Update „Ich habe mich getraut 3 Stunden weg zu gehen“

Hallo meine Lieben.

Ich möchte mich herzlichst bei euch für die Reaktionen,den Mut und den Zuspruch bedanken. ❤️ IHR SEID TOLL ❤️

Am nächsten Morgen habe ich das Gespräch gesucht.
Er meinte zu mir „Er wäre damit überfordert so lange mit dem Kleinen alleine zu sein.“ Er könne ja nichtmal sein abendliches Fläschchen machen. Er wüsste nicht welche Medikamente er ihm wann und wie geben muss. Und es sei ihm auch zu anstrengend ihn zu wickeln weil das ja im Moment ein kleiner Akrobat ist.

Darauf hin habe ich gesagt es wäre besser wenn, er mal nach der Arbeit nach Hause kommen. Und auch mal etwas mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen als nur die 1 Stunde vor dem schlafen gehen. Es kann doch nicht sein dass,seine Freunde und sein kleines Bierchen ihm wichtiger sind als diese spannende und wunderschöne Zeit mit seinem Kind.

Ende vom Lied - ich bin jetzt mal einpaar Tage bei meiner Mutter. Ich nehme mir jetzt reichlich Zeit um zu überlegen.

Danke nochmal ❤️

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Ich finde seine Argumente immer noch unglaublich erbärmlich.

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Jetzt beim nachdenken bin ich mir bewusst geworden, was für ein Mensch er geworden ist.
Und das mir sowas nicht gleich aufgefallen ist. Ist ziemlich blöd von mir gewesen.

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Pass auf,dass ihm nicht mal die Hand ausrutscht,wenn er überfordert ist. Mein (noch) Mann hat beide Kinder ab dem Alter von so 9/10 Monaten (also wenn die mobil werden und Quatsch machen) angefangen sie zu hauen 😓

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Ich hoffe, du hast dein Kind mitgenommen.... Und ich schreibe bewusst DEIN und nicht euer. Denn soll sein, dass er mit den Medis überfordert ist. (Meine Tochter hat aktuell Angina und mein Mann fragt auch mal nach, ob die oder die Gabe jetzt ok ist.)
Auch die Wickelakrobatik verstehe ich. Men 6monatiger Sohn würde auch am liebsten durchs Zimmer dabei rollen. Da muss man geübt sein und zackig.

Aber das er nicht mal ein Fläschchen machen kann ist - entschuldige den Ausdruck - erbärmlich. Denn wenn man gar keine Ahnung hat, so kann man sich die Packung außen durchlesen. Oder, wenn es die nicht mehr gibt, Dr. Google befragen mit Produktbildern.


Überlege reiflich wie du dein Leben in den nächsten Jahren führen willst und was vor allem das Beste für dein Kind ist.

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Ja leider. Er kann es nicht. Und will es auch nicht.

Natürlich habe ich den kleinen Sonnenschein bei mir ❤️

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Sorry, aber die Medis sind doch auch faule Ausrede - wie lang dauert es, sich nochmal kurz rückzuversichern, bevor frau geht und das zu notieren? 1 Minute? Und sie war ja nicht am Nordpol, sondern wahrscheinlich durchaus relefonisch erreichbar, falls er wirklich akut überfordert gewesen wäre und was nachfragen hätte müssen. 🤷‍♀️🤷‍♀️

Mit dem Wickeln und dem Fläschchen - ja mei, was soll man da noch sagen. Wieder: falls er wirklich, wirklich soooo überfordert gewesen wäre, dass er nicht mehr logisch hätte denken können, hätte er immer noch kurz bei ihr oder im Cafe anrufen und nachfragen können.

Er MAG sich einfach nicht damit beschäftigen, das ist ein riesen Unterschied. 🤷‍♀️🤷‍♀️🤷‍♀️ Sorry.

Das klingt sehr stark nach meinem Mann, der nach 15 Jahren immer noch entsetzt behauptet, er könne nicht bügeln. Da kann man erklären, was man will - er "kann" (=will) es nicht und macht es nicht. Lieber läuft er in verknitterten Sachen rum oder läuft zu seiner Mama 😅. Und so kommt mir deiner in Bezug aufs Kind vor --- nur dass ich das, im Gegenteil zu der eher lächerlichen Bügelnummer- bestimmt nicht akzeptieren würde.

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Wie war denn seine Reaktion auf Deine Ansage?!


