Wieviel Einfluss hat Verhalten anderer Kinder? Oder Verhalten normal?

Hallo!

Wir haben einen Sohn. Er ist 5 Jahre alt. Er war ein unkompliziertes Baby und bisher auch ein unkompliziertes Kind. Im Kindergarten, bei Familie und Freunden galt er immer als Sonnenschein, weil er so viel lacht, so freundlich und hilfsbereit ist. Für mich war er immer ein absoluter Engel. Er hat zumeist gemacht, was wir von ihm erwarteten. Neuerdings erkenne ich ihn nicht mehr wieder. Er hört nicht mehr, er bockt, sagt ständig „Nein ich mach das nicht“, ist oftmals vorlaut, haut seinen Bruder, hält sich nicht an Absprachen und geschlossene Kompromisse. Auf ihn ist kein Verlass mehr. Sprich: er wird so richtig zum Arsch - Sorry. Versteht mich nicht falsch, ich vertrete die Meinung, dass sich Kinder auch in einem gewissen Maße mal durchsetzen müssen - das sollen sie auch für die Zukunft lernen, aber was er oft vom Stapel lässt, ist nicht mehr normal und ärgert mich auch ein Stück weit. Mittlerweile haut er sogar den Papa mit seinen Kuscheltieren, tritt um sich, wenn er wütend ist und wirft mit Dingen. Er hat einen Spielfreund, der ca. 2 Jahre älter ist als er. Ich erkenne im Verhalten mittlerweile Parallelen. Meist ist unser Sohn schlecht gelaunt, wenn er mit XY gespielt hat, da XY ihm grundlos irgendwelche Dinge verbietet oder immer „der Chef“ sein will. Unser Sohn darf nicht mit dem Spielzeug des Jungen spielen, erwartet aber, dass er jederzeit Zugriff auf die Spielsachen unseres Sohnes hat. Wenn unser 2. Sohn dabei ist, spielt er ihn oft aus. Dann heißt es „Komm …, wir gehen.“ Er ist wirklich das einzige Kind, welches ich kenne, bei dem es nicht klappt, dass die Kinder gemeinsam spielen. Es ging sogar mal so weit, dass der Junge nicht mehr mit unserem großen gesprochen hat, weil er mal einen Nachmittag mit einem anderen Kind, welches bei ihm in die Kitagruppe geht, gespielt hat. Ich habe auch schon beobachtet, als XY bei uns war, dass er grob zu unserem Sohn ist. Natürlich habe ich eingegriffen und gesagt, dass wir sowas bei uns Zuhause nicht machen, nicht dulden und ich nicht möchte, dass er so mit meinen Kindern umgeht. Auch ist das Thema „kämpfen“ seit dem Kontakt mit dem Jungen ein großes Thema. Neuerdings will mein Sohn mit allem und jeden kämpfen und fragt, wer gut kämpfen kann. Wir schauen weder TV in Bezug zu sowas, noch verherrlichen wir Gewalt. Wenn das Verhalten von XY mal nicht so toll war, bespreche ich das auch mit meinem Sohn und versuche vor Augen zu führen, dass das nicht schön ist.

Ich bin mit meinem Latein am Ende. Ich vermisse meinen lieben Sohn einfach so. Ist das Verhalten in dem Alter normal oder kann das wirklich abfärben? Ich kann mir auch vorstellen, dass er unzufrieden mit der Spielsituation mit dem Jungen ist und deswegen so mies gelaunt ist, jedoch sagt er aber auch von selbst, dass er mit ihm spielen will. Was könnte ich tun?

1

Da sind meiner Meinung nach 2 Baustellen:

- zum einen eine "normale" Entwicklungsphase
- der Kontakt zu dem anderen Kind

Zum ersten:

Generell ist es völlig ok, wenn Kinder beginnen, ihren Kopf durchzusetzen, für sich einzustehen,mal neben der Spur laufen. Bei eurem Sohn kommt das recht spät.

