Ja-Umgebung mit Baby und Kleinkind

Hallo!

Während ich heute mit meinem Sohn (2 1/2) mit seinen Autos spielte und dabei meine Tochter (5 Monate) am Arm hatte, und bei gefühlt jedem Auto sagte: " Das ist zu klein für deine Schwester/da könnte sich etwas lösen/Das ist noch nichts für die Kleine.", begann ich darüber nachzudenken, wie wir das regeln sollen, wenn die Kleine mal wirklich mobil ist. Mein Mann meint, wir müssen dann halt immer schauen, aber ganz ehrlich, ich halte das für wenig praktikabel, ich bin mit den beiden viel alleine. Für meinen Sohn hatten wir eine Ja-Umgebung, er konnte sich im ganzen Haus quasi frei und unbeaufsichtigt bewegen, ich würde mir soetwas für unsere Tochter auch wieder wünschen. Aber ist das mit einem kleinen großen Bruder überhaupt möglich? Welche Lösungen habt ihr für euch gefunden, damit die Kleinen keine Spielzeuge in die Hände bekommen, die potentiell gefährlich (zB zu klein), die Großen aber nicht einfach auf alles verzichten müssen?

Meine Ideen bisher waren eher bescheiden, entweder die Kleine ist immer bei mir, oder der Große darf mit seinem kleinen Spielzeug nur alleine um Kinderzimmer spielen. So oder so würde das bedeuten, ich muss sie immer trennen, das finde ich an sich gar nicht gut 😕

Kurz zu unserer Wohn- und Gesamtsituation:
Wir wohnen in einem zweistöckigen Einfamilienhaus, unten sind Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Esszimmer mit Küche. Im Wohnzimmer haben wir einen Spielekasten, in welchem das Spielzeug in Kisten sortiert ist, die Sohnemann selbstständig auswählen und herausnehmen kann. Alle Kästen, in die die Kids nicht hinein dürfen, sind gesichert. Die Arbeitszimmertür lässt sich verschließen.

Im oberen Stockwerk befinden sich das Schlafzimmer (wir schlafen hier gemeinsam im Familienbett), Kinderzimmer (momentan eher noch ein Wickel- Ankleide- Aufbewahrungszimmer) und Gästezimmer.

WC/Bad ist in jedem Stock vorhanden, unten allerdings über Stufen zu erreichen und daher mit einem Treppenschutzgitter gesichert.

Ich würde mich über Ideen und Erfahrungen freuen, vielleicht finde ich ja eine Möglichkeit, mit der sich alle wohl fühlen 🤗 Vielen Dank schon einmal!

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Hallo,

Ich würde an Deiner Stelle im Wohnzimmer das Spielzeug lagern mit dem beide spielen können. Für den großen würde ich dann oben das Spielzimmer einrichten wo er seine Sachen hat, dort ein Türgitter dran. So hat er sein eigenes Reich und die kleine kann überall hin.

LG
Sunny

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Hey

Wir haben drei kinder. Der jüngste ist jetzt eineinhalb. Ganz frei machen kannst dus eh nicht. Aber dinge die vorhersehbar sind hab ich weg geräumt, wie zum beispiel legoteile. Die hatten sie aber heimlich mal rausgenommen als der kleine noch neun monate war. Er war schon sehr mobil. Ich sass hinter im ca einen meter entfernt und er hatte ein legoteil in der hand, nahm es in den mund, ich habs eben nicht gesehn da ich hinter ihm sass, da hat er sich wirklich schlimm verschluckt. Ich musste es mit der hand raus holen. Die zwei grossen sind da so erschrocken, dass sie ab da auch immer aufpassen dass nichts rumliegt was er in den mund nehmen könnte, auch wenn wir irgendwo auf besuch sind passen sie mega gut auf. Aber es ist schwierig, es liegen immer irgendwelche kleine sachen rum. Wir geben unser bestes, mehr kann ich nicht machen. Ist leider so.

Glg

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Hallo,
Bei uns ist die Regel: Lego nur nach Rücksprache in einem anderen Zimmer als in Kinderzimmer (zb spielen wir das gern mal auf dem Tisch wenn die Kleine schläft) und Zimmertür wird immer zugemacht (es ist allerdings trotzdem die Verantwortung der Erwachsenen - unser Sohn soll zwar nach Möglichkeit daran denken, aber ich schaue immer, ob die Türe zu ist, bevor ich die Kleine krabbeln lasse und mache ihm auch keinen Vorwurf, wenn sie offen stand).

In meinem Beisein darf die Kleine auch ins Kinderzimmer des Großen (sofern er das auch ok findet, ich frage jedesmal) und dann schaue ich schnell, ob gerade etwas akut verschluckbares in Reichweite liegt. Wenn wir gerade mit etwas spielen, was so semi-verschluckbar ist (die meisten Spielzeugautos), dann ist sie auf meinem Schoß und bekommt dort einen Tut Tut Flitzer in die Hand (der ja nicht verschluckbares hat) während ich mit dem Großen mit den anderen Autos spiele. Das klappt in der Regel ganz gut. Wir haben dann auch noch ein paar andere Spielsachen für sie griffbereit, dass ihr nicht langweilig wird.

LG

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Was habt ihr denn für Kleinteilige für den 2-Jährigen? Der ist doch sicher auch noch in der oralen Phase?
Hier gab es sehr lange nur Lego Duplo (kein Lego).
Was genau ist denn gefährlich bei euch?
Wenn es nur eine kleine Kiste mit Mini-Teilen ist, dann pack es doch einfach weg. Das Zeug ist schneller im Mund als man denkt.

