Momentan ist es ein wenig schwierig

Hallo­čÖł,

ist eher ein Mimi ich muss mal dr├╝ber sprechen Post.

Mein Mann leidet an Depressionen und ich denke es sind Angstst├Ârungen ebenfalls dabei
Seit 1┬ŻWochen bekommt er jetzt Antidepressiva.
Nun irgenwie scheint das wohl schon sehr lange zu gehen, er sagt es h├Ątte mit der Geburt unseres Kindes angefangen und wurde immer schlimmer... Wir k├Ânnen nicht mal zusammen auf den Spielplatz f├╝r ihn ist das eine Qual, er hat Angst das was passiert, sein Kopf malt sich das in verschiedenen Varianten aus. Es ist echt nicht sch├Ân nirgendwo hin zu k├Ânnen. Immer begleitet ihn diese Angst. Er hat auch Albtr├Ąume in denen Sachen passieren mit unserem Kind und so. Wenn ich sage komm lass uns raus gehen, dann denkt er schon wieder ans schlimmste und ihm wird komisch und schlecht.
Er ist viel traurig, weint einfach so, sieht sich als Last an. Er kann schlecht einschlafen liegt sehr lange wach und nat├╝rlich schl├Ąft er dann dementsprechend bis 11/12Uhr mittags. Ich k├╝mmere mich um unser Kind, mache essen und alles.Ich darf ja nichts falsches sagen sonst ist er wieder sofort am weinen, was f├╝r mich auch etwas schwierig ist, ich bin manchmal etwas aufbrausend, gebe aber mein bestes ruhig zu sein und immer lieb und nett zu sein. Versuche das beste zu geben. Aber ich komm eben auch an meine Grenzen. Ich kann ja nicht mal iwie wohin gehen, er m├Âchte nicht allein sein sagte er. Verstehe ich,also bleibe ich halt da. Selbst nicht Einkaufen geht, weil er eben nicht allein sein m├Âchte. Bald ist es soweit und unser Kind kommt in die Krippe, da hat er nat├╝rlich auch schon Angst und alles. Er hat n├Ąchste Woche das Erstgespr├Ąch in einer Tagesklinik. Mal hoffen er bekommt dann auch z├╝gig einen Tagesklinik Platz. Demn├Ąchst w├╝rde ich so gerne mal in den Zoo.. aber ich denke das wird nichts. Er hat dann schon wieder im Kopf oh Gott da kann das und das passieren.. aber wir k├Ânnen doch nicht immer nur daheim sein.

Ich hoffe sehr die in der Tagesklinik k├Ânnen ihm helfen, wei├č jemand was da so dann gemacht wird? Auch speziell wegen den ├ängsten und Albtr├Ąumen?

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Vielleicht bin ich unsensibel, aber ich bin der Meinung psychische Erkrankungen eines Familienmitglieds sind psychische Erkrankungen des Familienmitglieds und d├╝rfen nicht f├╝r alle 1:1 zum normalen Lebensrhythmus des Familienlebens werden aller Liebe und Unterst├╝tzung zum Trotz. Derjenige muss Einsehen, dass er Hilfe braucht und aktiv medizinisch etwas dagegen tun, sonst zieht er am Ende alle mit rein, wenn die Familie sich dann auch noch den Mechanismen der Krankheit unterwirft, wird es auch f├╝r alle gef├Ąhrlich. F├╝r mich bist du gerade wie eine Coabh├Ąngige. Dein Partner ist krank und Du bist mit ihm krank. Ihr geht wahrscheinlich kaum noch vor die T├╝r!

Das ist nicht nur nicht gut f├╝r Dich, denn Du bist diesen Problemen 24/7 ausgesetzt und diese Denkmuster werden automatisch auf dich abf├Ąrben. Du sagst ja selbst, dass Du auch trauriger und ungl├╝cklicher bist wegen der Sache. Und das wird so weiter gehen. euer Kind das w├Ąchst in dieser Umgebung auf und klar als Baby bekommt es vieles noch nicht mit, aber eben nicht (!) gar nichts. Das Kind muss auch mal raus in die Welt, andere Menschen, andere Kinder, auf den Spielplatz, in den Zoo, in die Krabbelgruppe, zum Babyschwimmen, ja. Alles Erfahrungen die immer unm├Âglicher werden je mehr Du dich dem ergibst.

