Fühle mich von Partner im Stich gelassen

Hallo,

ich wüsste gerne wie es bei euch so läuft und wie ihr die Situation händeln würdet?
Ich bin Mutter von 4 Kindern (15,12,10 und 3).
Ich war bis Freitag in Elternzeit. Der Vater meiner Kinder ist Frührentner und den ganzen Tag zuhause. Ich fühle mich im Stich gelassen von ihm.
Es fängt schon damit an, dass ich jeden Morgen um 5 Uhr aufstehe, um überhaupt ein bisschen Zeit für mich zu haben. Er stellt sich keinen Wecker. Ich muss dann ihn und die Kinder wecken. Ich bitte ihn dann während ich mich fertigmache wenigstens unser Kleinkind für die KITA fertigzumachen. Waschen, anziehen, etc. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Damit er das macht, muss ich ihm alles zurecht legen. Oft bekomme ich ihn kaum wach. Er schläft immer wieder ein.
Ich bringe dann das Kleinkind zur Kita. Er macht das nicht. Ich fahre sofort einkaufen. Komme heim, erledige den kompletten Haushalt, koche, fahr dann wieder los um das Kind von der Kita einzusammeln. Ich erledige alles mit dem Rad, weil ich keinen Führerschein habe und auch nicht machen möchte. Er spült in der ganzen Zwischenzeit vielleicht mal und faltet die Wäsche ( räumt sie aber dann wiederum nicht ein- bleibt tagelang liegen bis ich mich erbarme). Meistens schläft er aber den gesamten Vormittag. Wenn ich ihn um etwas bitte, macht er es höchstwahrscheinlich nicht.
Wenn ich versuche mit ihm darüber zu reden, wird er oft ausfallend und sagt mir zusätzlich, das würde nicht stimmen. Und was ich mache, ist alles nicht gut. Ich habe so die Nase voll. Ich fange in kürze wieder an zu arbeiten, und fühle mich total überfordert. Oft bin ich am frühen Nachmittag schon restlos erschöpft von allem. Unterstützung habe ich keine.
Er ist dann ab 13-14 Uhr langsam fit und setzt sich vor die Glotze oder den Computer nachdem er zu Mittag gegessen hat. Ich traue mich nicht mich zu trennen, weil ich Angst habe, das nicht stemmen zu können. Ich fühle mich allen verantwortlich gegenüber. Auch ihm.Am liebsten würde ich es aber oft tun.

LG, alleine

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Und warum kriegt man mit so jemandem vier Kinder? Verstehe ich echt nicht und werde ich auch nie verstehen.

Setz ihn auf den Pott. Es sind auch seine Kinder, also hat er sich auch zu kümmern. Ich würde ihm eine Frist einräumen, bis dahin hat er sich zu ändern, ansonsten Trennung. Und davor brauchst du keine Angst zu haben, du machst doch eh schon alles alleine.

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Auch wenn du es nicht verstehst, musst du nicht jede Frau fragen. Ich lese bei solchen Beiträgen immer nur dasselbe. Ätzend

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Ich frage so viele Frauen wie ich will. Wenn du das ätzend findest darfst du gerne einfach weiterscrollen.

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Arbeitet dein Mann denn gar nicht? Wieso gammelt der den ganzen Tag?? Wieso seid ihr beide daheim oder habe ich das falsch verstanden?

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Hallo,
steht alles in meinem Beitrag.
LG

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Hallo :-)

Du sagst, du traust dich nicht, dich zu trennen, weil du Angst hast, es nicht stemmen zu können.

Das tust du doch jetzt aber auch schon? Der einzige Unterschied ist, dass du aktuell zusätzlich noch deinen faulen Mann an der Backe hast. Trennst du dich, hast du immerhin "nur" noch die Kinder.

Da ihr ja anscheinend schon mehrere Gespräche geführt habt und nichts fruchtet und er sogar ausfallend wird #schock denke ich, ist die Trennung die beste Option.

