Einschlafen!

Hallo,
ich gehe inzwischen auf dem Zahnfleisch. Hier ist jeden Abend Theater! Vielleicht hat jemand ähnliche Probleme und kann hilfreiche Tipp geben!
Zur Situation:
Wir haben 2 Kinder ( 2 und 7). Wir haben und hatten feste Rituale. Die Kinder essen Abendbrot , schauen Sandmännchen und machen sich dann bettfertig. Dann kommt mein Mann nach Hause und wir bringen die Kinder ins Bett.
Der kleine bekommt 2 Geschichten vorgelesen von mir und wird einschlafbegleitet im Familienbett.
Die Große kann wählen: um halb acht gemeinsam mit dem kleinen im Familienbett oder noch bis acht spielen und dann in ihrem Zimmer schlafen. Auch sie bekommt jeden Abend etwas vorgelesen.
Das Problem: sie schlafen nicht oder nur einer! Im Zimmer bleiben klappt nicht -1000Ausreden.
Jede Erklärung: jetzt ist Elternzeit, du musst morgen fit sein usw fruchtet nicht. Am Ende bin ich bis ca 22.00/22.30 mit den Kindern beschäftigt und morgens kommen sie nicht hoch.
Was wir versucht haben:
-Tagesablauf geändert, abends noch mal rausgehen.
-Zeiten angepasst
-mehr Bewegung
-deutliche Ruhephasen vorm Insbettgehen
- schimpfen
-ruhig und lieb, auf die Kinder mehr eingehen, aber bestimmt bleiben
Beide sind eigentlich liebe Kinder und hören auch
Paarzeit existiert null im Moment , am Abend noch den restlichen Haushalt erledigen oder Kraft tanken- auch nicht möglich.
Begonnen hat das Drama im Frühjahr,Lockdown , beide zu Hause, Homeschooling, homeoffice usw.
Vielen Dank schon mal fürs Lesen!

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Wir haben die Einschlafbegleitung bei unseren Zwillingen mit etwa 1,5 Jahren langsam ausgeglichen und schlafen im Elternbett gab es außer bei Krankheit eh noch nie. Jetzt sind sie 7 und gehen während der Schulzeit/Homeschooling mit mehr oder weniger Gemecker um 19:15 Uhr ins Bett. In den Ferien verschiebt es sich eher auf 19:30 bis 20 Uhr, wenn wir in Urlaub sind wahrscheinlich eher auf 21 bis 22 Uhr, weil wir dann abends Essen gehen. Aber zu Hause lassen wir da nicht endlos mit uns verhandeln, weil wir irgendwann auch mal Feierabend haben wollen. Ich habe keine Ahnung, wann sie dann tatsächlich einschlafen, aber sie sind ruhig wenn sie im Bett liegen. Unsere Tochter sagt eh meistens, dass sie müde ist und sie schläft auch morgens immer bis zum Wecker. Unser Sohn geht oft noch einmal auf Toilette nach einer halben Stunde oder sagt leise gute Nacht wenn man durchs Haus läuft, aber ansonsten ist er auch ruhig. Wenn nicht, ist irgendwann seine Zimmertür zu. Aber er ist morgens meistens auch schon um 6 wach wenn ich aufstehe und benötigt insgesamt etwas weniger Schlaf.

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Auch wenn es keiner hören möchte:
Einschlafbegleitung beim 2 jährigen einstellen und ans eigene Bett gewöhnen. Aber da das hier bei Urbia ein NoGo ist, obwohl im Schlafen Forum jeder zweite Beitrag diesem hier ähnelt, wird man dich hier durch die Blume auffordern weiter zu leiden.

Allgemein vielleicht das Fernsehen weglassen. TV puscht meist noch auf und die Bilder müssen auch erstmal verarbeitet werden.

LG

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Wer von Beiden schläft denn nicht?

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Unterschiedlich. Mal die Große, mal der Kleine, manchmal auch beide

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Wenn meine Dispo über längere Zeit nicht aufgeht, weil der Takt des Kindes nicht meiner Vorstellung entspricht, lasse ich mal völlig los und schau wann und wie sie müde wird.
Ich denk da immer an die Wissenschaftlerin, die die Ureinwohnerin im Amazonas fragt: "Wann gehen eure Kinder schlafen"
Die Ureinwohnerin schaut ungläubig und sagt: "Wenn sie müde sind."

Viel Kraft dir!

