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Hi, ich hatte diesen Druck durch meine Mutter. Ich hatte eine ganz schlimme Geburt, getrennt vom Kind über Stunden und Tage, Kinderstation und wir Zuhause. Ein Alptraum. Meine Mutter hat unmittelbar nach dem nach Hause kommen gefordert sie wollte das Kind alleine betreuen. Ich hatte keine Kraft mich zu widersetzen. Mit drei Monaten wollte sie auf Kurztrip, das Kind über Nacht bei ihr im Zimmer. Ich habe mein Kind schreien hören, wollte es zurück, wurde an der Tür abgewiesen sie hätte alles im Griff.
Mit 10 Monaten Druck ich muss sie bei ihr anmelden zur Tagespflege für mindestens 25 Std, das würde sich finanziell für sie zwar kaum lohnen aber es wäre zwingend notwendig weil eine Eingewöhnung sonst nicht richtig funktioniert, obwohl ich 17 Monate Elternzeit hatte. Es ging mir einfach schlecht damit. Durch viel Therapie habe ich das aufgearbeitet, die Verlustangst bleibt. Jetzt heim zweiten Kind wird das nicht mehr so sein, ich lasse mich nicht unter Druck setzen. Fazit: Kontakt abgebrochen, mir geht es gut damit. Dazu muss man sagen es gibt dann aber auch keine Betreuung im Notfall das muss man wissen und anders organisieren.

Was ich damit sagen will: ja, ihr könntet euch überlegen das Kind auch Mal stundenweise abzugeben. Ihr müsst es aber nicht, wenn ihr euch dabei nicht gut fühlt. Alles Gute für euch.

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Also mit 5 Monaten muss ganz sicher kein Baby irgendwo übernachten. Wenn Du mich fragst, ob du da deinem emotionalen Gefühl, dass ihr das beste für das Kind seid, den Vorrang geben darfst, würde ich erstmal sagen: Ja klar, tut was gut tut. Es ist noch ein Baby und muss gar nichts!!!

Wenn Du mich aber als lebenserfahrene Mutter großer Kinder fragst, was allerdings clever wäre, auf die Gesamtsituation betrachtet, dann würde ich sagen: Baut euch perspektivisch ein Netzwerk auf und integriert die Betreuung durch eine dritte Instanz (Oma/Opa). Gesteht der Vertrauensperson zu - wie ihr in den ersten Wochen - erst herausfinden zu müssen, was am besten mit dem Kind wie funktioniert. Lernt dazu, dass jede Beziehung einzigartig ist und es nicht bedeutet, weil irgendwas bei euch nur so klappt, es bei einer anderen Person nicht auch anders klappt und trotzdem gut ist. Gesteht den Großeltern langfristig eine eigene Beziehung zum Kind zu!

Momentan ist wahrscheinlich einer von euch in Elternzeit und ihr schafft alles gut. Es wird aber 10000 % noch ganz andere Phasen geben und es wird auch Mal passieren, dass ihr einfach Hilfe braucht z.B. um wichtige Termine wahrzunehmen oder verschiedene Verbindlichkeiten unter einen Hut zu bekommen, die sich nicht aufschieben lassen, oder weil jemand krank wird oder - man hofft es nicht - einen Unfall hat und dann werdet ihr höllisch froh sein, dass euer Kind von klein auf Vertrauen zu diesen Menschen aufgebaut hat und ihr ihn beruhigt auch Mal dort lassen könnt.

Diese Schwelle zu übertreten sein Kind irgendwo in anderer Betreuung zu lassen, ist immer emotional eine riesen Hürde. Das wird auch noch in zehn oder zwanzig Monaten so sein. Ich persönlich finde es immer viel einfacher zeitig in kleinen Schritten zu beginnen und langsam zu wachsen. Als wenn dann ewig vermieden und gezögert wird, aber plötzlich schnell eine dritte Person in Anspruch genommen werden muss, weil's gerade nicht anders geht..... Und dann haben es die Kinder natürlich richtig schwer, die das gar nicht kennen und die Eltern fühlen sich bestätigt, sind aber auch gestresst, weil der Eindruck entsteht nur sie können es machen.