LG, katzz

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Er hat mich gefragt was ich denn von ihm erwarte der Kleine kann ja nich nicht mit in die Werkstatt fahren weil er noch nicht gehen kann,müsste er ihn überall hin tragen.

Ich habe darauf geantwortet er kann ihn ja auch mal unterstützen damit er das gehen vielleicht schneller lernt. Darauf gab es die Antwort „soll ich jetzt aufhören zu arbeiten“ .

Da hab ich mich rumgedreht und habe meinen Sohn zusammengepackt und bin gefahren.

Es war irgendwie befreiend…

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"Es war irgendwie befreiend" sagt doch alles.

Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus- was glaubt dein Mann denn, wie das mit Kindern ist? Das sind als Papa doch Basisaufgaben, die er nicht will- aus fadenscheinigen Gründen.

Hat er mal überlegt, das Kind in den Buggy zu setzen? Die Anleitung fürs Fläschchen steht auf der Packung, für Medikamente im Beipackzettel. Was glaubt er denn, wie er die Erleuchtung erfährt?
Das sind doch alles völlig bescheuerte Begründungen. Ich wette, du musstest dich auch irgendwo informieren - wieso kann er das nicht?
Ganz ehrlich- guck, ob du ohne ihn nicht besser dran bist. Er zeigt doch keine Einsicht.

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Ich habe gestern mit meinem griechischen,bildungsfernen Großvater gesprochen der Bauer war und nie eine Schule besucht hat,der hat seiner Enkelin weil die Mutter bei der Arbeit nicht weggekommen ist sogar ein Fläschchen gemacht,der kann kaum lesen.

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Ich müsste ihm detailliert aufschreiben , Schritt für Schritt wie das gemacht werden muss.

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Naja würde er auch nur das geringste Interesse an euch/dem Kind zeigen, würde er sowas mitbekommen und keine "anleitung" brauchen.
Wie kann ein "erwachsener" so wenig auf die Reihe bekommen

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Das Problem ist doch nicht nur die 3 Stunden.

Die ganze Zeit wo euer Kind da ist hast du gemacht und getan hast ihn nie gefordert.

Plötzlich mußt du deiner Freundin helfen und bist weg und lässt einen verunsicherten Mann mit einem kranken Kind zu Hause.

Natürlich war er damit überfordert und damit mußtest du auch rechnen.
Du hast ihn ins offene Messer laufen lassen.

Und was machst Du jetzt?
Zu Mama fahren, also weglaufen.

Vielleicht solltest Du mit Deinem Mann an dem Problem arbeiten anstatt wegzulaufen.

Natürlich soll er sich kümmern aber auch er muss es lernen.
Medikamente da kann ich mir vorstellen das er Angst hatte.

So was erinnert mich an meinen Vater der mit so Kleinen nichts anfangen konnte.

Als mein Großer verständiger war wem rannte mein Sohn hinterher, dem Opi helfen.

Redet miteinander, er soll nach Hause kommen und du zeigst ihm das.
Lass ihm aber auch sein Bier aber eben nicht jeden Tag.
Man muß Kompromisse schließen.

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Ich habe ihn gefordet. Von Tag 1 an.

Ich habe ihm gesagt geh ihn wickeln,mach ein Fläschchen.

Beim wickeln : mach du doch bitte weiter- ich will das nicht.

Fläschchen: kannst du das bitte machen- ich muss gerade andere Sachen machen.

I h habe einige Kompromisse geschlossen. Unzählige. Diese 3 Stunden waren nur die Spitze des Eisbergs.

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Es ist ja erstmal ein guter Schritt, dass dein Mann wenigstens Einsicht zeigt und zugibt, überfordert zu sein. Denn Überforderung ist ja auch erstmal völlig ok und kann vorkommen.

Für mich kommt es jetzt drauf an, ob dein Mann auch den nächsten Schritt wagt und es angeht - indem er es nämlich angeht und dann lernt, wie man Fläschchen und Medikamente gibt und sein Kind wickelt. Das sind ja wirklich grundlegende Dinge, die man grade in dem Alter eigtl längst können müsste! Aber besser spät, als nie ;)

Ich denke, Abstand tut euch jetzt gut, um alles sacken zu lassen. Ich drücke euch wirklich die Daumen, dass ihr die Kurve kriegt! :)

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Er hat mich und den kleinen als selbstverständlich gesehen. Obwohl wir auch einiges durch hatten,bis wir dieses kleine Wunder in den Armen halren durften.