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Ansich ein guter Ansatz aber sicher muss das Kind der Ureinwohnerin nicht um 08:00 ausgeschlafen in der Schule sitzen.
Meine drei Mädels (alle Schulpflichtig) würden vor 24 Uhr nicht im Bett liegen, auch wenn sie um 06:00 wieder aufstehen müssen.

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es ist doch eine qual, seine innere uhr so foltern zu müssen. :( ein dilemma, die armen mädels.

oh ja, ich kann mich erinnern. ab 11 war ich meistens, mindestens, bis 2 uhr morgens wach. Ich konnte machen was ich wollte... bis heute ist mein hauptproblem die müdigkeit, da ich eine nachteule bin.

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Die besten Aufputschmittel für meine Tochter waren: Der Papa kommt direkt zur Schlafenszeit nach Hause und Vorlesen zum Einschlafen.

Was mir noch auffällt: Die Kinder essen Abednbrot, bedeutet das sie essen alleine ohne dich? Da sie ja eh nicht einschlafen, warum esst ihr nicht alle zusammen?

Die Erklärung, das jetzt Elternzeit ist, ist nicht für Kinder greifbar und lösen ein Kopfkino aus, was da wohl spektakuläres passiert.

Auch die Wahl für die Große: entweder mit Vorlesen oder noch alleine spielen und dann vorlesen find eich unglücklich. Warum beschäftigt dein Mann sich nicht noch ne Runde mit ihr? Was macht er in der Zeit? Und wenn schon, entweder oder, aber nicht beides.

Wir haben auch früher gegessen, trotzdem war es dem Kind ganz wichtig, das sie noch mit Papa am Tisch sitzen kann, wenn er isst. Meistens gab es dann für sie noch einen Snack oder sie hat sich was vom Papa stibitzt. Ich habe mich auch ganz oft dazugesetzt, gequatscht, gelacht, oft noch ein Spiel gespielt. Also vorher bettfertig machen sinnlos und wurde geändert.

Schlußendlich sind Rituale keine Gesetze, sie müssen passen, geben einen Rahmen vor. Und sie dürfen sich auch ändern, müssen sie sogar. Bettfertig machen heißt hier "Feierabend", die letzte Tat vor dem Bett. Ich könnte mir vorstellen, das die Große die Kombi schon bettfertig sein und trotzdem spielen dürfen, vielleicht nicht zu ihr passt. Und man kann auch die Große einfach mal fragen, wie sie sich den Abend vorstellt und man schaut gemeinsam, was machbar ist.

Dann noch etwas zum Thema "morgens kommen sie nicht hoch". Ich habe da oft das Gefühl, das das häufig mit fehlendem Schlaf verbunden wird. Aber ist es nicht etwas ganz individulles, wie man morgens aufwacht? Ganz unabhängig vom Schlaf. Manche sind gleich putzmunter, manche brauchen länger um wach zu werden, noch andere springen auf und "funktionieren", sind aber im Grunde nicht wirklich wach und aufnahmefähig. Jeder tickt da doch irgendwie anders.

Das du im Moment keine Kraft tanken kannst, da musst du doch deinen Mann ins Boot holen und dir selber kleine "Inseln" tagsüber suchen, da haben die Kinder doch nichts mit zu tun.

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Sehr gut geschrieben. Alles ändert sich immer wieder mein kleiner ist bis vor nem halben Jahr zuverlässig um 19.30-20 Uhr im Bett schlafend gelegen. Der große war immer ne Eule die morgens schwer raus kam, dafür ist der kleine Frühaufsteher und regulär gegen 7 Uhr wach egal zu welcher Zeit er ins Bett geht. Jetzt ist es so dass sich der kleine an den großen anpasst. Ich find dass alles was funktioniert zulässt ist, solang es nichts mit Betäubungsmitteln zu tuen hat. Meine brauchen zum runter kommen Kindersendungen. Klar wären Bücher besser, waren beide aber nie zu begeistern dafür. Das ist so ihr Ding vorm einschlafen und morgens zum wach werden, tagsüber ist das aber zb eher uninteressant für beide da wollen sie toben, Räubern, malen, spielen und bauen. Und ich bin da ähnlich hab abends immer Sendungen geschaut und morgens Nachrichten, tagsüber is es uninteressant. Die Dosis macht das Gift.

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Nein, wir essen zusammen Abendbrot, also ich und die Kinder. Hinterher 10 Minuten Sandmännchen. Manchmal darf die Große noch 20 Minuten schauen und ich gehe schonmal Windeln usw.
Mein Mann kommt meist halb acht, manchmal auch acht nach Haus. Sie sehen ihn aber noch. Da wir in einer Whg wohnen, würden sie lauern bis er kommt. Das könnte natürlich ein Punkt sein. Aber wenn wir um acht essen und fertig machen hinterher , wird es noch später.

