Bäng

Ihr Lieben,
ich bin, überraschenderweise vor zwei Jahren Vater eines tollen kleines Jungen geworden. Meine Frau und ich wollten eigentlich keine Kinder da wir beide beruflich fest eingespannt waren und in unsrer Freizeit extrem auf der Überholspur gelebt haben. Als meine Frau feststellte das sie schwanger war hörte ich nach 26 Jahren starken Rauchens von heute auf morgen aus ohne auch nur einmal rückfällig zu werden. Ich hörte auch sofort auf meinen geliebten Whiskey, Bourbon, Wodka und Cognac zu trinken. Diesen trank ich reichlich und gerne. Seit unser Sohn da ist gibt es viel mehr frisches Gemüse, ich esse täglich frisches Obst und verbringe mit mit meiner Frau den Feierabend und die Wochenenden moralischer als die komplette katholische Kirche. Jetzt das große aber: ich fühle mich wesentlich schlechter als in meinen wildesten Zeiten...Ich bin ständig müde, lostlos, gehe von einer Erkältung in die nächste. Ich behaupte fast das ich in den letzten 2 Jahren mehr krank war als in den 20 Jahren davor zusammen. Kennt das jemand, oder hat jemand eine Idee? Ich kriege das einfach nicht in meinen Kopf das ich mit meinem jetzigen Lebensstil standig so krank und kaputt bin. Vielleicht weiß ja jemand Rat. Wenn du das hier Ärzten erzählst halten die mich ja für verrückt...

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Geht dein Kind in die Krippe? Wie sind die Nächte?

Ich kenne das auch. Vor den Kindern war ich nie krank, seit wir Kinder haben nehmen wir jede Erkältung mit die gerade so grassiert. Ich vermute es ist nie Mischung aus der Virenlast aus der Kita, dem Schlafmangel und dem Dauerstress..

Denn unser Leben war auch nie anstrengender. Kein Arzt hält dich für bescheuert. Meine Ärztin wollte mir ne Mutter Kind Kur andrehen in Sohnmanns erstem Kita Jahr weil ich den Husten gar nicht mehr losgeworden bin.

Alternativ eine Eigenblut Therapie. Ich habe lieber weiter gehustet. Mittlerweile sind die Kinder größer und werden nicht mehr so oft krank, auch wir sind wieder fitter. Die Zeit wird’s richten. ;-)

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... zumal unsere Immunsysteme in den letzten Monaten ja durch die Masken und Desinfektionsmittel ziemlich geschont wurden.

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Stress ist beispielsweise schlecht für das Immunsystem. Stress kann auch das krampfhafte einhalten eines nicht zum Charakter passenden Lebensstils sein.

Oder es sind Spätfolgen des Konsums. Der Hausarzt wäre da tatsächlich erstmal der Ansprechpartner meiner Wahl.

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Hi du, deine Umstellung im Leben ehrt dich absolut das schafft sicherlich nicht jeder. Wenn du aber solche Folgen merkst hast du mal überlegt dein Blut beim Arzt checken zu lassen? Vielleicht sieht man hier gewisse Mängel und sieht wie man die Sache angehen kann.

Liebe Grüße Ela

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Mal unabhängig von dem ganzen Mist, den Kinder in den ersten Jahren so anschleppen - vielleicht ist das Ganze ja, trotz all Deiner ehrenhaften Bemühungen - einfach nicht Dein gewünschter Lebensstil?!
Liest sich ein bischen so.
Sich dauerhaft zu verbiegen macht auch krank.

Falls der Arzt (zu dem ich trotzdem gehen würde) nichts findet, solltest Du mal in diese Richtung denken. Mir geht es nämlich genau so - wenn ich ein Leben lebe, dass nicht zu mir passt.


LG, katzz

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Das Kind ist aber nun da. Rauchen wie ein Schlot und jedes Wochenende hart abfeiern ist halt schlecht mit Kindern.

Ich bin nun auch nicht der Typ der super gerne Obst schnitzt und Kastanien Männer bastelt..aber man passt sich halt an. Krachen lassen kann er es ja wieder in 15/18 Jahren.

#fest

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Es gibt ja nicht nur schwarz und weiß.

Er ist halt von 100 auf 0 runter, das ist eine gewaltige Veränderung, noch dazu ungeplant.

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Hey!

Wenn du seit der Abstinenz von Suchtmitteln Antriebsprobleme hast, würde ich einen Arzt darauf ansprechen. Das könnten Anzeichen eines Entzugs bzw einer Abhängigkeit sein.

Sprich mal mit dem Arzt, lass ein Blutbild machen. Vielleicht liegt es auch am schlechteren Schlaf. Dass man mit Kita-Kindern öfter krank ist, habe ich gehört. Ist bei uns auch so.
Es ist aber falsch, nun wieder zu trinken und zu rauchen.

Liebe Grüße
Schoko

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>>Das könnten Anzeichen eines Entzugs bzw einer Abhängigkeit sein. <<

Nach Jahren? Ernsthaft?

