Muss ich mir das gefallen lassen?

Ich würde gerne Mal etwas Input bekommen, bin gerade hin und her gerissen..
Zu meiner Person 46 Jahre verheiratet Sohn ist 6. Es geht um die Schwiegermutter. Sie hat eine psychische Erkrankung ist im Moment schlecht eingestellt, sieht das aber nicht ein. Sie ist rastlos, nervös, angriffslustig und sehr Ich bezogen. Beim letzten Besuch, ist sie auf mich und meinen Mann losgegangen. Sie hatte eine OP die war zwei Wochen zuvor und wir hätten Sie mehr bemitleiden müssen. Sie war noch am Anfang ganz normal, dann ist sie mit Sohn im Arbeitszimmer verschwunden und hat den sterbenden Schwan gespielt..Sie lag dort am Sofa und war leidend, von einer Sekunde auf die andere. Wir haben natürlich zuvor gefragt wie es ihr geht und alles, da war alles noch gut...Und dann ging's los, ich sei nicht nett zu ihr ich bin kaltherzig und abweisend.. ich muss sagen, ich bin eher introvertiert und bin eher höflich zurückhaltend. Schwiegermutter ist aufbrausend, laut und da knallen auch oft die Türen und sie läuft, wenn ihr etwas nicht passt einfach davon.. Sie bezeichneten sich selber und ihren Teil der Familie als herzlich und offen.. Ich war überrumpelt und hab einfach nur gesagt sie kennt mich jetzt eh schon mehr als 20 Jahre ich bin eben so.. Das Schlimmste aber ist sie hat mir meiner Mutter über mich geredet, sie hat sich bei meiner Mutter über mich beschwert.. Sie hat sich auch über unseren Sohn beschwert, der hat auch zu wenig Anteilnahme gezeigt..
Muss ich mir das gefallen lassen, nur weil sie psychisch gerade wieder Mal nicht in Waage ist? Sie tut dann nach solchen Aktionen einfach wie wenn nichts gewesen wäre.. Mein Mann hat zu mir gesagt, ich soll ihr das nächste Mal Konter geben, außerdem falls sie wieder mir wieder so kommt, dann fahren wir einfach heim.

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Hallo,
Kurze Antwort: Nein,musst du nicht.

Lange Antwort: Eine psychische Erkrankung ist schlimm und sicherlich sollte man auch bis zu einem gewissen Maße Rücksicht darauf nehmen. An dem Punkt, wo es dich aber so angreift, ist Ende mit Rücksichtnahme und du darfst und solltest deine Grenzen aufzeigen, gleiches betrifft deinen Sohn.
Es geht nicht darum sie irgendwie fertig zu machen, aber ihr sagen, dass du diese Art übergriffiges Verhalten nicht akzeptierst, kannst du schon.

Achtung überzogenes Beispiel:
Pädophilie ist auch eine psychosoziale Störung, trotzdem nimmt selbstverständlich niemand Rücksicht darauf und gibt sein Kind dafür her.

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Hallo,

definitiv Nein!
Manches darf man sich nicht gefallen lassen und man muss Grenzen aufzeigen.
Und das sofort. Gilt auch für deinen Mann!
Er hätte sofort reagieren sollen, als sie im Arbeitszimmer auf sterbenden Schwan machte.

Das sie sich über dich und deinen Sohn bei deiner Mama beschwert, finde ich die Höhe.
Du und dein Sohn müsst ihr das unbedingt klar machen. Das geht gar nicht!


Meine SM ist leider ähnlich gestrickt. Gespräche mit ihr sind mühsam, besonders weil sie es oft abstreitet.
Ich schiebe sowas gerne, aber auch weil meine SM das hinter meinem Rücken macht und ich dann aktiv auf sie zugehen muss.
Würde sie mir alles vors Gesicht knallen, so würde ich sofort zurück schießen... 😉

Im übrigen kann man das auch üben. Stell dir eine Situation, wie sie war, im Kopf vor. Dann lass alles raus, was du ihr sagen willst. Übe es und nimm dir nächstes Mal vor, sobald nur ein kleiner Vorwurf kommt, dass du sofort darauf reagierst und ihr die Grenze zeigst.

Fühl dich gedrückt und alles Gute!

LG, Alysianna

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Hey!

Nein, musst du nicht. Du musst auch nicht kontern- eine sachliche Erklärung reicht.
Den Sohn würde ich aus der Schusslinie nehmen. Fertig.
Wie geht es deinem Sohn mit der Erkrankung der Oma? Falls ihn ihr Verhalten überfordert, würde ich versuchen, solche Situationen zu verhindern und ihn mit ihr nicht mehr weggehen lassen.
Wie verstehst du dich mit deiner Mutter? Weiß sie um den Zustand der SM?

Liebe Grüße
Schoko

Bearbeitet von schokofrosch
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Wir haben meiner Mutter schon vorher erklärt, dass Schwiegermutter gerade wieder Mal nicht im Lot ist. Sie hat eh richtig reagiert und hat sich auf ihre Jammereien und auf das Gerede über mich und meinen Sohn und meinen Mann nicht eingelassen. Meine Eltern meiden den Kontakt. Es gab schon ein paar unschöne Szenen zwischen meinen Eltern und der Schwiegermutter.. sie war zum Besuch bei meinen Eltern und ist total ausgerastet inklusive davonlaufen nur weil der Schwager gesagt hat er will jetzt heim fahren Sonntag später Nachmittag 300 km Heimreise) und sie wollte noch bleiben...

