Tiefenpsychologische Analyse der Schwiegereltern

Hallo ihr Lieben,
leider haben wir einige Probleme mit den Schwiegereltern. Schwiegermutter kann nicht loslassen. Sie will meinen Mann immer bei sich haben, schreibt uns zb Feiertage vor und vor kurzer Zeit musste er 1 mal wöchentlich hin. Sie bemuttert ihn extrem, wollte mal auf Bildern mit ihm Händchen halten... sie setzt ihren Willen durch indem sie ständig die gleiche Frage stellt, obwohl sie die Antwort nein bereits kennt oder weinen als Druckmittel.
Mein Schwiegervater trinkt...
Meine Schwiegermutter hat leider die Rollenverteilung in der Familie nicht angenommen, sodass die Situation vor ein paar Monaten eskaliert ist. Wir haben nun ein Baby, 6 Monate alt und sie kann ihre Mutterrolle nicht loslassen und projiziert diese auf meine Tochter.
Um nur wenige Beispiele zu nennen: sie sagte dreimal, dass das Baby bei ihr zu sein hat, mindestens 1x wöchentlich, besser öfter. Sie will nicht dass das Baby bei ihr fremdelt. Sie bekommt ein Babybett, trotz der Antwort nein hat sie 5 mal gefragt, bis wir fragten ob sie das Wort NEIN nicht versteht?
Hab sie gefragt, warum sie immer desgleiche fragt, obwohl sie die Antwort kennt, ob sie das gut fände wenn ich das bei ihr mache? Ihre Antwort war, ja wenn mich jemand ständig desgleiche fragt, nehm ich mir das zu Herzen und tue das was der jenige will, denn ich bin ein netter Mensch (mit einem Grinsen im Gesicht).
Das Babybett ist nur ein Paradebeispiel. Diese ständige Fragerei kommt immer zb
Wann ich endlich schwanger wäre, Vorname vom Kind, sie will eine Lena immer und immer wieder, das baby hat bei ihr zu sein usw. Könnte ein Buch schreiben;)

Sie erklärte mir dass eine Oma den gleichen Stellenwert für ein Kind hat wie eine Mutter. Die Oma sei ganz genauso besonders wie eine Mutter. Ich solle mich mal von meinem Baby lösen, das wäre nicht in Ordnung wenn das Baby nicht bei ihr ist. Sie mischt sich in Schlafzeiten ein, Essen usw. Aufgrund des Trinkverhaltens vom Schwiegervater will ich nicht dass meine Tochter dort allein ist. Er trinkt seit über 20 Jahren mit Eskapaden wie Persönlichkeitsveränderung oder Stürzen etc.
Meine Schwiegermutter meinte dazu, er wäre nicht süchtig und sie kontrolliert ihn. Sie hat das im Griff...
Jedesmal wenn ich sie auf solche Themen anspreche und ihr erklären will dass es nicht in Ordnung ist. Sagt sie ich würde mir das alles ausdenken oder ich hätte alles falsch verstanden.
Und dann sitzt sie da, weint und sagt es wäre so eine große Belastung dass das Baby nicht bei ihr ist...
Baby ist alle 2 Wochen bei ihr mit Eltern, weil der Schwiegervater trinkt. Wir feiern alle Geburtstage, Feiertage, st. Martim umzug, fasching usw zusammen. So wenig Kontakt ist das eigentlich nicht...
Was mir richtig schlimm Angst macht ist, wenn ich sie in der Stadt treffe, fixiert sie die Kleine und fängt an zu zittern. Sie hat mich einmal fast mit dem Auto erwischt vor lauter Aufregung! Und ich hatte den Kinderwagen dabei:O auf dem Parkplatz vom Lebensmittelladen

