Ertrage die Nähe nicht mehr

Ihr Lieben,

Ich brauche einfach mal einen Rat oder aufbauende Worte.

Mein Mann und ich haben 2 Kinder im Abstand von 1,5 Jahren bekommen. Der kurze Abstand war so nicht geplant, aber da wir auf Kind 1 lange warten mussten inklusive Kiwu-Behandlung waren wir trotzdem sehr glücklich über die Schnelle und unkomplizierte Schwangerschaft mit Kind 2.

Nun ist es aber so, dass Kind 2 mit 9 Monaten einfach noch dauernd an meiner Brust hängt. Er akzeptiert weder Flasche noch Brei oder BLW. Somit hängt er quasi zu 100% an mir. Egal in welcher Situation, er braucht meist doch die Brust zum beruhigen und es hilft weder schaukeln, reden, singen, streicheln und Schnuller mochte er noch nie.

Das geht mir langsam aber sicher an die Nieren. Aber auch unsere Ehe leidet darunter. Ich hab seit fast 3 Jahren meinen Körper nicht bzw. nur kurzzeitig ganz für mich gehabt. Entweder war ich schwanger, habe gestillt (der Große wurde von Anfang an jedoch nicht voll gestillt) oder hab permanent eines der Kinder an mir kleben zum tragen, trösten, kuscheln, usw.
Nähe von meinem Mann ertrage ich da gerade nur sehr schwer. Es geht gar nicht direkt um Sex, selbst Händchen halten oder kuscheln ist mir schon zu viel weil es so selten ist, dass ich wirklich mal beide Arme frei habe und länger als 2min ganz für mich alleine in einer für mich bequemen Position sein kann. Mein Mann wiederum versteht nicht, warum ich seine Nähe ablehne. Er sagt, die Nähe der Kinder wäre doch etwas völlig anderes als die zwischen uns als paar.
Ja, das stimmt. Dennoch läuft beides darauf hinaus, dass irgendwer mich „belagert“ und ich das Gefühl habe, nie über meinen Körper selbst bestimmen zu können und ich und mein Körper permanent für andere zur Verfügung stehen müssen.

Hinzu kommt, dass der Kleine seit 2 Monaten nachts stündlich wach wird. An was es liegt, keine Ahnung. Der Physio sagt, dass alle Blockaden gelöst sind, er hat kein Bauchweh oder Schmerzen. Er wacht auf und jammert, bis er die Brust bekommt und so schläft er ein, ich lege ihn ab und 1h später geht das Spiel von vorne los. Schaukeln, kuscheln, Schnuller hilft alles nicht.

Nun ja, gestern Abend haben wir mal wieder gestritten. Mein Mann findet, ich bin zu empfindlich weil ich mir Zeit für mich alleine einfordere in der mich mal niemand berührt und ich einfach mal sein kann.
Und es stimmt: ich hab auch meine stundenweisen Auszeiten für Friseur, Nägel, Physio oder mal Kaffee trinken gehen. Der Große geht seit kurzem in die Kita und auch das sollte es einfacher machen. Aber nun sind die Kinder seit Wochen abwechselnd oder gleichzeitig krank und das schlaucht. Außerdem bleibt der Schlafmangel trotzdem, ich schlafe seit Monaten keine 2-3h am Stück mehr. Das Dauergenuckel an der Brust ist da auch noch. Ich wäre ja bereit (teilweise) abzustillen und es müsste auch gar nicht sofort und gänzlich sein. Aber egal was, am Ende muss immer die Brust zur Beruhigung herhalten und ich sitze nachts dauerstillend im Bett.

Ich weiß nicht mehr weiter. Mir fehlt einfach die Kraft, ich bekomme gerade Mama-Sein und Paarebene nicht unter einen Hut. Und mein Mann hat dafür kein Verständnis.

