aAtoritäre Schwiegermutter

Hallo zusammen,

ich habe seit Jahren Schwierigkeiten mit meiner Schwiegermutter. Ich habe das Gefühl, dass ich langsam getriggert werde, sobald ich ihren Namen höre.

Sie ist extrem herrisch und dominant, nur ihre Meinung zählt und die der anderen nicht. Ich komme mit ihr nicht zurecht. Manchmal habe ich das Gefühl, das meine Meinung keine Bedeutung hat, da ich die Jüngere (31 Jahre ) und sie die ältere (57 Jahre) ist. Sie hat eine klare Vorstellung, wie unser Sohn (1 Jahr) aufwachen soll.

Es fing damit an, dass er alleine einschlafen soll und warum wir ihn immer noch zum einschlafen begleiten. Wohlbemerkt, er war damals 3 Wochen! alt. Dann sollte ich unbedingt bis zum 6 Monat stillen und anschließend die Milch weglassen. Sowohl Tags- als auch Nachts. Ich habe weiter gestillt und bin meinen eigenen Weg gegangen. Genauso hatte er einen Schlafsack bis zum 10 Monat gehabt.

Das hat meiner Schwiegermutter natürlich auch gestört. Der Hammer war, dass sie das Beistellbett schrecklich fand und entsetzt war. Sie hat zu meinem Mann (33 Jahre) gesagt, dass sie sich nicht bei uns willkommen fühlt, weil wir anderer Meinung sind und (nur ich) nicht ihre Erfahrung schätze. Ich könnte so weiter erzählen, aber dafür würde ich unendlich lange brauchen.

Sie hat mit allem ein Problem. Sie spricht dann nicht mehr mit mir oder verlässt den Raum sobald mein Mann und ich anderer Meinung sind. Am meisten bekomme ich es ab.
Sie erpresst einen Emotional. Das setzt mir so zu. In der Elternzeit konnte ich nicht richtig schlafen und musste dauernd daran denken, was wieder als nächstes kommt. Die Fahrt zu den Schwiegereltern fand ich sehr belastend. Da ich mich ständig beobachtet gefühlt habe.

Ich habe auch schon versucht mich mit ihr diplomatisch zu unterhalten, vergebens.
Sie kann nicht reflektieren oder zeigt keine Einsicht. Es muss so laufen, wie sie es damals mit ihren Kindern gemacht hat. Ich habe ihr eine E-Mail geschrieben und meine Schwierigkeiten geschildert. Sie ging darauf gar nicht ein. Ich habe nur zu hören bekommen, was ich falsch mache und deswegen reagiert sie so.....

Mein Mann unterstützt mich zum Glück und kennt die Probleme. Er selbst hat schon mit ihr gesprochen und ihr aufgezeigt, dass ihre Meinung nicht mehr zählt als die von mir sonst hätte sie 80 Millionen Feinde in Deutschland. Der Satz hat gesessen.

Mein Mann meinte letztes zu mir, als wir uns wieder deswegen gestritten haben, dass ich sie nicht ändern kann und damit leben muss oder ich mich von ihm scheiden lasse. Letzteres ist nicht die Lösung für die Probleme.


Es muss doch noch einen anderen Weg geben, oder?

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Hallo ,

kurz gesagt gibt es einen Weg. Ihr ( dein Mann und du) müsst Geschlossenheit zeigen. Es ist euer Kind und ihr entscheidet wie ihr euer Kind erzieht. Deine Schwiegermutter kann Ratschläge geben. Sie sollten aber angemessen sein und es bleibt euch überlassen ob ihr sie annehmt oder nicht.

"Mein Mann meinte letztes zu mir, als wir uns wieder deswegen gestritten haben, dass ich sie nicht ändern kann und damit leben muss oder ich mich von ihm scheiden lasse."