Nach dieser schlimmen zeit haben wir uns nun Hilfe geholt, eine systemische Familientherapeutin.
Der erste Termin war ziemlich aufschlussreich, sie hat unsere Verhältnisse komplett analysiert und mir ist erstmal bewusst geworden warum sich meine Schwiegermutter so verhält...
Meine Schwiegermutter hat sich sozusagen eine Festung gebaut und agiert als Hütehund.
Wohnhaft in einer DHH. Im Dachgeschoss Schwiegermutter, Schwiegervater mit Sohn und im Erdgeschoss ihre Eltern. Sie kontrolliert und hält das Kartenhaus zusammen. Sie regelt alles, sodass alles perfekt läuft in der Familie. Und sie lässt niemanden raus und niemanden rein...
Meinen Mann hat sie nie losgelassen, sieht man an denBildern und dem Händchen halten. Natürlich auch, dass sie ihm sanft vorschreibt, dass er bei ihr zu sein hat zb. Feiertage, Geburtstage etc.
Sie lässt auch niemanden gehen. Sie betreibt für alle verstorbenen Angehörigen eine sehr aufwendige Grabpflege. Ist 2 mal die Woche auf dem Friedhof macht die Gräber neu, sammelt Blätter und Katzenkot ein, setzt neue Pflanzen. Es sind wirklich die schönsten Gräber auf dem ganzen Friedhof! Sehen wirklich toll aus.
Die Wohnung im Erdgeschoss sieht noch so aus wie zu Lebzeiten ihrer Eltern. Ihr Vater ist seit 20 Jahren tot, ihre Mutter seit 2 1/2 Jahren.Geschirr, Kleider Bilder, Möbel alles ist im Urzustand. Nichts wird angerührt oder verändert. Im Dachgeschoss gibt es nur eine Toilette, zum Duschen mussten sie immer zu ihren Eltern. Trotzdem will sie nicht runter ziehen. Sie bleiben im Dachgeschoss wohnen, auch wenn sie Probleme mit den Treppen bekommt, dann möchte sie einen Treppenlift eingebaut bekommen...
Eine Kleiderspende an die Ukraine hat sie ausgeschlossen. Sie lässt wirklich niemanden rein und niemanden raus.
Sie lebt noch in ihrer Vergangenheit und da war sie für die Familie zuständig, es war ihre Aufgabe, sie hat das sicher auch gut gemacht. Es war ihr Beruf die Familie zusammen zuhalten.
Die neue Rolle als Oma und meine Rolle als Mutter hat sie weder begriffen noch akzeptiert.
Sie versucht ihre Festung zu halten, es entstehen Machtkämpfe...
Mein mann, er wechselt oft seine Meinung bzgl. seiner Mutter. Mal hält er zu mir mal zu ihr. Einerseits sagt er, er hält zu mir. Er ist auch mal zu ihr gefahren und hat ihr gesagt, dass wir das Kind nicht für Sie bekommen haben und es nicht ihre neue Lebensaufgabe wird. Sie hat ihn natürlich beschwichtigt. Andererseits kriege ich ständig gesagt, sie ist halt so, sie meint es nur gut.... ja ja gut meinen, aber nicht aus meiner Sicht.
Wir treffen eine Vereinbarung, er war bei seiner mutter und will es dann so machen wie seine mutter...Er ist wie eine Fahne im Wind... Manchmal hält er zu mir, manchmal zu ihr. Sie weiss auf jeden Fall an welchen Knöpfen sie drücken muss.

Erste Handlungsanweisung in der Sitzung war, sollte sie wieder ihrem Willen durchsetzen wollen, sollen wir fragen was sie den an dem Wort NEIN nicht versteht 😅 solange bis sie aufhört und ich soll nett und ihr kleine Komplimente machen, dass sie sich nicht ausgeschlossen fühlt.