Bin ich wirklich zu empfindlich? Erwarte ich zu viel?
Heute steht hier in der Stadt ein großer Faschingsumzug und anschließende Feier an. Meine Schwiegermutter hat sich als Babysitter angeboten, so lange es ohne stillen eben gut geht (wäre in spätestens 10min zu Hause falls nötig). Aber ich bin wegen des Streits gestern und der bescheidenen Nacht mit stündlichen Stillen wieder drauf und dran, nicht mitzugehen und meinen Mann alleine losziehen zu lassen. Aber ich weiß, dass er mir das zum Vorwurf machen wird weil ich mich doch einfach bloß zusammenreißen müsste. Mir liegt Fasching aber generell nicht so und aktuell ist mir erst recht nicht danach, gezwungenermaßen gute Laune zu haben und mich unter‘s (Betrunkene) Volk zu mischen.

Nun ja, was ich mir erhoffe von meinem Post weiß ich nicht. Es musste einfach mal raus.

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Ich verstehe dich sehr gut. Teilweise ist dein Problem aber hausgemacht. Ein Kind von 9 Monaten muss man nicht mehr wie ein Neugeborenes behandeln. Hol dir langsam deine Autonomie über deinen Körper zurück und traue deinem Kind zu, dass es das aushält. Es ist gut möglich, dass es von deiner Anspannung und Ambivalenz verunsichert ist und deshalb so klammert. Überleg dir, was du willst, und zieh das möglichst gelassen und dem Kind gegenüber liebevoll durch. Ich habe die Verantwortung mit dem Papa geteilt und war schon lange wieder arbeiten, als die Kinder 9 Monate alt waren. Das hat mir sehr geholfen, ausgeglichen zu bleiben.

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Es ist richtig, dass mein Baby kein Neugeborenes mehr ist.
Erst war (und bin es eigentlich noch) sehr glücklich darüber, dass das stillen bei Kind 2 so gut funktioniert denn bei Kind 1 war von Anfang an der Wurm drin und mit 4 Monaten war dann auch mit dem teilweise stillen Schluss und es gab nur noch Pre und ab dem 5. Monat Brei, das hat alles so reibungslos geklappt. Da war ich sicher auch verwöhnt.
Nun hat das Stillen gut geklappt, aber das Baby klammert sich daran. Verstehe ich auch. Ich hab schon verschiedene Pre, Brei und BLW probiert aber nichts davon will er ja. Dann hab ich Sorge, dass er Hunger hat oder austrocknet und ehrlich gesagt hab ich bei den miesen Nächten und einem Kleinkind in der Autonomiephase auch keine Nerven gehabt, das Geschrei wegen dem Abstillen zu ertragen. Aber ja, ich muss das dringend in Angriff nehmen denn mir setzt es wirklich zu.

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Das ist klar, dass man kaum Kapazität hat, schwere Phasen durchzustehen, wenn man schon am Anschlag ist. Deine Situation ist wirklich sehr verständlich, du hast aber Gestaltungsmöglichkeiten, die du nutzen kannst. Im Moment fühlst du dich von allen Seiten „bedrängt“ und beansprucht, da kannst du ansetzen.

Alles Gute!

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Schade, dass dein Mann kein Verständnis hat. Ich verstehe dich nämlich sehr, sehr gut!

Hier war’s nach Kind 1 auch schwierig. Sie wollte zwar nicht ständig an die Brust, aber schrie viel und wollte nur auf dem Arm sein, quasi 1 Jahr lang. Mein Mann hat also hautnah mitbekommen, wie ätzend es ist, grade weil er sie viel nahm. Wir waren daher beide oft froh, wenn es mal still war im Haus und man selbst „kinderlos“ war und keiner was will 😅

So ab und zu haben wir uns trotzdem „aufgerafft“ und gekuschelt oder eben zu 3. gekuschelt.

Den ultimativen Tipp, wie man deinen Mann zu etwas mehr Verständnis bekommen könnte. Ihr müsst einfach im Gespräch bleiben, das half uns hier auch. Immer wieder reden, möglichst ohne Streit.