Diese Aussage geht gar nicht. Dein Mann muss sich entscheiden wer ihm wichtiger ist. Sollte er sich für seine Familie ( du , euer Kind und er ) entscheiden, so sollte er seiner Mutter klare Grenzen aufzeigen und sich schützend vor dir stellen.


Viele Grüße

blaue-Rose

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Ich glaube, du kannst auch gut bei dem Post zwei unter deinem mitlesen. Der einzige Unterschied ist, dass dein Mann halbwegs Rückgrat zu haben scheint..

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Für mich würde es nur einen weg geben , undzwar Kontaktabbruch. Egal was der Mann dann sagt.
Ihr könnt euch nicht leiden,also warum unnötig stressen. Ganz einfach !!
Er kann ja weiterhin den Kontakt halten, aber dann halt ohne dich. Er kommt ja anscheind auch nicht an sie heran. Also lasst sie so wie sie ist !
Lg

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Ich frage mich immer wieder, warum die Meinung anderer Menschen so wichtig ist, das sie einem den Tag versauen können. Die gute Frau kann im Grunde ein ganzes Haus für das Enkelkind einrichten, das wäre mir sowas von egal....das sie es zusammen mit dem Enkelkind erstmal gar nicht nutzen wird, darüber diskutiere ich gar nicht.

Genausowenig diskutiere ich darüber, wo oder wie mein Kind schläft. Es geht auch niemanden etwas an, wie ich mein Kind ernähre. Mischt sie sich zu sehr ein, dann wird ihr halt gar nix mehr erzählt, basta. Gibt sie zu viel ungefragten Senf dazu, dann habe ich die betreffende Personen gerne angegähnt und sowas wie "Ach, wie spannend....übrigens beim Aldi gibt es Kaffee im Angebot." rausgehauen und mich innerlich über die Reaktion schlappgelacht.

Sowohl meine Mutter (schon länger verstorben) als auch meine Schwiegermutter sind deftige Personen. Vielleicht liegt es daran, das ich da schon sehr lange komplett anders mit umgehen kann. Ich bin da wohl abgestumpft, mich konnten bisher die Aussagen meiner Schwiegermutter noch nie emotional aus der Bahn werfen. Etwas ähnliches gab es hier auch mit dem Kinderwagen, die Schwiegermutter meinte den Luftreifen nicht zu trauen udn sie würde sich für sich einen anderen kaufen....hat sie auch getan. Nur blöd, das er seit 8 Jahren ungenutzt bei ihr rumsteht....auf Sprüche deswegen ihrerseits reagieren wir mit einem Schulterzucken. Das Gleiche gilt für ihren Kindersitz, auch der wurde noch nie genutzt.

Schlußendlich muß man aber auch verstehen, das man früher mit den Babys anders umgegangen ist. Den Müttern wurden schlichtweg andere Dinge vermittelt als uns heutzutage. Sei es füttern nach Uhrzeit, schlafen auf dem Bauch, usw usw. Wer weiß, was in 30 Jahren gerade Thema ist. Und ja, die Mütter haben deswegen nichts falsch gemacht, die Zeiten und Ansichten haben sich einfach geändert. Trocken werden früher und heute ist auch so ein großes Thema. Und ja, sie haben ihre Kinder auch groß bekommen.

Emotional erpressen kann man doch nur, wenn man emotional erpressbar ist. Und ich bin jetzt einfach mal ganz ehrlich, sie triggert dich so, weil auch dein Mann diese Tendenzen hat, oder? Was anderes ist doch seine Aussage "Mein Mann meinte letztes zu mir, als wir uns wieder deswegen gestritten haben, dass ich sie nicht ändern kann und damit leben muss oder ich mich von ihm scheiden lasse." Klar hat er recht, die Frau wird sich nicht ändern und im Grunde kannst nur du deinen Umgang (Einstellung) damit ändern....aber seine Aussage ist ziemlich deftig. Und eigentlich hat man auch gar keinen Grund darüber zu streiten, außer man gibt der Frau so viel Raum im eigenen Leben, das der Partner (der sie ja auch nicht ändern kann!) so extrem genervt ist von dem ganzen Thema. Zumindest hat seine Aussgae aber den bitteren Beigeschmack, das er dich halt nicht unterstützt oder zumindest nicht mehr unterstützen kann.