Frage:wie geagiert ihr? Bekommt er Möglichkeiten, sich mal auszuleben, für seine Rechte einzustehen, auch mal zu diskutieren und seinen Kopf durchzusetzen? Ich finde das sehr sehr wichtig. Wir alle wollen Kinder, die sich später nicht die Butter vo Brot nehmen lassen, die sich abgrenzen, sich nicht alles gefallen lassen, auch mal für was kämpfen (z.B. um eine Gehaltserhöhung). Am besten üben Kinder das im vertrauten Rahmen. Daheim bei ihren Bezugspersonen.

Ihr müsst eine Balance finden. Wann darf dein Kind verhandeln, wann ist ein Nein wirklich ein Nein (meiner Meinung nach definitiv zu oft bei den meisten).

Dein Kind muss lernen, dass es ALLE Gefühle ausleben darf. Alle Gefühle sind gut und ok. Und müssen raus. Allerdings ist nicht jeder umgang damit ok. Zeig ihm, wie er sich wann verhalten kann. Was darf er tun, wenn er wütend ist? Euch hauen ist ein Nogo, eine Zeitschrift zerreißen, stampfen, einmal laut schreien, ins Kissen boxen ist ol. Sucht Alternativen, nehmt ihn mit ins Boot. Sucht ZUSAMMEN Lösungen.

Zum Kämpfen: auch das find ich völlig normal. Vor allem Jungs ringeln und rangeln gern, checken so die Lage, messen Kräfte. Mit Regeln find ich das gut und förderlich. Besprecht das miteinander.


Dann der Spielkamerad:
Warum lasst ihr das zu? Hört sich nicht so gut an. Ich denke, dein Sohn sieht ein Vorbild in dem Jungen und eifert ihm nach. Findet ihn cool, ist stolz, dass so ein Großer sich mit ihm abgibt. Vielleicht will er ihm imponieren und dreht darum hohl.

Ist der Junge schon in der Schule?
ICh würde andere Freundschaften fördern. Haben die 2 Kontakt, steh hinter deinem Sohn, setz eure Regeln durch. Klappt es nicht, darf das Kind halt nicht mehr kommen.

Generell find ich das alles nicht dramatisch.
Was ich heftig finde, ist, dass du dein Kind als Arsch bezeichnest. Das ist absolut drüber.

Vielleicht solltest du deinen Fokus mal darauf legen, was toll an deinem Kind ist. Jeden Tag. Damit du von dieser "Enttäuschung" wegkommst. Dein Sohn ist richtig so, wie er ist. Er braucht eure Hilft, um ihm den Weg zu weisen. Er spürt aber sicherlich, dass du ihn im momentan total arschig findest. Und da beginnt der Teufelskreis. KOmmt keine posiive Aufmerksamkeit, sorgen Kinder automatisch dafür, dass sie zumindets negative Aufmerksamkeit bekommen. Besser als keine. Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdiene. Dieser Satz kam mir direkt beim Lesen deines Textes.

Und: die Pubertät wird nicht viel besser. Übe mal lieber, immer das Gute zu sehen.

4

Hallo!

Danke für deine Antwort!

„Bekommt er Möglichkeiten, sich mal auszuleben, für seine Rechte einzustehen, auch mal zu diskutieren und seinen Kopf durchzusetzen? Ich finde das sehr sehr wichtig. Wir alle wollen Kinder, die sich später nicht die Butter vo Brot nehmen lassen, die sich abgrenzen, sich nicht alles gefallen lassen, auch mal für was kämpfen (z.B. um eine Gehaltserhöhung).“

Das sehe ich ganz genauso wie du und so handhaben wir es auch. Bei Dingen, die uns nicht extrem wichtig sind, geben wir gern nach, verhandeln mit und finden mit den Kindern geeignete Kompromisse. Bei anderen Dingen, die wir wichtig finden, geben wir nicht nach, z.B. bei bestimmten Ritualen.