Ich würde heute trotzdem mitgehen. Grade wenn du dann mal Tapetenwechsel hast und ohne Kind an der Brust bist. Ich hatte mit Kind 1 fast die gleiche Situation vor 4 Jahren. Ich war zu Altweiber verabredet, Motte war auch nachts stündlich wach. Sie aß wenig und trank viel, war ca 9,5 Monate. Ich überlegte daheim zu bleiben, mein Mann „Zwang“ mich los (er war der Babysitter) und es klappte so gut!

Ich kam einmal mittags zum stillen und selbst das hätte es nicht zwingend gebraucht. Ich war von 9-18 Uhr (mit einer halben Stunde mittags so gegen 15 Uhr daheim) außer Haus und obwohl ich nix trank und Fastnacht jetzt nicht so mein Ding war, tat es mir unfassbar gut.

Du kannst ja jederzeit abbrechen, aber probiere es, zeig deinem Mann, dass du schon echt vieles probierst, er aber bitte nachsichtig sein soll, wenn’s nicht mehr geht.

Schlafentzug ist ne Foltermethode, mit „einfach zusammenreißen“ ist es nicht getan! Du leistest grade großartiges, enorm viel und darauf darfst du stolz sein! Und wenn du da Auszeiten brauchst, ist das einfach verständlich!

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Danke, es tut gut zu lesen dass meine Gefühle nicht „falsch“ sind und es anderen genauso geht/ging.

Ich hab mich nun aufgerafft, ein nicht ganz so ätzendes (und warmes 😅) Kostüm rausgekramt, mich fertig gemacht und warte nun auf die Oma zum babysitten. Danke für‘s Mut zusprechen ☺️

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Uah, ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als nur ein Kind ständig an einem klebte. Ich war was Berührungen und Nähe anging so überreizt, das ich nicht mal mehr die Katze auf dem Schoß ertragen konnte. Abends wollte ich nur noch meine Ruhe, meinen Körper für mich und auch auf Geräuschkulissen konnte ich super verzichten.
Da mir Freundinnen davon vorher schon berichtet hatten, bzw ich das bei ihnen erlebt hatte und auch den Unterschied zu den stillenden, habe ich mich alleine deswegen gegen das Stillen entschieden. Beste Entscheidung ever, aber hier jetzt kein Thema.

Was mir aber auffällt, wo ist dein Mann in der ganzen Geschichte? Er zeigt weder Verständnis, noch das er irgednwie sonst was zur Entspannung beiträgt. Das Szenario, welches du da beschreibst, das kenne ich eigentlich nur von den Allein erziehenden in meinem Umfeld. Die anderen haben diese Dauernuckelei damit unterbrochen, das das Baby nachts nicht in ihrer Nähe war, sondern beim Vater blieb. Das ein Baby das fordert, was es gewohnt, ist das ist doch logisch. Jetzt liegt es an dir, was du noch bereit bist zu geben....denn so kann es ja nicht weitergehen udn das Baby ist jetzt auch kein Neugeborenes mehr.

Die Sache mit dem Fasching bringt mich aber auch auf etwas anderes. Wenn du von jeher nicht darauf stehst, warum gibt es dann überhaupt eine Diskussion darüber, ob du mitkommst? Kann es also sein, das du dich schlecht abgrenzen kannst und dazu neigst es allen recht machen zu wollen? Wäre das vielleicht der Ansatz, mit dem du dich gründlicher beschäftigen solltest?

Und noch etwas sehe ich anders, Termine bei Physio, Friseur oder Nägel machen, das sind für mich keine Auszeiten, das sind notwendige Selbsverständlichkeiten. Eine echte Auszeit ist Zeit, in der ich machen kann was ich will...und wenn ich da nur alleine an eine Wand starre oder in der Nase bohre...meine Zeit, meine Insel, meine freie Wahl, wie ich Kraft auftanke.

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Ja bei mir auch so. Ich werde definitiv nicht stillen, steht schon von vornherein fest.

