14

Ich wies nicht... Die Tochter von dem Kumpel klebt auch total an mir. Ich war vor Corona 3 oder 4 mal dort und kam zum Spieleabend. Also nix mit den Kindern. Da war sie Anfang anderthalb und eigentlich am fremden. Mich fand sie toll, ist na mir rumgeklettert, wollte auf meine schoß sitzen.. Und 3 Monate später wieder.
So gings mir noch nie mit nem Kind und sie hat beide Eltern in einer guten Beziehung und mit viel Zeit.
Sie mag mich einfach total. Das kann auch schon alles sein.

15

Ja, das kann es auch sein. Mein Mann ist eh so ein Kindermagnet, Kinder lieben ihn einfach, auch ohne das er etwas tut.
Vielleicht bilde ich mir das auch ein und ihr fehlt das gar nicht.
Gut es mal zuschreiben, jetzt geht's mir besser uns ich mach mir keine Gedanken mehr.

16

Was für eine Frage.

Natürlich fehlt jedem Kind, das ohne Vater aufwächst der Vater und eben die Vaterfigur.
Ich würde sogar soweit gehen, das die meisten Kinder davon einen Knacks wegbekommen fürs Leben. Jedenfalls, all die Kinder, die ich bis heute so kennen gelernt habe, die nie einen Vater gehabt haben.

Anders wäre es vielleicht, wenn ein netter Stiefvater an der Seite des Kindes ist, das ihn durch sein Leben begleitet und eine Vaterfigur in gewisser Hinsicht ersetzen kann. Aber trotzdem wird der richtige Vater auch da im Herzen immer fehlen.

20

Ich denke, dass das mit dem "Knacks" (über die Häufigkeit müssen wir ja jetzt nicht diskutieren, deine Sichtweise dazu finde ich extrem) aber in den meisten Fällen nicht daran liegt, dass der Vater fehlt, sondern dass "jemand" fehlt.
Wenn man zu Hause nur eine Anlaufstelle hat, wenn es um Frust, Streit, Trost und all das geht, dann ist das schon eine schwierige Situation. Es gibt ja durchaus Alleinerziehende, die haben dann neben dem Alleinerziehen dann auch keine große Familienanbindung oder enge Freunde, die man wirklich häufig sieht. Ich kann mir vorstellen, dass das dann eher das Problem ist.

21

Nein, das ist überhaupt nicht zu extrem!

Setz dich dochmal einfach mal mit Erwachsenen auseinander, die nie einen Vater hatten.

weitere Kommentare laden
17

Also meinen Kindern fehlte wohl schon eine Vaterfigur in den drei Jahren nach der Scheidung, Kontakt zum Vater gab es nicht. Als mein späterer zweiter Mann zu uns zog, klebte meine Tochter schnell an ihm und mein Sohn bastelte auch sehr gerne mit ihm.
Mein Vater lebte leider nicht mehr, sonst gab es keine greifbaren Männer.
Ich kenne noch ein Mütterpaar mit einem Kind. Da steht der Opa als "Männerfigur" zur Verfügung und wird auch gebraucht. Wahrscheinlich kann man es nicht verallgemeinern, gibt sicher auch andere Fälle.
Ich würde der Mutter gegenüber ganz sicher nicht sagen, dass Dir das Herz blutet, denn das wäre etwas unfair. Vielleicht lernt sie ja auch noch einen netten Partner kennen.
LG Moni

18

Danke für deine Meinung und Erfahrung. Der Mama werde ich natürlich nichts sagen, mich hat das die Tage einfach beschäftigt.

24

>>Vielleicht lernt sie ja auch noch einen netten Partner kennen.>>

Und wenn nicht? Macht nur ein Partner, ein nette Partner, das Leben perfekt? Kann die Frau nicht ihre Kinder großziehen auch ohne Mann und OHNE das die Kinder große Defizite haben?

Ich mag ja manche deiner Antworten und du magst auch sehr viel Lebenserfahrung haben - aber diese Aussage ist doch sehr herabwürdigend.

