Arbeiten gehen oder 3. Kind

Hallo ihr Lieben,

Vor 11 Jahren kam unsere Tochter zur Welt und da sie sehr Pflegeleicht war bin ich direkt nach 1 Jahr wieder arbeiten gegangen. Im Nachhinein bereuhe ich es unendlich, da mir diese Zeit mit ihr sehr fehlt.
Nach 10 Jahren Kinderwunsch klappte es nun letztes Jahr mit einem zweiten Kind und ich bin so unendlich glücklich. Ich genieße die Zeit zuhause sehr und liebe es Mama und Hausfrau zu sein.

Nun muss ich mich aber entscheiden, ob ich die Elternzeit verlängere (falls mein Chef einwilligt) oder wieder arbeiten gehe.

Ich würde sehr gerne zuhause bleiben da wir gerne auch noch ein weiteres Kind möchten (falls es klappt). Ich habe noch zwei Eisbärchen und hoffe somit, dass Nr. 3 im Sommer 2022 kommt. Sollten die zwei Versuche nicht klappen, wars das. Wir werden dann nichts mehr in der Hinsicht unternehmen... Außer es klappt so. Das würde aber auch bedeuten, dass ich bis zum Mutterschutz kein Geld mehr sehen würde und wir vom Gehalt meines Mannes leben müssten... Würde gehen aber man macht sich ja doch immer Gedanken, was wenn und reicht es usw.

Würde ich aber wieder arbeiten gehen ohne Verlängerung, und ich würde schwanger werden, würde ich ja nur anteilig Elterngeld bekommen (berechnet vom jetzigen Elterngeld + Gehalt in der Zwischenzeit). Was auch wiederrum blöd wäre...
Und ja ich möchte Nr3 sehr zeitnah bekommen. Hab meine Gründe!

Ich denk wohl zuviel aber irgendwie muss ich ja zu einem Punkt kommen.
Ja wir können uns ein weiteres Kind leisten. Aber ich fühle mich nicht ganz wohl, wenn die finanzielle Last alleine auf den Schultern meines Mannes ausgetragen wird.

Wie habt ihr das geregelt?
Habt ihr Tips, Erfahrungen Pros und Kontras?
Haut einfach mal raus wäre euch echt dankbar!

LG

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Als Idee:
Elternzeit beenden, dann bekommst du doch auch etwas mehr Elterngeld, wenn es mit Kind 3 klappt.
Dazu kommt aber eben auch für mich die Frage:ab wann geht Kind 2 in die Betreuung?
Leider hast du dazu nichts geschrieben.
Wenn Kind 2 kein betreuungsplatz hat, ist es ja schwierig mit arbeiten...
Mir fehlen da ein paar Eckdaten.

Wenn es finanziell für dich eine Last ist würde ich einfach doch erstmal arbeiten, zumindest teilzeit, wenn dein Kind in der Betreuung ist und genießen, dass es etqss mehr Elterngeld gibt... Das wäre doch eine Sorge weniger oder was spricht genau dagegen?

Meine persönliche Meinung:
Ich rechne auch immer alles durch. Wir überlegen auch wegen einem 3.Kind.
Allerdings geht meine Überlegung so weit, dass ich den Anspruch hätte, dass im schlimmsten Fall einer von uns die Kinder finanziell versorgen könnte.
Freunde von uns wiederum haben sich darüber überhaupt keine Gedanken gemacht.
Meine Freundin könnte grade mal 1 Kind durch ringen finanziell, sie haben 3.

Also jeder tickt da ja auch anders...

Ihr müsst für euch wissen, was euch wichtig ist. Ein 3.Kind oder Finanziell mehr Polster.
Und ob ihr bereit seid ggf.auch auf Dinge zu verzichten...


Alles Gute!

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Wir haben unser drittes Kind Anfang des Jahres bekommen und sie bereichert unsere Familie ungemein. Es ist nochmal eine ganz andere Familiendynamik.

Zum Thema Elterngeld: Es berechnet sich aus den 12 Monaten vor der Geburt in denen du KEIN Elterngeld bekommen hast. Elterngeldmonate werden geklammert.

Kommt euer drittes Kind also Recht zeitnah, werden die Monate zwischen Elterngeld Kind 2 und Mutterschutz Kind 3 zur Berechnung genommen. Sind dies keine vollen 12 Monate, werden die restlichen Monate aus dem Zeitraum vor dem Mutterschutz Kind 2 hinzugezogen.

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Ich hab da auch ne Frage…

Wir planen auch Nummer 2 sehr zeitnah an Nummer 1.
Habe nur 1 Jahr Elternzeit und würde gerne von der Elternzeit direkt wieder ins BV gehen, damit Kind 1 nicht in die Krippe muss. (Bitte keine tadelnden Worte)

Bekomme ich dann nach dem Elterngeld das Geld, das ich vor der Geburt hatte? (War da auch im BV)