Welche Aufgaben haben deine Kinder? Vor allem der/die 15-jährige kann ja auch schon gut mit anpacken und unterstützen, in dem Alter kann man Hilfe bzw eine Aufteilung der Aufgaben ruhig erwarten. Auch mit 10 und 12 kann man schon mal die ein oder andere Aufgabe übernehmen, um Mama zu entlasten. Du wohnst dort ja schließlich nicht alleine und verursachst Dreck/Wäsche/Müll etc pp.

Überlege dir mal, welche Aufgaben anfallen... was können die Kinder machen, was du. Deinen Mann würde ich da gar nicht mehr groß einbeziehen, der sollte bald Geschichte sein.

Alles Gute #winke #klee

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Stimme zu: wir haben ab Gymnasium-Alter Haushaltsaufgaben bekommen, die wir abgearbeitet haben. War dann nicht absolut 100%ig wie wenn Mama oder Putzfrau das erledigen, aber akzeptabel :-).
Zum Thema "Ich trau mich nicht mich zu trennen" muss ich jetzt auch sagen, dass dir dein Mann aktuell ja weder finanzielle, noch praktische Hilfe ist. Lies dir mal den Beitrag von Zahnweh unter dem Post "Ich bin so durch" durch. Das würde ich auch dir raten

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Letzter Absatz war natürlich an die TE gerichtet

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Warum hast du 4 Kinder mit ihm?
Du machst doch sowieso schon alles allein, dann kannst du es auch weiterhin ohne ihn schaffen.
Möglicherweise geht es dir damit wesentlich besser.

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Und wie lange spielt ihr das Spiel schon?

Wie auch immer, an deinem ersten Arbeitstag ist es deinen Fullservice erledigt, ab da ist er zuständig. Das würde ich noch genau ein einziges Mal ganz deutlich sagen und dann, wenn es soweit ist einfach morgens mein Ding machen udn zur Arbeit fahren.

Das du dich im gegenüber vernatwortlich fühlst und deswegen eine Trennung ausschließt, das ist deine persönliche Baustelle, von der er doch super profitiert....mehr ist doch das nicht.

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Die Frage ist ja auch warum er Fruehrentner ist, kann er vielleicht einfach nicht mehr mit anpacken?

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Warum ist er Frührenter und wie kommt er damit klar?

Ich frage deswegen, weil....
- die Erkrankung, Unfall, Ursache u.a. mit reinspielen kann.

Hier wäre zu klären, was er realistisch noch kann - und das soll er dann auch umsetzen.
Dafür bekommt er Rücksicht auf die Einschränkungen.

Das schreibe ich dazu, weil es nicht so einfach ist, Frührentner zu werden und daher davon ausgehe, dass was vorliegt an Gründen.
Es sei denn, er hat sich freiwllig dazu entschieden unter der Auflage weniger Geld zu bekommen.

- Wie kommt er damit klar?
Ich kenne viele Rentner (normales Rentenalter, sowie durch Unfall oder Erkrankung), die dann eine massive Depression entwickelt haben
(Symptome bei deinem würden passen).

Sich nutzlos fühlen
wegfallen von Tagesstruktur
Hadern mit der Erkrankung/Unfall (besonders wenn der Beruf vorher ihr ein und alles war)
Hadern mit der Erkrankung/Unfall, weil dem Schicksal ausgeliefert oder die Einschränkungen ... nicht mehr sie selbst sein
usw.

Einige haben es von selbst wieder auf die Beine geschafft. Motivation, neue Aufgaben (in ihren Augen "echte Aufgaben", neues Hobby, Ehrenamt, gebraucht werden usw.). Aber dazu brauchten sie auch Unterstützung das passende zu finden.

Mit Ehrenamt hob sich die Laune, mit Laune der Antrieb, mit Antrieb die Beteiligung am Familienleben UND Haushalt.