Er muss erkennen, dass er nicht euch dazu 24/7 benutzen kann, sein Leben zu tragen. Da muss er bitte die Verantwortung f├╝r sich selbst erkennen und etwas ├Ąndern. Das kann er nicht euch aufb├╝rden. Dass er Hilfe und eine Pause braucht und ihr ihn nat├╝rlich zu Arztbesuchen begleitet oder bei einer Therapie oder Reha unterst├╝tzt oder durch Gespr├Ąche keine Frage - bin ich total daf├╝r in einer Partnerschaft -, aber Du musst dich definitiv mehr abgrenzen und darauf h├Âren, was Du trotzdem f├╝r Dich brauchst um zu funktionieren und Lebensfreude zu empfinden und was euer Kind braucht, um Teil der Welt zu werden.

Der Vater meiner einen Freundin fing mit der Geburt auch mit Depressionen an. Das Kind durfte sehr schnell gar nichts au├čer 24/7 bei ihm in der Bude hocken und meine Freundin wurde auch systematisch von anderen isoliert. Die Umwelt war gef├Ąhrlich und b├Âse. Passiv und aktiv hat er auch dem Kind seine ├ängste vermittelt. Er war dazu noch verbal zunehmend aggressiv und fing an meine Freundin f├╝r seine ├ängste verantwortlich zu machen, als S├╝ndenbock quasi. Letzteres scheint bei euch gl├╝cklicherweise noch nicht der Fall zu sein. ├ťber die Jahre jedenfalls hat es die Ehe gekillt, die vorher sehr gut funktioniert hat und auch weiter h├Ątte funktionieren k├Ânnen, da er eben nicht eingesehen hat, dass sie nirgendwohin vorw├Ąrts kommen k├Ânnen, wenn er nicht was ├Ąndert und dass er daf├╝r nicht andere verantwortlich machen kann.

Das wurde so schlimm, dass auch meine Freundin therapeutische Hilfe annehmen musste, da sie ├╝ber die Zeit immer abh├Ąngiger von ihm geworden war vor allem von der Art wie er dachte und die Welt sah. Ihre Wahrnehmung hat sich quasi gleich ein St├╝ck weit mit verschonen. Nur hat sie das gl├╝cklicherweise irgendwann erkannt durch uns Freunde und andere Familienmitglieder.

Und (!): Aber auch das Kind hat als Kleinkind massive Probleme in der Betreuung gezeigt anderen zu vertrauen, sich in eine Gruppe einzuf├╝gen, Freunde zu finden, den sozialen Code mit gleichaltrigen zu verstehen! Inzwischen funktioniert das deutlich besser. Das Kind ist n├Ąmlich nicht automatisch oder so. Es ist nur stark isoliert aufgewachsen und musste vieles atok neu lernen.

Bitte mach dir bewusst, dass diese Isolation f├╝r jeden von euch langfristig zu Sch├Ąden f├╝hrt und dass zumindest Du und das Kind in der Lage sein sollten aktiv am Leben teilzuhaben. Er muss das einfach einsehen, dass er sonst das Kind, dass er besch├╝tzen will, erstrecht dadurch gef├Ąhrdet dass er es vom Leben abh├Ąlt.

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Es tut mir leid, was ihr gerade durchmachen m├╝sst und dass es deinem Mann so schlecht geht ­čś¬ ich leide auch an Panikattaken, seitdem unser Baby zu fr├╝h geboren und gestorben ist. Es ist wichtig zu erkennen dass man Hilfe braucht, ich finde es toll dass dein Mann das erkannt hat. Ich habe nur einen Therapieplatz, dort suche ich immer aus was ich machen m├Âchte, mal reden wir einfach nur ├╝ber meine ├ängste, mal machen wir Entspannungs├╝bungen, wir k├Ânnten aber auch was kreatives machen. Ich habe aber auch durch Bekannte Erfahrungen in einer Tagesklinik..die haben dort immer zusammen Gespr├Ąche gef├╝hrt, Sport gemacht, gebastelt, spazierg├Ąnge gemacht und es soll geholfen haben. Da kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten zusammen...ich w├╝nsche euch alles Gute und dass ihr einen Weg daraus findet

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Von sich aus hat er nix unternommen, ich bin mit ihm zum Arzt und hab gesagt was sache ist. Die Arzttermin etc pp hab ich alles gemacht, sonst w├Ąre das nie was geworden.