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Mein Mann macht tatsächlich viel. Carearbeit ist nicht unbedingt 50:50 aufgeteilt, aber das wäre wegen seiner Vollzeitstelle auch nicht möglich.
Dennoch macht er viel im Haushalt, übernimmt zum Großteil Kind 1 (Einschlafbegleitung, wenn er nachts mal wach wird, usw) und generell kümmert er sich um beide Kinder gut. Dass er Kind 2 nicht immer und längere Zeit übernehmen kann, liegt am stillen (oder an mir als Mama?)y Phasenweise brüllt das Kind durch bis ich wieder da bin und auch mein Mann bietet Schnuller und Flasche an, schaukelt, singt, trägt, etc. Trotzdem kommt er erst wieder durch das Genuckel an der Brust runter 🙄

Bei der Sache mit „allen recht machen“ hast du recht. Das versuche ich wirklich. Ich will es allen recht machen, ich habe für alles und jeden Verständnis und bin da großzügig. Womöglich ist das auch einer der Punkte, der meinem Mann nun aufstößt. Ich war immer eher zurückhaltend und nun bin ich einfach echt fertig und ziehe beim Körperkontakt eine Grenze. Zudem versteht er nicht, dass es für mich den Unterschied zwischen seiner Nähe und der der Kinder aktuell nicht gibt.
Aber was Fasching selbst angeht: ja, ich konnte den noch nie viel abgewinnen. Aber vor den Kindern war ich auch gerne und viel unterwegs, auch auf Partys und Menschenmengen haben mir nie etwas ausgemacht. Nun ist das ganz anders und ich würde mich am liebsten abschotten im Moment.

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Wenn ihr für heute einen Babysitter habt und du Fasching nicht magst, macht doch was anderes zu 2. Kino, Cafe, spazieren gehen .

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Ich hatte dieses Overtouched--Gefühl auch bei Kind 1 und nun auch wieder bei Kind 2. Wir machen BLW, aber viel isst sie noch nocht (9 Monate) und Brei, Flasche und Schnuller werden hier verweigert. Im Gegensatz zum Großen ist sie noch viel auf mich fixiert. Sie wacht grade auch jede Stunde auf, ablegen lässt sie sich tagsüber gar nicht. Ich muss sie zum schlafen also stillen oder in der Trage schleppen (11 kg). Seit der Geburt habe ich maximal zwei Stunden am Stück geschlafen. Ich kann das also sehr gut nachvollziehen. Mein Mann hat dafür allerdings sehr viel Verständnis. Du kannst deinem Mann sagen, dass egal mit wem du kuschelst, Oxytocin ausgeschüttet wird. Hormonell gesehen, bist du also bedient. Mein Mann übernimmt komplett den Großen, wenn er da ist oder er versucht auch die Kleine länger zu nehmen, zb schläft sie bei ihm in der Trage und so bin ich den ständigen Körperkontakt los. Ich gehe dann aber nicht zum Friseur usw, sondern ich gehe einen Kaffee trinken, alleine spazieren, in die Badewanne, lese ein bisschen usw. Also wirklich keine notwendigen Dinge, sondern entspannenden Dinge. Wir haben hier keine Familie und daher ist unsere Paarzeit auf den Abend beschränkt. Dadurch dass mein Mann versucht mich zu entlasten und mir Pausen verschafft, möchte ich ihm auch näher sein und wir kuscheln auf jeden Fall. Sex kommt nicht so häufig vor, aber das ist für uns beide ok. Dein Mann sollte mal beide Kinder nehmen, den Kleinen in die Trage und du hast wirklich Zeit für dich. Und dann merkt er vielleicht irgendwann wie es ist, wenn man den Körper nicht für sich hat.
Was das Abstillen angeht: Wenn du das willst, musst du es durchziehen, aber in diesem Alter als Alternative die Flasche anbieten. Wenn es blöd läuft, muss du dann ständig nachts eine Flasche machen. Gegen den Schlafmangel hilft das nicht.

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Ich möchte ja nicht bloß wegen den schlechten Nächten abstillen. Es ist das Gesamtpaket aus Tag und Nacht Dauernuckeln und die miesen Nächte. Ich möchte mal wieder 2-3h schlafen, mal wieder das tragen was mir gefällt und zwar ohne Still-BH und ohne Rücksicht darauf, dass das Kind jederzeit angelegt werden kann, ich möchte mal wieder etwas mehr meinen Körper für mich. Ich weiß, das klingt egoistisch aber ich fühle mich einfach nicht mehr wie ich selbst..

