Ich bin so kraftlos - vllt. AD(H)S bei Erwachsenen?

Ich weiß nicht, ob der Post hier so gut hinpasst, aber ich versuche es jetzt hier, da die Probleme unser Familienleben doch belasten. Außerdem ist es mir wichtig anonym zu schreiben.

Ich bin momentan in einer psychisch eher schlechten Verfassung und beim googeln bin ich nun auf AD(H)S bei Erwachsenen gestoßen und finde mich in den angegebenen Symptomen wieder.

Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich oder war selbst mal in einer ähnlichen Situation bzw. hat irgendwann die Erklärung in der AD(H)S -Diagnose gefunden. Vorab: Nächste Woche gehe ich zu meiner Psychaterin und lasse vom Hausarzt ein großes Blutbild erstellen.

Zur Vorgeschichte, vielleicht ist das wichtig:
Seit geraumer Zeit geht es mir nicht gut. Ich habe drei Kinder. Fast 7, vier und anderthalb Jahre alt.Die Kleinste war 2 Wochen, das kam der erste Lockdown. Irgendwie war ich froh, dass ich ja eh daheim war und der erste Lockdown war eigentlich sogar schön. Ja wirklich. Wir hatten einen strukturierten Tag, wir hätten ja eh nicht viel machen können, mit so einem Mini-Wurm daheim und ich habe es sogar genossen. Wir sind als Familie zusammengewachsen und vor allem die Große und der Mittlere sind eine eingeschworene Gemeinschaft geworden. Auch der Lockdown über und nach Weihnachten war ok. Die Kinder hätten ja eh Ferien gehabt, mein Mann war daheim. Wir konnten viel Schlitten fahren gehen, da es tatsächlich mal einen Winter gab. Wir fuhren meine 350 km entfernten Eltern besuchen, wir hat ja Zeit und keine Verpflichtungen. Mein Mann kam mit und arbeitete im "Home Office" oder blieb daheim und hatte "Ruhe".
Dann kam der dritte Lockdown. Inzidenz über 65 und alles war quasi von heut auf morgen zu. Auch der Kindergarten, klar. Meine Große litt immer mehr. Dem Mittleren ist es tatsächlich eher egal, der ist gern daheim. Wir wohnen gegenüber vom Kindergarten, ihre beiden guten Freundinnen durfte in die "Notbetreuung" (in Anführungszeichen, da die Not sehr sehr lasch ausgelegt wurde. Ich hätte nur einen Zettel gebraucht von meinem Mann, der eine eigene Firma hat, und hätte die Kinder schicken können. Habe ich nicht, da Pandemie und ich mich an die Regeln halte will und wollte und ich es sehr sehr schäbig fand, wie manche das System ausgenutzt haben - und ja, da habe ich mich wohl zu sehr reingesteigert, vllt. weil ich einen "Fein" gesucht habe, ein Ventil?). Sei war daheim und hat jeden Tag 24 Kinder im Garten spielen sehen. Es hat mich wahnsinig gemacht. Sie wollte auch in den Kindergarten, war es doch ihr letztes Jahr dort. Gleichzeitig lief es in der Firma meines Mannes wieder an. Was Corona am Anfang an Aufträgen gestoppt hatte, kam nun doppelt rein und er war wieder öfter weg, auch auf Abendterminen, sodass ich teilweise vom Aufsehen bis ins Bett bringen mit den drei Kindern allein war. Ich hatte sie dabei, wenn doch mal einen Kaffee im Garten mit einer Freundin trank, ich hatte sie immer um mich. Einzig zum Einkaufen, kam nur die Kleinste mit - das war meine Auszeit und je mehr ich darüber nachdenke, desto trauriger werde ich.
Ich wurde immer unausgeglichener, immer reizbarer, immer aggressiver. Ich schrie, ich setzte die Kinder wohl auch mal zu grob aufs Sofa, ich weinte viel.

Es war eine Abwärtsspirale. Am Montag habe ich nun eine Grenze überschritten, die ich nicht überschreiten wollte. Mein Mann sagte im Büro bescheid und arbeitete erstmal von zuhause. Ich bin nun erstmal für 2 Tage in ein Hotel in der Nähe - das wollte ich schon sehr lang tun, habe es aber immer rausgeschoben, dazu weiter unten - um Kraft zu tanken. es ist der der erste Schritt.

Und dan googelte ich, traf auf AD(H)S bei Erwachsenen und fand das:

- Konzentrationsprobleme, Ablenkbarkeit, Prokrastinieren, Fehlende Tagesplanung (Arbeit ohne To-Do-Liste), „Verzetteln“, Unfähigkeit, Prioritäten zu setzen

DAS geht schon immer so. Im Studium habe ich Hausarbeiten bis zum lezten Tag geschoben und mir immer gesagt "Unter Druck arbeite ich am besten". Jetzt bin ich Hausfrau und kann es einfach nicht. Es ist immer Chaos. Es ist ein Zuviel an allem und ich weiß nie, wo ich anfangen soll.