Dein Weg ist doch nur die innere Distanz zur Schwiegermutter. Ein dickes Fell halt. Das hilft übrigens auch später, denn es kommt noch die Zeit wo viele Außenstehende (Erzieher, Lehrer) mitmischen werden...da muß man halt auch mit umgehen können.

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Mist, ich habe beide Schwiegermutter Threads irgendwie gedanklich vermischt....grundsätzlich passt die Antwort aber zu beiden, nur ein paar Details passen halt nicht...sorry.

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Ich hab hier auch so eine wundervolle sm 😄. Nachdem die Kinder kamen, fing es an. Immer und immer wieder aufs neue hat sie versucht mich zu dominieren, sich als Mutter meiner Kinder aufzuspielen und auch sonst, mache ich nie etwas richtig. Was ich mache, das hat sie ja schon 3 mal durch und ich mit 2 Kindern, sollte auf keinen Fall noch ein Kind bekommen. Ich sei ja egoistisch, falls wir nochmal einen Kinderwunsch hegen sollten. Es wird gepiekst und genervt bei jedem Besuch. Am liebsten sind mir die Besuche: wir sind in 15
Min Da und wollen die Kinder sehen. Ich habe mich die ersten 2 Jahre emotional sehr mitreißen lassen. Habe alles geschluckt und zu Hause mit meinem Mann die Diskussionen gehabt. Er sieht es, er merkt es und auch er schätzt es als falsch ein. Ich erinnere mich genau, wie ich weinend vor ihm saß, und ihm erklärte, dass ich seine Mutter 14 Jahre mit Respekt und liebe behandelt habe. Ich nicht verstehe wieso sie mir gegenüber so gemein sein kann. Meine Lebenseinstellung passt ihr nicht, ok, muss es nicht, sie kann es aber tolerieren. Wort wörtlich sagte sie vor allen mal zu mir, wer sein Kind mit einem Jahr in die Fremdbetreuung gibt, nur um zu arbeiten, da muss man nichts mehr zu sagen, was für eine Mutter sie ist. Kennt ihr diesen Moment, man ist so geflasht, dass man einfach keine Antwort hat. Aufjedenfall tat es mir sehr gut, als mein Mann mal sagte: du verdienst es nicht, dass man so mit dir umgeht, nein wirklich nicht. Und es tut mir wahnsinnig leid das sie das macht, aber was ist deiner Meinung nach die Lösung, sie ist meine Mutter du meine Frau, würde ich das Gespräch suchen würde es im Streit enden und wir würden den Kontakt abbrechen, weil ich zu dir halten würde. Ich weiß zwar nicht wieso, aber diese Worte haben mich dann beruhigt. Seit nun mehr als 6 Monaten- rede ich bei Familientreffen ( wöchentlich!!!) nur noch das mindeste an hallo und tschüss. Wenn die sm auf die Idee kommt mit mir reden zu wollen, muss ich ganz schnell mal zu den Kindern oder mal helfen beim
Essen. Ja, dein Mann hat recht, er wird seine Mutter nicht ändern können, du kannst aber dich ändern und die Dinge mit anderen Emotionen auffassen. Heute weiß ich, dass ich meinem Mann ein nicht so schönes Gefühl vermittelt habe, es ist seine Mutter, egal was für ein Monster es ist. Ich würde mir ja später auch wünschen, dass meine Kinder zu mir stehen, egal wie ich mal werde wenn ich alt werde. Hört sich doof an, aber seitdem ich das ganze aus einem anderen Blickwinkel sehe, ist mir meine sm egal, und das mein ich wirklich so. Sie könnte heute tot umfallen und es wäre mir egal, nicht weil ich ein böser Mensch bin. Es gibt nur Menschen, die muss man ertragen, die Familie sucht man sich nicht aus, aber ertragen heißt nicht mögen und lieb haben. Ich meinerseits habe beides aufgegeben, seine Familie akzeptiert wie sie ist und mir gesagt, auf der Straße möchte ich nicht auch jeden Hans und Horst ändern, also wieso bei einer 60. jährigen damit anfangen.