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Dann still ab. Das klingt natürlich egoistisch, aber das darfst du auch mal sein. Es geht nicht immer nur um die Bedürfnisse des Kindes, sondern auch um deine. Niemandem ist geholfen, wenn du leidest. Ich wollte damit nur sagen, dass der Schlafmangel ggf nicht weniger wird, weil er in dem Alter noch Milch, also dann die Flasche braucht, und du dann dafür wach wirst. Das sollte man nur bedenken. Dass du dieses ständige Genuckel nicht willst, verstehe ich total. Ich habe keine Alternative, weil die Flasche abgelehnt wird.
Wenn du abstillen willst, steh dahinter. Kinder spüren die Unsicherheit und dann ist es schwieriger. Die Flasche schadet deinem Kind nicht.

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Hey!

Hast du deinem jüngsten schonmal einen Schnuller angeboten?

Liebe Grüße
Schoko

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Hallo,

Ja, habe ich versucht. Leider nimmt er ihn nicht zur Beruhigung. Wenn ihm langweilig ist/er spielen will oder beim beobachten aus dem Kinderwagen oder autositz heraus nimmt er ihn (holt ihn sich dann indem er an seiner Schnullerkette zieht) aber er nimmt ihn nicht zum nuckeln wenn er müde/krank/quengelig ist. Da wird das Gesicht mit den Händen verdeckt oder weggedreht oder er spuckt den Schnuller aus.

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"Ich bekomme gerade Mama-Sein und Paarebene nicht unter einen Hut." Hier fehlt für mich noch, wo die Zeit ist du selbst zu sein. Das finde ich mit ganz kleinen Kindern wichtiger als Paarzeit, denn sonst zwingst du dich zur Paarzeit und eigentlich sollte man ja gerne Zeit mit dem Partner verbringen anstatt es als weitere Aufgabe zu sehen.
Ich kann dich total verstehen. Wir haben uns ein zweites Kind gewünscht und trotzdem war ich ein bisschen "traurig", als ich nach 2 Jahren wieder schwanger war, denn gerade hatte ich das Gefühl meinen Körper und auch ein bisschen Autonomie zurück zu bekommen. Schade, dass dein Mann da so wenig Verständnis für hat.
Ich bin erstaunt, dass du es mit Kind geschafft hast es noch so lange allen Recht zu machen. Mit zwei Kindern klappt das jetzt aber nicht mehr und du und deine Bedürfnisse bleiben auf der Strecke. Im Leben nicht würde ich meine kostbare Freizeit für Fasching opfern, wenn ich das nicht mag. Biete doch deinem Mann an was schönes ruhigeres zusammen zu machen oder geh mal alleine einen Kaffee trinken oder spazieren. Einfach was wobei du deine Batterien aufladen kannst.

Wenn Kind 2 nachts die Brust verlangt, bis du dann immer in der Nähe? Oft hilft es, wenn du einfach nicht greifbar bist, dann geben sich die kleinen oft doch mit Alternativen zufrieden.

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Wenn Kind 2 nachts die Brust verlangt, bis du dann immer in der Nähe?

Ja, er schläft in unserem Bett…
Ich habe schon überlegt, ihn nun in sein Zimmer auszuquartieren, damit ich nicht mehr permanent verfügbar bin. Eigentlich wollte ich mindestens 1 Jahr warten wie beim Großen auch, einfach aus Sorge vor dem plötzlichen Kindstod…ich weiß leider nicht, ob wir mit 9 Monaten aus dem gröbsten nun raus sind

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Oder du ziehst mal ins Kinderzimmer für ein paar Nächte und holst dir deinen Schlaf, während der Papa die Flasche gibt. Ich weiß, es ist schlimm sein Kind weinen zu sehen, aber dein Partner und das Kind schaffen das schon zusammen. Oft ist es schon gut, sobald du außer Sichtweite bist. Manchmal dauert es ein bisschen, aber dein Partner wird Wege finden euer Kind liebevoll zu beruhigen.