- Chaos im Kopf, Innere Unruhe und Getriebensein, Ständig in Bewegung (z. B. mit Fingern auf Tisch trommeln oder mit Füßen wippen), häufige Änderung der Körperhaltung

Ich sitze hier im Hotel und weiß gar nicht, was ich tun soll. Ich kann es gar nicht richtig genießen, dass ich so selbstbestimmt bin, ich schaue ständig, wieviel Zeit ich noch habe um ja genug Folgen der Serie zu schaffen und doch auch den Pool zu nutzen. Gleichzeitig hänge ich immer am Handy, spiele etwas oder suche noch die letzten Sachen für die Schuleinführung nächste Woche (auch wieder "Auf den letzten Drücker"). Ich habe heute schon 5 Mal vom Bett in den Sessel, auf den Balkon und wieder zurück gewechselt. Ich stehe oft auf, weil ich unruhig bin und nicht sitzen kann. Sich schnell gelangweilt und antriebslos fühlen

- Sich schnell angegriffen fühlen, Sehr schnell und sehr heftig emotional aufgewühlt sein (emotional „überreagieren“), Schnelle und starke Gefühls- und Stimmungsschwankungen;
Depressive Stimmungs-Einbrüche mit Gefühlen von Minderwertigkeit, Aussichtslosigkeit und Resignation

Mein Mann "kritisiert" mich, sagt "könntest du bitte die Sachen in den Keller bringen" und schon bin ich beleidigt, fühle mich klein und frage mich (und manchmal ihn), ob er nicht sieht, was ich denn den ganzen Tag tue, dass ich mir doch Mühe gebe - nur um mich dann ungenügend und schlecht und dumm zu fühlen.
Hat meine Große einen Wutuasbruch, dann fühle ich mich macht- und hilflos und bin total überfordert. Ich schaffe es oft nicht mir zu sagen, dass ich ruhig bleiben soll sondern bin, gegen jedes besseren Wissens, laut und unfair und definitiv nicht so, wie ich gern wäre.


- Mangelnde emotionale Abgrenzung von anderen Menschen

geht es meinem Mann schlecht, geht es mir schlecht. Ich bin abhängig, von den Emotionen anderer. Bin ich auf einer witzigen Party, bin ich witzig - kippt die Stimmung, kippt sie bei mir.

- Schlechte Wahrnehmung für eigene Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse, Gefühle als „Knäuel“ wahrnehmen und nicht differenzieren und beschreiben können

Ja ich gehe regelmäßig über meine Grenzen, ich kann es einfach nicht. Und dann haut es mich um und mir geht es dreckig. Ich kann aber auch keine Hilf annehmen, da ich immer denke, dass die drei Kinder so anstrenged sind und ich es nicht verdiene eine Auszeit zu haben, da mein Mann ja hart für unser Geld arbeitet und er ja auch abends noch arbeitet und es ihm nach einem Abend, wo ich weg bin und die Kinder schlecht einschlafen und er bis 10/11 Uhr mit allen drei wach ist doch schlecht geht (obwohl das nicht so ist, irrational)


-Dinge verlegen, vergessen, Vergessen von Terminen/ Verabredungen

ja und ja und ja, weil ich mir nie was aufschreibe oder nicht in den Kalender gucke (auch weil ich denke, asl Hausfrau hat man ja eh keine Termine und braucht keinen Kalender. Und weil es mich traurig macht, in einen Kalender zu gucken, wo keine Termine stehen).

- Spontane, unüberlegte Einkäufe (ohne Überblick über das Konto), Unordnung im Haushalt,
Sammelwut

ja, ja und ja - wobei eins das andere bedingt.

- Wenige Freunde („Keine Zeit für Freunde“)

Ich antworte oft erst nach Tagen auf Nachrichten (meist bei denen, die auch Tage zum antworten brauchen), weil ich "Ruhe" will, um zu antworten. Ich kann mich auch oft nicht gut auf Themen der andren einlassen, auch weil ich Angst habe, was falsches zu sagen und so als dumm oder unfähig zu wirken.


Ok...hat es jemand bis hier her geschafft? Rede ich mir irgendwas ein? Wer hat Erfahrung? Einen Tipp? Nette Worte? Oder einfach nur eine Idee, was noch zu tun wäre?

Danke fürs lesen.

1

Hey du Liebe!

Das, was du schreibst, kenne ich nur zu gut.
Mein Studium lief genau so ab wie deins- Prokrastination, Chaos, schlechte Konzentration.
In der Schule war es früher genau so. Ich habe mich durchgewuschtelt, alles gut. Ich kam irgendwie klar.

Ich wurde Mutter, dann kam der Lockdown.. Ich wurde immer gereizter, unkonzentrierter, vergesslicher. Schlimm. Ich hielt es in meinem Kopf nicht mehr aus.
Daher ging ich in eine adhs-Ambulanz hier in einer Uniklinik, begann die Diagnostik und erhielt die Diagnose ADHS.
Mittlerweile habe ich die ganzen Tests unter Medikation wiederholt- diese neuen Ergebnisse haben die Diagnose nochmal bestätigt.

Nun geht es mir gut und ich bemerke, wie leistungsfähig ich überhaupt bin.
Mein Leben hat sich um 180 Grad gedreht. Ich dachte die ganze Zeit, ich wäre dumm, verkehrt in dieser Gesellschaft, nicht dazugehörig.

Wo wohnst du denn? In welcher Stadt oder Region?
Du kannst mich ja mal privat anschreiben.