Letztlich bedeutet Eltern sein mehr als Bedürfnisse zu befriedigen, viel mehr Arbeit ist es doch die Kinder an das zu gewöhnen, was sie im Leben erwartet und über diese lange Zeitspanne "durchzuhalten". Realistisch mit den eigenen Kräften und Ressourcen umzugehen.

Es ist für mich am Ende immer diese Frage ....Traut man dem Kind/den Eltern was zu und bereitet sie vor.....Oder fürchtet man sich eigentlich und vermeidet..... Ich persönlich halte den ersten Stil letztendlich für den besseren.

Dennoch muss man das Wachsen im Rhythmus des Kindes machen. Und man muss sicher nicht sofort damit beginnen und sicher nicht über Nacht. Aber wie gesagt....mal probieren, ob ein Spaziergang mit Kind bei Oma und Opa nicht auch Mal funktioniert oder ein Eis essen ohne Kind .....warum eigentlich nicht?

Ist doch toll, wenn das Kind es schafft. Und irgendwann wird Mal ein Kinobesuch draus und irgendwann Mal ein Nachmittag und irgendwann Mal ne Übernachtung. Aber das sind viele kleine Schritte bis dahin. Und ich finde gegen ein bisschen step by step probieren, spricht eigentlich auch nichts. Ich hab mich immer gefreut, zu jedem Erfolg meines Kindes und ich finde schon, dass man es auch anders sehen kann und beides was für sich hat und beides übertrieben werden kann. Zu isoliert aufwachsen ist z.B. auch nicht gut. Genauso wenig wie zu schnell zu viel wollen. Aber meist gibt es ja auch noch Schritte dazwischen, die es durchaus ermöglichen an der Situation zu wachsen bis sich alle mehr zutrauen.

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Es sind die Großeltern also warum den nicht?
Natürlich über Nacht würde ich so früh auch noch nicht wollen.
Aber ihr habt die Möglichkeit auch mal wieder was als paar zu machen für 1,2 oder 3 Std.
Es gibt nicht nur das Baby, sondern auch euch.

Ich wäre dankbar gewesen wenn die Großeltern mal hätten aufpassen wollen.
Mittlerweile ist unsere Tochter 4,5 Jahre und es hat uns noch keiner sie mal abgenommen für ein paar Std und über Nacht schon mal gar nicht.
Umso früher euer Kind auch die Großeltern kennen lernt umso besser wird das Verhältnis zwischen ihnen sein.
Ihr solltet nicht so klammern, es kommt die Zeit da sehnt ihr euch nach etwas Freizeit.

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Ihr müsst gar nix.
Ihr seit ein Team und ihr bestimmt.
Einfach nicht mehr mit ihnen darüber diskutieren und gut ist.
Haltet zusammen und entscheidet wann es für euch passt und nicht für die anderen.