Der Spielkamerad ist dummerweise der Sohn einer meiner besten Freundinnen. Sie selbst ist mit ihm und seinem Verhalten manchmal überfordert. Sie ist eine wirklich tolle Mutter, aber irgendwie gerät der Sohn aus den Fugen. Wir reden oft darüber, sie auch mit dem Sohn, aber er ist im vollen Maße beratungsresistent.

Das mit dem Arsch meinte ich natürlich nicht so, wie es wahrscheinlich rüber kam. Aber manchmal denkt man sich am Ende des Tages eben „Heute war er wieder besonders arschig.“. Wir beginnen jeden Tag neu mit guten Gefühlen. Er bekommt die normale Aufmerksamkeit und Liebe, die er immer bekommt. Er bekommt viel Lob und auch Anerkennung bei guten Dingen. Ich finde eher, dass ich ihm wohl manchmal mit meinem Geknuddel nerve 😅 Wir sind nicht nachtragend. Eher im Gegenteil, wir besprechen schlechte Tage und versuchen gemeinsam Fehler und Gutes zu finden. Oftmals sieht er dann auch ein, dass etwas nicht schön war. Aber naja…..

10

Mit Fokus auf das Gute meine ich gar nicht unbedingt, dass du ihn mit Lob überschütten und dauerknuddeln sollst. Grad diese Loberei ist sehr oft völlig am Ziel vorbei, weil es die Kinder abhängig vom Außen und der Meinung anderer macht und so ein recht statisches Selbstbild versteht. Vor allem, wenn "falsch" gelobt wird, also das Ergebnis statt dem Prozess. Ist es verständlich, wie ich es meine?

Mein Vorschlag wäre:
schreib dir einfach jeden Tag 10 Dinge auf, die du toll an deinem Sohn findest. Und warum. Mach das wirklich mal konsequent ein paar Wochen. Und schreib auf, wie du dir einen harmonischen Alltag vorstellst. Ich wette, es verändert sich etwas in eurer Beziehung. Lass dich einfach mal drauf ein, auch wenn es sich doof anhört. Es klappt.

Und zu dem Jungen: schwierig, wenn er der Sohn deiner Freundin ist. Und trotzdem solltest du da hinter deinem Kind stehen und Grenzen setzen. Was spricht dagegen, dass ihr Frauen euch einfach ohne Kinder trefft? Du kannst das ja geschickt verpacken und brauchst nicht direkt sagen, dass dir ihr Sohn auf den Zeigen geht und er einen schlechten Einfluß auf deinen ausübt.Ein Versuch wäre es wert. Ich finde das, was du so beschreibst, nämlich auch total drüber. Dein Sohn guckt sich da viel doofes ab.

weiteren Kommentar laden
2

Hi,

willkommen in der Vorschulpupertätshölle 😂 Fing bei uns mit 5,5 an und wird jetzt, mit 6,5 Jahren langsam besser.
Sie wissen plötzlich alles besser, sind (für uns) grundlos wütend, furchtbar empfindlich (meiner kann plötzlich nicht mehr verlieren an manchen Tagen, an anderen geht es ohne Probleme) u d heulen unheimlich viel und wegen Kleinigkeiten (der Strich bei der 2 war etwas verwackelt, hab ihm gesagt, er kann es doch wegradieren und neu schreiben. Nein, das ist nun für immer so schrecklich und das in einer theatralischen Stimmung, die für die Oscars gereicht hätte)
Er haut jetzt auch öfter mal, hat er früher nie gemacht, aber nur bei seiner Schwester, die sehr großzügig ist im austeilen, die Minizicke. Er steckt da mehr ein, aber manchmal platzt ihm dann der Kragen😅
Er versucht grundsätzlich immer was extra rauszuschlagen und ist beleidigt, wenn es nicht klappt. Heute hat er im Bett geheult, weil ich mir eine Traumreise mit Schmetterlingen ausgedacht hatte und nicht nochmal mit Hunden wie gestern. Früher hätte er sich gefreut, wenn ich gesagt hätte, morgen machen wir das, heute kullern die Tränen, über die so ungerechte Welt.