Achso: Wenn deine Vermutung stimmt, dann solltest du dich nicht im Hotel verkriechen, sondern dich viel bewegen. Danach kannst du ja ins Hotel zurück- aber power dich aus. Das bringt schonmal kurzfristig Linderung und sortiert dich ein bisschen

Liebe Grüße
Schoko
PS. Priorisierung? Was ist das? 🤣

2

Ich habe deinen Text gelesen- GENAU SO! war es bei mir. Genau so.
Mein Konto erholt sich gerade noch von den ständigen Plünderungen. Ich wollte im Dezember 15 Christbaumkugeln bei Depot kaufen und dort nach einer Decke für den Weihnachtsbaum gucken. Zurück kam ich und hatte 150 Euro ausgegeben.
Das war so schlimm! Ich hatte mich in dem Laden nicht unter Kontrolle und habe zig Dinge gekauft.

4 Tage später bin ich in den Laden zurück gegangen und habe Ware für knapp 80 Euro zurückgegeben. Zeitgleich habe ich mir einen Termin in dieser Ambulanz geholt- seitdem hat sich mein Leben geändert.

9

Danke für deine Zeit und deine Erfahrung. Ich kenne das, was du schreibst. Das ging und geht mir bei Depot ähnlich.

Grade gestern war ich in der Stadt - um mein freies WE einzleiten. Ich kaufte für 20 Euro im DM masken und Kuren - ich habe noch keine einzige davon gemacht (heute Abend!?)...ich habe gestern nur für mich und Essen (gehen) 60 Euro rausgehauen...einfach ohne Sinn und Verstand. Und dabei ist das ja alles nicht mal mein Geld - sondern das meines Mannes...

Mit den Kindern ginge es mir auch so - ich würde ihnen alles kaufen. Aber da bin ich noch zu rational und sage "sie müssen es lernen, sie müssen andrs werden." (vllt.)

Ich wohne in Baden-Württemberg - zwischen Stuttgart und Tübingen. Es gäbe die Tübinger Ambulanz, habe ich schon mal geschaut. Ich werde das mit meiner Psychaterin besprechen.
Danke für den Tip.

3

Hallo,

ich weiß nicht, ob du ADHS hast.
Ich weiß auch nicht, ob du eine Diagnose brauchst.

Was du ganz sicher brauchst ist eine Auszeit. Für dich. Das Hotel ist bestimmt eine fantastische Idee - aber eventuell zu kurz. Könntest du das regelmäßig wiederholen?

Dann zum Hausarzt.
Vielleicht eine Kur. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass dich eine Mutter-Kind-Kur gerade eher schreckt ;-)
Du hast eine wirklich heftige Zeit hinter dir. Wie krass, wird dir wahrscheinlich erst mit einigem Abstand klar werden.

Versuch, dich auf Schule/Kindergarten zu freuen. Nutz die Zeit erstmal für dich, so gut es mit dem kleinsten Kind eben geht.
Geh nicht alle Baustellen auf einmal an. Ob du eine bessere, konzentriertere Hausfrau wärst, wenn du ein ADHS-Medikament bekommen würdest, kannst du später immer noch herausfinden. Erstmal sollte Priorität haben, dass du wieder bessere Laune bekommst, das Chaos um doch herum entspannt sehen kannst und Freude am deinen Kindern hast.

Und für den Fall, dass deine Kinder in Quarantäne müssen oder Schule und Kindergarten schließen, mach mit deinem Mann einen sauberen Plan-B.
Du musst Aus-Zeiten bekommen!! Regelmäßig und verlässlich, nicht nur beim Einkaufen!

Aber wenn deine Kinder jetzt erstmal wieder in Schule und KiGa gehen, hast du Zeit.
In Ruhe mal einen Besuch beim Hausarzt. Oder mal eine Massage. Kann dein Mann das kleinste Kind vormittags mal für eine Stunde mitnehmen?

LG!

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Deine Tipps würden einer Frau helfen, die durch Corona überlastet ist und mal eine Auszeit braucht, weil sie sich übernommen hat. Aber niemandem, der adhs hat. Denn die Ursache bessert sich ja nicht.

Es könnte ihr sogar passieren, dass sie an die falschen gerät, die ihren Zustand verschlimmern, ihr die falschen Ansätze vermitteln oder sie in die falsche Schublade stecken.
Hätte man mich in dem Zustand, in dem ich in die adhs-Ambulanz gegangen bin, in eine Mutter-Kind-Kur gesteckt, wäre ich dort vermutlich explodiert: auf engem Raum mit unbekannten Menschen, mit Kindern, auf die ich ständig aufpassen muss, in einer unbekannten Umgebung. Echt, das wäre mein Untergang gewesen und für mich nicht zu ertragen. Dann noch irgendwelche Gruppensitzungen, diesen Leuten zuhören müssen, dabei auf einem Stuhl sitzen- das wäre wirklich Folter gewesen.

Die TE hat oben geschrieben, dass es einen Vorfall gab, irgendwas eskaliert ist und sie nun raus ist.
Ich erinnere mich noch an eine Nacht, in der mein Kind schlecht geschlafen hat, nicht einschlafen wollte, mitten im Lockdown, ohne Auslastung. Ich habe so eine Ahnung, in welche Richtung dieser Vorfall der TE gehen könnte.
Daher sollte sie direkt zu einer Klinik gehen und nicht auf "Entspannung" setzen. Wenn jemand Depressionen hat, rate ich ihm auch nicht, dass er sich fröhlich bunt anziehen soll, eine Hängematte kaufen und dann wird alles gut.