Nun ja wir versuchen langfristig eine Lösung zu finden, jedoch denke ich wenn mein Mann nicht zu seiner Kernfamilie hält wird es eng. Bin sehr sehr unsicher und habe keine Lust auf den ständigen Machtkampf um mein Kind. Es ist sehr anstrengend. Daher werde ich rein vorsorglich einen Scheidungsfolgevertrag machen lassen. Mein Mann hat zugestimmt. Drückt mir die Daumen, dass wir es hin bekommen!
Würdet ihr so ein Theater ständig mitmachen?
Habt ihr solche Situationen schon gelöst?

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"Nun ja wir versuchen langfristig eine Lösung zu finden, jedoch denke ich wenn mein Mann nicht zu seiner Kernfamilie hält wird es eng."

Stimmt

"Würdet ihr so ein Theater ständig mitmachen?"

Nein

"Habt ihr solche Situationen schon gelöst? "

Kontaktabbruch.
Es gibt in meinem Verwandtenkreis Menschen (zum Glück wenige), die heftig drauf sind.
Zu diesen habe ich den Kontakt abgebrochen.

Hallo und tschüß ist ok auf größeren Feiern und weiter weg setzen.

Verwandte, die mich beeinflussen oder die Person immer wieder in Schutz nehmen
sind auch raus. Wer mich im Namen der Person manipuliert, muss ohne mich auskommen.

Verwandte, die zwar Kontakt zu der Person haben, auch mögen,
aber mich da raushalten. Keine Infos über mich,kein mich bedrängen, kein schön reden, kein weitergeben von deren Forderungen...
mit denen kann ich weiterhin gut. Ich respektiere, dass sie Kontakt haben; sie, dass ich keinen Kontakt habe.


Von Co-Abhängigen Menschen halte ich mich inzwischen generell weitgehend fern. Bzw. bei einer Person gibt es KLARE Regeln. Aber das ist bei Co-Abhängigen nur selten möglich, daher halte ich mich von denjenigen fern, die in Mustern verharren oder zurückfallen.

Bei der Person sind die Regeln so: sie hat ein Bewusstsein für ihre Co-Abhängigkeit. Ich respektiere, dass sie darin verharrt, sie respektiert, dass ich da rausgehalten werden will. Kein bei mir ausjammern, wie sch** es ist, kein mich bedrängen mich mit der Person zu treffen, keine Spielchen in die ich reingezogen werden könnte.
Wir haben Grenzen abgesprochen und halten diese auch ein.
Allerdings funktioniert das, weil ich zu der toxischen Person so nichts zu tun habe.


Ist sich dein Mann seiner Rolle bewusst?
Ihr habt jetzt eine Analyse der Schwiegermutter.

Aber habt ihr auch eine, deines Mannes?
Immerhin ist er das Bindeglied, warum Kontakt / nicht Kontakt nicht so einfach zu entscheiden ist.
Ohne ihn, könntest du das Weite suchen. Da du ihn liebst, geht das nicht so einfach.

Er ist voll verstrickt und hat nicht gelernt sich abzugrenzen.

Kannst du DAS dauerhaft mitmachen?
und wie sieht die Alternative aus?
auch in Bezug auf Kind?

Da ich mich von Co-Abhängigen inzwischen fern halte, könnte ich mir keine Partnerschaft mit entsprechenden Verhaltensmustern vorstellen.
Zu mal es auch passieren kann, dass er auch nach ihrem Tod noch an ihren Werten festhält und weiterhin tut, was sie wollen würde - auch wenn sie es nicht mehr sagen kann. Manipulationen gehen oft (nicht immer) über den Tod hinaus.


Ihr könnt ihr NICHT helfen!

Die große Preisfrage ist: könnt ihr eure Partnerschaft retten oder geht diese daran zu Grunde?
Das wäre das Thema.

Egal ob analytisch, therapeutisch oder sonst wie. Ohne Fachkraft geht entweder eurer Partnerschaft oder eine/r / mehrere von euch unter.

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Hallo,

Echt bei solchen Menschen kann man nur den Kontakt reduzieren. Das klingt ja echt schlimm bei euch, hast du schon mal in Richtung Narzissmus gedacht? Klingt schon sehr danach.