Alle Jungs in seinem Freundeskreis sind aktuell schwierig, sind alle zwischen gerade 6 und fast 7. Von den Müttern seiner Freunde, die schon ältere Jungs haben, weiß ich, dass das völlig normal ist.

Außerhalb ist er übrigens immer noch überall gern gesehener Gast und benimmt sich. Bekomme nur Lob über meinen braven Buben😂Aber zu Hause dann... naha, da hilft nur Trösten, Regeln erklären und viel Geduld.

5

Ich weiß gerade nicht, ob ich erleichtert bin oder schwer durchatmen muss 🤣

16

😂😂 tief durchatmen hilft auf jeden Fall, immer, in allen Situationen. Einer der besten Freunde meines Zwerges hat einen großen Bruder, der schon in der Pubertät ist. Ich bin immer froh, dass wir bis dahin noch Zeit haben. 🙈

3

Ein Teil gehört zur normalen Entwicklung.
Du kannst dich ja mal in Richtung "Zahnlückenpubertät" informieren.

Auch das Kämpfen ist nicht ungewöhnlich. Bei sämtlichen Säugetieren, die in Gruppen leben, gibt es Kräfte messen bei den (männlichen) jüngsten, da ist der Mensch keine Ausnahme.
Mit ca 4-5 Jahren haben Jungs ihren ersten großen Testosteron Schub, das kann auch Einfluss auf das Verhalten haben.

Aber, Respekt vor dem Anderen und Einhaltung von Grenzen muss trotzdem gegeben sein.

Gibt es die Möglichkeit, den Kontakt einzuschränken?
Vielleicht mehr Spielverabredungen mit anderen Kindern fördern?

Vielleicht gibt es die Möglichkeit ihn Kampfsport machen zu lassen, da kann er seine Kräfte nach festen Regeln testen und ausprobieren.

7

Ich glaube, dass da vieles zusammen kommt. Charakter, Einfluss von außen, Erziehung… Wobei in dem Alter der Einfluss von außen ganz sicher noch nicht sooo groß ist, weil es noch keinen Abnabelungsprozess gibt. Das kommt erst noch - ebenso die Pubertät.

Ich denke, manches wird sich dein Sohn angucken von dem anderen Jungen. Manches davon ist okay, und manches eben nicht. Das ist eure Aufgabe, es Eurem Sohn zu erklären. Und vor allem müsst ihr ihn stärken! Wenn er seine Dinge teilen soll, der andere seine Sachen aber nicht teilt: stärkt EUER Kind darin, dass das so nicht geht.
Körperlichkeiten gehen für mich gar nicht, auch das würde ich sofort beenden! Euer Kind kann doch nicht gegen euch wüten!
Forciert andere Spielverabredungen. Redet mit eurem Sohn, was euch an dem Verhalten des anderen jungen nicht gefällt.

Wo ich den anderen Jungen verstehe, ist beim ausgrenzen des geschwisterkindes. Ich konnte sowas schon als Kind nicht leiden, wenn irgendwelche Geschwisterkinder mitspielen mussten. Warum? Wenn es passt, super. Passt es aber nicht. Ob der Junge eurer zweites Kind nicht mag, oder es schlicht zu jung ist, ist da ja egal.

Ich hab übrigens selber Kinder. Mittlerweile 12, 10 und 8. Eins kann ich dir sagen: bleibt immer am Ball. Hört euch die Sorgen und Nöte an, setzt Grenzen und sagt selber, was euch warum nicht gefällt. Wenn man im Gespräch bleibt, wird sich vieles regeln… und dann kommt die Pubertät. 🤣

8

Oh die "Arschphasen" kommen jetzt in kürzeren Abständen ;-)
Ich habe manchmal echt Schiss was dann noch an Pupertät kommt. Sohnemann ist sieben und hatte ab einem gewissen Alter auch diese Phasen. Aber es kommen auch immer wieder die tollen Phasen... glaub mir ;-)
Zudem ist er absolut waffenvernarrt #augen. Hier predige ich eben immer wieder was Waffen so anrichten können.