Du hast mich in einem anderen Thread gefragt, warum ich möglichen ADHS-Kandidaten den Gang in eine ADHS-Ambulanz empfehle. Ich habe den Beitrag nicht mehr wiedergefunden und antworte dir daher hier. Hoffe, das ist ok.

1. Wenn Psychiater das Wort ADHS hören, rennen die meisten weg, haben ganz volle Patientenlisten oder lehnen mich direkt am Telefon als Patientin ab. Ob die diese Diagnose überhaupt stellen würden, weiß ich nicht.

2. Ich hatte schon oft Schüler, die mir von ihrer Diagnose erzählen und medikinet nehmen. Für mich klingt es nicht nach adhs, was sie beschreiben. Statt ruhiger werden diese Kinder durch die Tabletten aufgekratzt- das ist ein Hinweis auf eine falsche Diagnose. Diese Diagnose kamen von irgendwelchen "Psychologen"- wobei ich nicht weiß, ob sie die mit Psychiater verwechseln, aus einer einzelnen Praxis. Die Eltern und Lehrer mussten zuvor Zettel ausfüllen und Kreuze setzen. Nach dieser Auswertung wurde vielleicht noch ein IQ-Test gemacht. Das war's. Zack, steht die Diagnose, die einen riesigen Einfluss auf ihre Zukunft hat. Manche Jobs könnten die Kinder knicken, eine Aufnahme in die pkv auch.
In der Ambulanz wurde ich von einer Psychologin betreut und diagnostiziert, die in diesem Thema promoviert hat und den ganzen Tag nichts anderes macht, als adhs zu diagnostizieren oder auszuschließen. Ich habe eine Zweit- und eine Drittmeinung von Psychiaterinnen bekommen, die nach der Psychologin nochmal mit mir sprachen und ihre Vermutung unterstützen. Ich erhielt dieselben Fragebögen wie meine Schüler, die ich selbst, mein Mann und meine Eltern ausfüllten. Es wurde mir Blut abgenommen, um Mangelzustände und Störungen der Schilddrüse auszuschließen. Weitere Erkrankungen, die zur ADHS-Symptomatik führen können, wurden auch ausgeschlossen.
Danach habe ich einen Test am PC gemacht, der meine Aufmerksamkeit, Konzentration, Schnelligkeit, Impulsivität und meinen Arbeitsspeicher gemessen hat. Nach 4 Monaten der Medikation wurde der Test wiederholt und zeigte eine deutliche Verbesserung der Symptome.

Damit ist die Diagnose wasserdicht.
Mir war wichtig, dass organische Ursachen der Symptome ausgeschlossen werden, ich zumindest eine Zweitmeinung einhole, die die Diagnose bestätigt und unabhängige Computertests diese Diagnose untermauern. Nun, nach der Diagnose, werde ich weiterbetreut. Meine Psychologin forscht in diesem Bereich, ist auf dem neusten Stand. Ich erhalte weitere therapeutische Begleitung und mir wurden Workshops angeboten, an denen ich teilnehmen kann, um zu lernen, mit den übrigen Symptomen umzugehen.
Insgesamt bevorzuge ich diese Ambulanz, weil die Therapeuten dort auf Erwachsene spezialisiert sind, die Eigenarten der Erkrankung im Erwachsenenalter kennen, die Diagnose geprüft wird, andere Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen werden und ich nun nach der Diagnose nicht in der Luft hänge, sondern fundierte weiterbetreut werde.

Liebe Grüße
Schoko

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Danke für deine Antwort.

Mein Mann kann eben die Kinder nicht unbedingt nehmen, da er selbst arbeitet. UND: ich habe permanent ein schlechtes Gewissen, weil ich es mir eigentlich gar nicht zugestehe.
ABER: ich habe mit der Krippe geklärt, dass die Kleinste asap anfangen kann, d.h. ab November sind dann alle 3 Kinder morgens versorgt. Allerdings habe ich jetzt wieder das GEfühl, dass ich mir gaaaanz schnell nen Job suchen sollte, da ich ja nicht nur daheim hocken kann.

Ich sehe jede Baustelle und kann überhaupt nicht einschätzen, was wichtig ist und was nicht. Ich verzettel mcih in allen Aufgaben...

Und das schlimmste: Die Freude an den Kindern habe ich zum Teil verloren. Das ist sehr sehr schlimm für mich und da die gute Laune zurück zu bekommen, das ist eine Mammutaufgabe, wo ich gar nicht weiß, wo anfangen.