Hoffe nur sehr das es durch die Tagesklinik besser wird.

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Wenn er immer nur daheim bleiben will, dann füttert er seine Ängste immer weiter und weiter. Angst verschwindet nur, wenn man sich seinen Ängsten stellt.
Das wird ihm bestimmt auch in der Therapie gesagt werden. Ich hoffe die Einsicht, dass er etwas ├Ąndern muss kommt von ihm selbst und nicht von dir.

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Dad Problem ist dann das ihm aber schlecht, schwindelig und komisch dabei noch dazu wird. Und es f├╝r ihn die H├Âlle ist :/ Hab dann ehrlich gesagt auch keine Lust jemand dabei zu haben der dann keinen Spa├č hat und weint und traurig ist, macht mir dann n├Ąmlich auch keinen Spa├č mehr :/

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Dann solltest Du dich bitte auch an einen Arzt zwecks Therapie wegen Co-Abh├Ąngigkeit wenden.

Wenn dein Mann nicht raus m├Âchte, weil er eine Angst entwickelt und du dann nicht rausgehen m├Âchtest, weil du dich dann wegen deines Mannes schlecht f├╝hlst, seid ihr beide das "perfekte" Gespann: Jeder hindert den anderen an seiner Entwicklung.
Dein Mann wird vermutlich nicht geheilt wiederkommen. Er wird immer wieder "R├╝ckf├Ąlle" haben, Angst sp├╝ren; das Erlernte aus der Therapie wie ein Rezept anwenden m├╝ssen.
Mein Mann hat Abfolgen, wie er sich da selbst rausziehen kann. Wenn alles nicht funktioniert, soll er mich fragen.

Dein Part wird dann sein, ihn zu st├Ąrken oder auch mal in den Hintern treten zu m├╝ssen. Wenn du dort dann an eine Grenze kommst, manifestiert sich der Zustand deines Mannes. Wenn du n├Ąmlich zu Hause bleibst, gibst du deinem Mann den Eindruck, dass seine Angst oder Bef├╝rchtung richtig ist. Ich glaube, du h├Ąngst da selbst schon tief mit drin.

Daher gebe ich dir dringend den Tipp, dich auch behandeln zu lassen. F├╝r eure Kinder ist es wichtig, dass ihr beide diese Muster durchbrecht.

Liebe Gr├╝├če
Schoko

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Ich hatte damals dieses Problem auch.
Eines Tages war es beim Einkaufen so schlimm das ich nur am zittern war und schwei├čgebadet dann aus dem Laden raus bin.
Ich habe mit meiner Ärztin darüber gesprochen und habe dann eigentlich eine Mutter Kind Kur beantragt, aber die Krankenkasse rief mich an und sagte das diese nicht tiefgründig genug sei, ich soll eine Reha machen.
Gesagt, getan, war dann 7 Wochen mit meiner Tochter zur Reha, sie war meine Begleitperson weil ich Alleinerziehend bin.
Auf dem Gel├Ąnde gab es eine Kita in die ich sie morgens gebracht habe und ich konnte meine Therapien machen und was soll ich sagen?
Mir geht's wieder super.

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Das ist sch├Ân das es dir wieder besser geht. Bei ihm ist das aber ein Psychisches Problem vom. feinsten.

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Sie m├Âchte dir mit ihren Erfahrungen helfen und du wirst pampig. Super nett...
Und natürlich war es auch etwas psychisches oder als würdest du diese Ängste benennen??