Und natürlich sind gerade ältere Jungs gern Vorbild, ob es einem nun passt oder nicht und klar stört dann ein jüngerer Bruder ;-)

Sicher sollte man da auch ein Auge drauf haben, mit wem das Kind so Kontakt hat, aber ich würde das auch nicht über bewerten. So richtig anderen nacheifern hat bei uns erst ab Schule begonnen und ich bin froh, dass die Mitschüler alle einigermaßen normal ticken.

11

Brauchst du eine kleine Aufmunterung bzgl. der Waffen?

Mein Sohn war genauso. Total vernarrt in Waffen jeder Art. Das begann im Kita-Alter und zog sich, bis er 14 oder 15 war. Seine Sammlung war riesig. Am Anfang so Plastikzeugs, Nerf, Pfeil und Bogen, später ab13 dann auch Soft-Air.

Viele Mütter haben mir prophezeit, dass mein Kind als krimineller Schwerverbrecher endet, wenn ich seine Vernarrtheit nicht unterbinde. Ich habe aber immer gespürt, dass bei meinem Sohn da keinerlei Art von Grundaggression dahintersteckt, sondern einfach nur Faszination.

Ja, Waffen können Schaden anrichten. Das können Autos, Motorsägen und Bratpfannen aber auch.
Unser Kinder wachsen friedlich auf, kennen keinen Krieg, somit gehen sie unbefangen mit diesem Thema um.

Wir haben einfach mitgemacht. Am Sonntag Schießwettbewerbe in unserem Garten veranstaltet, auf Zielscheiben oder Tonfiguren. Da hatten wir alle Spaß dran, auch unsere Tochter. Es ist einfach ein Sport. Ohne Aggressivität, ohne Intension "Töten".

Heute ist mein Sohn 18. Eine Seele von Mensch. Kann nicht mal eine Fliege totklatschen, kauft den Obdachlosen was zu essen, wenn er an ihnen vorbeigeht, kümmert sich um die älteren Leute in der Nachbarschaft. Seine Waffenfaszination hat mit etwa 16 aufgehört. Einfach so. Ich denke, weil er diese Faszination ausleben durfte.

Der Sohn einer der Mütter, die mir immer Vorwürfe gemacht hat, sitzt immer mal wieder in U-Haft. Wegen Drogengeschäften und Einbrüchen/Raub.

Seh es einfach cool. Und vertrau deinem Kind. Waffen alleine machen keine schlechten Menschen.

12

Danke dir :-)

9

Hallo,

ich kann dich beruhigen. Mit ca. 8 Jahren hast du deinen braven Jungen wieder, so mit ca. 11/12 Jahren geht der Spaß wieder von vorne los 😉. Bei mir sind alle 3 Kinder in dem Alter Hohl gedreht. Ich fand das Alter zw. 5 und 8 sogar noch schlimmer als die eigentliche Pubertät. Zumindest bei meinen beiden Söhnen. Bei meiner Tochter habe ich es noch vor mir. Sie ist erst 11. Das Alter, in dem dein Sohn jetzt ist, wird Zahnlückenpubertät genannt. Es hat im Grunde mit der Pubertät (Geschlechtsreife) nichts zu tun, man nennt es so wegen des Verhaltens der Kinder. Google mal den Begriff und du wirst erkennen, dass sich Millionen Kinder in dem Alter vom Engel zum Teufel entwickeln. Mein ältester Sohn spielte auch immer mit älteren Kindern. Ich dachte ebenfalls, dass es daran liegt. Natürlich schauen sich Kinder Verhalten ab, eifern nach, wollen den Großen imponieren. Ich würde den Kontakt nicht unterbinden, wenn dein Sohn weiterhin mit dem Jungen spielen will. Sein Verhalten wird sich dadurch nicht ändern. Da müsst ihr einfach durch, viel Verständnis haben und ihn unterstützen. Mein Sohn hat von den älteren Freunden immer profitiert. Auch wenn es anfangs nicht den Anschein machte. Er hat gelernt sich durchzusetzen und sich zu beweisen. Das dauert etwas und muss gelernt werden. Aber solange dein Sohn nicht unter dem anderen Kind leidet, lass sie weiterhin zusammen spielen.