Kontakt reduzieren und bei Überschreitung der Grenzen sofort ihre Wohnung verlassen. Nur so wird sie lernen.

Ich spreche leider aus Erfahrung, den ich bin mit einer Narzisstischen Mutter aufgewachsen und sie war anfangs auch so als wir unser erstes Kind bekommen haben. Sie hat meine Kinder vielleicht nur an Geburtstagen und Feiertagen gesehen, seit meine 4 jährige Tochter letztes Jahr gesagt hat sie will nicht mehr das Oma kommt weil sie Angst vor ihr hat (ist immer sehr laut und fast jedes Treffen endete im Streit) hat sie ihre Enkel nicht mehr gesehen.

DU musst einen Schlussstrich ziehen sonst geht sie noch weiter wenn du ihr keinen Grenzen setzt!

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Ich neige bei solchen Dingen garnicht die Zeit aufzuwenden mein Gegenüber bis zum letzten Detail zu analysieren, wenn meine Handlungsoptionen sowieso beschränkt sind:

Immer wieder Grenzen ziehen. Ansprechen, wenn Verhaltensweisen störend sind. Ihr sagen, wenn sie sich zu sehr einmischt und euch nur weiter voneinander weg treibt.

Bei solch ein Verhalten wärs mir auch egal, warum der andere sich so verhält. Solange sie nicht mich mit Respekt behandelt, braucht sie nicht erwarten, dass ich ihren Bedürfnissen entgegenkomme.

Was will sie? Zeit und Nähe zum Kind. Geht dann nicht und wenn sie fragt, würde ich ihr ehrlich und ruhig sagen, was alles schief läuft.

Umgang ist ein Geben und Nehmen. Nur Nehmen zu wollen und dann noch das Wichtigste „das Kind“ - gibts nicht.

Ist mir ein Rätsel, wie überhaupt jemand auf die Idee kommt, man könnte ein Verhältnis zum Kind aufbauen, wenn man die Mutter übergeht. Der hat das Prinzip des längeren Hebels nicht verstanden.

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Gute Antwort. Ich würde mir auch kaum Mühe machen mit einer gestörten zu diskutieren. Mein Geduld Faden ist sehr sehr kurz. Aufstehen und wortlos nachhause fahren und Kontakt sofort stark reduzieren.

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Was mich aus eigener Situation echt interessiert:
„ Ist mir ein Rätsel, wie überhaupt jemand auf die Idee kommt, man könnte ein Verhältnis zum Kind aufbauen, wenn man die Mutter übergeht. Der hat das Prinzip des längeren Hebels nicht verstanden.“

Wie vertrittst du das? Ich kenne nur Omas, die dann jammern, wie unfair sie behandelt werden und - auch auf Urbia - ist ja oft der Konsens, dass Omas/Opas, egal wie unmöglich sie sich bei den Eltern verhalten, ein Recht auf die Enkel hätten.

Ich würde auch meinen, ein Kind profitiert nicht davon, wenn es beobachtet, wie eine Oma sich jahrelang zwischenmenschlich unmöglich gegen eins oder beide Eltern verhält und trotzdem schalten und walten darf wie sie möchte. Aber ich wärebereit, einen Denkfehler zu korrigieren. Je nach Argumentation.

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Ja das gut meinen, kenne ich zu gut.

Trotzdem muss man sein Handeln auch reflektieren können, annehmen können, Veränderungen akzeptieren und loslassen...

Ich meine es auch gut für meine Kinder, ich möchte auch das sie glücklich sind aber ich muss in erster Linie wahrnehmen können, was sie glücklich macht und nicht das was mich glücklich macht.