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Als unser Sohn in dem Alter war, hätte ich im Traum nicht daran gedacht, ihn „abzugeben“ bei den Großeltern. Er war zu dem Zeitpunkt noch so ein kleiner Wutz, der viel geweint hat und mindestens alle zwei Stunden gestillt werden wollte. Meine Mutter hat natürlich trotzdem gefordert, Zeit allein mit dem Kleinen zu verbringen. Sie war da richtig giftig, als ich gesagt habe, dass ich das (noch) nicht möchte. Meine Schwiegermutter hingegen war das komplette Gegenteil, mit mega viel Empathie und Verständnis. Die hätte im Leben nichts eingefordert, weil sie genau wusste, dass wir einen schweren Start hatten und mir das nicht gut getan hätte, den Kleinen abzugeben. Mit 1,5 Jahren durfte der Lütti dann das erste Mal bei meinem SE übernachten. Und es hat wunderbar funktioniert. Mit ca. 9 Monaten war er auch schon stundenweise bei ihnen, wenn wir in der Nähe waren (wir wohnen weit auseinander). Ich würde meinen Sohn blind meinen Schwiegis anvertrauen 🥰.
Meine eigenen Eltern sind nach wie vor nur auf ihren Eigennutzen bedacht, wollen den Kleinen vorführen wie einen Zirkusbären und versuchen ihn ständig zu manipulieren („Stimmt’s, die Mama erlaubt das nicht!? Aber bei der Oma darfst du das. Die Oma ist lieb zu dir.“ etc.). Mein Sohn wird in absehbarer Zeit sicherlich nicht bei ihnen übernachten…
Was ich sagen will: Dein Bauchgefühl ist nicht zu vernachlässigen! Geh ganz nach deinem/eurem Gefühl. Normalerweise täuscht es nicht. Ich reagiere auch sehr allergisch und misstrauisch darauf, wenn mir jemand sagt, dass wir als Kernfamilie irgendwas „müssen“ und selbst nach Klärung dann auch noch hundertmal nachfragt. Es sollen sich doch bestenfalls alle mit der Situation wohlfühlen, oder? Wem ich mein Kind gebe, dem muss ich vertrauen und von dem muss ich wissen, dass er nur das Beste für es möchte (und nicht nur eigene Bedürfnisse befriedigen).
Ich frage mich auch grundsätzlich, warum Großeltern ein so kleines Kind ausgerechnet exklusiv für sich ohne die Eltern haben müssen, selbst wenn die das nicht wollen. Passiert dann etwas, das die Eltern nicht sehen sollten? Oder warum sonst sollte das so wichtig sein? Reicht es nicht aus, das Baby bei Anwesenheit auf dem Arm zu haben, zu knuddeln, mit ihm zu spielen oder es im Kinderwagen zu schieben, so lange die Eltern nicht ständig „dazwischenreden“? Was ist an der Anwesenheit der Eltern so schlimm? Werde ich vielleicht nie verstehen…

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Ich finde es so schade, dass es vielen Großeltern ziemlich schwer gemacht wird, eine Beziehung zu ihren Enkelkindern aufzubauen - meistens sind ja die Eltern des Vaters betroffen, in eurem Fall jetzt beide Seiten.
Klar wissen die Eltern am besten, was ihr Baby gerade braucht, aber Großeltern sind m.E. auch sehr wichtig für Kinder. Meine Kinder hatten/haben z.B. zu meinen Schwiegereltern eine sehr enge Beziehung, die Schwiegereltern wurden von uns aber auch von Anfang an "eingebunden" und meine Schwiegermutter erzählte mir gerade gestern, dass die schönste Zeit für sie die Zeit mit ihren Enkeln war/ist.
Es ist schon ein Unterschied, ob ihr euer Kind bei den Großeltern "abgebt" oder immer greifbar seid. Mal alleine mit dem Enkelchen im Kinderwagen Spazierengehen z.B., da wäre ich schon überglücklich. Leider war das in den letzten 10 Monaten nicht gewünscht und daran wird sich auch nichts mehr ändern.
Tut das euren Eltern/Schwiegereltern bitte nicht an. Sie lieben euren Kleinen genauso wie ihr und falls eine Situation auftritt, die sie nicht händeln können, reicht doch ein Anruf und ihr seid da.
Ihr könnt diese Zeit als Paar genießen, denn ihr seid nicht nur Eltern.