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Ich kann dir nicht wirklich helfen, bin aber gerade erschrocken, wie viele Punkte auch auf mich zutreffen. Allerdings wäre ich nie darauf gekommen, da AD(H)S zu vermuten. Man muss auch sagen, dass viele Punkte auch auf Depression oder Burnout zutreffen.
Letztlich gehört vieles aber auch zum Charakter oder ist eine Frage der Erziehung bzw. Gewohnheit. Z.B. Prokrastination oder auch keine Hilfe annehmen können...
Die Frage ist auch, ob dir die Diagnose etwas nützen würde? Wölltest du Tabletten einnehmen?
Oder bist du vielleicht einfach völlig überlastet und kommst deshalb nicht zur Ruhe? Auch runterfahren muss man können bzw. erlernen (Sport, Entspannungstechnik,...). Mir fällt das auch verdammt schwer. Mein Tag allein im Hotel würde wohl ebenso wie bei dir ablaufen, wobei ich vieles absolut unproblematisch finde, z.B. den Wechsel der Sitzgelegenheit. Ewig in einer Position wird doch unangenehm...
Auch das mit dem Handy / den Serien finde ich eher unproblematisch. Andere nutzen halt den Fernseher oder lesen ein Buch um runterzukommen, ich schreibe gerade hier bei Urbia, während die Kleine schläft... Das ist doch eine Typsache, was einem gefällt. Unbedingt den Pool zu nutzen (nur um ihn zu nutzen, nicht weil man es will), ist ja auch wieder Streß...
Du schreibst ja, dass du bereits einen Arzttermin hast. Ich würde mich aber nicht zu sehr auf eine Diagnose versteifen. Wahrscheinlicher finde ich, dass du eher an deine Grenzen gekommen bist in den letzten Monaten und die unschönen Angewohnheiten (z.B. die Prokrastination) nun noch stärker als "Problem" aufgefallen sind.
Einen Rat habe ich nicht, werde aber sicher heute noch etwas über deinen Text nachdenken 🤔

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Ja, garantiert treffen viele Punkte auch auf BurnOut und Depression zu. Das habe ich im Hinterkopf und werde all das mit meiner Psychaterin besprechen. Allerdings sind sehr viele Punkte eben schon sehr lange so und sie belasten mich auch schon lange und fallen nicht nur jetzt eben durch die enorme Belastung auf.

Ich bin auch nur auf ADHS gekommen, da ich es mal am Rande hier gelesen hatte und dann habe ich angefangen zu googeln und habe mich extrem wiedergefunden - was nichts heißen muss - ich habe ebenfalls einen Hang zum hypochondern und kann mich da wunderbar "reinsteigern".

Handy/Serie finde ich in sofern problematisch, als dass ich nich 10 minuten bei einer Sache bleiben kann. selbst beim Nähen und Basteln habe ich eine Serie laufen (und bekomme ergo nur die Hälfte mit). Ich muss nach 2 Kapiteln im Buch aufs Handy schauen, wenn eine Nachricht kam, dann bin ich sofort abgelenkt.

Danke dennoch, für deine Meinung.

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Da ich schon ausführlich auf den Beitrag deiner Antwort geantwortet habe, nur kurz.

Burn Out/ Depression können eine Folge von unbehandeltem ADHS/ADS sein.
Müssen aber nicht.

Den Tipp von Schokofrosch finde ich super.
Wenn du den Verdacht hast, geh auf jeden Fall in eine ADHS Ambulanz. Ich habe schon die Bekanntschaft mit Psychiatern gemacht, die mir einreden wollte, dass ich ADHS hätte. Begründung: damit kennen sie sich nicht aus. Sie stecken mich (ohne eigene Diagnostik) in eine andere Schublade, weil sie da passende Medikamente / Erfahrungen hätten.

Meine Diagnose ist zweifach bestätigt. Wollte so manch anderer Psychiater trotzdem nicht glauben.

Außerdem ist eine gute ADHS/ADS Diagnostik so ausführlich, dass andere Erkrankungen mitauffallen, vorher auffallen, eingestellt werden - um dann überhaupt erst ADS/ADHS stellen zu dürfen.
Falls es was anderes wäre, würde das auch heraus kommen. Falls es ADS/ADHS ist, kann dir die Diagnose neue Wege eröffnen.

Zudem sind die Fragebögen so ausführlich, dass auch gecheckt wird, wann es anfing.

ADS/ADHS ist angeboren. Entweder man hat es oder hat es nicht.
Andere Erkrankungen sind oft irgendwann entstanden. Burn Out / Depression irgendwann im Leben. Durch Fragebögen soll das geprüft werden.

Da ist eine darauf spezialisierte Ambulanz echt der richtige Ansprechpartner.
Mit Vorgespräch, Unterlagen, eigenen Fragen stellen und und und

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Ich glaube dir das du es nicht einfach hast und dich das Ganze schwer belastet. Ich hab zu Hause 2 ADHSler und krieg auch so manches mit. Alltag nicht ohne und ich bin die Person die Struktur vorgibt.
Ich kann dir empfehlen dir, wenn es wichtig ist für dich, einen guten Psychiater zu suchen der dich testen kann. Dann bist du in besseren Händen und erhälst auch verwertbarere Ergebnisse. Gut, es würde die Tatsachen nicht ändern wenn du wirklich ADHS hättest. Aber du weißt dann oder lernst dann besser damit umzugehen. Strukturen zu erarbeiten, Abläufe etwas zu planen mit Therapien. Dabei reden wir noch nicht mal von Medis oder so. Aber hier wäre ein Fachmann eh der bessere Ansprechpartner.
Es kann dir dein Leben doch etwas einfacher machen.

Und gerade in der Zeit sind Hilfen nie schlecht. Und vielleicht tut es euch allen dann auch gut wenn hier Klarheiten herrschen.