Eigentlich kann dir pers├Ânlich hier niemand helfen. Deinem Partner sollte sehr dringend geholfen werden. Nehmt euch die KK zur Seite und erkl├Ąrt, dass es sehr dringend ist und ihr so schnell wie m├Âglich einen Therapieplatz in der Klinik braucht. Nicht nur am Tag, sondern auch ├╝ber Nacht.
Er zieht dich und deine Tochter ja auch mit in den Strudel rein. Auch, wenn er das sicherlich nicht mit Absicht macht und nicjt m├Âchte, dass es euch schlecht geht. Du selbst kannst ihm aber nicht helfen, er braucht professionelle Hilfe.

Und bis dahin w├╝rde ich an deiner Stelle trotzdem gucken, dass du Dinge mit deiner Tochter unternimmst. Auch, wenn ihr es alleine erlebt. Ansonsten wird du vielleicht auch noch depressiv.
Gerade wenn bald die Kita anf├Ąngt, w├Ąren ein paar Ausfl├╝ge davor doch noch super.

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Mir fallen beim Lesen (auch der Antworten) zwei Dinge auf:

1. Ja nat├╝rlich ist das ein psychisches Problem (wie du sagst "vom feinsten"). Das war oder ist es bei denen, die dir beantwortet haben, auch. Deswegen finde ich ihre Tipps hilfreich und zielf├╝hrend.

Ich finde es sehr sehr sch├Ân, dass du deinem Mann so zur Seite stehst & Hilfe f├╝r ihn organisierst. Vielleicht solltest du wirklich nochmal schauen, dass DU entlastet wirst. Eine Reha ist eine tolle Idee, weil du dann auch Abstand gewinnst.

2. Man bekommt den Eindruck, dass es dir unangenehm ist, wenn dein Mann weint oder "schwach" ist? Warum? F├╝r mich ist das (auch) ein Zeichen f├╝r tiefe Gef├╝hle (z.B. f├╝r euer Kind). Das ist was Tolles! Kannst du das auch so sehen?

Ich w├╝nsche euch alles Gute!

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Mir ist das ├╝berhaupt nicht unangenehm. Mich macht es nur traurig weil ich ihm Nicht helfen kann. Es ist nicht sch├Ân ihn so traurig zu sehen und hilflos.

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Du kannst ihm wirklich helfen.
Wenn er aus der Therapie kommt (wobei ich nicht glaube, dass eine Tagesklinik f├╝r ihn richtig ist), kannst du helfen. Da wird er Orientierung brauchen und das gelernte integrieren m├╝ssen.
ABER es ist zwingend notwendig, dass du in keine Co-Rolle rutschst. Da bist du aber schon, f├╝rchte ich.
Daher w├╝rde ich mir, an deiner Stelle, auch Hilfe suchen, dass du dich von seinem Zustand unabh├Ąngig machen kannst.

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Hallo,
wenn es so schlimm ist, versucht ihn als Notfall in einer Klinik station├Ąr unterzubringen. Ich bin selbst f├╝r die Psychiatrie t├Ątig und wei├č, dass das so schneller geht. Es sind immer Pl├Ątze f├╝r Notf├Ąlle da und es wird station├Ąr schneller und direkter geholfen. Selbst, wenn es nur eine kurzintervention ist, so dass zumindest der Alltag wieder halbwegs geregelt abl├Ąuft. Dar├╝berhinaus gibt es dort ebenfalls Hilfe und Unterst├╝tzung f├╝r Angeh├Ârige.
LG

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Ich finde den Titel "ein wenig schwierig" sehr untertrieben. F├╝r mich h├Ârt sich das nach einem sehr ausgewachsenem Problem an.
Du kannst ihn nicht retten und auch nicht helfen. Du kannst ihn einfach nur so nehmen, wie er ist.
Ich finde, das einzige, das du tun kannst, ist daf├╝r zu sorgen, dass es dir gut geht. K├╝mmere dich um dich und deine Bed├╝rfnisse. Und um euer Kind. Du hast nicht unendlich Kraft, dich nur um ihn zu sorgen.
Mache es dir sch├Ân, soweit es m├Âglich ist.
Alles Gute f├╝r dich ­čÖé

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Hallo,

es tut mir sehr leid, dass es deinem Mann so schlecht geht. Ich wei├č, dass das auch f├╝r dich als Angeh├Ârige sehr belastend ist.

Du hast die Sache schon in die richtige Richtung geleitet, das hast du sehr gut gemacht. In der Tagesklinik wird deinem Mann endlich professionell geholfen. Wie das geschieht, ist sehr individuell.