Das. Leben ist viel zu kostbar, meine Nerven sind mir viel zu schade, sie in Menschen zu investieren, die es nicht wert sind. Dein Mann und seine Aussage, ok nicht schön, aber ich will nicht wissen wie oft du ihm im Ohr lagst mit dem
Thema ohne mal einzublenden, dass es einfach seine Mutter ist ( klingt sehr einfach, aber so ist es nun mal, sie ist und bleibt seine Mutter).

Was bleibt einem anderes übrig, sich die nächsten 20-30 Jahre mit diesen Menschen rumschlagen, kostbare Zeit und Energie in Wut stecken, eventuell Eheprobleme, um
Am Ende was zu haben ? Bekommt die böse sm nicht eher damit was sie einem unterschwellig „vorwirft“.

Ich weiß es nicht, vielleicht Fall ich mit der Einstellung zum
Thema sm auch irgendwann auf die „fresse“ aber zur Zeit fühlt es sich schön und richtig an, diesen Menschen für mich auszuschließen, sie darf die Kinder jederzeit sehen mein Mann darf gern mit den Kids zu ihr und die Kinder sollen ihre Oma lieben, ich hab selbst meine Großeltern väterlicherseits sehr geliebt und die Zeit mit ihnen war meine schönste. Ich bin nun aber selbst Mama und habe kein Nerv mich in Konkurrenz mit meiner sm zu begeben. Und Ja meine sieht alles nur noch als Machtkampf. Wenn ich was mache, ach das hat sie doch auch alles genauso und trotzdem besser hinbekommen. Sie möchte auch von ihren Enkeln „Mama“ genannt werden… also Ja ich hab eine special Edition an sm hier und habe gelernt, ihre Fehler zu akzeptieren und meine Fehler zu korrigieren. Meine Fehler, der Versuch Familienfrieden zu halten, damit mich nervlich nach jedem Besuch fertig zu fühlen und alles zu machen und trotzdem nicht ausreichend zu sein für sie. Manchmal muss man keinen Krieg führen sondern kann auch einfach aufgeben, sich innerlich wünschen, dass sie eine Schwiegertochter bekommt die sie verdient und dabei zusehen wie soe sich aufregt 😂 ( Ja, das haben wir aktuell die neue Schwiegertochter, kriegt noch weniger gebacken als ich, in ihren Augen hahahaha)

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Dein Mann hat Unrecht. Wieso siehst du sie jede Woche? Ich würde gar nicht mehr hinfahren. Er kann doch alleine, mit oder ohne Kinder. Letztendlich hat er nie seine Klappe mal aufgemacht und tacheless mit ihr gesprochen. Wenn das zum Kontaktabbruch IHRERSEITS geführt hätte, wäre das nicht euer Problem. Deinem Mann ist die eigene Mutter wichtiger als du. Das ist seine Aussage.

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"Heute weiß ich, dass ich meinem Mann ein nicht so schönes Gefühl vermittelt habe, es ist seine Mutter, egal was für ein Monster es ist."

Dein Mann könnte auch einfach einen Streit aushalten, zu dir stehen und konsequent sein. Ich jedenfalls würde es nicht dulden, wenn meine Familie meinen Mann so behandeln würde, da wurde ich mich auch (zur not) streiten - Es geht um respektvollen Umgang, das kann man wohl doch verlangen. Wenn die gegenseite bei einem Gespräch gleich einen Streit vom Zaun bricht, dann würde ich es eben aushalten.