Liebe Grüße Ela

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Danke für diene Zeit.

Ich vermute bei meiner Größten auch irgendeine Form von AD(H)S. Nicht nur ich, auch Ergo, SPZ und KJP. Vllt. triggert sei mich auch deshalb.

ich neige dazu, mich in so selbstgestellten Diagnosen zu verlieren und mich darauf zu versteifen. Deswegen ist es mir so wichtig, dass ich jetzt zum Psychater gehe.

Danke für deine Erfahrungen.

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Ja guck, ein weiteres Puzzlestück. Wenn man bei deinem Kind adhs vermutet, wird dein Kind es wahrscheinlich von irgendwem bekommen haben. Sprich: Mutter oder Vater sind auch betroffen.

Mein Vater hat es, ein Bruder auch. Bei anderen steht die Diagnose noch nicht. Es zieht sich quer durch die Familie.

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Hm, nachem ich deinen Text gelesen habe denke ich nicht als erstes an ADHS, sondern an Depression. Die Symptome sind sehr ähnlich - sprich googelst du jetzt nach Depression oder Burn Out, wirst du die Liste wahrscheinlich genauso abhaken können.
Wobei man natürlich auch beides haben kann.
Letztendlich wird man das aber nur nach sehr genauer Untersuchung (Psychologe, Neurologe, etc). feststellen können - kein Arzt kann dir bei dem Thema sofort eine feste Diagnose stellen (und wenn er es tut, lass es seriös überprüfen).
Gut, dass du erst mal die reissleine gezogen hast und etwas Ruhe hast - wenn die such nur äusserlich scheint, innerliches runterfahren dauert bei den meisten länger.

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Danke für deine Meinung.

Ja ich weiß, dass diese Symptome auch auf BurnOut zutreffen, daher will ich zu meiner Psychaterin. Ich weiß auch, dass die Ruhe hier nicht nachhaltig ist, aber es ist der erste Schritt zu einer Veränderung.

Was ich aber sagen kann; manch der "Symptome" sind schon seehr lange da. Ich leide darunter schon sehr lange, daher kam ich irgendwie doch auf ADHS

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Dann habe ich wohl auch ADHS..#schwitz

Die Symptome deuten für mich eher auf eine Überlastung hin, und dass ist kein Wunder bei drei Kindern daheim. Als ich mal nach einem harten Jahr als berufstätige Mutter mit Krippenkind und zwei Fehlgeburten ein Wochenende weggefahren bin habe ich mich gefühlt wie eine Getriebene. Ich konnte nicht abschalten, dass hatte ich verlernt. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl lesen, schwimmen, irgendwas machen zu müssen. Und meine kinderlose Freundin hat einfach gechillt und gepennt..

Meine Schwester hat im Erwachsenenalter mit 30 eine Diagnose auf ADS bekommen, wie war denn deine Grundschulzeit? Sie war eine miese Grundschülerin, obwohl sie später Abi und Studium geschafft hat.

Die Zeugnisse der Grundschule sind sehr interessant für eine Diagnose. Eine Diagnose dauert sehr lange, meine Schwester hat ein Jahr warten müssen. Das hilft dir nun erstmal auch nicht, am besten trotzdem mal beim Hausarzt nachfragen. Statt Serien zu schauen überleg mal was dir nun konkret weiterhelfen könnte fürs erste. Eine Putzhilfe? Längere Betreuung? Jüngstes Kind in die Krippe oder stundenweise zur Tagesmutter?

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie das funktionieren soll auf Dauer wenn man drei kleine Kinder und den Haushalt versorgen soll ohne jede Betreuung. Meine beiden sind 4 und 7, und ich drehe durch wenn ich länger mit denen alleine bin und die nicht in Schule oder Kindergarten gehen..Hölle pur. Wäre hier noch ein einjähriges Kind würde ich Amok laufen.

Ich fand schon den ersten lockdown extrem belastend, war gerade frisch mit einem neuen Job gestartet und nicht richtig eingearbeitet und hatte nicht einen Tag Kurzarbeit..stattdessen Homeoffice mit zweijährigem und sechsjährigen Kindern..mein Mann fuhr ins Büro. Ich weiß wie wahnsinnig wütend man innerlich wird, wegen der Überlastung. Ich war auch kurz vor dem durchdrehen. Dann hatte ich einen schweren Verkehrsunfall und war vier Wochen krank, dass war die Rettung.

Mutter Kind Kur? Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach einer Lösung. #klee

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Danke fur deine Antwort.

Ich habe bereits mit der Krippe gesprochen und statt eoe geplant im Februar fangt die kleinste ketzt bereots motte/ende Oktober in der Krippe an.

Längere Betreuung habe ich jetzt fur den mittleren (statt bis 12.30 bis 13.10 und er isst 2 mal die Woche zu mottag, statt nafh hause zu kommeb und woeder in den kindi zu gehen)...mehr geht nicht. Dafur kommt sie große nun eben achin 12.15 uhr aus der schule 🤷. Ganztag heißt aber 4 mal die woche bis 16 uhr mit Anwesenheitspflicht und da würde sie doch arg leiden... Ich möchte meine Probleme nicht aif dek rücken meiner Kinder ausleben.