LG
Lotta

13

Meine Meinung ist, dass es Kinder gibt, die entweder früher oder im Fall deines Sohnes später in die Trotzphase kommen.
An keinem Kind geht das spurlos vorbei und eben auch nicht an seinem Umfeld.
Das Verhalten deines Sohnes ist gemäß der Trotzphase ganz normal. Genau so benimmt sich ein Kind, das darin steckt.
Alle Eltern kommen an den Punkt, an dem sie es extrem finden, sich fragen, ob das schon noch normal ist und es Anstrengung und Verzweiflung für alle bedeutet.
Unser Kleiner hatte das zwischen 2 und 4. Jetzt wird es langsam besser.
Beim Sohn meiner besten Freundin, ging es auch erst mit 4,5 überhaupt los. Zuvor war er sehr brav.
Ich bin mir ganz sicher, dass das Verhalten des anderen Jungen nicht der Grund ist.
Kinder haben ständig Begegnungen mit sich auffällig negativ verhaltenden Kindern.
Erstens wäre es dann nicht zu vermeiden, da man das Kind ja schlecht einsperren kann und zweitens müssten sich dann alle Kinder negativ verhalten, was sie ja auch nicht immer tun.
Außerdem ist dein Sohn 5 und nicht 2. Er weiß schon, was richtiges und falsches Verhalten ist. Er ist so, wie er eben gerade sein möchte. Er möchte sich abgrenzen, seinen Willen erproben und durchsetzen.
Klar fällt mal ein Schimpfwort, dass er von Freunden aufgeschnappt hat oder es wird eine Verhaltensweise ausprobiert, die er beobachtet hat, aber ihr seid viel prägendere Vorbilder, als ein Junge mit dem er manchmal spielt.
Und das was du so beschreibst, wie ihr mit ihm umgeht und mit seinem Trotz, klingt sehr vernünftig und vorbildlich.
Es geht vorbei. Macht einfach so weiter und behaltet so gut es geht eure Nerven.

14

Vielen lieben Dank! Deine Antwort tat gerade wirklich gut. Wir saßen gerade eben noch am Mittagstisch und mein Mann und ich meinten plötzlich gleichzeitig (nachdem der große vorhin wieder ausgetickt ist), dass unser Familienleben mal viel harmonischer war. Es macht mich nicht sauer, sondern unendlich traurig, dass es so ist wie es ist. Ich sage ihm auch ständig nochmal abends vor dem Schlafen, dass mir es gar nicht gefällt, wenn wir streiten. Er drückt mich dann auch immer ganz sehr. Ich hoffe diese Phase geht relativ schnell vorbei….

15

Ich wollte mich für alle Nachrichten herzlichst bedanken!

Ich habe mich eben, wie vorgeschlagen, zur Zahnlückenpubertät belesen. Es ist gruselig, trifft aber 1:1 auf unseren Wutbatzen zu. Jetzt weiß ich wie wir damit umgehen müssen und dass es wohl nicht gleich nächste Woche wieder vorbei ist 😣

17

Also es ist vermutlich ne Mischung. In dem Alter schauen sie eben auch mehr was andere machen. Ich war anfangs auch genervt aber es ist einfach dif Gelegenheit mal über gewisse Dinge zu sprechen ob man so behandelt werden will, wie man selber handelt und ob msn immer das macht was andere vormachen. Irgendein schlechtes gespielt braucht es halt ;-)


Wir haben in der Zeit mit Familien ju jutsu angefangen. Raufen nach festen Regeln und zu verabredeten Zeiten. Das half gut. Und es ust einfach auch jetzt Zeit für Sportvereine. Dass sie lernen das Kräftemessen im festen Bahnen in sportlichem Wettbewerb auszuleben. Das fehlt leider vielen Kindern.