Ich habe jahrelang den Kontakt zu meiner SM verweigert, mein Mann ging hin, ich blieb Zuhause. Ich bin kein Fußabtreter und verlange den gleichen Respekt wie jeder andere. Oh Wunder, nach 4 Jahren hat sie kapiert, dass sie so nicht mit mir umgehen kann und mein Mann ohne mich einfach sehr selten Lust hat alleine zu ihr zu fahren - ich(!) musste ihn immer daran erinnern, weil ich nicht die "Böse" sein wollte, die ihn "davon abhält". Nun läuft es seit 6 Jahren okay, distanziert aber respektvoll, denn sie weiß, dass ich mich nicht so behandeln lasse und da auch konsequent bin.

Nach dem Spruch mit der Fremdbetreuung, hätte ich mir ein Taxi gerufen und wäre gegangen, das ist einfach nur bösartig! Ich hätte da auch nicht mehr diskutiert und wäre auch nicht mehr hin.

"Ich würde mir ja später auch wünschen, dass meine Kinder zu mir stehen, egal wie ich mal werde wenn ich alt werde. "

Das willst du? Ich will, dass meine Kinder mit mir kommunizieren und mir sagen, wenn ich mit meinem Verhalten jemanden verletzte. Man kann immer an sich arbeiten, auch wenn es im Alter schwerer ist. Wenn man Weiss x verletzt jemanden, dann kann ich mich immer bemühen x sein zu lassen - Demenz o.ä. natürlich ausgenommen.

Solche Leute werden nicht durchs "altern" so, sie waren schon immer schlechte Menschen, die auf die Gefühle anderer keinen Wert gelegt haben.
Als sie Kinder hatten, hatten sie ja leicht zu manipulierende Opfer, später wollen sie an die Enkel ran...Du jedenfals warst ein dankbares Opfer für deine SM. Ändern kann man so jemanden wie deine SM nicht grundlegend, aber sie kann lernen, dass sie ihre "Art" bei dir stecken lassen soll.

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Dein Mann hat ganz recht: du kannst deine Schwiegermutter nicht ändern. Nur deinen Umgang mit ihrem Verhalten.

Entweder du brichst den Kontakt ab, dann fährt dein Mann eben alleine. Oder du nimmst dir ihren Kram einfach nicht so zu Herzen 🤷‍♀️

Mir wäre ihre Meinung (sorry für die Ausdrucksweise) scheißegal. Sie kann ja alles blöd finden, was ihr macht, who cares?! Wenn sie beleidigt abzieht, ist das IHR Problem. Wenn sie sich deswegen nicht willkommen fühlt - ihr Problem! Ich würd mich da gar nicht verbiegen oder entschuldigen oder sonst was.

Natürlich dürfte sie uns besuchen, aber muss eben damit leben, dass ihr nicht auf sie hört. Ihre Vorwürfe würde ich überhören. „Wir machen es eben anders. Darüber diskutiere ich nicht mit dir!“ fertig :)

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Meine Schwiegermutter ist leider auch schlimm - ich hatte es mir immer anders gewünscht. Dazu kommt, dass sie mich übel beschimpft,…& zB mich darum bittet das meinem
Mann nicht zu sagen, weil „Frauen haben doch Geheimnisse mein Schatz, er muss nicht alles wissen!“ 🤣

Mich hat diese Frau auch getriggert. Bis ich realisiert habe, das mein Mann voll und ganz hinter mir stand. Ohne wenn und aber. Er hat eine Menge Gespräche geführt (ich auch) und dann haben wir Konsequenzen gezogen. Wir sehen uns tatsächlich nur noch an Weihnachten und Geburtstagen. Wir fahren eine Stunde hin (wohnen nur 2 km auseinander)…& dann ab nach Hause. Fand sie furchtbar, also bekam sie die ein oder andere Chance. Vorbei! Nie wieder!

Mein Mann wollte den Kontakt ganz abbrechen, aber das fand ich blöde. Es sind immer noch seine Eltern, und ihn haben sie toll hinbekommen.

