Wie wichtig sind die Großeltern bei der Erziehung der Kinder?

Hallo liebe Community,

Ich stecke in einem Dilemma, vielleicht könnt ihr mir ja helfen:
Die Mutter meines Partners, also meine Schwiegermutter, lebt bei uns im Haus. Sie ist wirklich ein wunderbarer Mensch! Sie bringt viel Lachen und gute Stimmung ins Haus. Und vor allem: Unsere Kinder lieben ihre Oma! Sie erzählt ihnen viele interessante Geschichten, liest abends ein Gute Nacht Buch vor und singt schöne Lieder, hört ihnen zu, wenn es ihnen nicht gut geht, etc...
Sie ist wirklich emotional gesehen eine Bereicherung für unsere Familie/unser Haus. Nur leider kann sie immer weniger machen und ist immer mehr angewiesen auf unsere Hilfe im Alltag. Nur leider schaffen wir es nicht mehr, mit der Arbeit und all den anderen Verpflichtungen, uns neben den Kindern, dann auch noch um unsere Mutter/Schwiegermutter zu kümmern...Jetzt weiß ich langsam nicht mehr, wie wir das bewältigen sollen...

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Klingt etwas wie "wird zu anstrengend, nutzt nix mehr bei der Betreuung....muß weg" #gruebel, oder wie soll man die Überschrift und den Text jetzt gedanklich zusammenbekommen.#kratz

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Genau das frage ich mich auch. Klingt wie "Ist der erzieherische Nutzen den Aufwand wert?"

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Was hier manche aber auch in den Text reininterpretieren#kratz

Habt ihr schon mal wen gepflegt? Und nicht nur gehört von der Schwester/Tante/Nachbar/schwippschwägerin?
Das geht mal nicht so nebenbei...

Corona macht manche echt mürbe.... Hauptsache im Inet rumpöbeln.

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Und worum geht's dir jetzt?

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wie wäre es mit einer Pflegekraft? das kostet weniger als der Platz im Seniorenheim

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Um auf deine Frage zu antworten - Großeltern können wirklich eine Bereicherung sein und es ist schön, dass ihr so toll zusammen klarkommt ❤
Aber ob die Großeltern wichtig für die Erziehung der Kinder sind? Ich finde nicht. Es ist, wie gesagt, eine Bereicherung und tut den Kindern wie auch euch gut.
Vielleicht könnt ihr Hilfe für deine Schwiegermutter beantragen?

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Hallo,

generell spielen die Großeltern hier bei uns in der Familie keine Rolle. Sie wohnen 200 bzw. 400 km weg, mein Vater und Freundin sind gänzlich uninteressiert und die Eltern meines Mannes kümmern sich um die 4 Kinder meiner Schwägerin, die neben ihnen wohnt. Nichtsdestotrotz sind sie auch für unsere Kinder liebevolle Großeltern, wenn wir uns sehen (ca. 1 mal jährlich).

Wir wurden mit Großeltern im Haus groß, diese haben sich auch immer mit um meine Schwester und mich gekümmert (meine Eltern haben beide gearbeitet). Meine Mama starb sehr früh, mein Vater zog zu seiner Freundin und meine Schwester in unser Elternhaus. Ich war da schon längst in einem anderen Bundesland. Oma half ihr mit ihren Kindern (mal kochen, mal aufpassen, alles, was du auch aufgezählt hast). Meine Oma hat den frühen Tod meiner Mama nicht verkraftet, sie baute sehr schnell immer mehr ab, hatte zwei Schlaganfälle. Meine Schwester hat sich trotz 5 Kindern dann auch um die Oma mit gekümmert (mit Hilfe, es kam jemand zum Putzen zu Oma). Es wäre schäbig gewesen, erst von der Oma zu "profitieren" und wenn sie nicht mehr "funktioniert" auszusortieren.

Es gibt ja so einen Spruch, dass eine Mama für 10 Kinder sorgen kann aber 10 Kinder nicht für eine Mama...

Vielleicht habe ich Deinen Post auch völlig mißverstanden, dann entschuldige bitte meine Worte.

Ich kann mir vorstellen, das man an den Punkt kommt, an welchem nichts mehr geht. Aber bis dahin gibt es bestimmt Möglichkeiten, sich für den Einsatz der Oma auch zu bedanken und sie trotzdem teilhaben zu lassen.

Liebe Grüße
Delenn

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Hast Du mal persönlich wen gepflegt?
Ich kenne nur solche die das selbst rund um die Uhr machen konnten die selbst nicht mehr gearbeitet haben und nicht noch Kinder erziehen mussten.
Ich finde es frech zu erwarten dass man jedem in der Konstellation gerecht wird, denn da gewinnt niemand.

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Hallo,

warum schreibst Du in schwarz? Stehst Du nicht hinter Deiner Aussage?