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Deine Kinder haben auch nix von einer Mama mit burnout.

Das klingt aber zumindest nach einer Verschnaufpause wo alle Kinder mal weg sind und du zum durchatmen kommst vormittags.

Du wirst sehen das dir das sehr hilft! Versuche diese Zeit auch wirklich für dich zu nutzen, statt im Haushalt zu rödeln . Zum Thema Mittagessen- meine Kinder sind in Betreuung mit Mittagessen bis 14 Uhr, ich arbeite allerdings vormittags und habe leider keine Zeit mal ohne die Kinder. Bis auf zweimal die Woche eine Stunde wo ich im Homeoffice bin und die Fahrzeit spare. Das ist soooo toll mal zweimal die Woche eine Stunde für mich!!

Ohne Mama hier..Mama da..in Ruhe was essen. Bisschen Fernsehen oder Tablet, ungestört. Meist mache ich einfach gar nix. Manchmal Dinge für die ich mich konzentrieren muss. Ich kann mich manchmal nicht mal auf die Einkäufe konzentrieren weil die kleine rund um die Uhr redet oder singt..ich schiebe dann total unkoordiniert durch den Rewe im Zickzack..weil ich die Liste von oben abarbeite..

Du bist nicht die einzige die das Gefühl hat der Kopf funktioniert nicht mehr so richtig..#schwitz

Bei mir liegt es aber daran das ich sehr introvertiert und reizempfindlich bin, und den dauernden Lärm und das Gewusel der Kinder daher kaum ertrage. Mein Sohn ist Autist, der klebt ständig an mir, ist sehr laut und anstrengend. Die kleine braucht kaum Schlaf, vor zehn geht die nie ins Bett. Ganz ehrlich, dass mir den Kindern hätte ich mal besser gelassen. Aber Augen zu und durch, in vierzehn Jahren sind beide 18..#schein

Ich hoffe dir geht es bald besser, wenn die Kinder betreut sind. Und lass dich ruhig abklären, das schadet nix. Aber schnelle Hilfe wird es leider nicht geben, also sieh zu das du dich schon vorher entlastet.

#liebdrueck

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So wie es dir jetzt im Hotel geht, geht es mir immer, wenn ich lange jenseits der Belastungsgrenze unterwegs war. Dann komm ich nicht runter und stresse ich selbst, mich zwischen zig Erholungsmöglichkeiten entscheiden zu müssen und schlussendlich schaffe ich dann nichts richtig: ich lese nicht, ich schaue immer nur 5 Minuten Serie, ich schlafe nicht... ich hampel halt rum und nerve mich damit selbst.

Was mir manchmal dann hilft, ist ein Bodyscan. Google das nal, bei youtube gibt es viele. Such dir einen raus, der mindestens ne halbe Stunde, besser länger geht und bleib gefälligst (!) liegen und mach den... danach habe ich manchmal mehr innere Ruhe.
Schlussendlich hilft, wenn es mir aber geht wie dir, nur eins: mehr Zeit, mehr Ruhe... kriegt man aber im Alltag selten unter, ne?

Mit drei Kindern drei Lockdowns: Liebe TE, das ist ne Hausnummer mit oder ohne ADHS und es ist überhaupt kein Wunder, dass du auf dem Zahnfleisch gehst. Du darfst so kaputt sein, du hast 3 Marathons mal 3 gelaufen... Jetzt ist Zeit für Selfcare. Bevor du ne Diagnose anstrebst: tue dir so viel Gutes wie möglich in nächster Zeit.

Um Strukturen zu schaffen, muss man ja erst mal raus aus dem Hamsterrad!

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Liebe TE,

ich weiß nicht ob du ADHS hast und es steht mir auch nicht zu es zur beurteilen. Ich glaube wir Mütter/Väter hatten ganz schön unter dem Lockdown mit den ganzen Kita- und Schulschließungen zu leiden, weil eben wenig bis keine Alternativen vorhanden waren bzw. nur Kinder, deren Eltern eine systemrelavante Arbeit hatten betreut wurden. Ganz ehrlich, dafür hätte die Politik an die Wand schmeißen können. Ist aber nur meine Meinung.

Ich sag mal, du befindest dich in einem Hamsterrad, wo du ganz schnell rauskommen musst. Geh zum Arzt, lasst dich untersuchen Blutwerte etc. Gibt es vielleicht auch eine Sportart, die du magst, wo du dich auspowern kannst? Und für Vergesslichkeit helfen Kalender und ToDo-Liste. Und hol dir Hilfe, wenn du es brauchst. Leihoma oder Babysitter,
wenn dein Mann nicht greifbar ist.