Zu vielen deiner genannten Beispiele würde ich es nicht kommen lassen. Woher weiß sie wie euer Kind schläft? Muss sie doch nicht wissen? Und wenn das Thema kommt, im Keim ersticken.

Ihr beide müsst eine Einheit bilden. Und euren Mann stehen. Tacheles geben. Das kann man sich freundlich und bestimmt.
Wenn sie sich nicht willkommen fühlt… egal!

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Ich bzw wir haben eine ähnliche Thematik mit der Mutter meines Mannes. Vorab- eine Universallösung habe ich nicht. Ich denke auch es gibt keine.

Meine Schwiegermutter tritt auch sehr bestimmend auf. Immer unter der Prämisse ihre Vorschläge seien doch aus diesem und jenem Grund „das Beste“ für alle.

Mit der Geburt unseres ersten Kindes wurde dieses Verhalten erst problematisch. Das beobachte ich in vielen Familien. Die Grosseltern müssen sich oft erstmal in ihre neue Rolle finden, und akzeptieren das sie (was das neue Baby angeht) eben nicht in erster Reihe stehen.

Als unser erstes Kind geboren wurde, standen meine Schwiegereltern weniger als 3 Stunden nach dem (sekundären....) Kaiserschnitt im Krankenhaus. Und blieben stundenlang. Ich wollte höflich sein, und war in meinem geschwächten Zustand nicht fähig sie weg zu schicken. Davor hatte ich deutlich und mehrfach gesagt das wir bitte im Krankenhaus keinen Besuch möchten. Daheim, gern. Aber nicht im Kkh. Tja, das war der Auftakt. Es folgten einige für mich sehr unangenehme Situationen in den ersten Lebensjahren unseres Kindes. Kind wurde im Vorbeigehen ohne zu Fragen aus meinem Arm geschnappt (passierte 1x, danach war ich vorbereitet). Schwiegermutter sprach dauernd von sich als „Mama“- „Komm mal zur Mama!“- und lachte dann über ihren „Fehler“. Oder sie verschwand einfach mit dem Baby, ohne uns Bescheid zu sagen. Wir gingen auf die Suche und fanden sie schließlich im Schlafzimmer wo sie sich mit dem Kleinen zum Mittagsschlaf hingelegt hatte. Um nur einige Dinge zu nennen.

Ich habe aber dazu gelernt und beim zweiten Kind eine deutliche Grenze gesetzt. Angefangen damit das ich im Wochenbett nicht zu ihnen gefahren bin (300 km) um der versammelten Familie das Neugeborene zu präsentieren. Anfangs gab es Streit. Der breitete sich auf andere Familienmitglieder aus, meine Schwiegermutter sucht sich immer Verbündete wenn sie meint ihr Recht nicht zu bekommen.

Mittlerweile haben wir als Paar einen guten Weg gefunden mit der Situation umzugehen. Ich lege meine Grenzen fest. Die werden eingehalten, Punkt. Ich erzähle meiner Schwiegermutter nichts persönliches mehr. Gespräche etc. übernimmt mein Mann. Er fährt auch öfter mit den Kindern hin. Ich bin höflich, fahre auch regelmäßig mit (aber nicht immer), habe aber keinen engen Kontakt mehr.

Leider kommt es dennoch hin und wieder zu unschönen Situationen. Zuletzt vor 3 Wochen. Wir sind (wie immer wieder angekündigt) auf einer Familienveranstaltung um 21 Uhr mit den Kindern (wir haben mittlerweile 4) heim gefahren. Sie hatte, warum auch immer, geplant das mein Mann und die Kinder dort bleiben und übernachten. Als wir dann ins Auto stiegen machte sie mir vor allen Leuten eine sehr unschöne Szene und verlangte eine detaillierte Erklärung warum ich die Kinder nicht bei ihr lasse. Ich war stinksauer. Hab aber die Ruhe bewahrt und einfach immer wieder gesagt das „Ich möchte das unsere Kinder jetzt mit mir heim fahren.“ mein Mann sagte das selbe, was sie noch mehr aufbrachte. Denn damit hat er sich ja klar zu uns/mir positioniert.