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Warum können Großeltern besser eine Beziehung zum Kind aufbauen, wenn die Eltern nicht greifbar sind?🤔
Meine Eltern haben meine Kinder erst spät mal alleine betreut, haben aber trotzdem eine super Beziehung zu ihnen🤷 auch jetzt sind wir fast immer greifbar, weil ich es unnatürlich fände, wenn ich extra wo anders hingehen muss. Wir besuchen sie am Wochenende und dann gehn sie mal mit den Kindern in den Garten oder auf nen anderen Stock zum spielen (spielzimmer). wir bleiben aber auch im Haus und quatschen halt mit den anderen Familienmitgliedern oder gammeln im Wohnzimmer rum.
Die Großeltern können doch bei Anwesenheit der Eltern genau das tun, was sie sonst tun würden.
Gerade in ersten halben Jahr wollten meine beiden Kinder ziemlich oft und "unerwartet" stillen. Da ist es doch Schwachsinn, nur weil die großeeltern exklusiv Zeit mit den Enkeln haben wollen das extra rauszögern und mit Ablenkung zu arbeiten. Ja, wenn ein wichtiger Termin im Raum steht okay, dann muss das halt sein. Aber nur so zum Spaß?

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Klar können sie auch in Anwesenheit der Eltern eine gute Beziehung zum Enkelkind aufbauen.
Ich kann nur von unserer Situation ausgehen und wir werden bei jedem Besuch bei unserer Enkeltochter genau beobachtet, dass wir auch nichts falsch machen. Das ist leider keine entspannte Atmosphäre.
Es wäre so schön, wenn unsere Enkeltochter wenigstens ab und zu mal mit ihrem Papa zu uns rüber käme, aber auch darauf hoffen wir seit 10 Monaten vergeblich.
Alleine mit der kleinen Maus spielen und sie knuddeln zu dürfen - das wäre ein Traum.
Das bleibt leider den Eltern unserer Schwiegertochter vorbehalten

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Meine Schwiemu im Alter von 6 Wochen: „Mama muss auch noch lernen, sich von dir zu lösen!“
Antwort: „Oma muss erstmal lernen, sich zurück zu nehmen!“

Manche Dinge muss man mal so klar sagen. Wir haben mit 2 so langsam angefangen, unsere Tochter stundenweise bei Oma zu lassen. Und auch dann nur, wenn Tochter es wollte.
Ich finde nicht, dass Großeltern das Recht haben, über die Betreuung eines so kleinen Kindes zu verfügen. Und wenn sie dann später nicht aufpassen wollen, dann liegt es was im Argen.

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Super Antwort.

"Und wenn sie dann später nicht aufpassen wollen, dann liegt es was im Argen. "

Zumindest gibt es keine Garantie.
Meine hat Bezugspersonen-Verwandte, die als Baby kaum Interesse an ihr hatten, dafür später ganz intensiv Kontakt aufgebaut haben. Kind kann reden und Beziehung hält bis jetzt in die Pubertät.

Von den Baby-Bedürfnisslern, Baby schnell zu ihnen ... haben sich einige ab Kleinkindalter verkrümelt. Nicht nur bei meiner, sondern bei anderen auch.
Baby süß, Baby sofort, Baby Bedürnis, Baby meckert nicht, Baby zum Knuddeln

Kleinkind ist eigener Mensch. Kein Bock mehr. Aufpassen? Never.
Daran kann es auch liegen.

Dienigen, die echtes Interesse an meiner Tochter hatten und haben, haben von Anfang an akzeptiert, dass das Kind ein eigenständiger Mensch ist und haben keine Forderungen gestellt. Und den Kontakt aufgebaut und gehalten.

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Ihr müsst nichts.
Dein Kind, deine Regeln.
Ganz abgesehen davon - 5 Monate ist echt früh zum abgeben. Selbst wenn’s nur die Schwiegereltern sind. Meine Meinung zumindest. Ich hab erst mit knapp 2 meine kleine abgegeben an die Großeltern. Erst dann war ich bereit. Und Druck? Ne. Entweder die leben damit dass ihr sie eben besuchen geht oder sollen sie selber öfter kommen aber wegen sowas mich unter Druck setzen lassen? Niemals.