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Ja dies kann tatsächlich nach 2 -3 Jahren auftreten.
Hatte mein Vater durch.
Er hat sich aber Hilfe geholt,und das ganze dann Mithilfe von Therapie etc aufgearbeitet.

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Nennt sich Penner-Syndrom. Die Hypothese lautet, dass der Körper so mit anderen Sachen beschäftigt ist, dass er keine Zeit hat krank zu werden. Ist nur eine Hypothese, aber gibt tatsächlich Hinweise darauf. Obdachlose, die jahrelang so leben sind fit, sobald sie in eine Einrichtung kommen werden sie krank. Ist zumindest bei manchen so.

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Ich habe mich immer für einen recht gebildeten Menschen gehalten und war, als ich deinen Begriff "Penner-Syndrom" gelesen haben erst ein wenig schockiert- aber dann habe ich mal nachgelesen und muss dir recht geben- ist schon auffällig....

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Du hast ja schon einige Antworten erhalten - manche ein wenig moralinsauer, wie es sich für ein Familienforum gehört.
Einiges war aber doch auch hilfreich - du scheinst dich sehr zu verbiegen.
Mein Mann und ich habe vier Kinder. Einem Glas Wein, Whisky bei ihm, Gin bei mir - sind wir nicht abgeneigt. In Maßen, nicht in Massen.

Rauchen ist natürlich heutzutage ein völliges no-go mit Kindern - ich rauche trotzdem manchmal.

Ich finde, man muss sein Leben genießen.

>>verbringe mit mit meiner Frau den Feierabend und die Wochenenden moralischer als die komplette katholische Kirche>>

WARUM??? Wir machen das nicht. wir gönnen uns auch mal was. Sei es eine fettige Portion Pommes oder sonstige Schweinereien.
Lebe bitte dein Leben trotz Kind und mit Kind. Du willst ja keinen Kardinal großziehen, sondern einen Menschen.

Meint

Luna

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". Ich hörte auch sofort auf meinen geliebten Whiskey, Bourbon, Wodka und Cognac zu trinken. Diesen trank ich reichlich und gerne." Klingt nicht nach deinen Maßen.

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Aber das kann man ja reduzieren. Man muss es nicht aufgeben, oder? Maßen nicht Massen.

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Der Gang zum Hausarzt wäre sicher nicht verkehrt und dort Blutbild machen lassen. Das nimmt eigentlich jeder guter Arzt ernst.

Ansonsten kann so ein Kind schon auch viel Stress auslösen.
Und unterschätze auch nicht die Corona-Zeit. Das Immunsystem musste da ja nicht gerade viel tun.
- Kontakte minimiert
- Masken
- Desinfektion überall

Zusätzlich schleppt ein Kleinkind alle möglichen Sachen nach Hause, da bleibt man auch nicht komplett verschont.

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Vorab: Das ist nicht persönlich gemeint, nur liest man dieses "geh mal zum Arzt und lass ein Blutbild machen" gefühlt hier jeden Tag x-mal.

Informier dich doch bitte mal, was genau ein Blutbild beinhaltet. Einfach gesagt ist ein Blutbild die Analyse/Unterteilung des Blutes in rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen, dann misst man noch gewisse Differenzen der zellulären Bestandteile gegenüber der flüssigen etc. pp. Ein "großes Blutbild" differenziert nur die unterschiedlichen Arten der weißen Blutkörperchen. Anhand dessen kann man ggf. 0,5% aller möglichen Erkrankungen mit dieser Symptomatik erkennen. Ziemlich vereinfacht gesagt kann man grobe Aussagen über Blutgerinnung, ggf. Infekte/Allergien (ohne genaue Bezeichnung derer) und ggf. Blutarmut machen.

Und die Aussage gegenüber seinem Hausarzt ("ich will ein großes Blutbild, das hab ich im Internet gelesen") kann dort Augenrollen verursachen, verständlicherweise.

Ein Blutbild, wie du es meinst umfasst weder Leber- noch Nierenwerte, Schilddrüsenwerte, Hormone oder sonstige diagnostisch wichtigen Blutwerte bei dieser "Symptomatik".

Manchmal würde ich den Menschen, die gern mit ihren Google- oder Forenaussagen kommen und irgendwas verlangen, gerne sagen, sie sollen doch gern selbst Medizin studieren und dann können sie sich einem Labor anschließen und ein "großes Blutbild" machen lassen.

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Kein Arzt macht einfach so ein Blutbild. Er lässt sich die Symptome schildern, macht eine Anamnese und fordert die entsprechenden Werte an.
Selbstverständlich ist der Gang zum Arzt damit sinnvoll und selbstverständlich wird ein guter Arzt dann Blut zapfen…

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Also erstens warst du ja wahrscheinlich noch etwas jünger und dann hatte dein Körper vielleicht nicht wirklich Zeit zu überlegen ob er krank ist, war ja ständig unterwegs 🤣🤣
Ne, im Ernst. Mach halt mal ein Blutbild, vielleicht fehlen ja einfach ein paar Vitamine oder so

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Herzlichen Dank - ich werde wohl in der Tat einen Arzt konsultieren.