Einige haben es nicht geschafft. Da ging es dann soweit, dass
a) Scheidung Thema wurde.
b) Tagesklinik anstand. Wegen Depression. Dort Struktur, andere Menschen (nicht die gängelnde Ehefrau => die sich irgendwann als Mutter eines Teenagers fühlte), Gespräche, Gespräche mit Partnerin, ggf. Medikamente, neue Aufgaben, wieder zurück ins Leben finden, usw.


Warum weckst du ihn?
Verlangt er das? Weil er sonst gar nichts mehr zu machen bereit ist? Puh, da wäre ich echt sauer.
Verlangt er das?
Sorry, das würde ich nicht machen.

Machst du es, weil sonst ALLES an dir hängen bleibt?
Verständlich; aber es löst euer Problem nicht. Nur dass seine Laune noch schlechter wird und deine auch.

Kommt er von selbst nicht in die Puschen, schwierig.
Ich würde mich da wohl an meinen Arzt wenden. Damit ich nicht ins Burn Out falle. Und um Unterstützung / Adressen bitten, wo ich mich beraten lassen kann.

z.B. lohnt es sich ihm zu sagen, dass er zum Arzt soll? Entweder kommt er selbst in die Puschen (Überwindung von Faulheit) oder er geht zum Arzt (wenn er nicht kann, was steckt dahinter? Braucht er externe Behandlung?)
oder wenn er weder das eine noch das andere macht, dann würde ich mich zusätzlich beim Anwalt beraten lassen.

Renteneintritt hat schon viele Paare in die Krise gestürzt. Ähnlicher Einschnitt wie das erste Kind bekommen. Das erste Rentenjahr kann ähnlich krass ablaufen wie das erste Babyjahr.
Bei Krankenhausaufenthalten oder gesundheitlichen Schwierigkeiten noch besonders dazu.

Finanzielle Beratung wäre denkbar über VdK, aber auch welche Hilfsmöglichkeiten es gibt. Wenn er nicht kann, wie ihr als Familie entlastet werden könnt (wenn du in den Burn Out gerätst, ist keinem geholfen, ihm schon gar nicht) oder Adressen zur Beratung, wie ihr damit umgehen könnt. Es ist ein Lebenseinschnitt. Wenn er sich dadurch so gehen lässt, dann wenigstens beraten lassen, wie er da wieder rauskommt - wenn er auf deine Koste da nicht rauskommen will, dann für dich Beratung zur Trennung.

Generell: Rücksicht nehme ich wenn jemand auf Grund von Erkrankung/Unfall etc. nicht mehr so kann (bei Frührente gehe ich jetzt mal davon aus, da höhere Wahrscheinlichkeit, dass es einen Grund hat).
Ausbaden oder so derartiges Verhalten würde ich mir nicht bieten lassen ! (Als Überbrückung bis zur Tagesklinik, ok; aber ganz sicher nicht dauerhaft und ohne Option, wie es weitergeht).

Rente genießen? Ja, ok. Aber nicht auf deine Kosten und nicht so, dass es das Familienleben stark beeinträchtigt!
Trägt er seinen Teil dazu bei, sind Freiräume und Rente genießen völlig ok.

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Du traust dich nicht dich zu trennen, weil du Angst hast alles nicht stemmen zu können?
Aber du machst doch schon alles alleine!!

Sie es so: du hast 3 Kinder, die schon etwas größer sind und auch durchaus in der Lage dir etwas zu helfen.
Dann bleibt da nur noch das Kleinkind.

Essen kannst du vielleicht dann abends mit deinen Kids zusammen für den nächsten Tag vorkochen, dann hast du mittags weniger Stress.

So richtig erschließt es mir nicht, was du von deinem Mann hast und was genau er für euer Familienleben tut...

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Wenn er Frührenter ist wird es einen gesundheitlichen Grund geben. Da würde ich ansetzen und schauen was man manchen kann das er wieder in der Lage ist den Haushalt zu führen. Klar nicht wie du es möchtst sondern evt auch anderes.