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Das ist hier genauso (7 und fast 4)..

Wir haben gerade Urlaub und das ins Bett gehen schiebt sich immer weiter nach hinten. Gestern war es auch nach 22 Uhr..#schwitz

Beide Kinder haben wohl einen späten natürlichen Rhythmus. Ich bin aber eher ein Frühaufsteher. Das einzige was hilft ist hier konsequentes frühes wecken über einen längeren Zeitraum. Wenn die Kinder jeden Morgen um 7:00 Uhr geweckt werden schlafen sie gegen 21 Uhr.

Früher geht nicht. Wir überbrücken die Zeit mit ner CD im Zimmer. Einschalfbegleitung/Rituale habe ich abgeschafft. Da habe ich abends keine Energie mehr für, die brauche ich schon fürs konsequente aufs Zimmer schicken,

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Ich würde die Einschlagbegleitung definitiv weglassen. Der Grossen würde ich noch einräumen das sie sich leise!! In ihrem Zimmer beschäftigt, z.B. Hörspiel, lesen irgend was ruhiges halt, falls sie noch nicht müde ist. Wenn das nicht klappt Licht aus und sofort immer wieder zurück ins Zimmer bringen wenn sie rauskommt ohne irgendwas gross rum zu diskutieren. Es gibt Situationen da diskutiere ich einfach nicht und das ist eine solche Situation.

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<<<Einschlagbegleitung>>>

Schöner Patzer. Ich würde auch nicht schlafen wollen, wenn ich geschlagen werden.#rofl

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😬🤭 ups, ich hasse Autokorrektur

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Warum haben die beiden die gleichen Rituale? Ein 2jähriger hat doch ganz andere Bedürfnisse als ein 7jähriges Kind...
Ich würde die TV Zeit des jüngeren Kindes deutlich herunterfahren, nur Sandmännchen und 1 Geschichte und ab in die Falle.
Der Große darf dann noch was gucken, aber nur wenn er danach wirklich schläft. Würde ich ihm auch so sagen, er ist alt genug. Sonst gibt es halt Konsequenzen wie kein TV vor dem zu Bett gehen.
Auch halte ich es für unglücklich, wenn 2 Kinder im Familienbett liegen und pennen sollen.
Ich hatte auch immer ein Kind im Bett und im Krankheitsfall auch mal alle zusammen, aber das waren Ausnahmen. Es hat sich immer so ergeben, dass es nur 1 von 3 waren bei mir im Bett. Es waren nie die Jüngeren, die haben in ihren Betten geschlafen. Es war immer das ältere Kind, was irgendwann zu mir wollte.
Gute Nerven ;-)

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Mein Sohn ist ne Eule, von Geburt an, und ich ne Lerche... ein Drama in 1000 Akten.
Ich habe keine Tipps, weil alles, was ich all die Jahre versucht habe, allenfalls kurzfristigen Erfolg hatte. Auf lange Sicht schläft das Kind im besten Fall gegen 22Uhr ein.
Und eigentlich schliefe es, wenn man es ließe, bis 8Uhr morgens. Es sitzt also unter der Woche mehr oder weniger müde in der Schule und geht dennoch nicht früher ins Bett...

Seit er ca. 8 ist lass ich ihn gewähren unter der Auflage, dass ab 21Uhr Zimmerzeit ist und ab 20Uhr gibt es keine elektronischen Medien mehr. Ich, Lerche, schlafe oft früher ein als er.

Für mich bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass der Sohn und ich Kraft und Nerven sparen, wenn ich meine Energie in ein liebevolles Morgenritual stecke (bis zum Verlassen des Hauses darf er im Zombiemodus herumwanken) anstatt ihn früher zum Schlafen zu bringen.

Für ne 2jährige geht das natürlich nicht. Aber vielleicht kann man die Zügel bei der 7jährigen schon etwas lockern?

Gute Nerven dir!! Ich blicke auf eine fast 10jährige Experimentierphase in Sachen Schlafrhythmus zurück.

Was mein Sohn mittlerweile aus freien Stücken manchmal macht, weil ich es ihm gezeigt habe, ist sich ne Meditations-CD mit Bodyscan anzumachen, um runterzukommen. Sonst liest er eigentlich immer.