Oft hilft bei so Menschen nur eine Reduzierung des Kontakts.
Ich muss sagen Corona hat uns da doch sehr gut in die Karten gespielt.
Ich bin kein Fan von Pflichtbesuchen, ich möchte Menschen besuchen, wenn ich es will und nicht weil ich muss. So wie Feste, die Feier ich, wenn ich will, nicht weil es erwartet wird.
Sind hier immer Streitthemen gewesen.

Manchmal Frage ich mich, wieso Familie so anstrengend ist. Und wie es andere schaffen, dass es so harmonisch ist.

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„Manchmal Frage ich mich, wieso Familie so anstrengend ist. Und wie es andere schaffen, dass es so harmonisch ist.“

Manchmal ist etwas Glück dabei. Ich habe eine ganz liebe Schwiegerfamilie erwischt. Alle sind total lieb, aufmerksam und achten aufeinander. Das war ich garnicht gewohnt so von dem wie ichs in meiner Familie kannte.

Das Problem ist, bereits eine toxische Person im Familienverband kann die gesamte Familiendynamik kippen. Und manchmal erwischt man leider so einen.

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Ich habe das alles gelesen. Und bleibe bei meiner Antwort. Die Schwiegermutter ist komisch. Aber nicht böse. Sie beleidigt nicht, sie ist nicht handgreiflich. Vielleicht verschoben, mag sein. Aber viel eher hat sie vielleicht eine psychische Erkrankung. Meine Schwiegermutter hat eine Schizophrenie. Schlimme Form. Aber weißt du, wann sie am meisten aufblüht? Wenn die Enkel kommen. Da nimmt sie ihre ganze Kraft zusammen. Deshalb muss ich nicht mit ihr auskommen. Mein Mann kann schließlich mit den Kindern zu ihr fahren.

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Deine Schwiegermutter tut mir von Herzen leid. Ihr Mann ist ein Trinker, ihre Eltern tot. Nun freut sie sich so auf ihr Enkelkind und darf nicht so recht. Ich empfinde deine Schilderungen als gehässig und gemein. Versetz dich mal in ihre Lage! Anstatt nur herum zu nörgeln. Du spielst die Macht aus über das Kind indem du sagst, es darf nicht zu ihr. Und wie und wo sie in ihrem Haus lebt und wie oft sie auf den Friedhof geht, geht dich nichts an. Ich gehe im Sommer täglich zum Friedhof. Na und?

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Erstens ist das nicht gehässig, zweitens verweigere ich ihr nicht meine Tochter! Lies bitte genau.
Vielen lieben Dank

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Bei sehr vielen Threads findet man einen Beitrag ähnlich wie deinen, wo man sich fragt wie der Verfasser eigentlich Texte liest? Nur zur Hälfte, wobei dann auch nur ausgewählte Sätze hängen bleiben?

Die Schwiegermutter freut sich über ihren Enkel. Mag sein, aber hast du auch gelesen (und verstanden) wie sich diese "Freude" äußert? Psychospielchen, grenzüberschreitenden Verhalten, emotionaler Erpressung und einer völlig verzerrten Wahrnehmung die eigene Person betreffend?

#klatsch

Wobei du jetzt auch nur nörgelst. Was würdest DU der TE denn raten?

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Ich fühle mit dir.....bei uns ist es die trinkende Schwiegermutter, die im Suff anruft, Forderungen lallt, rumbrüllt und sich dann im nüchternen Zustand bei anderen als armes Opfer hinstellt, dem wir das Enkelkind verweigern 🙄

Leider habe ich noch keine Lösung gefunden. 😕

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Weißt du, es gibt immer einen, der es macht und einen, der es machen lässt!

Dein Mann ist erwachsen! Scheinbar kann nicht nur seine Mutter nicht loslassen, er auch nicht. Meine Eltern können im ersten Schritt viele Forderungen an mich stellen, aber ich bin erwachsen und ICH entscheide, auf wieviele ich eingehe und wo ich Grenzen setze.

Wenn also dein Mann wöchentlich hin tingelt, weil Mama schnipst, dann ist das SEINE Entscheidung.