Ich kann dir nur von mir berichten, wo bei ich eine etwas andere Ausgangslage hatte. Ich stand letztes Jahr kurz vorm Burnout. Der Lockdown gab mir so fast den Rest. Nicht weil ich unstrukturiert oder chaotisch war. Das Homeschooling zwei Monate lang mit einem mehrfachbehinderten durch Autismus+geistige Behinderung hatte mich an den Rande des Wahnsinns gebracht. Entlastung gab es nicht, der Familienentlastende Dienst (Lebenshilfe) durfte mein Kind nicht betreuen. Sport gab es auch nicht fürs Kind, verboten.
Privat engagierter Betreuer, gehörte damals zur Risikogruppe und war wie wir ungeimpft.
Mit dem Kind etwas unternehmen außer Spazierengehen, Auto- oder Motorradfahren war ja nicht drinne. Ausflug zur Nordsee, verboten. Motorradfahren war immer so die Rettung für uns. Mein Mann fuhr mit unseren Autisten viel Motorrad, damit ich den Rest des Haushaltes machen konnte. Mein Mann arbeitet nicht mehr, kümmerte sich den ganzen Vormittag, wo ich auf der Arbeit war um unseren Autisten. Er konnte alles mit ihm machen, nur kein Homeschooling. Das verweigerte unser Kind bei ihm komplett. Das machte ich und glaube mir es war mega anstrengend. Im Normalfall bekam unser Kind auf der Förderschule so 2 bis 3 mal die Woche Hausaufgaben auf. Das war 10 bis 15 Minuten Arbeit. Homeschooling war mindestens 40 Minuten pro Tag, für einen Grundschüler oder Schüler auf einer weiterführenden Schule eh ein kleiner Klacks. Das Schlimme waren halt fast täglichen Wutanfälle des Kindes. Und die gingen gerne mal über eine Stunde. Und für mich, die eigentlich immer einen Plan B auf Lager (war ja nicht möglich) eine enorme Belastung dazu. Und Zeit für mich und meinem Mann gab es kaum. Für mich war die Muki-Kur (die von Mai 20 in den Herbst 20 verlegt wurde wegen Corona) die Rettung. Dort lernte ich auch mit der Situation
Corona besser umzugehen. Ich war mit meinem Kind da. Der hatte auch sein Therapieprogramm, u.a auch besser mit seinen Wutanfällen klar zu kommen. Ich habe für mich Nordic-Walking entdeckt. Das war die bessere Alternative als in der Halle bei der Kur noch mit Maske irgendwelche Gymnastik zu machen. Sonst hätte ich ein Sauerstoffzelt gebraucht#rofl. Das mache ich bis heute konsequent am Wochenende. Unter der Woche habe ich auch nicht soviel Zeit dafür. Mir geht es jetzt auch besser. Anfang 2021 nach den Winterferien ging unser Sohn auch konsequent in die Notbetreuung in der Schule. So hatte er jeden Tag Schule, weil es besser für seine Tagesstruktur ist.

An deiner Stelle würde ich über eine Kur nachdenken. Ob mit oder ohne Kind, da solltest du dir mal Gedanken drüber machen.

LG und alles Gute für dich
Hinzwife

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Wo warst du denn in Kur? Ich habe auch einen kleinen Autisten, und eine Kur erwäge ich auch schon länger..

Habe aber auch viel negatives gehört über Mutter Kind Kuren und etwas Angst das mein Autist dort richtig aufdreht wenn er von morgens bis abends Programm hat..#schwitz

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Hallo Keinwunder,

ich war hier zur Kur mit meinen Autisten, kuck mal hier rein.

http://www.haus-elstersteinpark.de/

Dort gab es neben anderen behinderten Kindern auch eine Menge mit Autismus. Für mich
und meinen Sohn war es zwar ein langer Anfahrtsweg (wir kommen aus dem nördlichen Niedersachsen in der Nähe von Hamburg).

Das Haus Elstersteinpark ist im Saarland in St.Ingbert. Für uns hatte sich der lange Weg gelohnt, auch wenn es unter Corona-Bedingungen stattfand.

Hier habe ich noch zwei PDF-Listen von Kureinrichtungen

https://www.lebenshilfe.de/fileadmin/Redaktion/PDF/2_Informieren/kurliste-dez2018.pdf

https://www.lv-koerperbehinderte-bw.de/pdf/Mutter_Kind_Kuren.pdf

Kuck mal da rein, ob da etwas für euch in Frage kommt. Nicht jede Muki-Kur Einrichtung für behinderte Kinder nimmt Autisten. Bei uns kam auch noch die Konstellation PKV/Beihilfe (ich bin Beamtin) und gesetzliche Krankenversicherung (mein Sohn ist über meinen Mann versichert). Und das muss dann auch passen, damit wir beide aufgenommen werden als therapiebedürftig.

LG und schönen Sonntag noch
Hinzwife

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Ich lese das alles und denke an meinen Mann. Bei ihm gehen wir auch von adhs aus.
Ja. Die Symptome haben sehr viele. Aber die Intensität ist, was es auffällig macht.
Mal prokrastinieren, oder 6 Monate keine Post öffnen. Mal nicht hören was gesagt wurde oder vorher immer alarmiert werden müssen "hallo, hör mal, ich sag jetzt was wichtiges - hör zu."

Ich würde das Mal checken lassen. .... Wenn du irgendwo einen Termin bekommst.

Alles Gute!!

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Das ist es.

Es geht schon immer so. Ich hatte mehr erreichen können, jeweils einen besseren Abschluss machen kinnen, hätte ich nicht immer was vor mir hergeschoben, hatte ich mich besser konzentriert (oder konzentrieren können)...

Ich bin mir meinem Gedanken immer woandets, schin 2 Schritte und 3 stunden voraus. Das führt zu Streit mit meinem Mann, denn ich vergrsse Dinge, die er mir erzählt oder wirke uninteressiert.

Es kst zum verrückt werden