Schwiegervater ist Frauenarzt, zu ihm gehen?

Hallo zusammen!

Ich bin 27 Jahre alt und bei mir wurde vor 2 Jahren Endometriose diagnostiziert. Dank Hormontablett war ich bis vor 2 Monaten auch so gut wie beschwerdefrei. Vor 2 Monaten haben aber aus bisher unerklärlich Gründen und trotz Hormontabletten die Beschwerden wieder angefangen. Zusätzlich dazu kommt bei meinen Mann und mir jetzt immer mehr der Wunsch eine Familie zu gründen.
Aus den beiden Gründen hat mir meine Frauenärztin einen Spezialisten ans Herz gelegt. Und dieser Spezialisten ist eben mein Schwiegervater.

Ehrlich gesagt fühle ich mich etwas unwohl bei dem Gedanken mich von ihm untersuchen zu lassen, auch wenn ich mich privat wirklich super mit ihm verstehe.
Ich weiß natürlich dass er Patientinnen wie mich jeden Tag hat, aber ich bin mir irgendwie so unsicher.

Würdet ihr an meiner Stelle hingehen?
Wenn ja würdet ihr euch Gedanken machen oder wäre das für euch kein Thema?

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Ich würde auf keinen Fall mit derart intimen Sachen zu ihm gehen, ich würde es nicht mal in Erwägung ziehen.

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Ich weiß es nicht. Es gibt pro und contra. Ich finde die Vorstellung tatsächlich komisch.

ABER: du bist dort der VIP!!! Das ist nicht zu unterschätzen! Er wird sich viel Zeit nehmen, dich immer einschieben etc also einfach wie eine Privatpatientin. Kurze Wartezeiten!!!!Ich glaube ich würde es machen. Augen zu und durch. Wenn du dich nach der Untersuchung noch immer so komisch fühlst, würde ich es ihm erklären und wechseln. Alles gute!

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Ich wünschte eine Privatpatientin hätte die von dir beschriebenen Vorteile. 😅

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#rofl haha guter Punkt

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Ratschläge, Tipps, etc - ja!

Körperliche Untersuchung - nein.

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Mh, wenn du dich gut mit ihm verstehst, würde ich mich wohl dafür entscheiden. Zumindest würdest du mit Terminen nicht vertröstet werden etc. Da überwiegt der Vorteil gegenüber der "Peinlichkeit", finde ich.

Ist nur die Frage: wenn es bei dir gute oder auch schlechte Nachrichten gibt, nimmt er die Schweigepflicht dann ernst? Oder erzählt er dann vielleicht etwas der Schwiegermutter, weil es ihn selbst freut/bekümmert? In Sachen Kind geht es ja schließlich auch um das Enkelkind. Wenn dir natürlich egal ist, ob er Infos teilt, spielt es ja keine Rolle.

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Das könnte man auch nochmal extra ansprechen, dann wird er es sicher einhalten!

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Huhu,

Also ich würde mir einen anderen Spezialisten suchen, fände den Gedanken unangenehm... aber das ist natürlich immer ansichts Sache, wenn du dich wohl dabei fühlst spricht nichts dagegen.

Liebe Grüße 🍀

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Was sagt dein Mann dazu ?

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Da muss ich mal nachfragen, was der Ehemann mit der Fragestellung zu tun hat? Soll sie ihn fragen, wie er es findet, wenn der Schwiegervater sie gynäkologisch untersucht?
Aus meiner Sicht kann sie das nämlich ganz gut alleine entscheiden. Abgesehen davon kann man ihn grundsätzlich natürlich in die theoretischen und allgemeinen Aspekte miteinbeziehen, aber auch das ist eine Sache, die sie bestimmen sollte.

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Also in diesem speziellen Fall finde ich sehr wohl, dass er mal gefragt werden könnte!
Das hat hier nichts mit Selbstbestimmung zu tun.
Letztendlich liegt die Entscheidung so oder so bei ihr, aber ich würde zB nicht wollen, dass mein Freund meine Mutter untersucht oder sie ihn - nackt. Fände ich sehr sehr sehr unangebracht und würde mir wünschen, dass ich das auch äußern darf!!

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Für mich persönlich wäre das kein Thema. Ich bin da ganz pragmatisch- spezialist ist spezialist. Was sagt dein Mann? Lg

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Er sieht das so wie du.

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Ich war wegen endometriose und Miomen bei vielen Ärzten: nur wenige fand ich wirklich spezialisiert, von daher würde ich die Beziehung nutzen und mit ihm sprechen und ihn fragen wie er das sieht, dass du seine Patientin werden möchtest. Evtl kann so ein Gespräch viel klären.

Ich hatte einmal im KH und bei meinem Gyn 2 Mütter, deren Betreuung ich leite: ist zwar nicht ganz vergleichbar, aber gefühlt habe ich davon profitiert, dass wir uns „kannten“

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Stimmt. ich habe bei der Mutter eines Klassenkameraden meiner Tochter entbunden. Das war tatsächlich noch eine persönlichere Betreuung.

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Tatsächlich würde mir da gar nicht die Untersuchung Sorgen machen, sondern vielmehr die Frage, ob er die Diagnose für sich behalten kann. Schließlich darf er es weder deinem Mann noch seiner Frau erzählen.

Es kann ja immer etwas unangenehmes kommen, das man nur mit sich selbst ausmachen möchte. Oder er bringt das Kinderwunsch Thema ständig auf den Tisch, obwohl ihr (du und dein Mann) das eigentlich erst mit euch selbst ausmachen wollt.

Diese Aspekte finde ich tatsächlich schwieriger als die reine körperliche Untersuchung. Aber da musst du eben deinen Schwiegervater einschätzen können.