Was ich sagen will- leg deine Grenze fest. Bewahre sie. Und überlass deinem Mann die Verhandlungen mit seiner Mutter. Zieh dich raus soweit es geht. Ganz vermeiden kann man Streit trotzdem nicht. Den Charakter änderst du nämlich nicht. Wichtig ist aber das du und dein Mann zusammen stehen.

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Ich kann jetzt nicht wirklich erkennen, wie dein Mann zu dir hält, wenn bei Streit das Thema "Scheidung" zur Sprache kommt, aber gut.

Letztlich lese ich aber aus deinem Text keine Probleme heraus, die sich nicht lösen lassen, wenn du lernst dich mehr abzugrenzen und diese Frau nicht zu sehr an dich ranzulassen.

Was stört dich daran, wenn sie den Raum verlässt oder nicht mit dir spricht, wenn du anderer Meinung bist? Wenn sie nicht mit dir spricht, konzentriere dich auf die anderen Anwesenden, sei normal kommuniziere mit denen und zeig ihr, dass es völlig gleichgültig ist, ob sie spricht oder nicht. Wenn sie raus geht, noch besser, dann musst du ihre Anwesenheit nicht ertragen. Lauf nicht hinterher, versuche nicht zu beschwichtigen. Zeig ihr, dass ihr Motzen und bockig sein, keinen Wert hat.

Was die Erziehung eurer Kinder betrifft, gibt es nur den Weg, dass ihr als Einheit auftretet. Erziehung wird prinzipiell nicht diskutiert. Nicht mit ihr, oder sonst wem. Erfahrungsaustausch ist eine Sache, aber die findet auf Augenhöhe statt. Wenn sie etwas kritisiert, lass sie ins Leere laufen. Höflich und bestimmt teilst du oder er ihr mit, dass ihr euch entschieden habt und dem nichts hinzuzufügen ist.

Wie erpresst sie dich emotional? Dazu kann man ohne Einzelheiten wenig sagen, aber du solltest dieser Frau keinen Platz in deinem Leben einräumen. Es ist eine zu große Baustelle, die du abtragen musst um Atmen und Leben zu können. Sie scheint stark und dominant zu sein. Zeig ihr, dass du eine ebenso starke Persönlichkeit bist, zeig ihr, dass man mit dir nicht so verfahren kann. Halte ihr stand. Sie kann nicht reflektieren, dann lass sie stehen ein einfaches "ich habe alles dazu gesagt, mehr wird darüber nicht diskutiert", hilft sehr. Wichtig ist, dass du ihr wirklich klar machst, wie unwichtig ihre Meinung ist. So lange du unentschlossen und leicht eingeschüchtert wirkst, wirst du kaum etwas ändern können.

Was Besuche betrifft, fahr nicht mit. Darüber kann dein Mann nicht bestimmen. Du fühlst dich dort nicht wohl und unwillkommen, dann verschwende deine Zeit nicht mit unnötigen Aufenthalten. Soll er alleine gehen. wenn er wirklich zu dir hält und ein Mann und kein Söhnchen ist, sollte er auch aktiv dazu beitragen diese Situation zu entspannen, besonders wenn er die Probleme sieht. Ein einfaches " sie war schon immer so," oder "kann man halt nicht ändern", ist keine Option. Wenn man den Menschen, seiner Meinung nach, nicht ändern kann, dann aber den Umgang. Dann bekommt sie die harte Tour und zwar richtig.

Vielleicht würde dir ein Coaching helfen, um dich und deine Meinung besser durchsetzen zu können. Jedenfalls hoffe ich, dass du einen Weg findest, der dich gut Leben lässt. wenn du ihn konsequent beschreitest, wird dein Leben viel einfacher werden.