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Deine Überlegungen wegen der Finanzen in allen Ehren natürlich ist es hilfreich ein finanzielles Polster zu haben aber du sagst ihr könnt euch ein drittes leisten du hast lediglich Bedenken das die finanzielle Last in der Hauptsache bei deinem Mann liegt . Diese Überlegung ist zwar verständlich aber wenn ihr euch wirklich ein drittes Kind wünscht dann sollte das kein Hindernis sein die Kinder werden doch auch größer und irgendwann kannst du auch wieder mehr arbeiten und zum Haushaltseinkommen beitragen . Da der Kinderwunsch bei euch ohnehin nicht so einfach ist würde ich die beide Versuche mit den Eisbärchen in Angriff nehmen nachher bereust du es sonst vielleicht es nicht wenigstens versucht zu haben oder fragst dich ewig was aus den Eisbärchen geworden wäre ob ihr Erfolg gehabt hättet . Ich weiß nicht wie alt du bist wenn das erste Kind schon 11 Jahre alt ist wirst du wahrscheinlich auch schon mindestens Anfang 30 sein und auch nicht jünger werden . Ob du die Elternzeit gleich verlängerst oder erst wieder arbeiten gehst schließt doch nicht aus das ihr versucht noch mal schwanger zu werden. Vom Geld her ist wieder arbeiten besser wenn ich mich entscheiden müsste dann Elternzeit nicht verlängern .

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Nach der Geburt von Nr. 1 bin ich relativ bald wieder auf 50% arbeiten gegangen.
Das war eine Katastrophe (hauptsächlich jobbedingt) - mein Mann und ich haben uns nur gegenseitig das Baby in die Hand gedrückt.
Nach der Geburt von Nr. 2 bin ich (da rational klüger als er) in beidseitigem Einvernehmen komplett ausgestiegen. Für meinen Mann ist es okay, dass er gerade Alleinverdiener ist. Wir leben so, dass sein Gehalt reicht, wir haben Rücklagen und zur Not kann ich jederzeit wieder einsteigen.
Wahrscheinlich werden wir nächstes Jahr doch einen Rollentausch vornehmen. Dann haben wir zwar Gehaltseinbußen, aber das ist es mir emotional wert, ich brauche die Arbeit einfach mal wieder. Für mich ist es auch okay, Alleinverdiener zu sein. Wenn es gar nicht geht, kann er anfangs in seinen Beruf zurückkehren, wenn er zu lange draußen ist, geht das nicht mehr so einfach (Lizenzverlust), da strebt er dann eine Umschulung an.

Für uns ist es richtig so. Geld ist nicht alles, worauf es im Leben ankommt. Uns ist die Zeit mit der Familie es wert. Vor allem, weil wir mit diesem Modell deutlich entspannter leben können, als wenn wir unsere beiden Berufe koordinieren müssten.
Eine U3-Betreuung, auch durch die Großeltern, ist für uns keine Option.

Wenn es bei unseren Jobs möglich wäre, hätten wir es wahrscheinlich so geregelt, dass wir beide die Stunden reduzieren und Geldverdienen und Haushalt/Kinder 50-50 aufteilen.

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Warum ist es denn eine oder Frage? Du kannst doch arbeiten gehen und es trotzdem mit dem 3. Kind versuchen.
Ich würde mich finanziell nie komplett von einem Mann abhängig machen. Aber Teilzeit ist doch vielleicht eine Option.

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beim 3. KInd ist doch eher die Frage, wie mache ich danach weiter, denn mit mt 3 KIndern wieder einzusteigen, benötigt einen JOb, der super enteilbar ist, aber private HIlfe oder soviel Geld, dass man zu Hause Entlastung bezahlen kann

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Warum gehst du nicht einfach arbeiten und wirst trotzdem schwanger?

Im übrigen wird Elterngeld nie von Elterngeld berechnet! Es werden immer die 12 Monate vorm Mutterschutz herangezogen. Elterngeld wird dabei ausgeklammert (12-14 Monate).

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Hallo,

Zum Finanziellen kann ich sagen: wenn man es schaffen will, dann schafft man es in der Regel. Mein Mann hat angefangen zu studieren während ich schwanger war, womit sein Einkommen wegfiel und ich bin nach der Elternzeit auch nicht zur Arbeit zurück sondern habe dann auch angefangen zu studieren. Wir haben mit Kind 1 beide studiert mit einem Bafög (von mir). Kind 2 kam kurz vor der Approbation meines Mannes und ich studiere noch... Man kann dann natürlich nicht jedes Jahr in den Urlaub fliegen aber unseren Kindern hat es nie an etwas gemangelt. Klar wäre es für meinen Mann schöner, wenn er nicht der Alleinverdiener wäre (mein Baföganspruch ist mit seinem Arbeitsbeginn erloschen), aber es ist ja nicht für immer und bei Kind 3 darf er dann mehr Elternzeit nehmen. Ich werde bis dahin wahrscheinlich fertig sein.
Es passt eigentlich nie wirklich wenn es um Kinder geht, meiner Meinung nach muss man dann einfach mutig sein, denn bereuen tut man es in der Regel nicht ;)

LG :)

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Der Elterngeld-Zeitraum kann für max 15 (oder 14?) Monate ausgeklammert werden.
Wenn Kind 1 und Kind 2 z.b. 20 Monate auseinander sind, dann wird für 5 Monate nur der Mindestsatz als Einkommensgrundlage gerechnet und nur für die anderen 7 Monate das Einkommen vor der Geburt.
Also je weiter die Kinder auseinander sind, macht es aus Sicht auf die Elterngeld Berechnungsgrundlage durchaus Sinn, wieder arbeiten zu gehen.