Ja, ich habe gepflegt (meine Mutter, seit ich 13 war mit meiner Familie, neben meiner Ausbildung. Und auch jetzt. Das geht natürlich nicht einfach. Man muß sich Hilfe suchen, Entlastung. Und es geht nur bis zu einem gewissen Punkt. Aber Hilfe und Unterstützung annehmen und nichts zurückgeben finde ich schäbig. Wenn meine Mutter noch länger gelebt hätte würden meine Schwester und ich sie gerne weiter pflegen. Leider ist sie viel zu früh vestorben. Ich finde es frech zu schreiben es war toll, als Oma funktionierte, jetzt geht es nicht mehr, jetzt kann sie gehen. Ich denke nicht, dass die Verfasserin es genau so meinte. Aber es klingt so.
Und ich gebe Dir völlig recht, Pflege geht nur bis zu einem bestimmten Punkt. Aber es gibt einiges, was man versuchen kann. Insbesondere wenn man vorher von der Person profitiert hat.

Liebe Grüße
Delenn

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dazu sind rechtsfragen zu klären, das Haus ist euer Haus, Ihr habt es gebaut, oder von der Oma, dann würde es nämlich innert 10 Jahren bei Heimaufenthalt ansie zurückübertragen.
und die Kosten von so einem Heim sind nicht unerheblich, wir haben 1993 schon 800 DM für die Grossmutter meines Mannes bezahlt por Monat

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...wow...

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Dann vielleicht lieber auf der Straße aussetzen? Außer der Nutzen bei der Erziehung rettet die Oma.

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Naja Du behandelst ja jetzt zwei Themen...

Zu deiner Threadfrage: ich sehe die Großeltern auch "nur" als Bereicherung an. Meine Eltern sind auch sehr liebevoll im Umgang mit meiner Tochter.
Dennoch ist das eben nicht immer so gegeben. Manche Großeltern wohnen sehr weit weg und sehen ihre Enkel daher nicht sehr oft, andere sind krank, schon ziemlich alt oder auch schon verstorben.
Dann versteht sich auch nicht jeder so gut mit den eigenen Eltern und Schwiegereltern.

Hier auch: ich würde unser Kind nie alleine bei ihnen lassen. Meine Schwiegereltern sind such schon älter, nicht mehr ganz so fit, mein Schwiegervater ist Alkoholiker und die beiden haben früher ihre Kinder geschlagen mit allem was da war. Zudem wird auch ungehemmt vor meiner Tochter über mich schlecht gesprochen, ihre Grenzen werden nicht beachtet, es wird sich immer wieder in unsere Erziehung eingemischt und unsere Autorität angezweifelt.
Sie sind zwar immer nett vorne rum, haben aber einfach nicht mehr die Nerven dafür um sich um ein Kleinkind zu kümmern und wer schlecht über mich spricht, der brauch mir auch nicht mit alleiniger Zeit zu kommen.
Also davon hätte unsere Tochter auch keinen Mehrwert und das sieht mein Mann zum Glück auch ähnlich.

Ich finde es bedenklich wie sehr die Rolle der Großeltern glorifiziert wird. Sie sind wichtig - aber auch nur dann wenn man sich anständig benimmt.

Zum anderen Punkt: wenn Du dich nicht noch zusätzlich um deine Schwiegermutter kümmern kannst solltet ihr besser den Pflegedienst einschalten. Und das ist absolut keine Schande, denn eine Pflege ist eigentlich ein Vollzeitjob der auch nachts nichts aufhört.
Ich habe es in letzter Zeit oft in der Familie mitbekommen wie jemand pflegebedürftig wurde und wie schnell sich dann auch der Zustand verschlechtert hatte. Leider dauert die Beantragung oftmals so seine Zeit und bis dann alles eingerichtet ist...
Was sagt denn dein Mann dazu? Ich meine erst ist ja der Sohn, ich hoffe er sieht das genau so und dass Du dich nicht um alles alleine kümmern musst.

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Ich versteh die Frage leider auch nicht. Danke für Alles und jetzt ab ins Heim ?? So klingt es zumindest.

Klar Kinder und Eltern in einem Haus ist anstrengend, aber auch absolut eine Bereicherung, ich hoffe meine Tochter (4 Monate) hat noch lange was von ihrer Oma (75). So nervig ich meine Schwiemu oft finde, aber sie macht meiner Kleinen jetzt schon große Freude und umgekehrt.

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Ich werte jetzt mal garnichts und möchte nur raten, einen Pflegegrad zu beantragen. Je nachdem kann man dann mit einem Pflegedienst absprechen, was gebraucht/genutzt wird, Körperpflege, Hausarbeit usw. Dann ist die Oma aber immer noch da, um ab und zu mit den Enkeln zu spielen, zu malen, mit ihnen Kuchen zu essen, basteln, was auch immer. Auch als mein Mann schon krank war, kam unsere Enkelin immer noch gerne und spielte mit dem Opa Mensch ärgere dich nicht usw. Sie kam auch ohne Bespaßung gerne, bekam wenige Tage vor seinem Tod noch einen schönen Stofflöwen von ihm, den sie sehr in Ehren hält - und es war für beide eine Bereicherung - bis zu seinem letzten Tag. Meine Enkelin ist nun 14 Jahre alt und ja, ich spiele immer noch eine Rolle in ihrem Leben❤ Am Samstag gehe ich mit ihr zu einer Ausbildungsmesse, da Mama arbeiten muss.
Ich verstehe gerade auch nicht, was ihr plant mit der Oma?
LG Moni