Natürlich kann es euch helfen, zu verstehen, warum sie so ist. Verständnis ist immer gut, denke ich. Die Konsequenz bleibt aber so oder so gleich - IHR müsst Grenzen setzen und konsequent dabei bleiben und wenn ihr 100 mal Nein sagen müsst.

Ihr wollt euer Kind nicht abgeben? Dann lasst es! Ihr teilt ihre Meinung bezüglich der Oma Rolle nicht? Prima, dann lasst es! Sie soll sich nicht in Essenszeiten o.ä. Einmischen? Klasse, lasst es nicht zu! Zu den Zeiten wird Handy/Klingel ausgestellt und fertig!

Ich würde also gar keine Machtkämpfe eingehen, sondern strikt bei meiner Linie bleiben. Mit klaren, kurzen Ansagen, evtl einmaliger Erklärung und danach gar nicht mehr diskutieren!

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Genau das müssen wir lernen, deswegen gehen wir zur Familientherapeutin

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Dann viel Erfolg :)

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Das ist mal echt ne harte Nummer die viele Nerven kostet, aber echt.
Wo ich aber gedacht habe ich falle vom Glauben ab. Sie meinte DU sollst loslassen beim Kind aber sie selbst läßt ihren erwachsenen Sohn noch immer nicht los. Sorry da hakt doch was.
Ich würde auch dringend an dieser Therapie dran bleiben und vielleicht fruchtet mit der Zeit auch bei deinem Mann etwas mehr. So kanns ja schließlich auch nicht weitergehen.

Ela

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Hey Laubfrosch, ich bin über deine folgende Äußerung gestolpert:

„ Der erste Termin war ziemlich aufschlussreich, sie hat unsere Verhältnisse komplett analysiert und mir ist erstmal bewusst geworden warum sich meine Schwiegermutter so verhält..“

Eine Analyse dauert normalerweise mehrere hundert Sitzungen (z.B. 3 Termine/Woche für 2-3 Jahre!) und ist damit einer der teuersten Leistungen die eine Krankenkasse im psychologischen Bereich bezahlt. Eine Therapeutin die nach einer Sitzung und nur aus Beschreibungen dritter eine Persönlichkeitsanalyse erstellt, handelt unprofessionell.
Ich würde die „Analyse“, die euch sehr in die Karten spielt, weil danach die Schwiegermutter diejenige mit negativen Eigenschaften ist und ihr die gute Seite einnehmt, für mich behalten. Vielleicht hat sie recht, vielleicht auch nicht. Seid vorsichtig damit, meiner Einschätzung nach bewegt ihr euch mit dieser Analyse auf dünnem Eis.
Die Übungen zum Ziehen persönlicher Grenzen sind natürlich gut. Dafür braucht es aber keine Analyse dritter Personen sind eigentlich auch keine Familientherapie. So wie du es beschreibst verhärten sich lediglich die Fronten: Du (und dein Mann?) auf der einen Seite, die Schwiegereltern als Gegenspieler. Wäre ein gemeinsamer Ansatz nicht sinnvoller?

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Ich wette, die Therapie wird noch weitergehen und auch die anderen Personen in den Fokus nehmen.

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Hallo,

Ich bin voll bei dir. Nach einer Sitzung eine solche Analyse anzugeben ist völlig unprofessionell. Ich war mal in Therapie wegen meiner Depressionen (unerfullter Kinderwunsch) . Erst ein paar Termine alleine und dann mit meinem Mann zusammen. Es hat 6 und mehr Termine gedauert bis die Therapeutin sich eine erste Analyse unserer Beziehung und der Ursachen der Probleme erlaubt hat. Ein seriöser Therapeut erstellt auch kein Profil nur vom Hören sagen.

Entweder ist der TE bei einer völlig unfähigen Therapeut*in gelangt oder sie erzählt nicht die Wahrheit.

LG Morgaine

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