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*** Bitte nicht wundern, wenn du diese Antwort bei einem anderen Post findest, ich habe zuerst am „falschen“ Ort geantwortet #rof ***

Mal ganz unabhängig von der Problematik mit dem Stillen, das wird sich in ein par Monate (hoffentlich!) von selbst regeln, denn das Kind wird grösser, mobiler, Selbstständiger….

Wenn du „Pausen“ hast für den Frisör oder zum Kaffeetrinken, wie gestresst bist du da? Wie „getacktet“ sind deine Termine? Du gehst kurz vor dem Frisör Termin los und wenn die Haare fertig sind bist du wieder zu Hause? Also quasi ist der Termin auch wieder mit Stress verbunden? Du hastest dich quasi von „Auszeit“ zu Familie, ohne Pause? Falls ja, schaffe dir das Zeitpuffer… bei mir ist es so, wenn ich einen Termin habe der um 14h ist, gehe ich los mit mit min. Der Doppelten Zeit welche ich für den Weg brauche, und das Ende des Termines kommuniziere ich sehr „schwammig“ also wenn ich weiss, der Termin dauert eine Stunde, dann sage ich, ich brauche etwa 2h…. Dass heisst nicht, dass ich dann erst in 2h zu Hause bin, aber, ich könnte erst in 2h wieder zu Hause sein. So habe ich denn Stress nicht, immer, gleich, sofort wieder zu Hause zu sein!
Wenn du die Kinder gut versorgt weisst, dann geniesse es auch! Mache dir keine Gedanken darüber, was wäre wenn: das Baby weint, sich nicht beruhigen lässt, wieder Hunger hat…. Vertraust du den Personen welche auf deine Kinder aufpassen, bekommen die das schon hin! Die Kinder wissen, dass dass die Betreuuende Person eben nicht Mama ist, die wissen auch, dass es dort keine Brust gibt. Das Baby ist nicht mehr so klein, das (auch wenn es sehr abgedroschen klingt) wird auch nicht verhungern wenn es mal 2-3h keine Brust bekommt! Und wenn du mit einem guten Gefühl weg gehst, spüren das die Kinder und fühlen sich, dort wo sie sind, auch gut aufgehoben!

Zum Mann, naja, klingt blöd, ist aber so, Männer eben… meiner hatte da auch manchmal nicht so viel Verständnis wenn mir das alles zu viel wurde, wenn die Kinder nur an mir gehangen sind… was ihm Verständnis gebracht hat, selbst öfters mal in so eine Situation zu kommen! Einfach zu merken, dass Kinder, so kleine Kinder, die volle Aufmerksamkeit brauchen, da ist nix mit mal kurz für 10min auf die Toilette zu verschwinden, oder kurz in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Er musste das selbst erleben um zu verstehen…

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Ich kann quasi aus der Sicht deines Mannes sprechen, denn bei uns ist es so, dass mein Mann sich zu 90% ums Baby kümmert. Ich mache dafür den Haushalt.
Da mein Mann fast 24/7 den Kleinen an sich kleben hat, habe ich vollstes Verständnis, dass er, wenn der Kleine doch mal länger als 1-2 Std am Stück schläft, gerne was für sich machen will. Das passiert halt allerhöchstens 1x am Tag, manchmal nur alle paar Tage.
Z.B. mag er sich dann mal kurz an die Konsole setzen und das Letzte was mir dann einfallen würde wäre seine Zeit dann für mich zu beanspruchen. Ich bin ihm total dankbar, dass er den anstrengenderen Part hier zu Hause übernimmt, indem er andauernd das Baby betreut.
Deshalb ermutige ich ihn dann auch dazu in seiner wenigen Freizeit einfach mal zu tun worauf er grad wirklich Lust hat.

Für das Verhalten deines Mannes fehlt mir daher jedes Verständnis. Das ist absolut undankbar und egoistisch.

Bearbeitet von Miami