Ich habe lange Jahre mit meinen Kindern alleine gelebt. Sie brauchten ein fähiges Elternteil, das Probleme geregelt hat und für sie da war - aber sie brauchten keinen "netten Partner" meinerseits. Den habe ich vielleicht gesucht. Für mich - aber nicht für die Kinder.

Hier, liebe Frühchenoma, lesen ganz viele Frauen, die in verzweifelten Situationen sind. Die sich trennen wollen/ sollten/müssten ... und Angst davor haben. Unter anderem auch, weil die Gesellschaft meint, sie sollte doch danach wieder einen "netten Partner" finden.

Ich befürchte, du wirst meine Antwort nicht verstehen - aber diese Worte werten die Frau noch mehr ab, als es der Ursprungsbeitrag schon tut.

In den Köpfen so vieler Menschen ist das Bild, dass Kinder Mutter und Vater brauchen -eine weibliche und eine männliche Bezugsperson -um gesund heranwachsen zu können -das stimmt aber nicht.
Sie brauchen BEZUGSPERSONEN - Geschlecht egal.Und LIEBE. Und FÜRSORGE.
Punkt.

Meint ganz fest und überzeugt

Luna

weiteren Kommentar laden
19

Ich hoffe nicht, dass den Kindern etwas fehlt. Wirklich sagen kann man das wahrscheinlich erst viel später. Mein Sohn wächst auch ohne Vater auf. Er kennt es nicht anders. Mein Papa, also der Opa, steht für ihn an erster Stelle. Opa über alles. Mein Papa konnte aber schon immer gut mit Kindern. Im Kindergarten von meinem Sohn sind auch verhältnismässig viele männliche Erzieher. Das freut mich auch sehr für ihn und gibt mir ein gutes Gefühl, dass er doch ausreichend männliche Bezugspersonen in seinem Leben hat.

30

Es gibt da Unterschiede. Ob das Kind vom Vater verlassen wurde, da fehlt ihm natürlich etwas, hier würde ihm aber eine enge Bezugsperson fehlen. Das Geschlecht ist dabei egal. Wenn das Kind aber von Anfang an den Vater nicht hatte und kannte, so fehlt ihm wahrscheinlich auch kein Vater. Das einzige, was dem Kind schlechtes Gefühl vermitteln könnte, ist die Gesellschaft, die ihn bemitleidet oder es ihm sogar unter die Nase reibt, dass es ohne Vater ist. Ich bin sogar soweit zu sagen, lieber keinen Vater/Mutter als einen schlechten oder unzuverlässigen.
Habe da auch ein Beispiel. Mein Bruder wuchs mit meiner Mutter allein auf, sie hatten nicht viel aber das Leben war harmonisch. Er bekam keine Streits, keine Eskapaden mit, also nichts. Aber das Umfeld stichelte, dass es unnormal sei, ohne Vater aufzuwachsen und mobbten ihn. So hatte er das Gefühl es fehlt etwas, nicht weil er es vermisste sondern weil er das Gefühl hatte, nicht normal zu sein aufgrund der Ablehnung der anderen. Und trotzdem hat er keinen "Knacks" bekommen, lebt seit Jahren glücklich verheiratet, hilft der Frau und liebt seine Kinder. Ist auch froh, harmonisch aufgewachsen zu sein. Denn ich habe einen Vater und ich bin diejenige mit dem "Knacks", im Gegensatz zu meinem Bruder bin ich instabil. Es gab Streitereien, Eskapaden, eine Trennung wäre da angebracht aber meine Mutter dachte, dass ich das gleiche "Schicksal" wie mein Bruder nicht erleben soll. Jetzt kann ich sagen, mit einer gesunden Hauptbezugsperson wächst man auch gesund auf, es ist wichtig, dass eine zuverlässige und liebevolle Person bei einem ist. Ob es der Vater, Oma oder Opa ist, spielt dabei keine Rolle.