Wir sind nun schon 13 Jahre zusammen. Das ist eine lange Zeit.

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Dann wünsche ich es euch umso mehr, dass ihr das hinbekommt!

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Wenn er einer bezahlten Tätigkeit nachgeht, hat er praktisch zwingend genügend Grips, um sich das alles zu erschließen, zumindest, wenn es ihm einmal vorgezeigt wird. Was mir nicht klar ist: Drückt er sich vor der Arbeit, oder hat er Angst, etwas falsch zu machen, es weniger gut zu können als du und kann das nicht offen ansprechen?

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Ich hab jetzt noch deinen ersten Post gesucht und durch gelesen und ich muss sagen, Wahnsinn. Ich dachte schon mein Mann wäre "faul" was Beschäftigung mit den Kindern angeht aber deiner Schießt ja wohl voll den Vogel ab.
Meiner tut auch nur was wenn er "Muss" deswegen "Muss" er halt immer öfter weil ich leider hier einen Termin habe und Ach zufällig dort nochmal kurz weg muss 😝😝😝
Jetzt mit Kind zwei habe ich aufjedenfall dazu gelernt und frage nicht mehr. Ich sage "hier, nimm den kleinen, ich muss duschen" oder "fahr die Große in den Kindergarten bitte, der Kleine ist unruhig und ich werde ihn Schaukeln müssen, oder möchtest du Schaukeln dann fahre ich die Große" oder "zieh den kleinen bitte an ich geh mit der Großen ihre sachen zum anziehen raussuchen" usw. Klar ich würde sicher auch alles allein schaffen und müsste ihn nicht "beheligen" aber warum sollte ich? Bei der Großen habe ich wirklich viel allein gemacht aber damals war er im Vollzeitjob im Büro und hatte 4 mal die Woche am Abend Uni. Und trotzdem hab ich ihm ab und zu unsere Tochter in die Hand gedrückt und hab gesagt "Bitte, 3 Stunden brauche ich Schlaf, ich bin kaputt"
Er muss jetzt viel mehr machen als bei beim ersten Kind aber ich hab das Gefühl umso mehr er mit eingebunden wird (ungefragt) um so mehr kommt er auch mal von selbst und fragt ob ich Hilfe brauche z.b wenn der Kleine am Abend weint.

Jetzt nimm du dir mal die Zeit bei deinen Eltern...hat er sich den in der Zwischenzeit mal gemeldet? Was meinst du, wie soll das weitergehen? Ich würde aufjedenfall ein paar Regeln aufschreiben was du aufjedenfall umgesetzt haben möchtest bevor du mit eurem Kind wieder zurück kommst.
Ich war übrigens als ich noch schwanger war auch mit unserer Großen ein paar Tage weg weil mein Mann sich immer mehr zurück gezogen hatte und so schlimm genervt war immer von mir, von ihr und irgendwann ist es eskaliert und ich hab gesagt wir gehen jetzt, vielleicht denkst du darüber nach ob du uns noch in deinem Leben haben willst. Ich glaube saß hat ihm die Augen geöffnet. Er ist seitdem wirklich bemüht und ist mittlerweile auch echt voll drinnen im Alltag.

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Hallo
Das hast du gut gemacht! Nimm dir die Zeit bei deinen Eltern und überlege dir, wie die Geschichte weitergehen soll.

Ich würde in ein paar Tagen mit einer Liste, welche Aufgaben ab sofort die seinen sind, zu ihm zurückkehren und mit ihm reden. Wenn er euch zurückhaben will, dann muss er jetzt einen Schritt auf dich zukommen. Das kann doch nicht sein, dass ein erwachsener Mann es nicht hinbekommt, einen Zwerg zu wickeln oder zu füttern. Er ist nicht nur Erzeuger, sondern Vater. Dein Mann scheint den Unterschied nicht zu kennen.

Sein Feierabendbierchen in allen Ehren, allenfalls 2x die Woche kann er ja noch mit seinen Kumpels um die Häuser ziehen. Die restlichen Abende verbringt er zu Hause und verbringt die Zeit mit seinem Sohn. Eine Eltern-Kind-Beziehung baut sich nicht von selber auf. Wenn er nicht einsieht, dass er hier aktiver werden muss, dann würde ich gleich wieder gehen. Diesmal wohl endgültig!

Alles Gute und liebe Grüsse
#winke