Ich litt vor Jahren auch unter Depressionen mit Angstst├Ârung. Es war die H├Âlle. Es ist sehr schwer, das als Au├čenstehender auch nur ann├Ąhernd nachzuempfinden.
Was jetzt gar nicht gut w├Ąre, ist ihn zu "zwingen" sich seinen ├ängsten zu stellen, damit sie verschwinden. Es handelt sich hier nicht um eine normale Angst wie z. B. H├Âhenangst, sondern um eine schlimme Erkrankung. Druck auszu├╝ben a la "Stell dich mal nicht so an, da musst du durch...." w├Ąre fatal und w├╝rde sich sehr negativ auf den Zustand deines Mannes aus├╝ben.

Wenn dein Mann mit 2 gebrochenen Armen und Beinen im Bett liegen w├╝rde, w├╝rdest du auch zuhause bleiben, dich um ihn k├╝mmern und nicht an den n├Ąchsten Zoobesuch denken. Die Erkrankung deines Mannes ist nichts anderes, nur, dass man es ihm eben nicht ansieht.

Haltet durch, bis dein Mann in die Tagesklinik kann. Belaste ihn nicht mit Erwartungen, Druck oder Vorw├╝rfen, das w├Ąre kontraproduktiv.

Ich wei├č, das ist leicht gesagt, denn dir geht es auf Dauer ja auch schlecht mit dieser Situation...aber anders geht es leider nicht.
Vielleicht kannst du dir Auszeiten schaffen, wenn mal jemand aus der Familie (z. B. seine Mutter) bei ihm bleibt und du mal etwas f├╝r dich machen kannst.
Ich w├╝rde au├čerdem beim behandelnden Arzt und/oder in der Klinik nochmal anrufen und die Dringlichkeit f├╝r einen Platz erl├Ąutern...evtl. wird euch dann schneller geholfen.

Ach, und dein Posting hat nichts mit "Mimi" zu tun. Du leistest so viel in dieser schweren Zeit. Du kannst stolz auf dich sein! Bleib stark, alles wird gut!ÔŁú

Ps: Ich wurde durch eine Psychotherapie wieder v├Âllig gesund, muss keine Medikamente nehmen.
Sag deinem Mann, dass seine Krankheit heilbar ist, und er bald nicht mehr so leiden muss.

Alles Gute

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Hey du,

ich kenne das Thema Depressionen aus vielen verschiedenen Positionen. Als Tochter, als Betroffene und auch als Ehefrau.

Mein Tipp an dich: Pass gut auf dich selbst auf und sorge f├╝r Dich!

Ich wei├č, dass es fies klingt aber:
Wenn du einkaufen gehen m├Âchtest/musst, auf den Spielplatz oder in den Zoo und er hat damit Probleme - geh trotzdem!

Er hat das Problem und muss damit klar kommen, nicht du! Wenn du dich immer nur nach seiner Krankheit richtest, macht dich das im schlimmsten Fall auch krank.

Bei uns hat es gut funktioniert ihn darauf vorzubereiten. Ich habe einen Tag vorher gesagt, morgen mache ich dies und jenes, das dauert von bis. Und dann bin ich gegangen.

Die freien Stunden ohne auf jedes kleine Wort und jeden Blick achten zu m├╝ssen haben mir gut getan. Und ihm hat es geholfen, dass er es alleine geschafft und mich nicht als Kr├╝cke gebraucht hat.

Was mir auch geholfen hat, war der Gedanke an mein Kind.
Ich MUSS durchhalten.
Ich darf NICHT in den Burnout rutschen.
Das kann UND will ich meinem Kind nicht antuen.

Was brauche ich daf├╝r? Was tut MIR gut?

Und ich wusste, wenn mir die Kraft ausgeht, kann ich weder f├╝r mein Kind noch f├╝r meinen Mann da sein, also muss ich als allererstes darauf achten, dass ich durchhalte. Depressionen sind kein Sprint, sondern ein sehr langer Marathon.
Aber es hat sich gelohnt durchzuhalten.

Alles Gute Dir und deiner Familie!