bleibt eben nur der Kindergarten.

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Ich tue mich auch noch schwer mit dem Gedanken, dass nun meine Tochter sozusagen meine Bekanntschaften aussucht. 😉
Aber letztlich sollte man halt nicht mit der Vorstellung rangehen, in jedem Fremden einen Freund zu finden.
Vielleicht könnt ihr mit etwas Abstand nochmal einen Versuch starten? Das Vertrauen, das jeweils andere Kind allein zum Spielen zu nehmen, ist sicher erstmal weg, oder? (Ich würde ihr mein Kind jedenfalls erstmal nicht anvertrauen.)

Ansonsten versteif dich nicht so auf die eine Freundin. Ein so junges Kind braucht doch außerhalb vom Kiga nicht noch X Kontakte. Und im Kiga haben sich die Mädels doch viele Stunden...
Und falls es dir um die Bekanntschaft geht: Vielleicht findest du ja eine andere Mutti zum Quatschen und eure Kinder passen zufällig zusammen?

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„ Das Vertrauen, das jeweils andere Kind allein zum Spielen zu nehmen, ist sicher erstmal weg, oder? (Ich würde ihr mein Kind jedenfalls erstmal nicht anvertrauen.) “

Ja, das ist es...ich war ehrlich gesagt etwas erstaunt über die vielen „Bring das Kind hin und hol es wieder ab“-Antworten. Die Kinder sind 3.

Mir ging es nie um Bekanntschaft oder Freundschaft, das ging , wie im Eingangspost beschrieben, eher von der anderen Mutter aus. Mama-Freundinnen habe ich einige. Es ist aber einfach so, dass mein Kind sehr wählerisch ist, was ihre Spielpartner betrifft, und jetzt nicht unbedingt der kontaktfreudigste Typ, mit diesem Mädchen aber sehr gerne spielt.

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Ich kenne das und es ist auch schwer sie alleine dort zu lassen wenn du kein gutes Gefühl hast. Vielleicht ist Spielplatz eine gute Option, da sind meistens ja noch andere Kinder und Mütter. Ansonsten lass deiner Tochter noch Zeit. Meine war in dem Alter auch so wie du deine beschreibst und nun ist wirklich sehr offen. Genieße deine Tochter und ärgere dich nicht so sehr drüber

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Danke. Ja, ich versuche das alles einfach auszublenden und froh zu sein, dass meine Tochter jetzt wieder regelmäßig im Kindergarten ist und dort auch andere Kinder kennenlernt.

In welchem Alter wurde deine denn langsam offener?

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Geht doch nach der Kita gemeinsam auf einen Spielplatz. Dann können die Mädchen zusammen spielen und du kannst trotzdem Abstand halten von der Mutter.

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Naja, Spielplatz ist ja wie eine Verabredung, das haben wir während der Corona-Zeit eigentlich immer so gemacht.

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Ja nun...was nicht passt, passt eben nicht.

Ich mein Eure Mädchen können jeden Tag mehrere Stunden im Kindergarten Zeit miteinander verbringen. Das reicht doch für eine schöne Kitafreundschaft.

Das wäre ein Alptraum für mich, mich mit so jemanden privat noch hin zusetzen, nur damit die Kinder Nachmittags nochmal miteinander spielen können.

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Ja, da hast du wohl recht. Es regt mir einfach so auf, weil ich das Gefühl habe, dass die Kindergartenzeit meiner Tochter dadurch jetzt schon belastet ist.

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Dein Kind ist noch sehr klein, meine Tochter ist im gleichen Alter etwa. Sie verabredet sich schon munter alleine, mit zwei Kindergarten Freundinnen. Ehrlich gesagt hätte ich mir da auch keinen Stress gemacht wenn es erstmal noch keine Spielverabredungen gegeben hätte.

Denn ich persönlich finde die etwas anstrengend in dem Alter. Die Kinder sind oft noch nicht soweit das sie stundenlang zusammen spielen, das Sozialverhalten ist nicht ausgereift und es kommt schnell zu Streitigkeiten. Weil es hier nicht üblich ist das die Mutter auch dabei sitzt hält einen so eine Spielverabredung gut auf Trapp.

Also, ich könnte darauf verzichten, aber meine Tochter soll natürlich wie die anderen Kinder auch verabredet sein dürften. Ich begrenze das aber auf einmal die Woche pro Kind, öfter brauche ich das wirklich nicht.

An deiner Stelle würde ich erstmal keine Verabredungen mehr vereinbaren.

Die Mutter kann offenbar die Geschichten ihrer Tochter nicht vernünftig filtern. Kinder haben eine blühende Fantasie und schmücken gerne ein bisschen dramatisch aus. Da wird ein kleines Schubsen als gemeingefährliche Körperverletzung dargestellt. Vielleicht lernt die Mutter mit der Zeit die Beschwerden ihrer Tochter richtig einzuordnen. Die Kinder werden ja auch älter und vernünftiger, vielleicht passt es dann wieder.

Aber in dem Alter muss so eine Freundschaft auch nicht fürs Leben sein, vielleicht sind die in ein paar Monaten gar nicht mehr so dicke.

Vg

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Meine Tochter hat noch nie den Wunsch geäußert sich am Nachmittag zu verabreden...bei diesem Mädchen hat sie sich aber immer gefreut.

Vielleicht reichen ihr der Input und die Kontakte im Kindergarten auch einfach und ich sehe ein Problem, wo gar keines ist.

„Die Mutter kann offenbar die Geschichten ihrer Tochter nicht vernünftig filtern. Kinder haben eine blühende Fantasie und schmücken gerne ein bisschen dramatisch aus. Da wird ein kleines Schubsen als gemeingefährliche Körperverletzung dargestellt. Vielleicht lernt die Mutter mit der Zeit die Beschwerden ihrer Tochter richtig einzuordnen. Die Kinder werden ja auch älter und vernünftiger, vielleicht passt es dann wieder.“

Das trifft es ziemlich gut. Allerdings ist mein Gefühl, dass es nicht so sehr die Geschichten der Tochter als eher die der Mutter selbst sind. Die Tochter ist ein wirklich liebes Mädchen.

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Auch wirklich liebe Mädchen haben eine blühende Fantasie manchmal, besonders wenn Klingt nicht als würde deine Tochter in völliger Isolation aufwachsen, und der Kindergarten meint ja auch sie ist dort zufrieden und gut angekommen. Warte einfach ab, irgendwann steht sie vor dir und will unbedingt zuhause mit einem anderen Kind spielen. Dann ist immer noch früh genug das Kind zu verabreden.

So lange genieß noch ein bisschen die Ruhe zuhause..;-)