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Naja, kleine Autos, etwas Playmobil, diese Matchbox-Autos (da können sich ja doch Recht einfach Teile lösen). Es ist nicht die Welt, aber es ist halt doch was.
Im Fall der Fälle wird außer wegräumen eh nichts übrig bleiben 🤷

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Eben. Wenn es nicht so viel ist, dann ist wegräumen ja schnell gemacht.

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Als Tagesmutter habe ich eher das Problem, dass die Kleinen (10-18mon) oft auf Crashkurs sind und die Großen (ab 2/2,5J.) verzweifeln, wenn „schon wieder“ etwas, das mühsam erbaut wurde, von den Kleinen zerlegt wird.

Küche, Esstisch, Spielbereich und Wohnzimmer sind bei uns ein Raum in L-Form und wir haben die Küche mit einem Treppenschutzrollo abgetrennt. So sind die Großen mit im Raum und sind trotzdem vor den Krabblern geschützt.
Der Rollo ist auch nicht so furchtbar im Weg wie ein Gitter.

Auch am Sofa stelle ich den kleinen Tisch manchmal so, dass sich dort ein geschützter Bereich bildet. Solange die Kleinen nicht alleine auf das Sofa kommen, klappt das ganz gut.

Meine Tochter (4,5J.) darf Kleinteiliges am Esstisch spielen. Sie ist da aber auch super vorsichtig und wenn etwas herunter fällt sammelt sie es schnell wieder auf.

Grundsätzlich ist aber bei den babysicheren Spielsachen auch immer etwas da was die Großen auch spannend finden.

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Aber wenn sich etwas lösen könnte, ist es doch auch für euren Sohn gefährlich. Mit 2 haben sich meine Kinder noch alles mögliche in den Mund genommen.

Zwischen meinen Kindern beträgt der Altersunterschied vier Jahre. Wir hatten somit lange kein kleinteiliges Spielzeug. Hat niemanden gefehlt, es gab ja andere Sachen.

In dem Alter wurde groß sowieso mehr gewertet. Sprich eine große Puppe hielten sie für "wertvoller" als ein Minipüppchen. Große Geschenke werden unterm Christbaum sofort aufgerissen, während ein kleines Päckchen wenig Beifall findet 😂

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Kinder sind da aber sehr unterschiedlich. Als meine Tochter 2 war, konnte sie schon mit den Miniperlen spielen ohne dass man sich Sorgen machen musste. Ihre orale Phase war mit einem Jahr quasi vorbei.

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Das stimmt schon, aber zu 100 Prozent darauf vertrauen würde ich nicht. Auch wenn die orale Phase vorbei ist, kann man die Dinger auch wunderbar in die Nase oder in die Ohren stecken.

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Ich würde das Gästezimmer zum Babyzimmer machen und kleinteiliges Spielzeug im Kinderzimmer lassen. Das Baby würde ich dann nur unter Aufsicht im Kinderzimmer lassen. Es kommt wahrscheinlich sowieso bald das Alter, wo dein Sohn etwas aufbaut und dann genervt ist, wenn das Baby alles einreißt. Da ist ein geschützter Bereich ohnehin praktisch.

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Unsere beiden sind nur 1 1/2 Jahre auseinander und solange die Gefahr besteht, dass eine von beiden etwas verschlucken könnte, gibt es eben keine kleinteiligen Sachen oder Sachen, wo etwas abbrechen könnte.
Zu Lego gibt es doch wunderbare Alternativen - Lego Duplo oder Mega Bloks. Interessante Autos gibt es in größer usw. Ich glaube nicht, dass man da zwangsläufig etwas vermisst. Nur weil bei einem Spielzeug die Altersangabe "ab einem Jahr" o.ä. draufsteht, heißt es doch nicht dass es für ältere Kinder langweilig ist.

Unsere Große (20 Monate) hatte eigentlich nichts mehr in den Mund genommen. Seit sie das bei ihrer kleinen Schwester sieht, fängt sie aber auch wieder damit an. Ich wäre mir an deiner Stelle daher nicht so sicher, dass die orale Phase bei deinem Sohn schon abgeschlossen ist.

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Bevor meine Tochter zur Welt kam habe ich das Babyspielzeug meines Sohnes raus gesucht und in eine Kiste getan.
Als sie geboren wurde war er 2 Jahre und 2 Monate alt.
Er konnte schon verstehen das alles in der Kiste Spielzeug für Babys ist. Alles andere was er ihr gab nahm ich dann danach in die Hand und sagte das findet sie toll aber will das du damit spielst oder habe ihm erklärt das sie Kleinteile verschlucken kann und ob er ihr nicht was für Babys geben will.
Das hat super funktioniert.
Als sie 6 Monate alt war haben beide in einem Zimmer gespielt (sie hat wohl eher zugeschaut 😁).
Alles was ich für zu gefährlich hielt habe ich stillschweigend weg gepackt und wenn mein Sohn es gesucht hat wusste ich sozusagen mit was er gerade hantiert und auf was ich achten musste.
.Ansonsten hat er alles mit ihr machen können und hat sie gerne getragen, gehalten oder gekuschelt.
Wenn er zu grob wurde habe ich ihm gesagt wie er es machen kann. Er hat das super auf genommen und wir hatten kaum Situationen die gefährlich waren.
Nur 1 mal hat er sie aus dem Maxicosi gezogen. Aber da wir das Baby eh immer auf dem Boden positioniert hatten ist da nichts passiert.

Als sie schon etwas krabbeln konnte ist sie mal aus dem wirklich Flächen Bett in seinen Schoß gefallen. Ich war nicht schnell genug,da war er richtig stolz als ich ihm sagte das er sie gerade gerettet hat.

Auch heute mit 3,5 sagt er immer er ist ihr Held und auch Vorbild. Total süß, auch wenn er jetzt doch öfter genervt ist.