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Dann ist da alles gut gelaufen.
Du hast nicht geschrieben, was sie hat. Besteht denn die Chance, dass sie wieder normal wird? Ist es eine Episode?
Ich würde vermutlich zu ihr auf Abstand gehen und mir nicht jedes Mal den Eiertanz antun.
Wenn sie sich am Telefon schlecht über euren Sohn geäußert hat, wäre das für mich der Grund, den Kontakt zwischen beiden zu unterbinden. Dein Kind sollte mit dem Verhalten der Oma nicht belastet werden.

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Liebe TE,

ja da schwingt emotionale Erpressung mit. Aber psychische Erkrankung hin oder her, sie muss halt zusehen das mit Hilfe eines Psychiaters (neue Einstellung von Medikamenten) wieder in die Spur kommt. Und nein das musst du dir hier nichts gefallen lassen. ich würde mal sagen mal sagen: "Erna auch wenn du psychische Probleme hast, geht diese Verhalten überhaupt nicht. Ich finde es auch unmöglich das du hinter meinem Rücken anfängst bei meiner Mutter an zu tratschen.
Und wenn sie dann wieder laut wird: Erna, wir gehen jetzt. es reicht. Dein Verhalten geht uns dermaßen auf den Keks.
Wir kommen erstmal nicht wieder."

Ich bin vielleicht auch noch etwas anders gestrickt. Ich hätte so einer Schwiegermutter ganz schnell ihre Grenzen aufgezeigt.
Mit so etwas brauch sie bei mir nicht kommen.

Lass euch das nicht gefallen!! Hier ist auf jeden Fall kontra angesagt.

LG Hinzwife

Bearbeitet von hinzwife5
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Preisfrage: Was hat Deine Mutter ihr gesagt? Der Frau gehört gesagt, was geht und was nicht, psychische Störung hin oder her. Auch mit einer psychischen Erkrankung hat man nicht das Recht, auf anderen herumzutrampeln. Die Nummer sterbender Schwan kenne ich von meiner Mutter in Reinform. Man reagiert eines Tages nicht mehr drauf - dann wird es langweilig für Denjenigen.
LG Moni

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Sie ist psychisch krank. Entsprechend solltest du ihre Aktionen einordnen. Das hat mit "gefallen lassen" nichts zu tun, außer du möchtest es damit in Verbindung bringen. Aus ihrer Sicht ist dein Verhalten kaltherzig. Da hilft, dass man entweder mehr auf sie eingeht, sodass sie diesen Eindruck nicht mehr hat, oder eben damit lebt, dass sie diesen Eindruck nach außen spiegelt. Sie ist krank, mit rationalen Argumenten wirst du nichts erreichen. Distanzier dich, du bist mit diesen Aussagen nicht gemeint, sondern ihr Bild von dir ist angesprochen. Das muss mit dir nichts zu tun haben, solange du es dir nicht zueigen machst.

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Was ist denn Deine Erwartung, inwieweit sie sich durch die von Dir gesetzten Grenzen beeindrucken lässt?

Ohne die ganze Krankengeschichte zu kennen wäre ich skeptisch, ob ihre Erkrankung überhaupt so etwas wie Einsichtsfähigkeit zulässt. Insofern würde ich eher eine Eskalation erwarten, als eine Besserung.


Wie würdest Du damit umgehen können?

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Nein, musst du nicht. Und Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen und dürfen auch lernen, dass man das Umfeld nicht wie den persönlichen Schuhabtreter behandeln kann, nur weil es einem gerade schlecht geht.
Ein kleines aber: ich war selber jahrelang nicht gut eingestellt und es war nicht immer einfach für mein Umfeld. Abed:auch das musste ich aushalten und akzeptieren, wenn sich Menschen abwenden.. Inzwischen bin ich sehr gut eingestellt, dass Feedback vom Umfeld ist sehr positiv.

Weiß sie, dass ihr das Gefühl habt, dass etwas mit ihrer medikamentierung nicht in Ordnung ist? Ist sie in Behandlung und kann es ansprechen?

Generell ist keine Erkrankung ein Freibrief andere schlecht zu behandeln.

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"ich sei nicht nett zu ihr ich bin kaltherzig und abweisend.."

Jaja, schuld sind immer die anderen. Das kenne ich von meiner Mutter leider auch nur zu gut. Nachdem deine Ehe schon langjährig besteht, schätze ich, dass von eurer Seite bereits viel Geduld, Verständnis und viel Zeit des Zuhörens vorausgegangen sein dürfte. Schließlich ist es doch die eigene Mutter/SchwiMu und man will doch miteinander gut auskommen!

Und doch hat man das Gefühl, man dreht sich im Kreis, weil sich ja doch nichts ändert. Selbstreflexion (sofern möglich) gleich null. Nö. Lieber wird so getan, als sei nichts geschehen. Mit Rationalität kommt somit unsereiner nicht weit. Auf die Dauer fühlt man sich in solch einer Gesellschaft ausgelaugt. Kurzum, solche Energievampire tun einem nicht gut. Da hilft nur Distanz - zum eigenen Schutz. Und wenn's die eigene Mutter/Schwiegermutter ist.

Bearbeitet von RunningGag